Fünf Einsätze und ein Großbrand beschäftigen die Feuerwehr

Samstag, 25. Juli 2026 09:17 geschrieben von  Michael Fränkel
Insgesamt bewältigte die Feuerwehr Frankenberg am 24. Juli 2026 fünf Einsätze innerhalb weniger Stunden. Insgesamt bewältigte die Feuerwehr Frankenberg am 24. Juli 2026 fünf Einsätze innerhalb weniger Stunden. Fotos: Michael Fränkel

FRANKENBERG. Fünf Einsätze innerhalb weniger Stunden haben die Feuerwehr Frankenberg am Freitag bis nach Mitternacht gefordert. Besonders der ausgedehnte Wohnungsbrand in der Fußgängerzone verlangte den Einsatzkräften alles ab. Unter der Leitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Stefan Stroß verhinderten sie, dass sich das Feuer auf das Dachgeschoss und ein Nachbargebäude ausbreitete.

Fünf Alarmierungen innerhalb weniger Stunden

Der einsatzreiche Tag begann am Freitag um 12.45 Uhr mit einer automatischen Unfallmeldung über ein E-Call-System. Der unter dem Einsatzstichwort „E-Call Y“ gemeldete Einsatz stellte sich als Fehlalarm heraus.

Bereits um 13.39 Uhr wurden die Einsatzkräfte erneut alarmiert. Dieses Mal unterstützten sie den Rettungsdienst mit einer Tragehilfe.

Nur etwas mehr als eine Stunde später folgte um 14.50 Uhr die dritte Alarmierung des Tages. Unter dem Einsatzstichwort „F 2 Y“ wurden die Einsatzkräfte zu dem Wohnungsbrand in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Neustädter Straße gerufen.

Noch während dieser Großeinsatz lief, löste um 15.02 Uhr die Brandmeldeanlage eines Altenheims aus. Auch dieser Einsatz stellte sich als Fehlalarm heraus.

Um 19.56 Uhr folgte schließlich die fünfte Alarmierung: Im Brückenweg im Ortsteil Willersdorf brannte ein Personenkraftwagen in einer Scheune.

Ausgedehnter Wohnungsbrand in der Fußgängerzone

Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand eine Wohnung im zweiten Obergeschoss des Wohn- und Geschäftshauses in der Neustädter Straße bereits in ausgedehntem Vollbrand.

Unter der Leitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Stefan Stroß wurde umgehend eine umfangreiche Brandbekämpfung eingeleitet. Die Einsatzkräfte gingen sowohl über zwei Drehleitern als auch im Innenangriff gegen die Flammen vor.

Durch den massiven Löschangriff gelang es den Feuerwehren, eine Ausbreitung des Brandes auf das Dachgeschoss sowie auf ein angrenzendes Gebäude zu verhindern.

Insgesamt wurden 14 Personen durch Passanten, die Polizei und die Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet. Eine der Personen brachten die Einsatzkräfte über eine Drehleiter in Sicherheit.

Eine Person erlitt eine Rauchgasbelastung. Sie wurde mit einem Rettungswagen in das Frankenberger Krankenhaus gebracht.

Das betroffene Wohn- und Geschäftshaus ist derzeit nicht bewohnbar.

Rund 80 Einsatzkräfte und 17 Fahrzeuge vor Ort

An dem Großeinsatz waren die Feuerwehren Frankenberg-Kernstadt, Röddenau, Schreufa und Viermünden beteiligt. Die Feuerwehr Battenberg unterstützte die Löscharbeiten mit einer zweiten Drehleiter.

Insgesamt kamen 17 Fahrzeuge und rund 80 Einsatzkräfte zum Einsatz. Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Stefan Stroß koordinierte als Einsatzleiter die umfangreichen Maßnahmen an der Neustädter Straße.

Die Feuerwehren Willersdorf und Haubern übernahmen später die Brandwache. Das Deutsche Rote Kreuz stellte die Versorgung der Einsatzkräfte sicher.

Auch ein Notarzt, zwei Rettungswagen, ein Krankentransportwagen und der Leitende Notarzt waren vor Ort. Hinzu kamen der stellvertretende Kreisbrandinspektor Bernd Berghöfer, die Polizei und die Kriminalpolizei.

Bürgermeisterin Barbara Eckes machte sich an der Einsatzstelle ebenfalls ein Bild von der Lage und dem umfangreichen Einsatz der Feuerwehren und Hilfsorganisationen.

Erst gegen 0.20 Uhr war der Einsatz in der Fußgängerzone beendet.

Brandmeldeanlage löst während des Großeinsatzes aus

Während die Einsatzkräfte unter der Leitung von Stefan Stroß gegen den Wohnungsbrand kämpften, löste um 15.02 Uhr die Brandmeldeanlage eines Altenheims aus.

Die Feuerwehr Geismar übernahm diesen Parallelauftrag. Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Anschließend übernahm die Feuerwehr Geismar die Wachbesetzung.

Brennender Pkw in einer Scheune

Noch während der Einsatz in der Neustädter Straße lief, wurden die Feuerwehren um 19.56 Uhr erneut alarmiert. Im Brückenweg 6 in Willersdorf war ein Personenkraftwagen in einer Scheune in Brand geraten.

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Feuerwehren Viermünden, Haubern und Willersdorf sowie zwei Fahrzeuge der Kernstadtfeuerwehr weiterhin an dem Wohn- und Geschäftshaus in der Fußgängerzone.

Der gerade wieder einsatzbereit gemachte Löschzug der Feuerwehr Frankenberg-Kernstadt rückte gemeinsam mit der Feuerwehr Bottendorf nach Willersdorf aus. Dort waren vier Fahrzeuge der Kernstadtfeuerwehr und zwei Fahrzeuge aus Bottendorf mit insgesamt 35 Einsatzkräften im Einsatz.

Der Besitzer des Pkw beziehungsweise ein Bewohner hatte den brennenden Wagen bereits mit einem Feuerlöscher abgelöscht und aus der Scheune gebracht. Die Feuerwehr führte anschließend mit einem Fahrzeug und einem C-Rohr Nachlöscharbeiten durch.

Auch dieser Einsatz musste parallel zu dem noch laufenden Großeinsatz in der Neustädter Straße abgearbeitet werden.

Großer Respekt für die Einsatzkräfte

Fünf Alarmierungen innerhalb weniger Stunden, parallel laufende Einsätze, rund 80 Kräfte und 17 Fahrzeuge allein beim Wohnungsbrand sowie ein Einsatzende erst nach Mitternacht: Der Freitag hat eindrucksvoll gezeigt, welche Belastung die Einsatzkräfte der Feuerwehren bewältigen.

Während einige Einheiten noch an der Brandstelle arbeiteten oder die Brandwache übernahmen, wurden andere Fahrzeuge bereits wieder aufgerüstet und zum nächsten Einsatz geschickt. Beim Wohnungsbrand verhinderte das von Stefan Stroß koordinierte Zusammenspiel der Feuerwehren, des Rettungsdienstes, des Deutschen Roten Kreuzes und der Polizei Schlimmeres.

Dieser außergewöhnliche Einsatztag verdient großen Respekt und besondere Anerkennung.

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