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Freitag, 27 Juli 2018 09:10

Betrügerische Enkeltrickanrufe in Nordhessen

WALDECK-FRANKENBERG. Die Polizei in Nordhessen warnt aktuell vor einer Welle betrügerischer Enkeltrickanrufe. Bereits  20 Senioren aus ganz Nordhessen haben sich gemeldet, die einen derartigen Anruf erhalten hatten.

Es ist davon auszugehen, dass die Betrüger aber bereits weitaus mehr Menschen in der Region angerufen haben und auch noch anrufen werden. Aus diesem Grund bittet die Polizei mögliche Opfer, aber insbesondere auch deren Angehörige, heute und in den nächsten Tagen besonders aufmerksam hinsichtlich verdächtiger Anrufe zu sein.

"Rate mal, wer dran ist?" Anrufe in Kassel und allen vier nordhessischen Landkreisen

Neben mehreren Anrufen in Kassel, erhielten auch Senioren in den vier nordhessischen Landkreisen Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner diese Anrufe. Betroffen waren Rentner aus den Orten Bad Wildungen, Bad Sooden-Allendorf, Fritzlar, Calden, Baunatal, Ahnatal, Vellmar, Guxhagen und Hessisch Lichtenau.

Die Vorgehensweise der Betrüger ist immer ähnlich. Mit Worten wie "Rate mal, wer dran ist?" wird dem Angerufenen der Name eines Verwandten, Freundes oder Bekannten entlockt. Diese Rolle nehmen die Betrüger dankend an und gaukeln eine finanzielle Notsituation vor.

Mal ist es der Kauf eines Wohnmobils, mal einer Immobilie oder gar eine drohende Zwangsversteigerung. Können die Opfer finanziell aushelfen, kommt meist eine dritte unbekannte Person ins Spiel, um das Geld abzuholen. Soweit kam es bei den heute bislang bekannten Fällen in Nordhessen zum Glück nicht.

Tipps zum Schutz vor dem Enkeltrick 

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen
  • Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt
  • Wenn Sie Opfer geworden sind, wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige

Publiziert in Polizei
Donnerstag, 26 April 2018 14:50

Betrügermasche geht weiter

PADERBORN. Eine Serie von Betrugsversuchen hält seit Montag an. Insgesamt 16 vermeintliche Opfer, vorwiegend Seniorinnen und Senioren, erstatteten bis Dienstagabend Anzeige.

Dabei ist kein Fall bekannt geworden, bei dem die Täter etwas erbeutet haben. Dennoch ist die Serie noch nicht vorbei, denn auch am Mittwoch sind die Täter weiter aktiv.

Erste Fälle hat die Kriminalpolizei schon aufgenommen. Deswegen, so der Appell der Polizei, sei es gerade für ältere Menschen wichtig, einen vertrauten Ansprechpartner zu haben, den sie in solchen Fällen sofort kontaktieren können. Das können Angehörige, Freunde, Bekannte oder Nachbarn sein. Diese sollten die Seniorinnen und Senioren regelmäßig über Betrugsmaschen oder das Vorgehen von Trickdieben informieren.  

Immer wieder warnt die Polizei vor der Masche mit den "falschen Polizisten", bei denen sich die Betrüger am Telefon dreist als Polizei- oder Kriminalbeamte von der örtlichen Dienststelle oder vom BKA ausgeben und versuchen, ihre Opfer zu verunsichern. Sie gaukeln Einbrüche in der Nähe vor und dass Personen festgenommen wurden - aber eben nicht alle. Daher müsse man damit rechnen, dass jetzt auch im Haus des jeweils Angerufenen eingebrochen würde, weswegen die Kriminellen wissen wollen, wieviel Geld im Haus ist.

Oft kommt es zu mehreren Anrufen, in denen die Legende erweitert und angegeben wird, dass das Geld auch auf der Bank nicht sicher sei und man das Geld besser der Polizei geben solle. Die Täter haben zu diesem Zeitpunkt längst herausbekommen, was bei dem jeweiligen Opfer zu holen ist. Die Bargeldsummen liegen fast immer bei mehreren 10.000 Euro. Durch geschickte Gesprächsführung und stetiges "Angst machen" gelingt es den Tätern nicht selten, ihre Opfer derart zu beeinflussen, dass diese auf die kriminellen Forderungen eingehen, obwohl ihnen die "falsche-Polizisten"-Masche durchaus bekannt ist.  

