WALDECK. Ein gemeldeter Waldbrand hat am Freitagabend einen mehrstündigen Einsatz mehrerer Feuerwehren im Bereich Höringhausen ausgelöst. Im Wald zwischen Höringhausen und Dehringhausen brannten auf einer rund 500 Quadratmeter großen Fläche Waldboden und Gehölz.
Am 1. Mai wurden die Feuerwehr Höringhausen und die Waldecker Stadtbrandinspektoren um 18.48 Uhr unter dem Stichwort F WALD 1 ursprünglich zu einem gemeldeten Waldbrand zwischen Ober- und Nieder-Waroldern alarmiert, um die Twistetaler Feuerwehren zu unterstützen. Der Einsatzort lag im Bereich Höhenweg bei Höringhausen.
Recht schnell konnten die Höringhäuser Kräfte die Rauchentwicklung jedoch dem Wald zwischen Höringhausen und Dehringhausen zuordnen, der im Waldecker Stadtgebiet liegt, und erkundeten in diese Richtung. Vom Einsatzleitwagen aus starteten die Einsatzkräfte eine Drohne und konnten schnell und gleichzeitig mit den Höringhäuser Kräften den genauen Einsatzort mitten im Wald an einem Steilhang lokalisieren.
Die starke Rauchentwicklung machte teils Atemschutz erforderlich. Zu den ersten Herausforderungen zählten der begrenzte Wassertank, die Überwindung des Steilhangs und schlecht befahrbare Wege. Die Brandbekämpfung konnte dennoch zügig eingeleitet werden.
Nun begann die koordinatorische Herausforderung. Die Feuerwehr Sachsenhausen sowie das Führungsteam der Stadt Waldeck wurden nachalarmiert. Nachdem der Einsatzleitwagen die Einsatzstelle im Wald erreicht hatte, lotsten die Einsatzkräfte die wasserführenden Fahrzeuge über für Großfahrzeuge befahrbare Wege in den Wald. Mit Fahrzeugortung und Waldwegesystem wurde der beste Weg aus Richtung Dehringhausen organisiert. Dadurch konnte viel Zeit eingespart und die Unterstützung der Einsatzkräfte an der Brandstelle beschleunigt werden.
Damit stand durch die wasserführenden Fahrzeuge aus Berndorf und Sachsenhausen ausreichend Löschwasser für eine massive Brandbekämpfung zur Verfügung. Auch Waldbrandpatschen kamen bei dem kräftezehrenden Einsatz zum Einsatz. Zusätzlich richteten die Einsatzkräfte einen Pendelverkehr nach Dehringhausen ein und setzten letztlich 10.000 Liter Wasser für die etwa 500 Quadratmeter große Fläche ein.
Es brannten Waldboden und Gehölz. Nach dem abschließenden Beimischen von Netzmittel konnte das Feuer gelöscht und eine größere Ausbreitung verhindert werden.
Der Wechsellader transportierte die verschmutzte Einsatzkleidung ab und stellte vor Ort Wechselkleidung bereit. Weitere Einsatzfahrzeuge aus Twistetal standen an einem Bereitstellungsplatz in Bereitschaft, mussten den Waldweg aufgrund der verhältnismäßig geringeren Tankinhalte aber nicht mehr befahren.
Unter der Leitung von Andreas Przewdzing dauerte der Einsatz insgesamt 3 Stunden 20 Minuten.








