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NIEDERLAASPHE. Ein schwerer Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person rief am Dienstagmittag um kurz vor 14 Uhr die Bad Laaspher Feurwehr, den DRK Rettungsdienst aus Bad Laasphe und Mittelhessen, den ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 25“, den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst und die Polizei auf den Plan.

Auf der B62 zwischen Bad Laasphe und Niederlaasphe war es zu einem Frontalzusammenstoß gekommen.

Wie die Polizei vor Ort erklärte, war eine 25 jährige Frau aus dem Lahn-Dill-Kreis mit ihrem silbernen BMW der dreier Serie von Niederlaasphe in Richtung Bad Laasphe unterwegs. Aus unklarer Ursache, so hieß es weiter, sei die junge Frau mit ihrem Wagen auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort stieß sie frontal mit einem schwarzen – ebenfalls BMW drei – eins 46-jährigen Mannes zusammen. Der Mann konnte sich selbst aus seinem Wagen befreien, während die junge Frau eingeklemmt wurde.

Sie musste von den Kameraden des Löschzuges Bad Laasphe, die unter der Einsatzleitung von Dirk Höbener angerückt waren, befreit werden. Die 20 Feuerwehrleute trennten dazu das Dach des silbernen BMW halb ab und klappten es nach hinten. Zudem stellten sie den Brandschutz an der Unfallstelle sicher.

Der Rettungswagen des DRK Mittelhessen brachte den 46-jährigen Mann ins Krankenhaus, während die Rettungskräfte der DRK Wache aus Bad Laasphe gemeinsam mit dem Team des Siegener Rettungshubschraubers die junge Frau versorgten, die anschließend ins Siegener Jung-Stilling-Krankenhaus geflogen wurde.

Die Straße blieb während der Rettungs- und Bergungsarbeiten und der anschließenden Ölspurbeseitigung durch eine Spezialfirma Stunden lang komplett gesperrt.

Publiziert in SI Feuerwehr

SIEDLINGHAUSEN. Wenn man sich das Meldebild eines Verkehrsunfalls vor Augen führt, zu dem die Feuerwehren des Löschzuges drei der Stadt Winterberg zusammen mit dem HLF und dem ELW des Löschzuges 1 am Dienstagnachmittag auf die L 740 nach Siedlinghausen ausrücken mussten, dann kann man ruhigen Gewissens sagen, dass dieser Unfall glücklicherweise glimpflich verlaufen ist.

„Wir wurden mit H3 Klemm alarmiert und ein entsprechend großes Kräfteaufgebot wurde alarmiert“, erklärt Einsatzleiter Michael Wiedenbeck vor Ort. Im gleichen Moment kann er aber erleichtert mitteilen: „Wir konnten die Kräfte nach und nach auslösen, als klar war, dass es sich um eine stabile Lage handelt“.

Was war passiert? Auf der L740 am Ortseingang von Siedlinghausen, auf der Hochsauerlandstraße, war es zu einem Unfall mit zwei schweren Lastwagen gekommen, eine Person wurde dabei im Fahrzeug eingeklemmt. „Das erklärt sich von selbst, oder?“, berichtet ein Polizeibeamter den ich bereits von vielen anderen Einsätzen kenne. Der Fahrer eines Baustellenlasters aus dem Kreis Gütersloh ist aus Richtung Silbach kommend auf seinen Vordermann aufgefahren. Eine kräftige Bremsspur zeugt noch vom Versuch, den Zusammenstoß zu vermeiden. Dennoch kam es zur Kollision. Der erste Laster mit seinem Schüttgutauflieger wurde dabei weit nach vorne geschoben. Der zweite stark beschädigt. Der zweite Wagen – ebenfalls mit Schüttgutauflieger – blieb auf der Straße stehen und der Fahrer wurde im Fußraum eingeklemmt. Er wurde durch die Feuerwehr mit dem Rettungssatz aus Siedlinghausen befreit. Dazu mussten die Kameraden die Fahrertür des Lkw abtrennen und nutzten auch eine Plattform, auf der die Einsatzkräfte während der Rettungsarbeiten stehen konnten und auf einer Höhe mit dem Lkw-Führerhaus waren. Der Fahrer, der im Fußraum eingeklemmt war, konnte nach der Befreiung an den Rettungsdienst und Notarzt aus Winterberg übergeben werden. Ersten Angaben vor Ort zu Folge wurde der Mann glücklicherweise nur leicht verletzt.

