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SIEGEN. Opfer eines gemeinen "Enkel-Tricks" wurde am Dienstag eine 77-jährige Dame aus Siegen.

Mehrmals um die Mittagszeit rief eine junge Betrügerin bei der älteren Dame an. Im Gespräch erweckte die Frau den Eindruck, eine Verwandte der Dame zu sein, welche noch heute zum Kauf einer Eigentumswohnung Bargeld benötigte. Gutgläubig übergab die Dame am späten Nachmittag einer angeblichen Bankangestellten 17.000 Euro. Als die ältere Dame dann am Abend tatsächlich mit ihrer Verwandten telefonierte, stellte sich sofort heraus, dass sie auf einen Betrug hereingefallen war.


Die Polizei rät:

Nur wenige Verhaltensregeln reichen aus, um nicht Opfer dieses "Enkel-Tricks" zu werden:

- Rufen Sie die Verwandten selbst zurück, die von Ihnen Geld erbitten oder treffen Sie sich mit diesen persönlich, bevor Sie das Geld von der Bank holen

- Übergeben Sie das Geld keinem Fremden, egal für wen er sich auch ausgibt

- Informieren Sie beim kleinsten Verdacht die Polizei über Bundesweit einheitliche Notrufnummer: 110. Lieber einmal zuviel als einmal zu wenig.

Publiziert in SI Polizei
Mittwoch, 29 Februar 2012 16:43

"Enkeltrick" scheitert - Verdächtige festgenommen

KASSEL. Eine 26 Jahre alte Frau aus Mühlheim am Main ist im Kasseler Stadtteil Wehlheiden von Beamten des Kriminaldauerdienstes (KDD) der Kasseler Kripo vorläufig festgenommen worden. Die junge Frau steht im Verdacht, an einem Trickbetrug durch einen sogenannten "Enkeltrick" beteiligt gewesen zu sein.

Die Frau war am Dienstagabend gegen 18 Uhr in der Nähe der Wohnung der Geschädigten zum Zeitpunkt der vereinbarten Geldübergabe auf der Straße festgenommen worden, wie Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch am Mittwoch berichtete. Vor der Polizei bestritt die 26-Jährige eine Tatbeteiligung. Sie will zu dieser Zeit in der Straße eine Bekannte besucht haben.

Geld für angebliche Wohnung
Gegen 17 Uhr hatte sich am Dienstag eine Anruferin bei einer 58 Jahre alten Frau im Stadtteil Wehlheiden gemeldet und ihr vorgegaukelt, eine alte Bekannte zu sein. Sie brauche dringend 20.000 Euro für einen Hauskauf, sitze aber gerade beim Notar und könne nicht weg. Zur Abholung käme eine Bekannte. Während des Gesprächs waren dann aber erste Zweifel bei der 58-Jährigen aufgekommen. Im Gespräch mit ihrer Bank wies auch ihr Berater darauf hin, dass die ganze Geschichte auch ein sogenannter Enkeltrick sein könne.

Daraufhin rief die Frau bei ihrer Bekannten an. Die konnte ihr glaubhaft machen, dass sie nicht angerufen hatte und auch kein Geld benötige. Daraufhin verständigte die Wehlheiderin die Polizei. Beamte des KDD entdeckten dann in der Nähe der Wohnung die junge Tatverdächtige auf der Straße und nahmen sie fest. Die Ermittlungen des zuständigen Fachkommissariats ZK 30 dauern an. Die Festgenommene musste am Abend wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Gegen sie wird aber wegen des Verdachts des Trickbetruges ermittelt.

Publiziert in KS Polizei

SIEGEN. Am Montagnachmittag kam es in Siegen wiederum zu mehreren Anrufen hinterhältiger Enkeltrickbetrüger.

Dabei verlor eine 91-jährige Frau aus Siegen ihr gesamtes Erspartes: Über 23.000 Euro…

Neu an den Anrufen war dieses Mal in allen Fällen das von den Anrufern gewählte Szenario: Immer gaben die Anrufer nämlich vor, sich gerade bei einem Notar in Raum Siegen zwecks Kauf einer Eigentumswohnung zu befinden. Aufgrund von Falschbuchungen von Banken sei nun jedoch ein Fehlbetrag von rund 20.000 Euro entstanden, den die hinterhältigen Anrufer gerne von ihren angerufenen „Verwandten“ „geliehen“ bekommen wollten.   

Während zwei der Angerufenen überhaupt nicht über derartige Geldmittel verfügten – weder in bar noch auf irgendeinem Bankkonto- und sich die Sache von daher bei ihnen ohnehin recht schnell erledigt hatte, reagierte eine dritte angerufene Siegener Seniorin darüber hinaus auch noch clever: Sie rief ihren tatsächlichen Cousin zurück - und dieser riet ihr, umgehend die Polizei zu informieren.

