Trickbetrüger nutzt Hilfsbereitschaft aus

Dienstag, 22. September 2026 13:13 geschrieben von  Redaktion 112-Magazin
Die Polizei warnt vor einer Betrugsmasche, bei der angebliche Notlagen vorgetäuscht werden. Die Polizei warnt vor einer Betrugsmasche, bei der angebliche Notlagen vorgetäuscht werden. Symbolbild: Michael Fränkel / 112-magazin.de

BAUNATAL. Mit einer vorgetäuschten Notlage hat ein bislang unbekannter Mann die Hilfsbereitschaft eines 39-Jährigen aus dem Schwalm-Eder-Kreis ausgenutzt und ihn um 100 Euro gebracht. Als vermeintliche Gegenleistung erhielt der Mann einen längst ungültigen Geldschein aus Belarus.

Der 39-Jährige war am Donnerstag, 17. September 2026, gegen 19.30 Uhr auf der A 49 aus Richtung Marburg unterwegs und verließ die Autobahn an der Anschlussstelle Baunatal-Süd bei Hertingshausen in Richtung L 3316.

Im Bereich der Autobahnabfahrt traf er auf einen unbekannten Mann, der vorgab, wegen Kraftstoffmangels nicht weiterfahren zu können. Für die Weiterfahrt benötige er dringend 100 Euro.

In der Annahme, dem Mann aus seiner vermeintlichen Notlage zu helfen, ließ sich der 39-Jährige auf dessen Angebot ein und übergab ihm 100 Euro Bargeld. Im Gegenzug erhielt er einen 500-Rubel-Schein aus Belarus.

Später stellte sich heraus, dass es sich um eine alte belarussische Banknote handelt, die bereits seit 2016 nicht mehr gültig ist. Am Montag, 21. September 2026, erstattete der 39-Jährige Anzeige bei der Polizei.

Beschreibung des Tatverdächtigen:

  • etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß
  • etwas kräftigere Statur
  • dunkle bis schwarze Haare
  • Vollbart
  • unterwegs mit einem silbernen Audi Q5

Die Kriminalpolizei in Kassel hat die Ermittlungen übernommen. Hinweise zu dem unbekannten Mann oder dem silbernen Audi Q5 nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0561/9100 entgegen.

Polizei warnt vor „Autobahngold-Masche“

Nach Angaben der Polizei handelt es sich um eine auch als „Autobahngold-Masche“ bekannte Form des Trickbetrugs. Dabei täuschen Betrüger häufig eine Notlage vor und bitten Verkehrsteilnehmer um Bargeld.

Als vermeintliche Gegenleistung oder Sicherheit bieten sie beispielsweise ausländische Banknoten, Schmuck oder angebliche Wertgegenstände an. Die Polizei rät dazu, in solchen Situationen vorsichtig zu sein und im Zweifel kein Bargeld auszuhändigen. (ots/r)

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