Der Lkw Fahrer, auf den der zweite Laster auffuhr, überstand den Unfall unverletzt.

Die Hochsauerlandstraße blieb für die Dauer des Einsatzes komplett gesperrt.

Publiziert in HSK Feuerwehr

FRANKENBERG. Schwer verletzt wurde am Donnerstagnachmittag der Fahrer eines VW-Golf auf der Landesstraße 3073 zwischen Frankenberg und Somplar. Der Wagen des Mannes aus dem Hochsauerlandkreis war von einem schlingernden Lkw-Anhänger erfasst worden. Wie die Polizei mitteilte, war der Lkw-Fahrer aus Richtung Somplar gekommen, in einer Rechtskurve war sein unbeladener Holzanhänger ins Schleudern geraten und hatte den Golf im Gegenverkehr getroffen.

Der Fahrer des silbergrauen VW wurde eingeklemmt und musste aus dem zerstörten Wagen befreit werden. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten war die L3073 im Bereich der Meiserburg kurz vor Frankenberg für etwa 30 Minuten voll gesperrt. Der total beschädigte Golf wurde vom Abschleppdienst AVAS geborgen und abtransportiert. Leicht beschädigt konnte der Lkw seine Fahrt weiter fortsetzen. (112-magazin.de)

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NEUENTAL/HAINA. Bei einem Unfall auf der Bischhäuser Straße in Neuental ist am Mittwochmorgen ein Autofahrer sehr schwer verletzt worden. Die Feuerwehr musste ihn aus seinem silbergrauen Mazda schonend befreien. Wie Einsatzleiter Olaf Krey berichtet, war der 51-Jährige zwischen der Tür und der Mittelkonsole im Bereich der Hüfte eingeklemmt und nicht ohne hydraulisches Gerät zu befreien. Der Rettungsdienst brachte ihn zur Weiterversorgung in das Asklepios Klinikum nach Ziegenhain und danach weiter in die Uniklinik nach Marburg.

Zu dem Unfall kam es gegen 7.15 Uhr im Kreuzungsbereich der Bischhäuser Straße und der Landesstraße 3149. Der Autofahrer aus Haina (Landkreis Waldeck-Frankenberg) wollte von der Bischhäuser Straße nach links in Richtung Zimmersrode abbiegen, übersah dabei aber den Pkw einer 50 Jahre alten Frau aus Neuental, die in Richtung Bischhausen unterwegs war. Durch die Wucht des Zusammenpralls wurde der Pkw des Mannes gegen die Leitplanke der Gegenfahrbahn geschleudert. Hier muss der Mann noch mal auf das Gaspedal getreten haben. Der Wagen schoss mit durchdrehenden Reifen gut 50 Meter in Richtung Zimmersrode, wo er dann zum Stehen kam. Die 50-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Ein Rettungsteam brachte sie in das Hospital nach Fritzlar. Ersthelfer waren sofort zur Stelle. Sie kümmerten sich um die Verletzten und alarmierten die Rettungskräfte.

An den beiden Fahrzeugen entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Eine Streife der Polizeistation Homberg nahm den Unfall auf. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Borken, Jesberg und Neuental, zwei Rettungsteams der Malteser aus Jesberg und eine Notärztin des Schwalmstädter Krankenhauses. (wal/nh24)

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GEISMAR. Wie gewaltig die Einwirkung ist, wenn zwei Fahrzeuge bei der Fahrt frontal zusammenstoßen, das wird auf besonders dramatische Art deutlich, wenn es sich dabei um Lastwagen handelt. So wie heute Mittag um 12 Uhr auf der Strecke von Frankenberg nach Geismar.