Gegen 15.30 Uhr riefen die Täter dann bei der 91-Jährigen an - und schafften es schließlich -  nach zahlreichen Telefonaten -, die Frau um rund 24.000 Euro zu erleichtern.

Die Frau hatte das Geld zuvor bei ihren Bankinstituten abgeholt, in Umschläge gesteckt und dann an ihrer  Haustüre einem angeblichen „Herrn Simon“ überreicht. Dieser war nämlich - so stellte es die geschickte Anruferin dar - im Auftrag des angeblichen Notar unterwegs und gerade beauftragt worden, das Geld bei der 91-Jährigen abzuholen.

Dennoch ließ sich die 91-Jährige vorsichtshalber von dem etwa 50 Jahre alten, dicklichen „Herrn Simon“,  der gepflegt gekleidet war, eine Baseballkappe trug und akzentfreies Deutsch sprach, die Übergabe des Geldes handschriftlich quittieren.     

Die psychologisch geschickt agierenden Täter arbeiteten auch bei ihren gestrigen Anrufen in Siegen mit professioneller Raffinesse. So bestellten sie der 91-Jährigen in einem Fall sogar ein Taxi, damit sie zur Bank fahren konnte. Damit nicht genug, nein, natürlich - so die heuchlerische Anruferin – auch das Geld für dieses Taxi bekäme ihre Tante (= die 91-Jährige) natürlich wieder. Außerdem habe man sich auch noch eine schöne Überraschung für die 91-Jährige ausgedacht… 

Die Polizei schließt nicht aus, dass noch weitere ältere Menschen in den nächsten Tagen gleichlautende Anrufe bekommen könnten. Deshalb wird aus aktuellem Anlass nochmals vor dieser besonders perfiden Betrugsmasche gewarnt. Personen, die einen solchen Anruf erhalten, sollten sich schnellstmöglich (Notruf 110) mit der Polizei in Verbindung setzen.


Gleichzeitig weist die Polizei in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass Geldgeschäfte unter Familienangehörigen im Regelfall zeitlich nicht so dringend sind, dass eine unmittelbare Entscheidung am Telefon getroffen werden müsste. Solche wichtigen Entscheidungen werden am besten in der guten Stube in ruhiger Atmosphäre unter persönlicher Anwesenheit aller Beteiligten getroffen. Deshalb sollte man sich am Telefon niemals unter Druck setzten lassen.   

Grundsätzlich rät die Polizei älteren Bürgerinnen und Bürgern,  sich ein gesundes Maß an Misstrauen gegenüber Fremden zu erhalten und somit keine familiären Details oder finanzielle Verhältnisse preiszugeben. Rückfragen bei Familienmitgliedern sollten nicht gescheut werden. Während des Telefonates sollte man Gegebenheiten/Dinge erfragen, die tatsächlich nur der richtige Enkel beantworten kann.

Bei verdächtigen Kontaktaufnahmen durch Fremde sollte sofort die Polizei informiert werden. Fremden sollte man niemals Geld aushändigen. Für weitere Fragen zum Thema Enkeltrick steht ratsuchenden Bürgern/Bürgerinnen während der normalen Bürozeit das Kommissariat Vorbeugung der Kreispolizeibehörde unter der Rufnummer 0271-7099-4800 zur Verfügung.  

Hier noch einmal - kurz gefasst – wichtige Informationen zum Thema Enkeltrick:   

 

Allgemeines:

Die Täter sind technisch gut ausgestattet. Sie verfügen bspw. über Notebooks und Telefon-CDs.
Über entsprechende Filterfunktionen suchen sie gezielt nach Vornamen, die auf ältere Menschen ab 75 Jahren schließen lassen.
Die Täter arbeiten darüber hinaus arbeitsteilig, d.h. einer telefoniert mit einem Handy gezielt die älteren Menschen an, andere Täter halten sich zu diesem Zeitpunkt schon im Wohnumfeld des angerufenen älteren Menschen auf.  

 

Gesprächsführung:

Das Gespräch beginnt in einem vertraulichen Ton. Der Anrufer erkundigt sich höflich nach dem Wohlbefinden des Angerufenen. Es erfolgt aber keine Namensnennung seitens des Anrufers.
Dies wird dem Opfer überlassen, indem geschickt gefragt wird: „Kennst Du mich denn nicht?“ oder „Was glaubst, wer ich bin?“ Ältere Menschen freuen sich natürlich über den vermeintlichen Anruf des Enkels, Großneffen oder sonstigen Freundes. Der Bann ist damit gebrochen. Misstrauen und Skepsis schwinden – und damit hat der Täter gewonnen! Der Rest ist dann für den Betrüger nicht mehr so schwer....
Es wird dann eine finanzielle Notlage vorgetäuscht, die aber selbst innerhalb der Familie absolut vertraulich behandelt werden soll.

