Polizei warnt vor Betrug bei Urlaubsbuchungen

Freitag, 26. Juni 2026 14:46 geschrieben von  Michael Fränkel
Das Polizeipräsidium Mittelhessen warnt vor Betrug bei Onlinebuchungen von Urlaubsreisen. Das Polizeipräsidium Mittelhessen warnt vor Betrug bei Onlinebuchungen von Urlaubsreisen. Foto: Polizeipräsidium Mittelhessen

MITTELHESSEN. Zur Ferienzeit warnt das Polizeipräsidium Mittelhessen vor Betrug bei Onlinebuchungen von Urlaubsreisen. Betrüger nutzen nach Angaben der Polizei auch dieses Feld, um Erholungssuchende um ihr Geld zu bringen.

Während viele Urlauber ihre Reise bereits vor Monaten geplant und gebucht haben, entscheiden sich andere erst kurzfristig für ein Reiseziel. Gerade Kurzentschlossene und Last-Minute-Schnäppchenjäger sollten bei Onlinebuchungen genau hinsehen, um nicht auf falsche Anbieter oder gefälschte Angebote hereinzufallen.

Das Polizeipräsidium Mittelhessen gibt dazu folgende Hinweise:

  • Angebote vergleichen: Angebote, die zu günstig erscheinen, können ein Hinweis auf ein Fake-Angebot sein.
  • Nicht allein auf die Aufmachung verlassen: Betrüger nutzen inzwischen auch künstliche Intelligenz, um Angebote möglichst echt und professionell wirken zu lassen.
  • Vorsicht bei Vorkasse: Wenn Vorkasse die einzige Zahlungsart ist, kann dies ein Hinweis auf eine Betrugsseite sein.
  • Sichere Zahlungsarten nutzen: Besser ist eine Zahlung per Lastschrift oder Kreditkarte.
  • Impressum prüfen: Vor der Buchung über Online-Portale sollten Firmensitz und Steuernummer des Anbieters überprüft werden.
  • Kontaktadressen kontrollieren: Betrüger kopieren häufig Kontaktadressen seriöser Anbieter.
  • Auf verschlüsselte Verbindungen achten: Bei Onlinebuchungen sollte eine sichere Verbindung mit „https://“ genutzt werden.

Nach dem Abschluss einer Reise erhalten Kunden die Buchungsbestätigung meist per E-Mail. Auch hier ist Vorsicht geboten. Nach Angaben der Polizei können sich Betrüger mitunter Zugang zu tatsächlichen Reisedaten verschaffen. Anschließend schreiben sie Betroffene an und fordern sie auf, dringend ihre Daten erneut zu bestätigen. Dabei handelt es sich häufig um Phishing-Mails.

Zum Schutz vor solchen Nachrichten gibt die Polizei weitere Hinweise:

  • Absenderadresse prüfen: Phishing-Mails können Absenderadressen nutzen, die denen echter Reiseanbieter ähneln. Kleine Abweichungen in der Schreibweise oder ungewöhnliche Zeichen sollten beachtet werden.
  • Bei Druck und Eile misstrauisch werden: Betrüger versuchen oft, ein Gefühl von Dringlichkeit zu erzeugen. Misstrauisch sollte man werden, wenn sofortiges Handeln verlangt wird, um eine Reisebuchung zu sichern oder zu bestätigen.
  • Inhalte der E-Mail prüfen: Grammatische Fehler, ungewöhnliche Formulierungen oder ein unprofessioneller Ton können Hinweise auf eine Phishing-Mail sein.
  • Reiseanbieter direkt kontaktieren: Wer zur Eingabe oder Bestätigung sensibler Daten aufgefordert wird, sollte den Anbieter über die offizielle Website, eine vertrauenswürdige Telefonnummer oder eine bekannte E-Mail-Adresse kontaktieren.
  • Starke Passwörter nutzen: Online-Konten sollten mit starken und einzigartigen Passwörtern geschützt werden.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren: Dadurch wird das Risiko eines unbefugten Zugriffs deutlich reduziert.
  • Geräte und Software aktuell halten: Betriebssystem, Browser und Sicherheitssoftware sollten regelmäßig aktualisiert werden.

Nach Angaben der Polizei können diese Vorsichtsmaßnahmen das Risiko, Opfer einer Phishing-Mail zu werden, erheblich reduzieren und persönliche sowie finanzielle Informationen besser schützen.

Für Fragen zu diesem Thema steht Kriminalhauptkommissar Ulrich Kaiser, Fachberater für Cybercrimeprävention beim Polizeipräsidium Mittelhessen, zur Verfügung. Er ist unter der Telefonnummer 0641/7006-2942 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar.

Weitere Hinweise gibt es auch bei der Polizeilichen Kriminalprävention. (ots/r)

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