Der kleinere Wagen der beiden, ein Pritschenwagen von VW, der einem Handwerksbetrieb gehörte, ist im Bereich der Fahrerkabine komplett deformiert. Das Dach ist nach hinten geklappt. Das war die Feuerwehr. Der Einsatzleiter vor Ort zeigt mir an dem orangen Volkswagen eindrucksvoll, was seine Leute geschafft haben: „Hier in den Fußraum konnten wir bei unserem Eintreffen garnicht herein schauen. Wir mussten den Vorderwagen mit Zylindern nach vorne biegen“, erklärt er mir, während er in den Fußraum zeigt. Dort saß beim Eintreffen der rund 25 Kameraden der Frankenberger Feuerwehr ein 32-jähriger Mann. „Der Rettungsdienst konnte vor unserem Eintreffen schon über die Beifahrertür einsteigen und war bei dem Verletzten bereits mit der Versorgung zu Gange“, erklärt der Feuerwehrmann. Der Beifahrer, so erklärt mir der Mann weiter, sei bereits aus dem Fahrzeug geklettert und habe auf der Leitplanke gesessen. Der 27-jährige kam nach Auskunft der Polizei zur Beobachtung ins Krankenhaus nach Frankenberg. Ebenso der Fahrer eines großen Baustellenlasters aus Kirchhain – in seinen Laster ist der Pritschenwagen im Bereich einer Kurve geprallt. Der Lkw steht einige Meter weiter oben am rechten Fahrbahnrand – ebenfalls beschädigt.

Die Feuerwehrleute aus Frankenberg haben in enger Abstimmung mit den Kollegen von Rettungsdienst, Notarzteinsatzfahrzeug und Luftrettung gearbeitet. Nach dem Vorbiegen des Vorderwagens, dem Heraustrennen der Fahrertür, dem Abklappen und sichern des Daches, sowie der Sicherstellung des Brandschutzes vor Ort wurde der Mann dann befreit. 32 Jahre ist der Fahrer alt. So schwer verletzt worden, dass die Rettungskräfte den Rettungshubschrauber für den Transport in eine Klinik angefordert hatten. „Christoph 7“ aus Kassel steht direkt an der Einsatzstelle in einer Wiese. Der Pilot wartet auf die Mediziner und den Patienten und bereitet die Umlagerung bereits vor. Wir unterhalten uns kurz, als der junge Fahrer noch im Rettungswagen versorgt wird. Vor vielen Jahren hatten wir uns in Kassel bei einer Jubiläumsveranstaltung in der Orangerie getroffen. Heute ist der Einsatz real, hängt viel vom Hubschrauber ab.

Der RTW des Rettungsdienst Promedica hat den Patienten an Bord, zusammen mit dem Notarzt aus Röddenau und der Hubschrauberbesatzung wird er für den Flug vorbereitet. Retungswagen des DRK Frankenberg und des Malteser Hilfsdienstes haben unterdessen die beiden leichter verletzten Männer bereits ins Krankenhaus gefahren. In beide Richtungen hat sich der Verkehr weit zurück gestaut. Viele Lkw-Fahrer stehen an den Leitplanken und warten. Umdrehen können sie nicht. Einige schlafen in ihren Führerhäusern. Die, die draußen stehen unterhalten sich. Sind betroffen. Sie haben mitbekommen, dass hier auch ein Lkw beteiligt ist – „einer von ihnen“. Stundenlang mussten sie ausharren, bis die Straße geräumt, die Einsatzkräfte wieder abgerückt und die Öl- und Dieselspuren abgestreut waren. In dieser Zeit war der junge Fahrer bereits per Hubschrauber in Kassel gelandet und der optimalen Versorgung zugeführt worden.

Die Feuerwehrleute, die Rettungsdienstmitarbeiter, die Polizeibeamten und die Hubschrauberbesatzung haben einmal mehr ihr Können unter Beweis gestellt und routiniert einen schwer Verletzten eingeklemmten Menschen bestens versorgt, behutsam befreit und in die Klinik geflogen. Die Unfallstelle nach Spuren, Beweisen und Dokumenten durchsucht. Die Straße wieder so hergerichtet, dass kein anderer Verkehrsteilnehmer mehr durch die Unfallfolgen gefährdet wird.

