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WITTGENSTEIN. Der kurze aber heftige Schneeschauer am Nachmittag hat in Wittgenstein, insbesondere in den Höhenlagen, für Probleme und chaotische Verkehrsverhältnisse gesorgt. Es kam zu zahlreichen Behinderungen, zu Verkehrsunfällen und Vollsperrungen. Stellenweise kam der Verkehr komplett zum Erliegen.

Großes Glück hatte um kurz nach 14 Uhr ein 21-jähriger Mann, der mit seinem VW Amarok von Wingeshausen in Richtung Jagdhaus unterwegs war. Auf der schneeglatten Straße geriet sein Wagen ins Rutschen, fuhr auf die Gegenfahrbahn und in eine Böschung, wo er frontal mit einer Birke kollidierte. Dabei war der Aufprall so heftig, dass der Wagen auf die Fahrerseite stürzte. Glücklicherweise blieb der junge Mann bei dem Unfall unverletzt. Der Löschzug Aue-Wingeshausen wurde neben der Polizei zur Einsatzstelle alarmiert und war bei der anschließenden Bergung behilflich. Auch die Einsatzkräfte berichteten von extremer Straßenglätte bereits auf dem Weg zum Gerätehaus. Der junge Amarokfahrer konnte den Unfall angesichts des glimpflichen Ausganges noch mit Fassung tragen. Ihm war vor Ort klar, dass es mit einem kleineren Wagen wohl erheblich schwerwiegendere Folgen gehabt hätte, gegen einen Baum zu prallen. Der Verkehr konnte hier nur noch einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden, während der Bergung musste die Straße komplett gesperrt werden. Der Pickup wurde stark beschädigt.

Zeitgleich zum Unfall auf der K42 geriet der Verkehr auch an anderen Steigungsstrecken ins Stocken: Zu einem Auffahrunfall kam es etwa auf der B 62 in Höhe der Gaststätte Luisenburg. Auch hier blieb es glücklicherweise bei – sehr leichtem – Sachschaden.

Auf der B62 stockte es außerdem zwischen Holzhausen und Bad Laasphe wegen Lkw, die Schwierigkeiten in der Steigungsstrecke hatten. Nicht anders sah das in Gegenrichtung in Höhe Altenteich aus: Dort war ein Lkw ins Schleudern geraten und auf den Seitenstreifen gerutscht. Im Bereich des Bahnüberganges staute sich der Verkehr bis in Höhe der Erndtebrücker Eisenwerke zurück.

Ein Brummifahrer eines Lebensmitteldiscounters hatte trotz des Winterwetters den Weg von Richstein über das Didoll eingeschlagen und kam an der Steigung nicht weiter.

Mit Sommerreifen versuchte ein anderer Lkw-Fahrer die K51 von Kraftsholz in Richtung Wunderthausen zu befahren und hatte Pech. Der Mann geriet mit seinem Laster nach links und rutschte dort in den angrenzenden Straßengraben (Foto). Die Bergung wurde hier zunächst durch eine Rückemaschine eines Forstunternehmens versucht. Doch auch diese Maschine zog sich beim Bergeversuch auf der schmierigen Straße in den Graben. Dank seiner Greifzange konnte sich der geschickte Fahrer aber selbst wieder aus der Lage befreien. Dabei riss allerdings das Stahlseil, das noch mit dem Lkw verbunden war. Die K51 blieb während der Bergung voll gesperrt.    

Publiziert in SI Feuerwehr

ERNDTEBRÜCK. Die Nacht war klar und kalt. Trotzdem fuhren zwei Männer mit offenem Cabrio durch Wittgenstein, augenscheinlich viel zu schnell. Das verraten nicht nur die Polizeibeamten vor Ort, auch die Spuren erzählen eine Geschichte.

Abrupt endete die Fahrt der beiden Skandinavier. Nicht aber auf der Straße. Sondern so tief im Wald, dass ihr bis zur Unkenntlichkeit zerstörtes Wrack von der Straße aus nicht mehr zu sehen war. Beide Männer wurden so schwer verletzt, dass sie aus eigener Kraft keine Hilfe mehr holen konnten. Gesehen werden konnten sie von dort, wo sie nun waren, nur schwer. Nachts ist die Straße zwischen Erndtebrück und Rüppershausen, das "Dille", ohnehin nicht so stark befahren.