Um nicht auf "falsche Polizeibeamte" hereinzufallen rät die Polizei:  


  • Lassen Sie sich den Namen nennen, legen Sie auf, rufen Sie Ihre örtliche Polizeibehörde über die Rufnummer 110 an und schildern Sie den Sachverhalt.  
  • Geben Sie unbekannten Personen - auch "Polizisten" am Telefon - keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.  
  • Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür.
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.  
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.  
  • Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie  sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige.
(ots/r)

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Publiziert in PB Polizei
Mittwoch, 14 März 2018 18:38

Enkeltrick-Betrüger: Falsche Neffen am Telefon

PADERBORN. Mindestens acht Fälle des versuchten Trickbetrugs wurden der Polizei am Dienstag, dem 13. März gemeldet.  

Vom Vormittag bis zum späten Nachmittag waren Enkeltrick-Betrüger in Paderborn aktiv. Die Täter gaben sich ihren Opfern - meist Seniorinnen und Senioren - gegenüber als deren Neffen aus. Die Angerufenen erkannten die Masche sofort, ließen die Täter abblitzen und verständigten die Polizei. Ein Fall, bei dem die Betrüger Geld erbeutet haben, wurde bislang nicht bekannt.

Kriminelle geben sich am Telefon oft als Vertrauenspersonen aus, als Polizisten, Bankmitarbeiter oder Verwandte. Durch geschickte Gesprächsführung gelingt es ihnen immer wieder, ihre Opfer zu verunsichern, da die Täter glaubhaft wirken und ihre wahre Identität verschleiern. Spätestens wenn sich das Gespräch um Geld oder andere Wertsachen dreht, sollten die Alarmglocken ertönen. Dann ist es wichtig, das Telefonat sofort zu beenden und sich an eine echte Vertrauensperson zu wenden oder die Polizei zu informieren. (ots/r)

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Publiziert in PB Polizei
Donnerstag, 21 Dezember 2017 13:50

Enkeltrick - 50.000 Euro ergaunert

KASSEL. Betrüger haben am Dienstagnachmittag mit dem sogenannten "Enkeltrick" ein Baunataler Seniorpaar um die Ersparnisse gebracht. Die hochbetagten Eheleute übergaben in dem guten Glauben, ihrer Enkeltochter bei einem Hauskauf aushelfen zu können, 50.000 Euro Bargeld an einen angeblich von der Enkelin geschickten Abholer.

Ermittler des für Betrugsdelikte zuständigen Kommissariats der Kasseler Kripo suchen nun nach Zeugen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit der Geldabholung durch die Betrüger gemacht haben und Hinweise auf die Täter geben können.

Der erste Anruf der Betrüger war am Dienstagvormittag bei dem Ehepaar eingegangen. Durch äußerst geschickte Gesprächsführung ließ die Anruferin die Senioren glauben, es handele sich bei ihr um deren Enkeltochter. Sie bat ihre "Großeltern" kurzfristig um finanzielle Unterstützung bei dem Kauf eines Hauses, das ein echtes Schnäppchen sei. Da es eine Überraschung werden soll, dürfte niemand anderes aus der Familie etwas davon erfahren. Schon am Mittwoch würden die Großeltern ihr Geld zurückbekommen, da sie dann von der Bank einen Kredit erhalte. Leider müsse sie aber unbedingt heute noch bei dem Angebot zuschlagen, sonst sei die Immobilie nicht mehr zu haben.

Nachdem die Rentner nach mehreren Telefonaten ihrer vermeintlichen Enkeltochter einen Betrag von 50.000 Euro in Aussicht stellen konnten, gab diese hocherfreut vor, nun einen Bankmitarbeiter oder Kurier vorbeizuschicken. Sie selbst könne leider nicht weg, da die Bank in Kürze schließen werde und sie dort nun noch einiges zu regeln habe. Das Ehepaar, das bereits über diese Summe an Bargeld verfügte, stellte das Geld anschließend für die Abholung bereit.