„Der Kleinlaster ist aus noch unklarer Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten und in den Lkw geprallt“, haben die Polizeibeamten vor Ort ermittelt. Sie hatten nun noch die Aufgabe, Angehörige über den Unfall zu informieren. Nach mehreren Stunden konnte die Vollsperrung wieder aufgehoben werden.

Ein Like unter unserem Artikel sehen und akzeptieren wir ausschließlich als Anerkennung für die Leistung der Einsatzkräfte und als Genesungswünsche für die Beteiligten.

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Mittwoch, 10 Juli 2019 23:55

Vom Unfallwrack ins Feuerwehrauto

ESLOHE. Ich treffe Robin Feldmann. Wir kennen uns schon länger und treffen uns nicht zum ersten Mal. Diesmal aber hat unser Treffen einen ganz besonderen Hintergrund. Eigentlich ist es ein Wunder, dass Robin noch lebt. Heute genau vor sechs Jahren hatte er einen schweren Unfall. Damals war ich an der Einsatzstelle als Berichterstatter und Fotograf tätig.

Sein Auto war an einem Baum in mehrere Teile gerissen worden. Trotz mehrjähriger beruflicher Tätigkeit beim Rettungsdienst und jahrzehntelanger Einsatzfotografie in der Freizeit war ein solches Bild auch für mich Neuland. Nie zuvor hatte ich so etwas gesehen.

Bis zur Unkenntlichkeit war sein schwarzer Kleinwagen deformiert worden, der Motorblock lag mehrere Meter weiter. Mitten auf der Straße. Bei meinem Eintreffen lag Robin bereits im Rettungswagen. In aller Regel sehe ich die Beteiligten eines Unfalles bei meiner Tätigkeit für unser 112-Magazin nicht. Wir beginnen unsere Arbeit erst, wenn die Verletzten aus dem Auto befreit wurden und im Rettungswagen liegen. Nach dem Abtransport ins Krankenhaus habe ich in aller Regel keine Verbindung mehr mit den Opfern eines Verkehrsunfalls. Bei Robin war das anders. Denn wenige Wochen nach dem schweren Unfall schrieb mir ein junger Mann: „Guten Abend, ich hätte mal eine Frage...“. Das war Robin. Jener damals 22 Jahre alte Mann, der mit seinem Wagen zwischen Kückelheim und Eslohe gegen einen Baum geprallt war. Er wollte die Fotos von seinem Unfall haben, hatte im Netz zu „seinem“ Unfall recherchiert und war dabei auf das 112-Magazin gestoßen.

Sechs Jahre später trifft er sich mit mir, um mir diesen Teil seines Lebens zu erzählen und mir geduldig und nett auf meine Fragen dazu zu antworten. Er gibt mir die Chance, aus einer anderen Sichtweise über einen Unfall zu berichten. Er hat den Mut, mit mir über all das zu reden. Wie das war an diesem Morgen, seinem „zweiten Geburtstag“.

„Es war ein ganz normaler Morgen“, erzählt mir der sympathische junge Mann. Er wollte zur Arbeit fahren. Robin hatte Zimmermann gelernt, etwas Handwerkliches. Gegen kurz vor sechs Uhr fuhr er auch an diesem Donnerstag von seinem Wohnort Kückelheim in Richtung Eslohe. „Irgendwas hat am Radio nicht funktioniert und ich wollte es einstellen“, erinnert er sich. Das nächste, was Robin merkte, war ein gewaltiger Einschlag. Der massive Straßenbaum hatte seinen Golf wie eine Sardinendose aufgerollt und den Motor herausgerissen. „Es roch verbrannt und es war neblig von den Airbags“, erinnert sich Robin im Gespräch mit mir. „Danach war ich kurz weg und wurde wieder wach, als sich von rechts ein Auto näherte“. Ein Mann stieg aus und lief auf Robin zu, das Handy in der Hand. Der Ersthelfer telefonierte zu dieser Zeit bereits mit der Leitstelle. „Ich wollte den Sitz zurück fahren“, berichtet Robin. Doch das schaffte er nicht mehr. Robin war eingeklemmt worden, die Fahrerkabine war komplett zerstört. Der junge Mann konnte weder den Sitz zurück fahren, noch das Unfallwrack verlassen. Der Ersthelfer beruhigte Robin: „Junge, warte. Die Feuerwehr kommt jetzt. Die holen Dich raus“, hatte er ihm gesagt. Robin hatte einen Wunsch: „Ruf bitte meine Mutter an“, bat er den Ersthelfer. Erst wollte Robin das selbst machen, vom Unfallfahrzeug aus. Doch auch das ging nicht mehr. Der Ersthelfer rief dann auch Robins Mutter an.

