Schwieriger Waldbrand-Einsatz in Waldeck

Sonntag, 21. Juni 2026 03:11 geschrieben von  Michael Fränkel
Die Feuerwehr Stadt Waldeck wurde am Samstagvormittag zu einem Waldbrand nach Waldeck-See alarmiert. Die Feuerwehr Stadt Waldeck wurde am Samstagvormittag zu einem Waldbrand nach Waldeck-See alarmiert. Fotos: Feuerwehr Stadt Waldeck

WALDECK. Brennender Baum am Urwaldsteig hat einen Waldbrand-Einsatz der Feuerwehr Stadt Waldeck ausgelöst. Schwierige Wege, herabgefallene Äste und hohe Temperaturen erschwerten die Arbeit.

Alarmiert wurde die Feuerwehr am Samstag, 20. Juni 2026, um 11.03 Uhr nach Waldeck-See. Der Ortszusatz „Urwaldsteig“ deutete bereits darauf hin, dass die Einsatzstelle nur erschwert zu erreichen sein würde.

Durch die gute Zusammenarbeit mit der Leitstelle und der noch vor Ort befindlichen Anruferin konnte ein Nationalparkrettungspunkt ausfindig gemacht werden. Mithilfe der vorbereiteten technischen Ausstattung im Einsatzleitwagen konnte der Ort zielgenau angefahren werden, wodurch eine lange Suche erspart blieb.

Ein erstes schmaleres Löschfahrzeug fuhr direkt mit in den Wald ein, um die Lage zu erkunden und erste Löschmaßnahmen einzuleiten. Alle weiteren Einheiten blieben zunächst auf der Ederseerandstraße in Bereitstellung.

Der Weg zum Feuer gestaltete sich schwierig. Durch den Sturm in der vorherigen Nacht lagen mehrere dicke Äste auf dem Waldweg und machten das Befahren unmöglich. Mehrfach musste angehalten und der Weg freigeräumt werden. Matschiger Untergrund und enge Wege erschwerten das Vorankommen zusätzlich und verlangten den Fahrzeugen und Maschinisten einiges ab.

An der gemeldeten Stelle stand ein Baum in Brand. Betroffen waren sowohl ein auf dem Waldboden liegender Stamm als auch der noch stehende Teil des Baumes. Umgehend wurden Löschmaßnahmen mit einem Schnellangriffsschlauch eingeleitet.

Anschließend wurden zwei weitere Löschfahrzeuge gezielt an die Einsatzstelle geführt, um die Löschwasserversorgung über die Fahrzeugtanks sicherzustellen. Zudem wurde weiteres Personal benötigt.

In Absprache mit einem Nationalparkranger wurde der Baum nach dem ersten Ablöschen mit einer Motorkettensäge zerkleinert. Dadurch konnten auch die Glutnester im Inneren erreicht und abgelöscht werden. Eine weitere Ausbreitung auf den Waldboden konnte verhindert werden. Bei den sommerlich hohen Temperaturen wäre dies nach Angaben der Feuerwehr nicht unwahrscheinlich gewesen.

Zusätzlich belastete die Hitze die Arbeit der Kräfte. Besonders in der dicken Schutzkleidung, die bei Arbeiten mit der Kettensäge erforderlich ist, kamen sie sichtbar ins Schwitzen. Nach Abschluss der Brandbekämpfung wurden Getränke ausgegeben, um den Flüssigkeitshaushalt wieder aufzufüllen.

Unter der Einsatzleitung von Andreas Przewdzing dauerte der Einsatz rund eineinhalb Stunden.

Zuletzt bearbeitet am Sonntag, 21. Juni 2026 03:47

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