Zum Glück hatte der BMW ein automatisches Notrufsystem installiert, dass einen Notruf mit Koordinaten absetzte. "VU, Person eingeklemmt", alarmierte die Leitstelle des Kreises Siegen-Wittgenstein in der Nacht zu Dienstag um 3.42 Uhr die Einsatzkräfte. Die DRK Rettungswagen aus Erndtebrück und Bad Laasphe, der Bad Laaspher Notarzt, die Feuerwehren aus Erndtebrück und Schameder, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Kreises Siegen-Wittgenstein, später der Rettungshubschrauber "Christoph Gießen" und die Polizei aus Bad Berleburg und Bad Laasphe - sie alle eilten zum Dille, um den Menschen zu helfen, die sie nun so dringend brauchten.

"Die Verletzten wurden gerade befreit und in die Rettungswagen verbracht. Der Wagen hat einen Baum gefällt, der nun auf ihm liegt, der steht ganz unten im Wald. Schaut es Euch selbst an", wurden die Pressevertreter von Feuerwehreinsatzleiter Dietmar Born von der Erndtebrücker Feuerwehr empfangen. Zuvor hatten er und seine Kameraden bei der Rettung der beiden schwer, unter Umständen lebensgefährlich verletzten Männer geholfen. Außerdem hatten sie die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet, den Brandschutz sichergestellt und später noch einen hervorragende Landeplatzeinrichtung für "Christoph Gießen" an der Bunkeranlage vorgenommen.

Die beiden Männer wurden von den Rettungskräften und dem Bad Laaspher Notarzt in den beiden Rettungswagen versorgt. Zuvor wurden die wichtigsten Maßnahmen und eine erste Untersuchung bereits noch im Unfallwrack vorgenommen. Die Spuren dort sprachen Bände.

Die Polizeibeamten sind noch dabei, etwas über die Personalien zu ermitteln. Sie suchen nach Ausweisen, persönlichen Daten, um zu wissen wer dort überhaupt verunglückt ist und wer informiert werden muss. Später steht zumindest fest, dass es sich um zwei Männer vermutlich aus den nordischen Ländern handelt, die scheinbar für ihre Firma bei einem Erndtebrücker Unternehmen arbeiten. Ein Schlüssel von einem Hotelzimmer wurde ebenfalls gefunden - zugeordnet werden konnte er noch nicht. Das ist nun eine der Aufgaben der Polizei.

Klar ist, dass der Wagen aus Richtung Erndtebrück kam und viel zu schnell war. "Er ist in der Rechtskurve geradeaus gefahren. Hat einen Baum getroffen und dessen Spitze abgebrochen. Dann hat der Wagen sich gedreht, ist in einen weiteren Baum eingeschlagen, der daraufhin abgebrochen ist, weggeschleudert wurde und teilweise über dem Wagen zum Liegen kam. Mit dem Heck traf er schließlich einen weiteren Baum." Was die Polizeibeamten da rekonstruiert haben, klingt wie aus dem Drehbuch eines Actionfilms. Doch die Spuren passen genau zur Unfallbeschreibung und es wird deutlich, wie schnell die beiden Männer unterwegs gewesen sein müssen.

Inzwischen ist der Hubschrauber in einer großen Wiese bei der Erndtebrücker Bunkeranlage gelandet. Einer der beiden Männer ist so schwer verletzt worden, dass es die einzig richtige Entscheidung war, ihn direkt nach der Erstversorgung nicht mit dem Auto zur Uniklinik Marburg zu bringen. Sein Begleiter wird unterdessen ins Siegener Jung-Stilling-Krankenhaus gefahren. Nach dem Start des Hubschraubers bauen die Kameraden der Löschgruppe Schameder ihre Ausleuchtung wieder ab - nach einem Lob des Piloten.

Auch im Wald, etwa einen Kilometer weiter, werden die Lampen ausgemacht. Der zerstörte BMW bleibt bis zum Tagesanbruch dort zurück und wird später abgeschleppt. Die Kreisstraße 33 blieb rund zwei Stunden lang voll gesperrt.