Inzwischen waren bereits erste Rettungskräfte der Rettungswache Eslohe vor Ort und haben noch vor Eintreffen der Feuerwehr mit den Maßnahmen begonnen. Nur Minuten später trafen auch die freiwilligen Feuerwehrleute aus Eslohe ein. „Einer war immer bei mir. Der hat hinter mir gesessen. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst haben sehr ruhig mit mir gesprochen und alle Schritte angesagt“, ist Robin beeindruckt. „Ich habe mich zu jeder Zeit sicher gefühlt“.

Inzwischen sind auch seine Mutter und sein Bruder an der Einsatzstelle eingetroffen. „Mama war als Erstes da. Die war natürlich geschockt“, weiß Robin heute noch. Kurze Zeit später war auch Thomas vor Ort, sein Bruder.

Nach einer guten halben Stunde war Robin aus seinem Unfallwrack befreit worden und lag im Rettungswagen. Dort erfolgte dann die detaillierte Untersuchung. „Inzwischen hatte ich Medikamente bekommen und war etwas abgeschirmt“, erzählt er mir. Trotzdem bekommt er weiterhin mit, was um ihn herum geschieht. „Die hatten einen Rettungshubschrauber für mich angefordert. Es war aber so bewölkt und neblig und es war nicht klar, ob überhaupt ein Hubschrauber kommen kann“, erinnert sich Robin. „Ich habe mir auch Gedanken gemacht, wo der überhaupt landen kann, wenn er durchkommt“, erzählt Robin weiter. Während er sich diese Gedanken macht, hört er das Rotorengeräusch des Hubschraubers – Die Piloten der ADAC Luftrettung aus Münster haben es geschafft. Trotz Bewölkung und Nebel sind sie zur Unfallstelle durchgekommen, um Robin in ein Krankenhaus zu fliegen. „Das Tragen zum Hubschrauber habe ich etwas mitbekommen. Während des Fluges bin ich aber immer wieder eingeschlafen. Ich hatte ja Medikamente bekommen“, erklärt er mir. „Das ging auch bis in den Schockraum so. Da wurde dann nach der Untersuchung eine Schnittwunde an der rechten Hand versorgt“, erzählt er. „Mehr habe ich nicht gehabt“. Robin lächelt. Und dann berichtet er weiter: „Ich bin schon am nächsten Tag von der Intensivstation nach Hause entlassen worden“. Bereits vom Unfalltag an hatte Robin sich sehr für die Arbeit der Rettungskräfte an diesem Tag und die Auswirkungen des Unfalls interessiert. „Ich habe nachmittags schon gegoogelt und Eure Fotos gefunden“, lacht er.

Dann endet unser Gespräch. Jetzt muss noch ein Foto gemacht werden. Dazu zieht Robin sich um. Er zieht Feuerwehrkleidung an, nimmt seinen Helm und stellt sich vor dem Rüstwagen des Esloher Löschzuges zum Foto auf. Vor dem Wagen, der damals die notwendige Ausrüstung dabei hatte, um Robin aus dem völlig zerstörten Wrack zu befreien.