Der Komplize der Anruferin erschien schließlich gegen 12.45 Uhr mit dem Handy am Ohr an dem Mehrfamilienhaus in der Mozartstraße. Er gab vor, mit der "Enkeltochter" zu telefonieren und übergab das Gespräch anschließend vor dem Haus an das Seniorenpaar. Nachdem diese nun von ihrer vermeintlichen Enkelin Bestätigung erfuhren, übergaben sie dem Mann das Geld. Er ging anschließend in Richtung der Kreuzung Kirchbaunaer Straße / Theodor-Heuss-Allee davon, aus der er zuvor bereits gekommen war. Es soll sich bei dem Abholer, der mit einem Handy telefonierte und gebrochenes Deutsch sprach, um einen ca. 1,65 bis 1,70 Meter großen,etwa 25 Jahre alten Mann mit schlanker bis hagerer Gestalt und dunklen Haaren gehandelt haben. Zu seiner Bekleidung konnten die Opfer keine näheren Angaben. Die Ermittler bitten Zeugen, die am Dienstagmittag verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Tatorts oder der Kreuzung Kirchbaunaer Straße/Theodor-Heuss-Allee in Baunatal beobachtet haben, sich unter Telefonnummer 0561/9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. (ots/r)

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Publiziert in KS Polizei
Donnerstag, 23 November 2017 18:17

Neue Masche bei Trickbetrügern

HOCHSAUERLANDKREIS. Mit einer Mischung aus dem sogenannten Enkeltrick und dem Anruf eines falschen Polizisten versuchen es Betrüger mit einer neuen Masche.

Wie bereits berichtet kommt es im gesamten Kreisgebiet immer wieder zu Anrufen von falschen Polizisten. Auch in dieser Woche versuchten es die Täter in mehreren Städten. Um an das Geld der Opfer zu kommen, geben sich die Täter am Telefon als Polizisten aus und warnen die meist älteren Opfer vor einer baldigen Straftat.

Die Tricks der Straftäter werden hierbei leider immer perfider. So ist der Polizei in Soest eine neue Variante gemeldet worden. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Enkeltrick und  falscher Polizei. Eine ältere Dame erhielt einen Anruf eines angeblichen Angehörigen. Diese gab eine finanzielle Notlage vor und bat um Geld. Unmittelbar an das Telefonat ging ein erneuter Anruf bei der Dame ein. Hier meldete sich ein angeblicher Polizeibeamter.  Dieser erklärte, dass die Seniorin Opfer eines Enkeltrickbetrügers werden sollte. Die Polizei habe die Lage jedoch im Griff. Der falsche Polizist bat die Dame jedoch bei der Festnahme des angeblichen Enkeltrickbetrügers zu helfen und auf die Forderungen des Betrügers einzugehen. Das Geld würde ihr die Polizei, nach der erfolgten Festnahme zurückgeben.

Die Seniorin ging auf den Betrug ein und verlor letztlich einen größeren Geldbetrag. Die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis warnt eindringlich davor, sich am Telefon auf derartige Gespräche einzulassen. Beenden Sie bestenfalls sofort das Gespräch und legen Sie auf. Die Betrüger sind bestens geschult und verstehen es den gutgläubigen Bürger so unter Druck zu setzen, dass er tatsächlich glaubt, dass er es mit der Polizei zu tun hat.

Scheuen Sie sich auch nicht bei guten Freunden oder Angehörigen nachzufragen. Betroffene sollten nach der sofortigen Beendigung eines solchen Telefonates mit der örtlichen Polizei Kontakt aufnehmen. Idealerweise über den Polizeiruf 110.

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Publiziert in HSK Polizei
Freitag, 10 November 2017 07:07

Enkel klopft an Tür - Oma "klopft" zurück

BAD AROLSEN. Ein 22-jähriger Student wurde am Donnerstagabend mit einem Schuhformer verprügelt  - er wollte sich Geld bei der Oma borgen.

Mit einer Platzwunde am Kopf musste am Donnerstag ein 22-Jähriger medizinisch versorgt werden. Nach Angaben der Mutter des Studenten war ihr Sohn von Kassel mit der Bahn nach Bad Arolsen angereist und wollte sich mit Freunden treffen. Auf dem Weg nach Bad Arolsen bemerkte der junge Mann, dass er sein Portemonnaie vergessen hatte. Er rief deshalb bei seiner Oma an, um sich das nötige Geld zu borgen. Diese nahm das Gespräch zwar an, legte den Hörer aber wieder auf. Das gleiche Szenario wiederholte sich noch einmal, ohne das ein weiteres Gespräch zustande kam.

Kurzentschlossen setzte sich der 22-Jährige fußläufig in Richtung Große Allee in Bewegung, erreichte das Haus seiner 82-jährigen Großmutter und klingelte an der Haustür. Nachdem diese nicht geöffnet wurde, klopfte der Enkel energischer an der Tür, auch deshalb, weil er sich um seine betagte Oma sorgte.