 

Geldabholung und –übergabe:

Das Opfer wird auf dem Weg zur Bank /Sparkasse observiert. Vielfach vergewissern sich die Täter auch innerhalb der Bank, dass das Opfer das Geld tatsächlich bekommt.  Schließlich ruft der vermeintliche Verwandte erneut an und erklärt unter einem Vorwand, verhindert zu sein. Er schickt deshalb einen Freund, um das Geld in Empfang zu nehmen.


Um diesbezüglich eine mögliche Skepsis des Opfers auszuschließen, wird für die Geldübergabe ein vertrauliches Kennwort vereinbart, das nur das Opfer, der Anrufer und der Geldbote kennen. 

Publiziert in SI Polizei

MARBURG. Am Montag versuchten mutmaßliche Enkeltrickbetrüger mindestens zwei Mal ihr Glück bei zwei Frauen aus Marburg. Sie blieben dank des gesunden Misstrauens und der richtigen Reaktion der Angerufenen erfolglos.

Die Masche der beiden anrufenden Frauen war gleich, die Stimmen waren es nicht. Beide Frauen gaben vor, Eigentum erworben zu haben und nun in finanziellen Nöten zu stecken. Hier blieb das jeweilige Gespräch stecken, da die potenziellen Opfer Verdacht schöpften und den Hörer auflegten - "eine hervorragende Reaktion", wie Polizeisprecher Martin Ahlich sagt.

Die Anrufe kamen um die Mittagszeit. Die angerufenen Frauen waren 66 und 75 Jahre alt. In einem Fall sprach die Anruferin nur gebrochenes Deutsch mit deutlichem Akzent, im anderen Fall hochdeutsch. Die eine stellte sich als Frau des Neffen vor, die andere als Freundin.

Nach kurzem Smalltalk kamen die Anruferinnen zur Sache. Sie schilderten den Erwerb einer Eigentumswohnung und baten um Hilfe, weil sich kurzfristig Probleme bei der Finanzierung ergeben hätten. Konkrete Summen nannten die Anruferinnen nicht. Danach war das Gespräch für die beiden Marburger Frauen zu Ende. Sie wurden skeptisch und legten auf.

"Das ist eine ganz typische Vorgehensweise der sogenannten Enkeltrickbetrüger. Sie melden sich nie mit Namen, bauen durch geschickte Gesprächsführung ein Vertrauensverhältnis auf und tischen dann eine erfundene Geschichte auf, an deren Ende immer die Bitte um Geld steht", so Ahlich.

Die Polizei rät deshalb dazu, so zu reagieren, wie die beiden Frauen: Einfach auflegen und sich auf nichts einlassen - vor allem niemals wegen einer nur telefonisch erfahrenen angeblichen Notlage Bargeld abholen und an fremde Menschen übergeben.

Weitere Informationen im Zusammenhang mit dem Enkeltrick stehen im Internet unter www.polizei.hessen.de oder unter www.polizei-beratung.de. (ma)

Publiziert in MR Polizei
Schlagwörter
Donnerstag, 13 Oktober 2011 14:09

Der "Enkeltrick"

WALDECK-FRANKENBERG. "Hallo, ich bin ein entfernter Neffe von Dir. Können wir uns mal wieder sehen?" Wer als Senior solche Worte am Telefon hört, ist schnell angetan. Doch die Freude kann auch in Missmut umschlagen - nämlich dann, wenn ein Betrüger am Werk ist. 112-magazin.de gibt Tipps, wie der Enkeltrick auffliegt.

Das Polizeipräsidium Nordhessen warnt sei Donnerstag erneut vor den Betrügern, die schnell an das Geld von älteren Mitbürgern kommen wollen. Ein unbekannter hatte in dieser Woche bei einer Seniorin angerufen und sich ihr gegenüber als Neffe ausgegeben, der sie besuchen wolle. Die erstaunte Dame, die tatsächlich einen Neffen hat, den sie seit einiger Zeit nicht mehr gesehen hatte, stimmte dem Angebot zu. In einem weiteren Anruf des angeblichen Verwandten erklärte dieser, einen Verkehrsunfall verursacht zu haben und bat die Frau um ihre Hilfe. Er müsse unverzüglich einen nicht unerheblichen Geldbetrag an die Polizei bezahlen, damit ihm sein Führerschein nicht abgenommen würde.