Logisch für den jungen Mann, dass er sich persönlich bei seinen Rettern bedanken wollte. „Dann bin ich zu einem Dienstabend der Feuerwehr gegangen und habe erst mal was in die Kasse getan“, lacht er. „Und dann hab ich mir den Dienstabend angeschaut und bin direkt hier hängen geblieben“. Heute ist Robin selbst Feuerwehrmann. Rückt aus, wenn andere Menschen in Not geraten sind, um ihnen zu helfen. Hilft den Kameraden, die ihn damals aus dem Auto gerettet haben. „Ich habe den Rettungsdienst als Erstes gefragt, ob der überhaupt noch lebt“, erinnert sich ein Feuerwehrkamerad von Robin, der unser Gespräch zufällig mitbekommt.

Nicht nur als Feuerwehrmann ist Robin seit seinem Unfall aktiv. Auch in der First-Responder-Gruppe engagiert er sich, kommt also auch bei „normalen“ medizinischen Notfällen zum Einsatz, um Menschen schnelle Hilfe zu bringen und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken.

Was denkt Robin eigentlich heute, wenn er an der Unfallstelle vorbei kommt? „Ah! Mein Baum“, wir lachen herzlich.

Dann nimmt Robin mich in seinem Auto mit. Einem Golf 6, wie damals. Er fährt mit mir in Richtung Kückelheim und zeigt mir noch einmal „seinen Baum“. „Hier. Der wars“, sagt er mir. Dann ist es kurz still und wir fahren am Baum vorbei. „Das ist für mich kein Problem. Ich fahre wieder ganz normal Auto“, versichert mir Robin. Als Zimmermann arbeitet er übrigens nicht mehr. Auch beruflich hilft er nun kranken und verletzten Menschen. Robin ist kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. „Das ist echt geil!“, freut er sich.

Dann stoppt er sein Auto, damit ich aussteigen kann. Er verabschiedet mich mit einem Lächeln und einem Handschlag. „Bis zum nächsten Einsatz“, sagt er zu mir. Ich fahre zurück nach Hause. Voller Anerkennung für so viel Mut, so offen mit mir über diesen schweren Unfall zu reden, mir zu gestatten diesen höchstpersönlichen Lebensabschnitt mit Text und Fotos öffentlich zu machen, so geduldig und freundlich meine Fragen zu beantworten. Und nicht zuletzt darüber, nun selbst als Feuerwehrmann, First-Responder, oder Krankenpfleger für in Not geratene Menschen einzustehen. Rund um die Uhr.

Publiziert in HSK Feuerwehr
Montag, 24 Juni 2019 14:26

Nach Aufprall auf Baum in Lebensgefahr

WERPE. Kurz nach acht Uhr. Auf der Landstraße zwischen den Schmallenberger Ortsteilen Werpe und Felbecke war es still am Montagmorgen. Kein Verkehr, keine Autogeräusche, keine Motorradfahrer. Die Straße war gesperrt worden und die gespenstische Ruhe vor Ort wird nur dezent von Stimmen durchbrochen. Es sind die Stimmen von Feuerwehrleuten, Polizeibeamten, Notfallsanitätern und Notärzten. Sie alle waren ausgerückt, um ein Leben zu retten. Ob sie es tatsächlich geschafft haben, das weiß man noch nicht. „Es besteht massivste Lebensgefahr“, schildert ein Polizeibeamter vor Ort. Möglicherweise auch, weil die Frau keinen Sicherheitsgurt angelegt hatte, wie die Polizei mitteilte.

Warum die 46 jährige Frau auf gerader Strecke gegen einen starken Straßenbaum geprallt ist, ist noch völlig unklar. „Die Frau kam aus Richtung Schmallenberg und ist gegen den Baum gefahren. Mehr wissen wir selbst noch nicht“, erklären die Polizeibeamten vor Ort.