Nach dem zweiten Klopfen öffnete sich die Tür und es rauschte aus der Dunkelheit ein Schuhformer auf den Kopf des Studenten nieder. Dieser ging in die Knie, konnte sich aber dem Einwirkungsbereich des Schuhformers und weiteren Schlägen durch Flucht entziehen. 

Wie Angehörige des Verletzten gegenüber 112-magazin.de berichteten, wurde der Vorfall im Nachgang geklärt: Die 82-Jährige hatte einen Enkeltrick vermutet und wollte die Situation selbst bereinigen. 

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Publiziert in Retter

KASSEL. Enkeltrickbetrüger haben in Kassel ein betagtes Ehepaar um 10.000 Euro gebracht. In einem weiteren Fall vereitelte eine Bankangestellte die Übergabe von 40.000 Euro. Die Polizei warnt einmal mehr vor der Masche.

Mit ihrer perfiden Masche meldeten sich die Betrüger am Mittwoch gleich bei mehreren Kasseler Haushalten. In acht Fällen wandten sich die betroffenen Senioren an die Polizei. Sechsmal scheiterten die Enkeltrickbetrüger bereits beim Anruf. Bei einem betagten Ehepaar aus Bad Wilhelmshöhe hatten die Täter Erfolg: In der Zeit von 10.30 bis 15 Uhr meldete sich mehrfach eine Frau, die sich in einem ersten Gespräch als Schwägerin aus Berlin ausgab. Sie gab vor, sich in Kassel aufzuhalten und eine Immobilie kaufen zu wollen. Dazu fehlten nun die 10.000 Euro und sie bat um Unterstützung. Das Opfer-Ehepaar hob schließlich 10.000 Euro vom Konto ab und übergab das Bargeld gegen 15.15 Uhr in der Kirchditmolder Straße einem unbekannten Mann, der als Gerichtsfahrer angekündigt war. Der Mann ist zwischen 25 und 30 Jahre alt. Er sei etwa 1,75 Meter groß und habe eine kräftige Statur, sagten die Opfer später aus. Er hatte schwarze, kurze Haare und einen Scheitel auf der linken Seite und war mit einem blauen Hemd bekleidet.

In einem weiteren Fall forderten die Betrüger 40.000 Euro von einer 88-Jährigen, die in einem Altenwohnheim an der Wilhelmshöher Allee im Stadtteil Bad Wilhelmshöhe lebt. Dort meldete sich gegen 11 Uhr eine Unbekannte und gab sich als langjährige Freundin aus. Im Zuge des Gesprächs bat die angebliche Freundin um eine finanzielle Unterstützung von 40.000 Euro. Im Glauben, einer guten Freundin helfen zu können, begab sich die Seniorin zur Bank und wollte die hohe Summe von ihrem Konto abheben. Eine aufmerksame Bankmitarbeiterin schöpfte glücklicherweise Verdacht und sprach das Opfer darauf an. Gemeinsam verständigte man die Kasseler Polizei, woraufhin der gesamte Schwindel aufflog und die 88-Jährige im Besitz ihres Ersparten blieb.

Ältere Angehörige aufklären
Die Beamten des für Betrugsdelikte zuständigen Kommissariats 23/24 bitten Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 0561/9100 bei der Kasseler Polizei zu melden. Generell appelliert die Polizei an Angehörige, ältere Menschen über die Enkeltrickmasche zu informieren, um zukünftige Taten zu verhindern. (ots/pfa)   

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Publiziert in KS Polizei
Montag, 12 Juni 2017 10:37

Telefonbetrug: Polizei warnt vor Enkeltrick

KREIS WITTGENSTEIN. In letzter Zeit versuchten Telefonbetrüger mehrmals, Senioren durch Enkeltrickanrufe abzuzocken. Dabei gingen die unbekannten Anrufer wiederum nach der üblichen Masche vor, sich als direkte Verwandte auszugeben, eine finanzielle Notlage vorzutäuschen und so an das sauer ersparte Geld der Angerufenen zu gelangen.

Anlass für die Warnung der Polizei ist unter anderem der Anruf eines vermeintlichen "Verwandten" bei einer 70-jährigen Elsofferin am Donnerstagnachmittag. Der Betrüger gab Geldsorgen vor und bat um finanzielle Unterstützung. Die clevere Seniorin beendete daraufhin das Telefonat aber sofort und alarmierte die Polizei.

