WILLINGEN. Wegen eines Großbrandes in einer Strohlagerhalle sind zahlreiche Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und mehrere Landwirte nach Eimelrod ausgerückt. Rund 100 Kräfte waren an dem stundenlangen Einsatz beteiligt. Verletzte gab es nicht.
Strohlagerhalle steht beim Eintreffen in Vollbrand
Alarmiert wurden die Kräfte am Mittwoch um 14.28 Uhr, nachdem die Leitstelle unter dem Einsatzstichwort „F 3 – Brand Scheune“ eine mit Stroh gefüllte Scheune im Bereich Am Schmitteuwer auf einem Feld in Richtung Deisfeld gemeldet hatte. Hinweise auf betroffene Personen lagen zu diesem Zeitpunkt nicht vor.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand die Strohlagerhalle bereits in voller Ausdehnung in Flammen, berichtete Gemeindebrandinspektor Christian Querl gegenüber 112-Magazin. Eine starke Rauchentwicklung war weithin sichtbar.
Besondere Aufmerksamkeit galt dem unmittelbar hinter der Halle liegenden Wald. Nach Angaben von Christian Querl bestand die Gefahr, dass sich das Feuer auf die Bäume ausbreiten könnte. Begünstigend wirkte sich aus, dass es sich um einen Laubwald handelte, der nicht so schnell Feuer fing.
Rund 800 Strohballen und landwirtschaftliche Geräte zerstört
In der etwa 50 Meter langen Lagerhalle befanden sich nach Angaben des Einsatzleiters rund 800 Strohballen. Ein Großteil des Strohs wurde durch das Feuer zerstört.
Zusätzlich standen im hinteren Bereich der Scheune mehrere landwirtschaftliche Geräte. Einige davon fielen ebenfalls den Flammen zum Opfer. Tiere befanden sich nicht in dem Gebäude und waren durch den Brand nicht gefährdet. Bei der betroffenen Scheune handelte es sich ausschließlich um eine Lagerhalle.
Feuerwehren aus mehreren Kommunen angefordert
Sämtliche Ortsteilwehren der Gemeinde Willingen beteiligten sich an den Löscharbeiten. Unterstützung kam außerdem von den Feuerwehren aus Adorf, Deisfeld, Benkhausen und Schweinsbühl aus der Gemeinde Diemelsee.
Mit dem GABC-Zug und dem Gerätewagen Atemschutz rückte die Feuerwehr Korbach nach Eimelrod aus. Im weiteren Verlauf wurde zudem die Feuerwehr Medebach mit einem Tankfahrzeug und die Feuerwehr Rhena mit Löschfahrzeug nachalarmiert.
Unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Christian Querl arbeiteten die beteiligten Einheiten an der Eindämmung des Feuers und den anschließenden Nachlöscharbeiten.
Philip Windisch von der Brandschutzaufsicht machte sich vor Ort ein Bild von der Lage und dem Einsatzgeschehen.
Wasserversorgung stellt Kräfte vor Herausforderungen
Zunächst reichte das örtliche Hydrantennetz für den hohen Löschwasserbedarf an der brennenden Strohlagerhalle nicht aus. Wasser entnahmen die Einsatzkräfte deshalb zusätzlich aus einem nahe gelegenen Teich.
Tankfahrzeuge aus Willingen, Adorf und Medebach brachten fortlaufend Löschwasser zur Einsatzstelle. Mehrere Landwirte unterstützten die Feuerwehr mit Güllefässern und transportierten im Pendelverkehr große Mengen Wasser zur brennenden Halle.
Die Firma MC Trucking beteiligte sich mit einem 30.000 Liter fassenden Güllebehälter ebenfalls am Pendelverkehr und unterstützte damit die Versorgung der Einsatzstelle mit Löschwasser.
Durch die Wasserentnahme aus dem Teich sowie den Einsatz der Tankfahrzeuge und Güllefässer konnte die Löschwasserversorgung schließlich sichergestellt werden, berichtete Christian Querl gegenüber 112-Magazin.
Helfer vor Ort versorgten die Kräfte während der anstrengenden und langwierigen Arbeiten mit Getränken.
THW und Landwirte räumen Brandgut auseinander
Für die umfangreichen Nachlöscharbeiten wurde das Technische Hilfswerk Korbach eingesetzt. Mithilfe eines Mobilbaggers und eines Radladers räumten die THW-Kräfte das brennende Stroh auseinander.
Die Firma Küthe Container aus Rattlar stellte zusätzlich einen Umschlagbagger zur Verfügung, mit dessen Hilfe das Stroh auseinandergezogen werden konnte.
Landwirte beteiligten sich mit eigenen Radladern an diesen Arbeiten. Für den Einsatz während der Abendstunden forderte die Einsatzleitung zusätzlich Beleuchtung vom THW an.
Ein genaues Einsatzende ließ sich zunächst nicht nennen. Christian Querl ging davon aus, dass sich die Lösch- und Nachlöscharbeiten bis in die späten Abendstunden hinziehen würden.
Besonderes Lob gilt den zahlreichen Einsatzkräften, die unter schwierigen Bedingungen über viele Stunden gegen das Feuer kämpften. Ebenso hervorzuheben sind die Landwirte, die spontan und freiwillig Hilfe leisteten. Mit ihren Fahrzeugen und ihrem Einsatz trugen sie erheblich zur Bewältigung des Großbrandes bei. Dank gebührt ebenfalls den Menschen, die an die Versorgung der Kräfte mit Getränken dachten.
Angaben zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnten zunächst noch nicht gemacht werden.