Die Feuerwehren aus Berghausen, Bracht, Felbecke und Schmallenberg haben unter der Einsatzleitung von Jürgen Schneider die Patientin aus dem silbernen VW Passat befreit. „Erst war die Patientin für den Rettungsdienst noch ansprechbar, ist dann aber bewusstlos geworden“, erklärt Jürgen Schneider. Er und seine Leute mussten dann eine so genannte Crashrettung vornehmen. Dies ist ein schnellstmögliches Rettungsverfahren, was angewendet wird, wenn beim Patienten akute Lebensgefahr besteht und er „keine Zeit zu verlieren hat“. Die Ruhigstellung der Wirbelsäule, oder die schonende Rettung mit einem Rettungskorsett entfallen bei solch kritischen Patienten. Da geht es nur darum, den Verletzten so schnell wie möglich lebend aus dem Wrack zu retten.

Während der Rettungsmaßnahmen durch die Feuerwehr wurde die eingeklemmte Frau vom Retungsdienst und dem Notarzt aus Bad Fredeburg medizinisch versorgt. Außerdem war der in Siegen stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 25“ nach Werpe beordert worden. Im Anschluss an die Befreiung und die Erstversorgung flog der Hubschrauber die Schwestverletzte in eine Klinik. „Polytrauma“, sagte der Feuerwehreinsatzleiter vor Ort. Damit ist eine Kombination verschiedener Verletzungen gemeint, die entweder von ihrer Art her, oder in der Kombination Lebensgefahr bedeutet.

Am silbernen Passat ist der Tacho durch die Wucht des Aufpralls bei 80 km/h hängen geblieben. Durch dieses rasante Abbremstrauma kann die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit noch höher gewesen sein. Am Fahrzeug sieht man die Spuren des Aufpralls und der Rettung: Glassplitter liegen vor dem Baum, die Windschutzscheibe ist zerborsten, die gesamte Front verformt und eingedrückt. Die Tür am Fahrzeug wurde mit schwerem Gerät abgetrennt. Das Dach wurde eröffnet. „Zum Glück war die Patientin nicht noch im Fußraum eingeklemmt“, resümiert Jürgen Schneider kurz.

Nach der Einsatznachbesprechung direkt vor Ort fahren Feuerwehr und Rettungsdienst wieder zurück in ihre Standorte. Nachdem der Abschleppwagen da war, erinnern nur noch markierte Spuren auf der Straße und Prellmarken am Baum an den schweren Unfall. Sie sind die stummen Zeugen einer Tragödie auf der Landstraße.

Publiziert in HSK Feuerwehr

BREMKE. Ein betrunkener Autofahrer hat durch seinen rücksichtslose Fahrweise am Mittwochabend einen schweren Verkehrsunfall am Wenner Stieg nahe der Esloher Ortschaft Bremke verursacht und dabei einen unschuldigen Beteiligten schwer verletzt.

Über ein Promille hatte der Alkotest bei dem 32-.jährigen Beckumer angezeigt, sein Beifahrer aus Bielefeld hatte sogar 1,5 Promille Alkohol im Blut.

Die beiden Männer waren gegen 20.40 Uhr mit ihrem Audi talwärts auf der B 55 in Richtung Mindener Straße in Richtung Bremke unterwegs. Ihr Auto geriet dann ins Schleudern und prallte dort mit dem entgegenkommenden Ford eines 49-jährigen aus Finnentrop zusammen.

Dabei wurde der 49-jährige Finnentroper in seinem Fahrzeug eingeklemmt und erlitt schwere Verletzungen.

Die Feuerwehren aus Eslohe, Reiste und Bremke wurden auf die Bundesstraße alarmiert und mussten den eingeklemmten Fahrer aus ihrem Wagen befreien. Außerdem waren sie bei der Rettung der beiden alkoholisierten Männer aus dem Audi behilflich, der nach dem Aufprall erst rund 150 Meter weiter total zerstört zum Stehen kam. Die rund 50 Feuerwehrkräfte stellten außerdem den Brandschutz sicher, leuchteten die Unfallstelle großzügig aus und unterstützten bis nach Mitternacht die Aufräumarbeiten vor Ort.

Vor Ort waren neben der Feuerwehr vier Rettungswagen und das Team eines Notarzteinsatzfahrzeuges vom Rettungsdienst des Hochsauerlandkreises im Einsatz. Nach der Erstversorgung wurden der schwer verletzte Ford-Fahrer und die beiden leichter verletzten Audi-Insassen in Krankenhäuser nach Winterberg, Meschede und Lennestadt eingeliefert.