Publiziert in SI Retter
Montag, 12 Juni 2017 10:37

Telefonbetrug: Polizei warnt vor Enkeltrick

KREIS WITTGENSTEIN. In letzter Zeit versuchten Telefonbetrüger mehrmals, Senioren durch Enkeltrickanrufe abzuzocken. Dabei gingen die unbekannten Anrufer wiederum nach der üblichen Masche vor, sich als direkte Verwandte auszugeben, eine finanzielle Notlage vorzutäuschen und so an das sauer ersparte Geld der Angerufenen zu gelangen.

Anlass für die Warnung der Polizei ist unter anderem der Anruf eines vermeintlichen "Verwandten" bei einer 70-jährigen Elsofferin am Donnerstagnachmittag. Der Betrüger gab Geldsorgen vor und bat um finanzielle Unterstützung. Die clevere Seniorin beendete daraufhin das Telefonat aber sofort und alarmierte die Polizei.

Nur 20 Minuten später erhielt eine 85-jährige Bad Berleburgerin einen vergleichbaren Anruf. Hier sprach der Telefonbetrüger die Seniorin direkt mit "Oma" an und behauptete, sich in Dortmund zu befinden. Dort sei ein Autohaus insolvent geworden und man könne deshalb nur heute ein Auto mit 60 Prozent Rabatt kaufen. Er brauche Geld und würde gleich vorbeibekommen. Die jedoch auch in diesem Fall clevere Seniorin erwiderte, kein Geld zu besitzen und im Übrigen solle der Anrufer sich doch direkt an seine Mutter wenden. Daraufhin wurde der Anrufer frech und sagte, dass sich die Angelegenheit erledigt habe. Anschließend legte er auf.

Die Polizei schließt nicht aus, dass noch weitere ältere Menschen ähnliche Anrufe bekommen. Deshalb wird aus aktuellem Anlass vor dieser besonders perfiden Betrugsmasche gewarnt. Personen, die einen solchen Anruf erhalten, sollten sich schnellstmöglich mit der Polizei in Verbindung setzen. Gleichzeitig weist die Polizei in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass Geldgeschäfte unter Familienangehörigen im Regelfall zeitlich nicht so dringend sind, dass eine unmittelbare Entscheidung am Telefon getroffen werden müsste. "Solche wichtigen Entscheidungen werden am besten in der guten Stube in ruhiger Atmosphäre unter persönlicher Anwesenheit aller Beteiligten getroffen", sagte ein Polizeisprecher. Deshalb sollte man sich am Telefon niemals unter Druck setzen lassen.

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Publiziert in SI Polizei

SIEGEN-WITTGENSTEIN. Die Polizei hat in den letzten beiden Wochen im Kreis Siegen-Wittgenstein eine Sonderkontrolle durchgeführt. Unter dem Einsatzstichwort „SE-Polo“ kontrollierten vier Beamte der Kreispolizeibehörde an verschiedensten Kontrollstellen im gesamten Kreisgebiet getunte und typenveränderte Fahrzeuge. Ein weiterer Schwerpunkt der Kontrollaktion war die Kontrolle von Fahrzeugen, die durch junge Erwachsene im Alter von 18 bis 24 Jahren gesteuert wurden. Wie die Beamten erklärten, gehört die Zielgruppe der jungen Erwachsenen zu den Hauptunfallverursachern, durch ihre mangelnde Fahrpraxis.

In den letzten beiden Wochen kontrollierten die Polizeibeamten von Bad Berleburg bis Burbach mehrere hundert Fahrzeuge, insbesondere auf technische Mängel und nicht ordnungsgemäße, zusätzlich montierte Fahrzeuggegenstände. Hierbei ergaben sich teilweise erschreckende Bilder.
 
So wurde bei einer Kontrollaktion in der Siegener Innenstadt beispielsweise eine 48-jährige Fahrzeugführerin aus Haiger angehalten, deren Fahrzeug, den Beamten schon auf den ersten Blick ein Dorn im Auge war. Bei näherem hinsehen wurde dann festgestellt, dass der TÜV des Fahrzeuges bereits im Juli abgelaufen war, weiterhin waren die Bremsen des Autos defekt. Die Weiterfahrt wurde der 48-Jährigen Fahrerin sofort untersagt. Weiterhin erwartet die Fahrerin jetzt eine Anzeige, ein Bußgeld in Höhe von 135 Euro sowie 3 Punkte in der Verkehrssünderkartei in Flensburg.