Obwohl die gutmütige "Tante" gerne helfen wollte, ließ sie sich nicht so leicht aufs Glatteis führen. Sie stimmte der finanziellen Unterstützung nur unter der Bedingung zu, dass das Geld in ihren Räumen und unter Aufsicht eines Mitarbeiters ihrer KFZ-Werkstatt übergeben werde. Auf den Mann, der sich als ihr Neffe ausgab, wartete sie vergeblich. Zwischenzeitlich konnte die Dame über ihre Verwandtschaft in Erfahrung bringen, dass ihr wirklicher Neffe zu Hause war und sich nicht in Kassel aufgehalten hatte. Bei dem Anrufer handelte es sich offensichtlich um einen Betrüger.

Manche der Betrüger melden sich nicht mit Namen, sondern stellen die Fangfrage, ob man wisse, welcher Angehörige oder Bekannte am Apparat sei. "Mit dieser geschickten Gesprächsführung erhalten die Anrufer schnell einen passenden Namen aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis des potentiellen Opfers", warnt die Polizei.

  • Nicht blind verabreden und kein Geld mitnehmen
  • Auf keine krummen Geschäfte in der eigenen Wohnung einlassen
  • Nicht allein bleiben, sondern Zeugen hinzuziehen
  • Nichts überstürzen: Ein klärendes Telefonat innerhalb der Verwandtschaft kann den Betrüger schnell entlarven
  • Eine (Fang-)Frage zu den verwandtschaftlichen Verhältnissen kann klären, ob ein "Enkeltrick"-betrüger am Werk ist
  • Bei den Anrufern handelt es sich nicht nur um Männer, sondern auch um Frauen

Weitere Informationen bei der Beratungsstelle der Kriminalpolizei.

Schlagwörter
Donnerstag, 25 August 2011 17:55

Achtung: Enkeltrickbetrüger versuchen ihr Glück

MARBURG. Am heutigen Donnerstag zeigten alleine vier Senioren an, dass sie von so genannten "Enkeltrickbetrügern" angerufen wurden. Daher mahnt die Polizei zur Wachsamkeit.

Richtige Reaktionen bewahrten vier Senioren davor, Opfer von Enkeltrickbetrügern zu werden. Sie fielen auf die Anrufer, die sich
als Angehörige oder Bekannte ausgaben, nicht herein und informierten zu Recht sofort die Polizei. Innerhalb kurzer Zeit erhielt die Polizei dadurch Kenntnis von insgesamt vier Anrufen am heutigen Donnerstag, 25. August.

Betroffen waren zwischen 12 und 15.45 Uhr ältere Menschen in zwei Fällen in Marburg sowie in Moischt und Bauerbach. Der Anrufer meldete sich nicht wirklich mit Namen, sondern stellte die Fangfrage, ob man denn wisse, welcher Angehörige oder Bekannte am
Apparat sei.

Mit dieser geschickten Gesprächsführung erhalten die Anrufer schnell einen passenden Namen aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis des potenziellen Opfers. Nach weiterem kurzen, belanglosen, aber Vertrauen förderndem Hin und Her kommt der Enkeltrickbetrüger zur Sache. Die folgenden Geschichten sind flexibel, aber letztlich frei erfunden und dienen immer nur dem Zweck, an das Geld der Opfer zu kommen.

Die Kripo Marburg hält die Anrufe des heutigen Tages für Kontaktaufnahmen von Enkeltrickbetrügern. Die mutmaßlichen Betrüger legten einen Zwischenschritt ein und verabredeten sich zunächst mal zum Kaffeetrinken oder Mittagessen. Ganz sicher wäre es dann dort zur Schilderung der erfundenen Geschichte mit einer Notsituation gekommen, aus der es nur mit dem Geld des Opfers, möglichst viel Geld, ein Entrinnen gibt. Das Treffen könnte dabei Grundlage für eine größere Überzeugungskraft durch persönliches Auftreten und Einwirken sein.

Die Polizei in Marburg warnt davor, auf egal welche Forderungen einzugehen. "Verabreden Sie sich nicht blind und nehmen Sie vor allem kein Geld mit, holen Sie keins ab und geben Sie es erst recht keinem Fremden", sagt Martin Ahlich, Pressesprecher der Polizei Marburg. Bei den Anrufern handelt es sich übrigens nicht nur um Männer, sondern auch um Frauen.

Die Polizei bittet um die Mitteilung von verdächtige Wahrnehmungen oder gleichen Anrufen.

Mehr zum Schutz vor sogenannten Enkeltrickbetrügern findet man im Internet unter www.polizei-beratung.de oder www.polizei.hessen.de. (ma/as)

Publiziert in MR Polizei
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