Junge unter Straßenbahn gerettet

Freitag, 30. Januar 2026 20:16 geschrieben von  Michael Fränkel
Nach dem Zusammenstoß mit einer Straßenbahn in der Wilhelmshöher Allee musste am Donnerstag, den 29.01.2026, ein Kind von der Feuerwehr unter dem Wagen gerettet werden. Nach dem Zusammenstoß mit einer Straßenbahn in der Wilhelmshöher Allee musste am Donnerstag, den 29.01.2026, ein Kind von der Feuerwehr unter dem Wagen gerettet werden. Foto: Feuerwehr Kassel

KASSEL. Nach einem folgenschweren Zusammenstoß zwischen einer herannahenden Straßenbahn und einem Kind im Bereich der Wilhelmshöher Allee kam es zu einem großangelegten Rettungseinsatz der Feuerwehr und des Rettungsdienstes, bei dem ein Junge unter dem Schienenfahrzeug befreit werden musste.

Alarmiert wurden die Einsatzkräfte am Donnerstag gegen 15.30 Uhr zu dem Unfallort, nachdem der Junge aus bislang ungeklärter Ursache von der Bahn erfasst und ein Stück mitgerissen worden war. Sofort leitete das Personal der Verkehrsbetriebe eine Notbremsung ein, um Schlimmeres zu verhindern.

Vorgefunden wurde das Kind beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte glücklicherweise ansprechbar unter dem Wagenkasten der Straßenbahn. Um eine möglichst schonende Rettung zu gewährleisten, schafften die Feuerwehrleute zunächst einen Zugang von der Vorderseite des Schienenfahrzeugs aus. Anschließend gelang es, den Jungen vorsichtig nach vorne unter der Bahn hervorzuziehen und für die weitere medizinische Versorgung an das Rettungsdienstpersonal zu übergeben.

Parallel zu den Rettungsmaßnahmen bereitete die Feuerwehr vorsorglich den Einsatz eines schweren Kranwagens vor, welcher jedoch aufgrund der erfolgreichen Bergung letztlich nicht mehr zum Einsatz kommen musste. Davon gekommen ist der Junge nach ersten Erkenntnissen mit lediglich leichten Verletzungen, während sich der betroffene Straßenbahnfahrer sichtlich erschüttert von dem Ereignis zeigte. Vorsorglich erfolgte der Transport beider Personen zur weiteren Untersuchung in ein nahegelegenes Krankenhaus.

Gesperrt blieb während der gesamten Dauer der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen der Straßenbahnverkehr in beide Fahrtrichtungen vollständig. Aufgrund des umfangreichen Aufgebots an Einsatzfahrzeugen mussten zudem die stadtauswärts führenden Fahrbahnen der Wilhelmshöher Allee für den restlichen Verkehr gesperrt werden. Freigegeben wurden die Bahnstrecken sowie die betroffenen Fahrstreifen erst nach dem vollständigen Abschluss aller Maßnahmen vor Ort.

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