In einem weiteren Fall wurde eine 32-jährige Dame angehalten, deren Reifen gnadenlos abgefahren und zu alle dem auch die Lenkmanschette defekt war. Vor Ort spaßte die junge Fahrerin noch mit den kontrollierenden Beamten, bis sie hörte dass sie der Spaß neben der Reparatur nun 75 Euro kostet und sie zudem noch ihr Punktekonto in Flensburg gefüllt wird.

Schon wenige Augenblicke später, ging den Beamten ein Pkw-Fahrer ins Netz, der genau in die Zielgruppe der Fahranfänger gehörte, und zu dem noch mit einem Pkw unterwegs war, deren Betriebserlaubnis erloschen war. Die Folge, 135 Euro Bußgeld, 3 Punkte, Nachschulung sowie eine Verlängerung der Probezeit.

In einem weiteren Fall stellten die Polizisten bei einem angehaltenen Fahrzeug fest, dass dieses Schleifspuren an der Reifenaußenkante aufwies. Auch diesem Pkw-Fahrer wurde die Weiterfahrt untersagt. Er musste den defekten Reifen noch vor Ort wechseln um seine Fahrt fortsetzen zu dürfen. Obendrein erwartet ihn eine Anzeige, zusammen mit einem Bußgeld und ebenfalls 3 Punkten in Flensburg.

Mit Einbruch der Dunkelheit kamen dann noch mehr Fehler ans Tageslicht, insbesondere unerlaubte, zusätzlich eingebaute Beleuchtung. So wurde unter anderem in Weidenau ein Fahrzeug angehalten, bei dem im Kühlergrill zusätzliche blaue LED-Beleuchtung eingebaut worden war. Als der Fahrer die Beamten erspähte, schaltete er diese sofort, mit einem gezielten griff  aus und stellte sich später dumm. Doch der geschulte Blick des kontrollierenden Polizisten entgeht natürlich nichts. So nutzte es alles nichts, die Beleuchtung musste noch vor Ort ausgebaut werden. Nachdem der Fahrer dann vor Ort fertig geschraubt hatte, ging es zu dem Geschäftlichen Teil. Denn zusätzlich eingebaute Beleuchtung kostet 20 Euro in Form einer Ordnungswidrigkeit.

Wie Einsatzleiter Martin Rademacher erklärte, gibt es diese Sonderkontrollen bereits seit 2005 und wird zweimal jährlich durchgeführt. Zunächst gab es die Kontrollaktion nur in den Bereichen Kreuztal und Bad Berleburg, bis dann vor vier Jahren auch die restlichen Städte und Gemeinden des Siegerlandes hinzu kamen.

Publiziert in SI Polizei
Dienstag, 25 September 2012 15:14

Sonderkontrollen der Polizei zum neuen Schuljahr

SIEGEN-WITTGENSTEIN. Am Dienstag fanden im gesamten Kreis Siegen-Wittgenstein verstärkte Verkehrskontrollen der Polizei auf den Schulwegen statt.

Am 22. August hat in Nordrhein-Westfalen das Schuljahr 2012/2013 begonnen. Als schwächstes Glied in der Kette der Verkehrsteilnehmer sind Kinder im Straßenverkehr besonderen Gefahren ausgesetzt. Dies gilt insbesondere für die Schulanfänger. Die Kinder haben so viele neue Eindrücke im Kopf, dass sie sich der Gefahr im Straßenverkehr oft überhaupt nicht bewusst sind. Seit Beginn des Schuljahres überwacht die Polizei bereits die Schulwege in ihrem täglichen Dienst. Den meisten Verkehrsteilnehmern ist nach den Sommerferien klar, dass nun die I-Dötzchen auf der Straße sind. Überprüfungen der Polizei zeigen auch, dass sich die meisten Verkehrsteilnehmer unmittelbar nach Schuljahresbeginn auf die Kinder und den gefährlichen Schulweg eingestellt haben. Sie fahren entsprechend rücksichtsvoll.

