Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Betrug

FRANKENBERG. Erneut kam es zu einem Betrug durch Falsche Polizeibeamte, bei dem eine Seniorin aus Frankenberg um ihre Ersparnisse gebracht wurde.

Nachdem die angeblichen Polizisten ihr am Telefon Angst vor Einbrecherbanden gemacht und sie nach Wertsachen ausgefragt hatten, übergab sie Bargeld und Schmuck im Wert eines mittleren fünfstelligen Betrages an einen unbekannten Abholer. Die Polizei warnt erneut vor dieser Betrugsmasche.

Am Freitagmorgen (22. Juli) gegen 10 Uhr ging der erste Anruf bei der älteren Frau ein, den sie aber zu spät hörte. Kurz danach rief dieselbe Telefonnummer wieder bei ihr an. Es meldete sich eine gut Deutsch sprechende Frau, die sich als Polizeibeamtin vorstellte. Sie schilderte, dass sich derzeit eine ausländische Einbrecherbande in ihrer Nähe befindet. Zwei Täter dieser Bande habe man schon festnehmen können, es seien aber noch weitere Täter flüchtig. Bei einem der festgenommen Täter habe man eine Liste gefunden, auf der auch ihr Name stehe. Daher wolle man nun mögliche Opfer warnen.

In weiteren, lang andauernden Telefonaten, die teilweise von einem angeblichen Polizisten Schmidt geführt wurden, erschlichen sich die Betrüger das Vertrauen der Frau. So gelang es ihnen, dass die Frau auch Angaben zu ihren Wertgegenständen machte. Letztlich schilderte man ihr, dass ein Mann in Zivil unauffällig bei ihr vorbeikommen wird, um ihre Ersparnisse abzuholen und in Sicherheit zu bringen. 

Gegen 12.30 Uhr, noch während die Seniorin mit dem angeblichen Polizeibeamten Schmidt telefoniert, klingelte es an ihrer Haustür. Die Frau übergab Bargeld und Schmuck in Stofftüten an den Unbekannten, der noch versprach, dass sie ihre Wertgegenstände am nächsten Tag wiederbekomme. Als sie anschließend nochmal die im Display angezeigte Telefonnummer anrief und diese nicht mehr erreichbar war, schöpfte sie Verdacht und rief die richtige Polizei über den Notruf an. Die sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen der Polizeistation Frankenberg führten nicht zum Erfolg. 

Von dem unbekannten Abholer liegt bisher folgende Personenbeschreibung vor:  Etwa 25 bis 30 Jahre alt, ca. 1,65 m groß, dunkelblonde, kurze Haare, sprach Deutsch, bekleidet mit grauer Jacke und grau gemusterter Hose. Die Kriminalpolizei Korbach hat die weiteren Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise. Wer Hinweise auf den beschriebenen Abholer geben kann oder am Freitag (22. Juli), insbesondere in der Mittagszeit, im Bereich der Altstadt in Frankenberg, verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen hat, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 05631/9710 zu melden. 

-Anzeige-

Publiziert in Polizei

KASSEL. Unbekannte haben mit der miesen Masche des Schockanrufs am gestrigen Donnerstagnachmittag (9. Juni 2022) eine Seniorin aus Kassel betrogen. Die Täter gaben am Telefon vor, die Tochter der hochbetagten Frau habe einen tödlichen Unfall verursacht. Um eine Haftstrafe abzuwenden, müsse nun ein hoher Bargeldbetrag gezahlt werden. Da die unter Schock stehende Seniorin nicht sofort über den geforderten Betrag verfügen konnte, übergab sie schließlich einen Beutel mit hochwertigem Schmuck und Goldmünzen im Wert eines fünfstelligen Betrags an eine Abholerin vor einem Kasseler Justizgebäude. Die Beamten, die für Straftaten zum Nachteil älterer Menschen zuständig sind, erhoffen sich nun durch die Veröffentlichung des Falls, Hinweise auf die Täter aus der Bevölkerung zu erhalten.

Wie die Seniorin den Beamten des Kriminaldauerdienstes schilderte, war der Anruf der Betrüger in den Mittagsstunden auf ihrem Festnetzanschluss eingegangen. Eine weinende Frau gab sich als ihre Tochter aus und schilderte, dass sie einen Unfall verursacht habe, bei dem eine Mutter und ihre zwei Kinder gestorben seien. Anschließend übernahm eine vermeintliche Polizeibeamtin das Gespräch und erklärte, dass die Tochter nun in die Zelle gebracht werde. Gegen die Zahlung einer Kaution an die Staatsanwaltschaft könne die Tochter freigelassen werden, so die Frau am Telefon, die großen Druck auf die Seniorin ausübte.