Nur 20 Minuten später erhielt eine 85-jährige Bad Berleburgerin einen vergleichbaren Anruf. Hier sprach der Telefonbetrüger die Seniorin direkt mit "Oma" an und behauptete, sich in Dortmund zu befinden. Dort sei ein Autohaus insolvent geworden und man könne deshalb nur heute ein Auto mit 60 Prozent Rabatt kaufen. Er brauche Geld und würde gleich vorbeibekommen. Die jedoch auch in diesem Fall clevere Seniorin erwiderte, kein Geld zu besitzen und im Übrigen solle der Anrufer sich doch direkt an seine Mutter wenden. Daraufhin wurde der Anrufer frech und sagte, dass sich die Angelegenheit erledigt habe. Anschließend legte er auf.

Die Polizei schließt nicht aus, dass noch weitere ältere Menschen ähnliche Anrufe bekommen. Deshalb wird aus aktuellem Anlass vor dieser besonders perfiden Betrugsmasche gewarnt. Personen, die einen solchen Anruf erhalten, sollten sich schnellstmöglich mit der Polizei in Verbindung setzen. Gleichzeitig weist die Polizei in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass Geldgeschäfte unter Familienangehörigen im Regelfall zeitlich nicht so dringend sind, dass eine unmittelbare Entscheidung am Telefon getroffen werden müsste. "Solche wichtigen Entscheidungen werden am besten in der guten Stube in ruhiger Atmosphäre unter persönlicher Anwesenheit aller Beteiligten getroffen", sagte ein Polizeisprecher. Deshalb sollte man sich am Telefon niemals unter Druck setzen lassen.

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Publiziert in SI Polizei

BAD WILDUNGEN. An der Aufmerksamkeit und Skepsis eines Bankangestellten ist in der Badestadt ein Enkeltrick gescheitert, bei dem eine 79-Jährige beinahe 30.000 Euro an ihren vermeintlichen Sohn verloren hätte. Die Bedenken des Bankers und ein Gespräch mit der Polizei ließen die Rentnerin misstrauisch werden...

Der Vorfall, über den Polizeisprecher Jörg Dämmer an diesem Freitag berichtete, hatte sich bereits vor einer Woche ereignet: Am vergangenen Freitagmittag um 13 Uhr hob eine 79-jährige Dame aus Bad Wildungen bei einem Geldinstitut in der Badestadt 30.000 Euro von ihren Ersparnissen ab. Dem auszahlenden Bankangestellten kam die Sache merkwürdig vor, er fragte nach und wies die Kundin auch deutlich auf den Enkeltrick hin.

"Enkeltrick kenne ich"
Die Dame antwortete aber nur, dass das Geld für einen Verwandten in der Schweiz sei. Diese Antwort bekräftigte seinen Verdacht, worauf der Bankangestellte die Polizei in Bad Wildungen verständigte. Nach dem Hinweis setzte sich sofort ein Polizeibeamter mit der 79-Jährigen in Verbindung. Doch auch diesem erzählte sie, dass das Geld für ihren Sohn in der Schweiz sei - und dass sie den Enkeltrick kenne. Die Dame machte gegenüber dem Polizeibeamten einen geistig klaren Eindruck, und sie war sich auch sicher, mit ihrem Sohn in der Schweiz am Telefon gesprochen zu haben.

Der vermeintliche Filius hatte nämlich morgens angerufen und sie um Geld gebeten, weil er sich angeblich in einer Notsituation befände. Die Geldübergabe sollte nachmittags um 16.15 Uhr stattfinden. Um 14.50 Uhr teilte der Bankangestellte der Polizei in Bad Wildungen dann mit, dass die Dame die 30.000 Euro wieder auf ihr Konto eingezahlt habe.

Misstrauisch geworden
Als Erklärung gab sie an, dass sie durch ihn und die Polizei misstrauisch geworden sei und daraufhin ihren Sohn in Schweiz angerufen habe. "Dieser wusste natürlich von nichts", sagte der Polizeisprecher. Die Ordnungshüter appellieren aus gegebenem Anlass erneut, bei solchen oder ähnlichen Anrufen misstrauisch zu sein und den Sachverhalt genauer zu hinterfragen. Ein Rückruf lässt den Schwindel meist sofort auffliegen. (ots/pfa)  

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Publiziert in Polizei
Donnerstag, 08 Dezember 2016 11:56

Ausgeguckte Opfer fallen nicht auf Enkeltrick herein

WALDECK-FRANKENBERG. Weiterhin versuchen Betrüger auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg, mit dem Enkeltrick Kasse zu machen. Von drei neuen Fällen erfuhr die Polizei aus Frankenberg und Bad Wildungen. Zum Zuge kamen die Täter aber nicht.