Allerdings, und das bestätigen die Erfahrungen der letzten Jahre, ändert sich das Verhalten von vielen wieder. Der Schulbeginn ist aus dem Fokus gerückt. Aber gerade auch zu der nun anstehenden dunklen Jahreszeit, gehören Schulkinder zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern. Daher führt die Polizei im Kreis Siegen-Wittgenstein diese Schwerpunktkontrolle ganz bewusst einige Wochen nach dem Schuljahresbeginn durch.

Wie wichtig diese polizeilichen Kontrollen sind, zeigt ein Beispiel aus Hilchenbach von vergangenen Freitag: Dort war im Bereich des Schulweges in einer Tempo 30-Zone eine Dame mit ihrem Pkw mit 72 km/h unterwegs. Sie erwartet nun ein einmonatiges Fahrverbot, 4 Punkte und eine Geldbuße von 200,- Euro.
 
Bei den heutigen Kontrollen wurden
   -       103 Geschwindigkeitsverstöße
   -       15 Gurtverstöße
   -       12 Handybenutzungen während der Fahrt
   -       2 Ordnungswidrigkeiten von Schulbusfahrern
   -       sowie 7 anderweitige Verkehrsordnungswidrigkeiten

festgestellt.

Die höchste heute gemessene Geschwindigkeit lag bei 77 km/h bei erlaubten Tempo 50.

Publiziert in SI Polizei

BAD BERLEBURG. Am Sonntagabend drang ein mit einem Hammer und einem Messer bewaffneter 44-jähriger Mann in Bad Berleburg in die Wohnung seines 50-jährigen Bruders in der Emil-Wolff-Straße ein.

Es entwickelte sich ein Streitgeschehen zwischen den beiden Brüdern, das sich zunächst in der Wohnung des 50-Jährigen abspielte und dann im weiteren Verlauf nach draußen - auf die Straße - verlagerte.

Im Verlauf der Auseinandersetzung fügte der 44-Jährige seinem Bruder unter anderem eine massive Schnittverletzung im Bauchbereich zu.

Nachdem Zeugen die Polizei alarmiert hatten, wartete der leicht unter Alkoholeinfluss stehende 44-Jährige an Ort und Stelle auf das Eintreffen der Polizei. Eine Streifenwagenbesatzung der Wache Bad Berleburg konnte den 44-Jährigen dann entwaffnen, vorläufig festnehmen und der Wache zuführen.

Sein schwerst verletzter Bruder wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Siegener Klinik geflogen.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei sollen familiäre Konflikte ursächlich für die Auseinandersetzung der beiden Brüder am Sonntagabend gewesen sein.

Beide Brüder haben einen Migrationshintergrund.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Tat wurde die Staatsanwaltschaft Siegen informiert. Polizeilicherseits wurde die zuständige Mordkommission des Polizeipräsidiums Hagen alarmiert und erschien mit mehreren Beamten am Tatort und nahm dort - unterstützt von Krimimalbeamten des Bad Berleburger Kriminalkommissariats - ihre Ermittlungen auf.

Das Opfer befindet sich noch im Krankenhaus, sein Zustand ist jedoch nach aktuellen Informationen der Polizei nicht lebensbedrohlich.

Die weiteren Ermittlungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft dauern noch an.

Publiziert in SI Polizei
Montag, 23 Juli 2012 08:04

Unbekannte beschädigen zwei Andreaskreuze

BAD LAASPHE. In der Nacht zu Sonntag beschädigten unbekannte Täter in der Nähe der Zeltkirmes Niederlaasphe zwei Andreaskreuze am Bahnübergang Entenbergstraße.

Wie die Polizei mitteilte, wurden beide Kreuze nach außen gedrückt und lösten sich dadurch aus der Bodenverankerung. Die Tat muss nach 4 Uhr erfolgt sein, da zu diesem Zeitpunkt noch eine Funkstreife der Polizei an der Örtlichkeit vorbei fuhr, so die Polizei weiter.

Wer Hinweise auf die Täter oder zur Tatausführung geben kann, wird gebeten, sich mit der Polizeiwache in Bad Berleburg unter der Telefonnummer 02751/909-0 in Verbindung zu setzen.