Da die schockierte Rentnerin nicht sofort über diesen Bargeldbetrag verfügen konnte, suchte sie an ihrer Wohnanschrift sämtlichen Schmuck, eine Goldmünzensammlung sowie einen Goldbarren zusammen. Anschließend dirigierte die Täterin am Telefon die Frau in die Frankfurter Straße direkt vor den Haupteingang des Justizgebäudes, was den Eindruck der Echtheit der Forderung für das Opfer noch verstärkte. Dort trat gegen 14 Uhr die unbekannte Abholerin an den blauen BMW der Seniorin heran und nahm den durchsichtigen Plastikbeutel mit den Wertsachen durch die heruntergelassene Scheibe der Fahrertür in Empfang.

Die Abholerin kann folgendermaßen beschrieben werden.

  • etwa 20 bis 25 Jahre alt
  • dunkelblonde Haare, die nach hinten zusammengesteckt waren
  • trug eine weiße Mund-Nasen-Bedeckung
  • westeuropäisches Erscheinungsbild

Zeugen, die die Übergabe des Beutels beobachtet haben oder den Kriminalbeamten Hinweise auf die Täter geben können, werden gebeten, sich beim Polizeipräsidium Nordhessen unter der Telefonnummer 0561/9100 zu melden. (ots/r)

- Anzeige -

Publiziert in KS Polizei

FRANKENBERG. Immer wieder erfinden Betrüger Geschichten, um ahnungslose Menschen dazu zu bringen, ihnen Geld zu überweisen. Oftmals nehmen sie Kontakt über die sozialen Netzwerke auf und versprechen größere Geldmengen. So erging es auch einem Frankenberger, dem eine Spende im sechsstelligen Bereich versprochen wurde. Deshalb warnt die Polizei. Bleiben Sie misstrauisch. Überweisen Sie niemandem Geld, den Sie nicht wirklich gut kennen. Geben Sie keine privaten Informationen oder Daten heraus.

Ein Frankenberger erhielt über den Messenager-Dienst Telegram eine Nachricht, angeblich von einer Frau aus Frankreich. Dieser gelang es, das Vertrauen des Mannes zu gewinnen. Sie schilderte ihm dramatisch, dass sie bald sterben müsse. Aus religiösen Gründen könne sie aber ihr Vermögen "nicht mit in den Tod nehmen". Sie habe daher genau ihn ausgesucht, ihr Geld in Höhe von 185.000 Euro nach ihrem Tod in Form einer Spende zu erhalten. Für die Abwicklung dieser Spende sei aber einen Rechtsanwalt erforderlich. Anschließend meldete sich der angebliche Rechtsanwalt bei dem Frankenberger und teilte mit, dass aufgrund der Höhe der Spendensumme diverse Gebühren vorab zu zahlen seien. In Erwartung der "hohen Spende" überwies der Frankenberger daraufhin bei mehreren Teilzahlungen insgesamt über 2.500 Euro. Erst als die Spende über die 185.000 Euro nicht erhielt, wurde er misstrauisch, erstattete Anzeige bei der Polizei Frankenberg.

Tipps der Polizei:

Reagieren Sie nicht auf Briefe, E-Mails, Telefonate oder Kontaktaufnahmen über soziale Netzwerke, in denen Ihnen hohe Geldsummen versprochen werden (Lotteriegewinne, Spenden, Nachlassregelung, usw.).

Treten Sie nicht in Vorleistung für irgendwelche Gewinne, Erbschaften, Spenden.

Überweisen Sie Menschen, die Sie nicht persönlich kennengelernt oder gesehen haben, nie Geld.

Seien Sie immer misstrauisch, wenn Sie unglaubliche Angebote erhalten.

Sprechen Sie vor einer Geldübergabe bzw. -überweisung mit einem Verwandten oder Bekannten. Nutzen Sie Internetsuchmaschinen und recherchieren Sie die Inhalte der Nachrichten, fragen Sie ggf. bei Ihrer Polizei nach.

-Anzeige-

Publiziert in Polizei
Mittwoch, 04 Mai 2022 21:18

Liebesbetrüger ergaunert über 57.000 Euro

MARBURG. Eine Seniorin zeigte am Dienstag (3. Mai) einen Betrug an, durch den sie über 57.000 Euro verloren hat. "Lovescam" wird die Masche genannt, die in diesem Fall der Frau zum Verhängnis wurde.

