Löschwasser 660 Meter weit und 40 Meter hoch gefördert

Mittwoch, 23. Oktober 2013 21:13 geschrieben von  Migration

RHENEGGE. Zu einem angenommenen Gebäudebrand mit zwei vermissten Personen sind mehrere Feuerwehren der Großgemeinde Diemelsee ausgerückt. Die mehr als 70 Einsatzkräfte mussten bei der Alarmübung mehreren Anforderungen gerecht werden.

Schon wenige Minuten nach der Alarmierung trafen die Wehren aus Rhenegge, Adorf, Sudeck, Heringhausen und Wirmighausen an der angenommenen Einsatzstelle ein. Die Rhenegger Wehr setzte sofort zwei Atemschutztrupps an dem Brandobjekt ein. In dem Haus befanden sich zwei Personen, die nach Zeit gerettet waren.

Die Einsatzstelle lag außerhalb der Ortslage. Bei der Wasserversorgung musste laut Feuerwehrsprecher Günter Radtke eine Strecke von 660 Metern und ein Höhenunterschied von 40 Metern überwunden werden. Bei Gebäuden außerhalb des Ortes muss das Wasser aus dem Dorf zur Einsatzstelle befördert werden. Die Entnahmestelle war am Schützenplatz in Rhenegge.

Die Adorfer Wehr leuchte die Einsatzstelle aus, um die Arbeit bei Dunkelheit zu erleichtern und Unfallgefahr für die Freiwilligen zu verringern. Der vermeintliche Brand wurde mit einem B-Strahlrohr und drei C-Strahlrohren bekämpft. Insgesamt gaben die Feuerwehrleute bis zu 800 Liter Wasser in der Minute ab.

An der Übung nahmen 70 Einsatzkräfte mit zehn Fahrzeugen teil. Die Ausarbeitung der Übung hatte zuvor die Wehr aus Rhenegge übernommen, die Leitung lag in den Händen von Andreas Selch. Das Übungsende war nach einer Stunde erreicht, nach dem Verpacken der Ausrüstung fand am Feuerwehrhaus in Rhenegge die Abschlussbesprechung statt.

Der Gemeindebrandinspektor Uwe Becker und seine Stellvertreter Torsten Behle und Karl-Wilhelm Römer waren als Beobachter bei der Übung anwesend. Die Zusammenarbeit der Wehren war nach Einschätzung der Beobachter gut. Durch die gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse soll es den Einsatzkräften künftig möglich sein, noch präziser und schneller an realen Einsatzorten agieren zu können. Ein besonderer Dank gilt den Besitzern von Gebäuden, die diese für Übungen zur Verfügung stellen. "Ohne diese Bereitschaft wären diese Übungen nicht möglich", sagte Radtke anerkennend.

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