Publiziert in SI Polizei

SIEGEN-WITTGENSTEIN. Im Rahmen des Blitzmarathons II wurden im Zuständigkeitsbereich der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein am Dienstag und Mittwoch insgesamt 18.499 Fahrzeugführer im Hinblick auf die Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit kontrolliert.

Dabei wurden 368 Fahrzeugführer festgestellt, die mit zu viel Druck auf dem Gaspedal unterwegs waren.

Polizeioberrat Jürgen Griesing, Leiter der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde, zieht insgesamt eine positive Bilanz für den heimischen Raum: "Beim ersten Blitzmarathon haben wir knapp über 15.000 Fahrzeuge kontrolliert, davon waren 443 - das entspricht rund 3 % aller gemessenen Fahrzeuge - zu schnell unterwegs. Beim jetzigen Blitzmarathon II haben wir ca.18.500 Fahrzeuge kontrolliert, 368 waren dabei zu schnell. Das entspricht einer Quote von nur knapp 2 Prozent aller gemessenen Fahrzeuge! Wenn man bedenkt, dass sonst an normalen Tagen landesweit rund 8 Prozent der Autofahrer zu schnell unterwegs sind, ist diese Bilanz sehr erfreulich!"

Allerdings wurden auch einzelne Raser zur Verantwortung gezogen. Außerhalb geschlossener Ortschaften geriet der Schnellste mit Tempo 148 km/h in eine polizeiliche Geschwindigkeitskontrolle (bei dort erlaubten 100 km/h), innerhalb geschlossener Ortschaften zeigte die Tachonadel des Schnellsten 78 km/h statt der erlaubten 50 km/h.

Insgesamt war en im Kreisgebiet von der Polizei im Rahmen des Blitzmarathons II fast 50 Kontrollstellen eingerichtet worden. 27 dieser Kontrollstellen resultierten aus den Bürgeranliegen, die im Vorfeld des Einsatzes eingegangen waren.

Im Bereich einiger ausgewählter Messstellen nahm die Polizei mit den Bürgern, die die Kontrollstelle angeregt hatten, persönlichen Kontakt auf, so dass diese Bürger sich unmittelbar vor Ort ein Bild von den polizeilichen Maßnahmen machen konnten. Eine Vielzahl von Anregungen, die am Einsatztag nicht berücksichtigt werden konnten, wird in der nächsten Zeit bewertet und überprüft.

Abschließend noch einmal Oberrat Griesing: "Als Bilanz können wir für unsere Region fest halten, dass sich fast alle Autofahrer/-innen vorbildlich an die Regeln gehalten haben und langsamer gefahren sind. Das ist eine Frage der Einstellung - und genau darauf wollten wir mit dieser Aktion einwirken. Wer langsam fährt, kann sogar Fehler anderer Verkehrsteilnehmer ausgleichen - wer zu schnell fährt nicht mal seine eigenen. Letztlich geht es darum, Menschenleben zu bewahren. Das ist unser gemeinsames Ziel."

Publiziert in SI Polizei

SIEGEN-WITTGENSTEIN. Am morgigen Dienstag startet der zweite Blitzmarathon in NRW.

Auch auf den Straßen in Siegen-Wittgenstein wird die Kreispolizeibehörde - unterstützt vom Kreis-Wittgenstein und der Stadt Siegen - 24 Stunden lang gegen zu hohe Geschwindigkeit vorgehen. Der Blitz-Marathon II ist keine reine Neuauflage, sondern eine Weiterentwicklung, die unter aktiver Beteiligung der Bürger statt findet. Nachdem in der letzten Woche ein Bürgertelefon eingerichtet worden war, hatten sich insgesamt rund 250 besorgte Bürger/-innen bei der Polizei gemeldet und gefährliche Straßenabschnitte benannt, wo ihrer Ansicht nach zu schnell gefahren wird. Für den Leiter der Direktion Verkehr, Polizeioberrat Jürgen Griesing, verdeutlicht die hohe Anzahl der Anrufe bzw. der Kreispolizeibehörde zugeleiteten E-Mails den Umstand, dass den Menschen die Gefahr sehr bewusst ist, wenn in ihrer direkten Umgebung Autofahrer rücksichtslos fahren und dadurch das Leben anderer gefährden.