Ganz typisch für diese Masche geriet sie über Facebook in Kontakt mit einem angeblichen Schiffsingenieur. Im weiteren Verlauf blieben die beiden über den Messengerdienst "Hangout" in Kontakt und der vermeintliche Ingenieur umwarb sie geschickt über mehrere Monate hinweg. Währenddessen bat er sie mehrfach um Geld - die Seniorin kam den Bitten nach und überwies die Beträge. Eine Überweisung betrug allein 45.000 Euro. Ersparnisse, die nun vermutlich für immer verloren sind.

Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig Aufklärung ist. Sprechen sie mit Freunden und Verwandten über gängige Betrugsmaschen und informieren Sie sich im Internet.

Die Polizei gibt folgende Hinweise.

  • Überweisen Sie niemals Geld als Gefallen oder Leihgabe an Bekanntschaften, die Sie noch nie persönlich getroffen haben. 
  • Hinterfragen Sie kritisch jede Aufforderung, die in Ihre Richtung gemacht wird. Dies bezieht sich auch auf das Schicken von Fotos - Bilder Ihrer Wohnsituation lassen Rückschlüsse auf Ihr Vermögen zu. Intimbilder sollten Sie grundsätzlich nicht verschicken.
  • Lassen Sie sich nicht als "Zwischenstation" nutzen, wenn zwei Parteien untereinander Geld überweisen wollen. Das funktioniert auch ohne diesen Zwischenschritt. Sie werden dabei nur genutzt, um die Überweisungswege zu verschleiern.
  • Die "Zwischenstation" bezieht sich auch auf Pakete - lassen Sie sich nicht darauf ein, ein Paket entgegenzunehmen oder es aufzubewahren. Kriminelle nutzen solche Pakete, um weitere Lügengeschichten aufzubauen und die Opfer unter Druck zu setzen.
  • Beziehen Sie Freunde mit ein. Der Blick von außen ermöglicht eine rationalere Bewertung und schützt Sie gegebenenfalls vor finanziellem und emotionalem Schaden.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, wenn Sie Opfer eines Betrugs geworden sind. (ots/r)

- Anzeige -

Publiziert in MR Polizei
Freitag, 11 Februar 2022 12:51

Bankmitarbeiterin vereitelt Geldübergabe

BAD AROLSEN/KORBACH. Am 10. Februar kam es in Korbach und Bad Arolsen erneut zu sogenannten Schockanrufen von Betrügern, die sich als Staatsanwälte oder Rechtsanwälte ausgaben und ihre Opfer zu Geldübergaben überreden wollten. In beiden Fällen scheiterten die Betrüger, wobei in einem Fall erst eine aufmerksame Bankmitarbeiterin eine Geldübergabe verhinderte.

Polizei informiert

In einem Bad Arolser Ortsteil erhielt eine ältere Frau einen Anruf von einer Frau, die sich als Rechtsanwältin vorstellte. Sie schilderte, dass sie die Interessen der Enkeltochter der Frau vertrete. Die Enkeltochter habe einen tragischen Verkehrsunfall verursacht. An einem Fußgängerüberweg habe sie einen 72-jährigen Mann angefahren, der später auf dem Weg in ein Krankenhaus verstorben sei. Die Enkeltochter müsse nun in ein Gefängnis, was nur mit einer Kaution in Höhe von 30.000 bis 40.000 Euro abzuwenden sei. Auf den Einwand der angerufenen Frau, dass sie so viel Geld nicht habe und die Banken schon geschlossen seien, entgegnete die angebliche Rechtsanwältin, dass sie versuchen werde, die Kaution auf 20.000 Euro zu mindern und die Banken donnerstags auch länger aufhaben. Anschließend fragte sie auch noch nach Wertsachen und Schmuck. Die angerufene Frau beendete das Telefonat und verständigte ihren Sohn. Dieser erkannte den Betrugsversuch und riet seiner Mutter, zu einer Nachbarin zu gehen und die Polizei zu informieren.

