WOLFHAGEN. Rund 400.000 Quadratmeter landwirtschaftlich genutzter Fläche standen in der Gemarkung zwischen Viesebeck und Ehringen in Flammen. Der Brand einer Ballenpresse entwickelte sich wegen des starken Windes zu einem Großeinsatz.
Ballenpresse löst Flächenbrand aus
Nach Angaben der Feuerwehr Wolfhagen erfolgte die erste Alarmierung am Donnerstag um 15.14 Uhr unter dem Stichwort „F Lkw“. Die Einsatzmeldung lautete auf den Brand eines landwirtschaftlichen Geräts. Die Feuerwehr Volkmarsen nennt für diese Alarmierung 15.19 Uhr und führt als Einsatzlage den Brand einer Ballenpresse sowie des angrenzenden Feldes auf.
Zunächst wurden die Kräfte aus Ehringen gemeinsam mit den Feuerwehren Wolfhagen und Viesebeck zu der brennenden Ballenpresse gerufen. Nach den vorliegenden Angaben war die landwirtschaftliche Maschine Auslöser des Feuers.
Der starke Wind trieb die Flammen innerhalb kürzester Zeit über große Teile des Feldes. Aufgrund der enormen Brandausbreitung mussten zahlreiche weitere Feuerwehren aus dem Landkreis Kassel, dem Landkreis Waldeck-Frankenberg und darüber hinaus zur Unterstützung nachalarmiert werden.
Vollalarm für die Feuerwehr Wolfhagen
Im weiteren Verlauf wurde für die Feuerwehr Wolfhagen Vollalarm ausgelöst. Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung an der Einsatzstelle kamen sämtliche Abrollbehälter Wasser des Landkreises Kassel zum Einsatz.
Der Löschzug Volkmarsen wurde um 16.18 Uhr unter dem Stichwort „F Wald 2 – Flächenbrand“ nachgefordert. Insgesamt waren 40 Einsatzkräfte aus Volkmarsen an der Brandbekämpfung beteiligt.
Landwirte unterstützen die Löscharbeiten
Bereits während der Anfahrt wurden entsprechend dem Waldbrandeinsatzplan der Feuerwehr Volkmarsen ortsansässige Landwirte mit Traktoren und Wasserfassgespannen zur Einsatzstelle beordert. Durch ihre schnelle Unterstützung konnte die Löschwasserversorgung unmittelbar verstärkt und die Brandbekämpfung wirkungsvoll unterstützt werden.
Zahlreiche weitere Landwirte halfen ebenfalls bei den Maßnahmen. Sie stellten Wasserbehälter bereit und setzten Grubber ein, um den Boden aufzulockern und die weitere Ausbreitung einzudämmen.
Polizeihubschrauber holt Wasser aus dem Twistesee
Zusätzlich unterstützte ein Polizeihubschrauber aus Egelsbach die Löscharbeiten aus der Luft. Die Besatzung nahm mit einem sogenannten Bambi Bucket mehrfach Wasser aus dem Twistesee auf und brachte es über der brennenden Fläche aus.
Bei einem Bambi Bucket handelt es sich um einen speziellen, faltbaren Löschwasser-Außenlastbehälter für Hubschrauber. Er wird insbesondere bei der Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden eingesetzt.
Feuerwehren, Landwirte und Unternehmen arbeiten Hand in Hand
Gemeinsam gelang es den zahlreichen Feuerwehren aus den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Kassel, die weitere Ausbreitung des Brandes einzudämmen. Feuerwehr, Landwirte und private Unternehmen arbeiteten dabei Hand in Hand.
Ein besonderer Dank gilt nach Angaben der Feuerwehr Volkmarsen den ortsansässigen Landwirten sowie den privaten Unternehmen, die ohne zu zögern ihre Unterstützung angeboten haben. Mit ihren Wassertransporten, ihrer Technik und ihrem schnellen Handeln unterstützten sie die Einsatzmaßnahmen maßgeblich und stellten erneut den starken Zusammenhalt in der Region unter Beweis.
Arbeiten dauern bis in den späten Abend
Gegen 20 Uhr kehrten die 40 Einsatzkräfte aus Volkmarsen zurück. Anschließend waren sie noch etwa eineinhalb Stunden damit beschäftigt, die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge und Geräte wiederherzustellen.
Für die übrigen beteiligten Feuerwehren endete der Einsatz gegen 23 Uhr.