"Der Blitzmarathon ist daher der landesweite Appell an alle - Autofahrer, Fußgänger, Motorradfahrer und Fahrradfahrer - sich dauerhaft an die Verkehrsregeln zu halten, um sich und andere zu schützen", so Oberrat Griesing. Überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor der "Killer Nummer 1" auf Deutschlands Straßen. Im letzten Jahr gab es in NRW einen Anstieg bei den Verkehrstoten um 15 Prozent. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres ging die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zum Vorjahr um rund 13 Prozent zurück. "Wir sind davon überzeugt, dass die Diskussion um den ersten Blitz-Marathon einen wichtigen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit geleistet hat", so der Siegener Verkehrsexperte. "Wir wollen die Menschen vor schweren Unfallfolgen durch zu hohe Geschwindigkeit schützen. Weniger Opfer sind unser Erfolg - nicht mehr Knöllchen! Jedes Unfallopfer bedeutet nämlich Leid für die Familie, Freunde und Arbeitskollegen. Und die Polizei weiß: Da, wo oft kontrolliert wird, da wird auch dauerhaft langsamer gefahren", so Jürgen Griesing abschließend.

Eine Übersicht der Messstellen der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein im Rahmen des "24-Stunden-Blitz-Marathon II" vom 03.07.2012, 06.00 Uhr bis 04.07.2012, 06.00 Uhr hat das 112-Magazin für Sie herausgefunden. Weiterhin sind die Messstellen aber auch im Internet unter http://www.24h-blitz-marathon.de/ abrufbar.

 

Die Messstellen zum Blitzmarathon II:

Freudenberg, Trausterbachstraße/Landenbergstrasse
Freudenberg/Lindenberg, Siegener Strasse
Freudenberg-Oberholzklau, L908 FR Bühl
Siegen, Weidenauer Strasse
Siegen, Weidenauer Strasse FR Geisweid
Siegen, Maccostraße
Siegen, Siegtalstrasse a.g.O. FR Eiserfeld
Siegen, HTS Ziegenbergtunnel FR Kreuztal
Siegen, Sandstrasse
Siegen, HTS FR Eiserfeld i.H. Europaplatz
Siegen, Ypernstrasse
Siegen, Giersbergstrasse (Schulweg)
Siegen, Am Kornberg
Siegen, Höhenweg
Siegen, Rosterstrasse
Siegen, Lindenberg FR Eremitage/Wilnsdorf
Siegen, Eiserntalstrasse FR Eisern
Siegen, HTS i. H. Klärwerk FR Siegen
Netphen, Werthestrasse
Kreuztal, HTS i.H. Langenauer Brücke FR Siegen
Kreuztal, Dr.-Stelbrink-Strasse i.H.d. Grundschule
Kreuztal/Dahlbruch, Wittgensteiner Str. / Siegener Straße
Kreuztal/Kredenbach, B508
Kreuztal/Dreis-Tiefenbach, K5 Tiefenbacher Straße FR Giersberg
Kreuztal/Dahlbruch-Allenbach, Wittgensteiner Straße
Kreuztal, Ferndorfer Strasse
Kreuztal, Fellinghausener Strasse
Strasse Kreuztal, Siegener
Kreuztal/Krombach, Hagener Strasse
Kreuztal/Kredenbach, B508
Kreuztal/Osthelden, L 729
Neunkirchen, Am Porzhain (Schulweg)
Neunkirchen, Hellerstrasse (Schulweg)
Neunkirchen, B54 Burbach-L531 FR AS Haiger Burbach
Neunkirchen, Wildener Strasse i.H. 64
Wilnsdorf/Obersdorf, Rödgener Straße
Wilnsdorf, Mainzer Strasse (Schulweg)
Wilnsdorf/Wilden, Freier-Grunder-Strasse
Wilnsdorf/Obersdorf, Rödgener Strasse
Wilnsdorf/Wilden, Freier-Grunder-Strasse
Burbach, L723 Gambach FR Burbach
Burbach/Würgendorf, L730 FR Holzhausen
Burbach, Ewald-Sahm-Strassse
Bad Berleburg, Stöppelsweg (Schulweg)
Bad Berleburg/Raumland, B480
Bad Berleburg, B480 Weidenhausen-Hemschlar
Bad Berleburg/Berghausen, L553
Bad Berleburg/Volkholz, L 719
Bad Berleburg, Hochstrasse
Erndtebrück, Siegener Strasse