Dr. Bach von der Staatsanwaltschaft

Einen ähnlichen Anruf erhielt eine Frau aus einem Korbacher Stadtteil auf ihrem Mobiltelefon. Anhand der Stimme des Anrufers glaubte die Frau, dass es ihr Sohn sei. Der Anrufer nutzte das aus und berichtete von einem schweren Verkehrsunfall. Er habe einen Mann angefahren, der jetzt gestorben sei. Er selbst müsse psychologisch betreut werden. Der angebliche Sohn übergab nun das Telefon an einen Mann, der sich als "Dr. Bach von der Staatsanwaltschaft Kassel" vorstellte. Er fragte die Frau nach ihren finanziellen Verhältnissen aus und forderte sie auf, Bargeld in Höhe von 38.000 Euro nach Kassel zu bringen und diese als Kaution für ihren Sohn zu hinterlegen. Der angebliche Staatsanwalt erhöhte diese Forderung im weiteren Gesprächsverlauf. Die Frau wurde indessen angewiesen, zu ihrer Bank zu gehen und das Telefonat dabei nicht zu beenden. Da die Frau glaubte, tatsächlich zuvor mit ihrem Sohn gesprochen zu haben, folgte sie den Anweisungen des Betrügers. Als sie Geld abheben wollte und einer Bankmitarbeiterin von dem Anruf erzählte, wurde diese misstrauisch. Auf ihr Anraten begab sich die Frau, immer noch mit dem Betrüger am Telefon, zur Polizeistation Korbach. Erst dort wurde ihr klar, dass sie fast auf die Betrüger hereingefallen wäre.

-Anzeige-

Publiziert in Polizei

TWISTETAL. Am Dienstagabend versuchten zwei Unbekannte einen Rentner in Twiste um sein Erspartes zu bringen. Der 77-Jährige wurde jedoch misstrauisch, sodass die Täter ohne Beute blieben und flüchteten. Die Polizei bittet um Hinweise.

Gegen 18.30 Uhr meldete sich der 77-Jährige bei der Polizei. Den eingesetzten Polizeibeamten der Polizeistation Korbach schilderte er, dass kurze Zeit vorher zwei angebliche Polizisten an seiner Haustür erschienen seien. Die uniformierten Männer erklärten ihm, dass es in letzter Zeit vermehrt zu Einbrüchen und Diebstählen im näheren Umfeld gekommen sei. Danach wollten sie von ihm wissen, ob er Geld oder Wertsachen gut verwahrt habe. Der Rentner wurde nun zu Recht misstrauisch. Er gab den Unbekannten zu verstehen, dass er die Geschichte nicht glaubt und kündigte an, dass er die "richtige" Polizei anrufen wird. Daraufhin ergriffen die beiden Täter sofort die Flucht.

Der 77-Jährige informierte erst Verwandte, die anschließend in Twiste nach den Tätern suchten. Danach informierte er die "richtige" Polizei. Sowohl die Suche der Verwandten als auch die Fahndungsmaßnahmen der Polizei blieben erfolglos.

Die Täter konnten wie folgt beschrieben werden: Beide etwa 30 Jahre alt und etwa 165 cm groß, beide haben einen dunklen Teint und hatten schwarze Bärte. Sie trugen grünen Uniformjacken und grüne Uniformhosen sowie grüne-weiße Polizeimützen und medizinische Masken.

Die Polizei rät: Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung. Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis. Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten. Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten. Geben Sie keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

Die weiteren Ermittlungen in diesem Fall führt die Kriminalpolizei Korbach, die unter der Telefonnummer 05631/9710 Hinweise zu den unbekannten Tätern erbittet. (ots/r)

-Anzeige-

Publiziert in Polizei

WALDECK-FRANKENBERG. Mit einer neuen Variante des Enkeltricks versuchen derzeit Betrüger bei überwiegend älteren Menschen Kasse zu machen. Während eine Seniorin den Betrugsversuch rechtzeitig erkannte, wurden eine 57-Jährige und eine 63-Jährige Opfer der Betrüger. Bei der Kommunikation mit den Opfern setzten die Betrüger den Messenger-Dienst WhatsApp ein. Vor Betrug mit dem Enkeltrick, die zumeist ältere Menschen trifft, warnt die Polizei regelmäßig.

Ein aktuelles Phänomen ist in letzter Zeit im Landkreis Waldeck-Frankenberg häufiger bekannt geworden. Die Kriminellen nutzen den Messenger-Dienst WhatsApp, um ihre Opfer um ihre Ersparnisse zu bringen. Dies kann existenzielle Folgen für die betroffenen Menschen haben. Die Täter geben sich über den Messenger als nahe Verwandte aus und versuchen die Opfer zu Geldüberweisungen zu bewegen. In den drei Fällen aus Korbach war dies auch so.