Eine junge Frau hatte sich als Enkelin oder Nichte ausgegeben und eine finanzielle Notlage vorgetäuscht. Für den Kauf einer Wohnung forderte sie hohe Geldsummen. In einem anderen Fall wurde eine Senioren von einem männlichen Anrufer gezielt nach Bargeld und Schmuck ausgefragt. Ihr wurde aufgetragen, niemanden von dem Anruf zu erzählen.

In keinem der Fälle hatten die Anrufer Erfolg. Alle Senioren kannten den Enkeltrick und entlarvten die Unbekannten am Telefon als Betrüger. Diese legten dann sofort auf.

Aus Anlass der erneuten Betrugsversuche gibt die Polizei Tipps und Hinweise, die davor schützen, Opfer eines Enkeltricks zu werden:

  • Oberstes Gebot! Niemals Geld an unbekannte Personen übergeben
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer, ohne ihren Namen zu nennen, als Verwandte, Bekannte oder Freunde ausgeben. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, zu raten, wer Sie anruft
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen immer sofort persönliche Rücksprache und benutzen Sie dazu nur die Ihnen bekannten Rufnummern
  • Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt

Der Enkeltrick bleibt nach wie vor eine aktuelle Betrugsmasche, mit der Kriminelle versuchen, hauptsächlich ältere Menschen um ihr Erspartes zubringen. Angehörige älterer Menschen sollten mit ihren Verwandten immer wieder über das Phänomen Enkeltrick sprechen und sie vor der Masche warnen.

"Du weißt doch, wer dran ist, oder?"
Die Vorgehensweise ist immer nahezu gleich, bei den Geschichten am Telefon zeigen sich die Betrüger durchaus kreativ und variabel. Vorsicht ist geboten, wenn das Telefon klingelt und der erste Satz in etwa so lautet wie: "Hallo Oma (oder Ansprache mit Namen), ich bin's. Bin grad in der Nähe und wollte mich mal melden. Du weißt doch er dran ist, oder?" Das potentielle Opfer glaubt durch die persönliche Ansprache, jemanden zu erkennen, und spricht dann einen Namen aus, den der Anrufer fortan benutzt.

Rhetorisch geschickt baut der Täter mit belangloser Konversation ein Vertrauensverhältnis auf, um dann irgendwann zum wahren Grund des Anrufs zu kommen: Der Anrufer braucht Geld. Die Geschichte dazu variiert: Da gibt es zum Beispiel das Schnäppchen beim Autokauf, weil das alte einen irreparablen Defekt hat, die Geschichte über die überaus günstige Eigentumswohnung, deren Erwerb nur jetzt möglich ist, den notwendigen Umzug, der aber von der sofortigen Zahlung der Kaution abhängt, weil sonst die Wohnung weg ist, das fehlende Geld für die Autoreparatur nach einem Unfall oder eine andere angebliche Verwendung. Die erlogenen Geschichten sind vielfältig, haben aber alle das gleiche Ende - die Bitte um Geld. Haben die Betrüger ihr Opfer an der Angel, lassen sie es nicht mehr los. Sie dirigieren es dauerhaft, damit es nicht nachdenken kann und bringen es sogar dazu, das Geld an einen zufällig in der Nähe befindlichen Boten, einen ihnen eigentlich völlig fremden Menschen, zu übergeben - das spart ja zusätzlich Zeit.

Dazu ein Polizeisprecher: "Lassen Sie sich am Telefon keinesfalls unter Zeitdruck setzten. Verabreden Sie sich nicht blind. Nehmen Sie vor allem kein Geld mit, holen Sie keins ab und geben Sie es niemals an Ihnen völlig fremde Menschen weiter. Setzten Sie sich vor Ihren Aktivitäten unbedingt selbst sofort mit dem angeblichen Anrufer in Verbindung."

Weitere Informationen zum Enkeltrick gibt es unter anderem auf der Homepage polizei-beratung.de. (ots/pfa) 

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Publiziert in Polizei
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