Publiziert in SI Polizei

DÜSSELDORF / SIEGEN-WITTGENSTEIN. Mit dem Sommer beginnt für viele Menschen die Urlaubs- und Ferienzeit. Sie gehen auf Reisen und viele lassen ihre Wohnung oder ihr Haus unbeaufsichtigt oder nicht ausreichend geschützt zurück. Dies sind ideale Ziele für Einbrecher, die auch in der Ferienzeit aktiv sind.

Seit 2008 ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland kontinuierlich gestiegen. Allein in Nordrhein-Westfalen wurden 50.368 Einbrüche und Einbruchsversuche in Häuser oder Wohnungen im Jahr 2011 begangen. Das sind 12,5 Prozent oder 5.599 Fälle mehr als noch 2010! Die Einbrecher haben dabei einen Schaden von fast 154 Millionen Euro verursacht.

Seit 20 Jahren sind aber auch noch nie so viele Wohnungseinbrüche verhindert worden, wie im letzten Jahr! 19.789 Einbruchsversuche (Versuchsanteil: 39,29 Prozent) scheiterten, da entweder fachkundig montierte Sicherungseinrichtungen dies verhinderten oder die Täter bei der Tatausübung gestört wurden. Dies zeigt wieder deutlich, wie wichtig Sicherungseinrichtungen beim Schutz der eigenen vier Wände sind.

Die Kampagne "Riegel vor!" der NRW-Polizei (www.polizei.nrw.de) klärt Haus- und Wohnungsinhaber über Sicherungsmöglichkeiten auf. Sie fordert zusätzlich auf, verdächtige Personen oder Vorkommnisse in der Nachbarschaft sofort über den Polizeinotruf 110 zu melden. Erste Erfolge gibt es bereits: 2011 wurden 5.419 Einbrecher dingfest gemacht - 686 mehr als 2010.

Einbruchsschutz hat das ganze Jahr über Saison. Einige Sicherheitsvorkehrungen an Haus und Wohnung sind aber ganz besonders vor Reisen angebracht, um Einbrechern den "Riegel vor!"-zuschieben:

Sichern Sie mögliche Schwachstellen Ihres Hauses/Ihrer Wohnung (etwa Eingangs-, Balkon- oder Terrassentüren, Fenster, Kellerzugänge) durch den Einbau von geprüfter Sicherungstechnik. Gut gesicherte Türen und Fenster aufzuhebeln, kostet die Täter Zeit und verursacht Lärm.

Lassen Sie Wohnung oder Haus bei län gerer Abwesenheit durch Verwandte, Bekannte, Nachbarn oder gegebenenfalls "Haushüter" bewohnen oder bewohnt erscheinen: Briefkasten leeren, Rollläden, Vorhänge, Beleuchtung, Radio und Fernseher unregelmäßig betätigen.

Verzichten Sie auf eine Mitteilung über Ihre Abwesenheit auf dem Anrufbeantworter oder in Sozialen Netzwerken im Internet.

Sichern Sie auch Fenster und Balkontüren in den oberen Stockwerken, denn Einbrecher sind manchmal wahre Kletterkünstler. Leitern, Gartenmöbel, Kisten, Mülltonnen, Rankgerüste können als Kletterhilfen dienen.

Lassen Sie Rollläden nur nachts herunter, sonst entsteht tagsüber der Eindruck, die Bewohner seien nicht da.

Informieren Sie Ihre Nachbarn über den Einsatz von Zeitschaltuhren für Rollläden, Beleuchtung, Radio.

Weitere Präventionshinweise, sind im Internet unter www.polizei.nrw.de unter "Aufgaben/Kriminalitätsvorbeugung/Themen zur Kriminalitätsvorbeugung I" eingestellt.

Publiziert in SI Polizei
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