Ein Betrüger meldete sich mit einer Textnachricht bei einer 72-jährigen Frau aus Korbach. Er schrieb ihr "Hallo Mama. Mein Handy ist kaputt und das ist meine neue Nummer. Schreib mir sobald du das gelesen hast". Nachdem die angeschriebene Frau geantwortet hatte, fragte der angebliche Sohn, ob sie etwas Zeit habe und etwas für ihn tun könne. Anschließend schilderte er, dass er einige offene Rechnungen habe und fragte, ob sie das für ihn bezahlen könne. Die Seniorin fragte nach der Höhe der Rechnungen und bekam als Antwort, dass sie fast 5000 Euro per Überweisung auf ein benanntes Konto überweisen soll. Nun wurde die Frau stutzig. Sie antwortete nur noch, dass sie das nicht tun könne, er solle sich telefonisch melden. Dies tat der Betrüger nicht. Die Seniorin hatte glücklicherweise nichts überwiesen und rief ihren echten Sohn über die ihr bekannte Telefonnummer an. Der hatte weder ein neues Mobiltelefon, noch brauchte er Geld. Die Frau erstattete Anzeige bei der Polizei.

Nicht so glimpflich davon kamen zwei weitere Frauen aus Korbach. Eine 63-Jährige erhielt WhatsApp-Nachrichten ihrer angeblichen Tochter, in denen auch von einem defekten Handy und einer neuen Handynummer geschrieben wurde. Auch hier gab der Betrüger vor, eine finanziellen Engpass zu haben und bat um Sofortüberweisung von über 3.000 Euro. Die 63-Jährige glaubte, dass sie tatsächlich Kontakt mit ihrer Tochter hatte und überwies eine Summe von mehreren hundert Euro auf das angegebene Konto. Erst nachdem sie Kontakt mit ihrer Tochter hatte, wurde ihr bewusst, dass sie auf Betrüger hereingefallen war.

Ähnlich war es auch bei einer 57-jährigen Korbacherin. Auch ihr schrieb der Betrüger, dass er die Tochter sei und eine neue Handynummer habe. Die angebliche Tochter klagte darüber, dass ihr Handy kaputt sei und sie daher nicht an ihre Bank-App komme. Bis zu einer bestimmten Uhrzeit müssten zwei offene Rechnungen überwiesen werden. Da der Nachrichtenverlauf für die 57-Jährige plausibel war, glaubte sie, dass sie tatsächlich Kontakt mit ihrer Tochter hatte. Sie erklärte später bei der Polizei, dass sie zu keiner Sekunde gedacht habe, dass es sich um einen Betrug handeln könnte. Daher überwies sie auch 2.000 Euro auf das von den Betrügern genannte Konto. Von der Überweisungsbestätigung machte sie, wie von den Betrügern gefordert, ein Foto versandte dieses an die vermeintliche Tochter. Erst danach rief sie ihre Tochter auf deren Festnetznummer an. Bei diesem Telefonat wurde schnell klar, dass sie Opfer von Betrügern geworden war. (ots/r)

- Anzeige -

Publiziert in Polizei

HESSEN. Verwundert war ein 57-Jähriger aus Greifenstein, als er am 1. November 2021 den Brief eines Inkasso-Büros in seinem Briefkasten vorfand. Das Schreiben der "Pro Collect AG" erhielt eine Mahnung über einen niedrigen dreistelligen Eurobetrag. Die Forderungen waren frei erfunden. Weitere Opfer aus Wetzlar und Lahnau meldeten sich ebenfalls bei der Polizei.

Aus polizeilicher Erfahrung beschränken sich die Betrüger nicht auf einen Landkreis, so wurde im Bereich Marburg ebenfalls mindestens ein Fall bei der Polizei bekannt. Ermittlungen ergaben, dass es sich bei der Pro Collect AG um keine echte Firma handelt. Im Gegensatz zu vergangenen Schreiben haben die Betrüger ihre Mansche offenbar verändert. Zuletzt wurden die Opfer aufgefordert, das Geld auf ein Konto (oftmals im Ausland) zu überweisen. Bei den in dieser Woche bekannt gewordenen Schreiben wurden die Empfänger aufgefordert, die angeblichen Schulden über ein SEPA-Lastschriftverfahren zu begleichen.