Die Polizei musste vor Ort Zeugenaussagen aufnehmen, Spuren lesen und markieren und die Unfallstelle vermessen, um den Hergang des folgenschweren Unfalls klären zu können.

Außerdem stellten die Polizeibeamten den Führerschein des betrunkenen Unfallverursachers sicher. Sie sperrten die Straße und sicherten Beweise, kümmerten sich außerdem um die Benachrichtigung der Angehörigen des schwer verletzten Finnentropers und der beiden verletzten Männer aus dem Verursacherfahrzeug.

Beide Fahrzeuge wurden durch den heftigen Aufprall total zerstört und mussten abgeschleppt werden. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten und der Beweissicherung war die B 55 Stunden lang voll gesperrt.

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WILLINGEN. Mehr als glimpflich endete am späten Donnerstagabend ein Verkehrsunfall auf der B 251 zwischen Willingen und Brilon. Zwei Autos waren dort aus bislang ungeklärter Ursache zusammengestoßen.

Zunächst waren die Kameraden des Löschzuges Willingen, RTW und Notarzt aus Brilon und der RTW aus Usseln, sowie die Polizei um kurz vor 22 Uhr mit dem Stichwort „eingeklemmte Person“ auf die Bundesstraße kurz vor der Landesgrenze alarmiert worden. Glücklicherweise konnten die Einsatzkräfte aber schnell Entwarnung geben: „Als wir ankamen, waren keine Menschen mehr in den Autos“, erklärte Jürgen Querl, Einsatzleiter von der Willinger Feuerwehr, vor Ort. Und mehr noch: „Die beiden Autoinsassen stehen dort hinter der Absperrung. Sie sind beide unverletzt geblieben“. An beiden Fahrzeugen hatten durch den heftigen Aufprall die Airbags ausgelöst und die Fahrzeuge waren so stark deformiert, dass beide nicht mehr fahrbereit waren und abgeschleppt werden mussten.

Die Feuerwehrkameraden aus Willingen leuchteten die Einsatzstelle aus, sperrten die Fahrbahn ab und waren bei den Abschlepparbeiten, der Bergung und dem Aufräumen vor Ort behilflich.

Ergänzung:

Der Unfall geschah, weil der aus Richtung Brilon kommende schwarze Citroen im Bereich einer Kurve nach links von der Fahrbahn abkam und dann ins Schleudern geriet. Der Wagen drehte sich und kolliderte dann mit dem entgegenkommenden weissen Seat Ibiza, der die Bundesstraße aus Richtung Willingen kommend befuhr.

Publiziert in Feuerwehr
Freitag, 18 Januar 2019 18:03

Frontalzusammenstoß auf winterglatter Fahrbahn

AUE. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich heute Nachmittag auf der L 553 zwischen Aue und Röspe. Es kam dort zu einem Frontalzusammenstoß zweier Pkw.

Eine 19-jährige Frau war mit ihrem weissen Seat von Aue kommend in Richtung Röspe unterwegs. Sie geriet nach Angaben der Polizei in den Schnee am rechten Fahrbahnrand und verlor dann die Kontrolle über ihren Wagen. Schließlich geriet sie auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit einem entgegenkommenden Wagen, der nach dem Zusammenstoß noch gegen einen Baum prallte und dann quer zur Fahrbahn stehen blieb.

In diesem Toyota wurde der Beifahrer eingeklemmt und schwer verletzt. Er musste von den Feuerwehren aus Bad Berleburg und Aue-Wingeshausen aus dem Fahrzeug befreit werden. Im Anschluss wurde er nach Erstversorgung durch den DRK Rettungsdienst vor Ort mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Der Fahrer des Toyotas wurde ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Die junge Fahrerin des Seat hatte Glück und blieb unverletzt.

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten blieb die L 553 voll gesperrt.

Publiziert in SI Feuerwehr
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