Entsetzlicher Verkehrsunfall fordert zwei tote Fußgängerinnen

Dienstag, 26. September 2023 08:43 geschrieben von  Matthias Böhl
An der Unglücksstelle musste auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine umfangreiche Spurensicherung und Unfallaufnahme durch Gutachter und Polizei erfolgen. An der Unglücksstelle musste auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine umfangreiche Spurensicherung und Unfallaufnahme durch Gutachter und Polizei erfolgen. Fotos: Matthias Böhl, 112-Magazin

BATTENBERG. Ein entsetzlicher Verkehrsunfall ereignete sich am Montagabend auf der Bundesstraße 253 zwischen Laisa und Battenberg. Dabei wurden eine 59-jährige Frau und eine 17-jährige Jugendliche getötet, zwei weitere Menschen wurden leicht verletzt und schwer traumatisiert.

Das Spurenfeld ist mehrere Meter lang, Autoteile liegen auf der Fahrbahn und sind von den Polizeibeamten der Polizeistation Frankenberg mit Sprühkreide als wichtige Unfallspuren markiert worden. Eine Jacke, ein Schuh, persönliche Gegenstände – das sind ebenfalls Spuren auf der breiten Fahrbahn am Montagabend. Die Feuerwehr Battenberg leuchtet die Einsatzstelle unter der Einsatzleitung von Gemeindebrandinspektor Michael Wenzel weiträumig aus, um den Ermittlern und Gutachtern eine Spurensicherung zu ermöglichen.

Wie die Polizei mitteilte, versuchten drei Fußgängerinnen aus Battenberg – die beiden getöteten Frauen und eine weitere Frau, die Bundesstraße aus Richtung Penny-Markt in Battenberg kommend zu überqueren, um vermutlich auf einen Wirtschaftsweg am anderen Straßenrand zu gelangen. Zur selben Zeit fuhr eine 22-jährige Frau aus dem oberen Edertal mit ihrem Opel von Laisa in Richtung Battenberg. Sie erfasste zwei der drei auf der Straße laufenden Frauen. Nicht erfasst wurde die dritte Frau. Die beiden erfassten Fußgängerinnen verstarben noch an der Unfallstelle. Die dritte Fußgängerin und die Fahrerin des Opels wurden leicht verletzt und kamen ins Krankenhaus.

Vor Ort waren neben Rettungskräften, Notarzt, Polizei und Feuerwehr auch mehrere Notfallseelsorger, ein PSNV Team (Psychosoziale Notfallversorgung) und ein KIT (Kriseninterventionsteam) des Deutschen Roten Kreuzes im Einsatz. Sie kümmerten sich unter anderem um Unfallzeugen, Hinterbliebene und Angehörige am Unglücksort.

Zur Spurensicherung und Beweisführung schaltete die Staatsanwaltschaft einen Gutachter ein, der bis spät in die Nacht vor Ort Ermittlungen durchführte. Für diese Dauer blieb die Straße voll gesperrt.

Den entstandenen Schaden am Opel beziffert die Polizei mit rund 7000 Euro.

Zuletzt bearbeitet am Dienstag, 26. September 2023 09:41

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