Sollten Sie ein Schreiben eines vermeintlichen Inkassobüros erhalten, überprüfen Sie zunächst, ob die Zahlungsforderung gerechtfertigt ist. Haben Sie Verträge abgeschlossen? Sind Mahnungen dem Inkassoschreiben vorangegangen? Informieren Sie sich im Internet. Lassen Sie sich zu keinen Zahlungen drängen. Die Verbraucherzentralen stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. (ots/r)

- Anzeige -

Publiziert in MR Polizei
Freitag, 15 Oktober 2021 13:20

Taste 1 gedrückt - Geld weg

WALDECK-FRANKENBERG. Neben den bekannten betrügerischen Straftaten, bei denen sich die Täter fälschlicherweise als Polizeibeamte ausgeben und bei vornehmlich älteren Menschen anrufen, um diese um ihr Erspartes zu bringen, wenden die Täter inzwischen auch eine neue telefonische Betrugsmasche an.

Die willkürlich ausgesuchten und ahnungslosen Opfer werden von einem Anrufautomaten auf dem Festnetz- oder auf dem Mobiltelefon angerufen. Die Bandansage gibt vor, dass es sich um einen offiziellen Anruf des Bundessozialministeriums handelt. Mit dieser Bandansage werden Opfer unter Druck gesetzt. Angeblich soll eine missbräuchliche Verwendung der eigenen Sozialversicherungsnummer verhindert werden. Um sich zu schützen, soll das Opfer am eigenen Telefon die Taste "1" drücken.

Nachdem die Taste "1" gedrückt wurde, wird das Opfer automatisch an eine kostenpflichtige Servicehotline weitergeleitet, bei der eine Minute telefonieren, bis zu 10 Euro kosten kann. Die Täter können das Opfer damit schnell um einen drei- oder vierstelligen Betrag betrügen.

Um nicht zum Opfer dieser Masche zu werden, empfiehlt die Polizei:

  • seien Sie misstrauisch bei unbekannten Telefonnummern 
  • drücken Sie keine Tasten an ihrem Telefon, wenn Sie von einer unbekannten Person dazu aufgefordert werden
  • geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten weiter 
  • und geben Sie am Telefon keine Informationen zu Ihren Bankkonten weiter 
  • beenden Sie das Gespräch, wenn Sie Zweifel haben

Sollten Sie bereits Opfer einer telefonischen Betrugsmasche geworden sein, wenden Sie sich bitte an die Kriminalpolizei in Korbach unter der Telefonnummer 05631/971-0 oder an jede andere Polizeidienststelle.

-Anzeige-

Publiziert in Polizei

KORBACH/DIEMELSEE. Aktuell kommt es im Raum Korbach und Diemelsee zu einer Welle betrügerischer Telefonanrufe. Bei der Polizei wurden bisher etwa zehn Fälle gemeldet.

Die Täter gaben sich in den meisten Fällen als Polizeibeamte aus und erzählten alle eine ähnliche Geschichte. Sie schockierten die Angerufenen, überwiegend Seniorinnen und Senioren, mit einer schlimmen Nachricht - ein naher Angehöriger habe einen schweren Unfall verursacht, weshalb nun sogar eine Haftstrafe drohe. Um dies zu vermeiden, müsse sofort eine hohe Kaution gezahlt werden. Glücklicherweise hatten die Angerufenen in den bislang bekannten Fällen am Mittwoch Verdacht geschöpft und waren nicht auf die Betrüger hereingefallen.

Angerufene reagieren richtig 

Die Angerufenen legten richtigerweise auf, riefen ihre Angehörigen an und ließen sich bestätigen, dass die Geschichte der Anrufer nicht stimmte. Anschließend verständigten sie die Polizei. Die Kriminalpolizei Korbach hat die Ermittlungen in allen Fällen aufgenommen.

Da immer wieder überwiegend Seniorinnen und Senioren auf die Masche der Betrüger hereinfallen, warnt die Polizei eindringlich vor diesen betrügerischen Schockanrufen und gibt folgende Tipps.

  • Die Polizei ruft nach Unfällen nicht bei Angehörigen an und fordert hohe Geldsummen. Dabei handelt es sich um eine Betrugsmasche. 
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann. 
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie sofort auf, wenn Sie ein solcher Anruf erreicht. 
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
  • Lassen Sie sich vom Anrufer die Telefonnummer geben und überprüfen Sie diese mit bereits bekannten Nummern.
  • Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. (ots/r)

- Anzeige -

Publiziert in Polizei
Seite 1 von 39

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige