Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Nachsuche

DIEMELSEE. Ausgebildet worden ist die Wachtelhündin "Haska von der Diemel" für die Jagd auf Hase, Reh, Sauen und Flugwild - doch das reichte weder dem Besitzer und Hundeführer noch der Hündin selbst. Nach einer fundierten Jagdhundeausbildung und Anlagenprüfungen in den vergangenen zwei Jahren, absolvierten Ausbildungsprogrammen in Schweden, sowie unzähligen Nachsuchen auf angefahrenes und angeschossenes Wild, hat das Duo eine zusätzliche Herausforderung gefunden: Die Ausbildung zum Rettungshund.

Zu manchen Dingen gehören immer zwei Partner. Das ist bei der Jagd so und auch bei der Suche nach vermissten Menschen, sagt der 58-jährige Besitzer der Hündin. Bei der Ausbildung zum Rettungshund, wird nicht nur das Tier gefordert, sondern auch sein Besitzer. Aufmerksam geworden ist der Hundeführer auf die Arbeit der Retter, als er zufällig im Mai bei Eimelrod auf eine Rettungshundestaffel aus dem Schwalm-Eder-Kreis traf, die dort ihre Hunde ausbilden durften. Der Jagdpächter hatte der Staffel das Jagdrevier an diesem Tag zur Ausbildung der Hunde überlassen.

Menschenrettung im unwegsamen Gelände 

In den vergangenen Wochen wurde geübt was die Nase des Hundes und die Kondition des Führers hergab. Wurden zunächst Kleidungsstücke über Wiesen und Wälder gezogen, die der Hund finden und apportieren musste, traten mit fortschreitender Ausbildung Menschen in den Vordergrund. Da diese nicht apportiert werden können, musste eine andere Lösung gefunden werden: Der Hund wird auf der Fährte einer vermissten Person angesetzt und ist ab diesem Moment vorerst auf sich allein gestellt. Der imaginären Spur des Vermissten folgend, soll der Hund den Menschen finden, ein sogenanntes Bringsel in den Fang nehmen und zum Führer zurückkehren. Mit dem Zeigen des Bringsels erkennt der Hundeführer, dass die vermisste Person durch den Vierbeiner gefunden wurde. Im Anschluss daran soll der Hund den Führer zur vermissten Person bringen. Dieses geschieht auf Sichtweise, also in etwa 12 bis 15 Meter Entfernung, ohne dass der Führer auf den Hund einwirken muss. 

Übung mit lebender Person erfolgreich

Am 1. Juli war Premiere für das Gespann: Eine junge Frau hatte sich nach einem Streit am Diemelsee von ihrem Freund entfernt und war in einem Waldstück verschwunden, so die Übungsanlage. Die 20-Jährige hatte ihre Jacke zurückgelassen, ein wichtiger Gegenstand, den der Hundeführer sofort nutzte. Er legte der Hündin die rote Halsung mit dem Bringsel an, umgehend wurde der Hund in dem Bereich geschnallt, wo die Frau zuletzt gesehen worden war. Nach kurzem Bewinden der Jacke suchte der Hund konzentriert die Umgebung ab und verschwand im dichten Unterholz des Waldes. Etwa 500 Meter hatte die Gesuchte zurückgelegt und sich hinter einer umgestürzten Fichte versteckt. Diesen Weg verfolgte die Hündin und nach etwas mehr als sechs Minuten war Haska bei der vermissten Person, nahm dort das Bringsel in den Fang und kehrte zum Führer zurück. Der Weg durch das dichte Unterholz zur Vermissten war zwar beschwerlich, die Wiedersehensfreude aber umso größer.

Information zum Mantrailing

Die häufige Frage, ob der Rettungshund einen Socken der vermissten Person vor die Nase gehalten bekommt, damit er weiß, wen er suchen soll, ist für diese Sparte der Rettungshundearbeit mit einem deutlichen "Ja!" zu beantworten. Der Mantrailer sucht immer eine ganz bestimmte Person. Den Suchauftrag erhält er anhand eines Gegenstandes, an dem der Geruch der vermissten Person haftet. In der Regel beginnt die Suche an der Stelle, an der die Person zuverlässig das letzte Mal gesehen wurde oder losgegangen ist. Ab dieser Position verfolgt der Mantrailer die Spur der Person.

Von der menschlichen Haut lösen sich ständig winzige Hautschuppen ab. Auf diesen haften Bakterien der individuellen Hautflora des Menschen, die einen einmaligen Geruch besitzt. Hunde sind grundsätzlich in der Lage, diesen Geruch wahrzunehmen und zwischen den Individualgerüchen einzelner Menschen zu differenzieren. In der Suchart Mantrailing ausgebildete Rettungshunde lernen, die Spur eines Menschen anhand dieser mikroskopisch kleinen Zellverbände zu verfolgen. Sie unterscheiden sie von der Spur anderer Menschen und folgen ihr auch durch bewohnte Gebiete. Witterung, Untergrund, Wind, Alter der Spur, Ausbildungsstand und Rasse bestimmen neben vielen weiteren Faktoren den Schwierigkeitsgrad dieser Spur und beeinflussen so die Wahrscheinlichkeit, ob der Hund die ihm gestellte Aufgabe lösen kann oder nicht. Die Ausbildung ist sehr umfangreich. Neben den Schwierigkeiten, die dem Hund während seiner Arbeit auf der Spur begegnen, muss sichergestellt werden, dass der Hund nur die aufgezeigte Spur verfolgt. Auch unter Ablenkung muss der Hund in der Lage sein, die richtige Person anhand des Geruchsbildes zu identifizieren. Er muss zeigen, wenn er die Spur verloren hat, sie plötzlich endet (Person ist in ein Transportmittel wie Bus oder Auto gestiegen) oder sich am Startpunkt gar keine Spur von der vermissten Person befindet. Ablenkungen wie Personenverkehr, andere Hunde oder Wild dürfen ihn nicht an der Erfüllung seiner Aufgabe hindern, beschreibt der Bundesverband für Rettungshunde das Ausbildungsspektrum der Vierbeiner.

-Anzeige-


Publiziert in Retter

ORPETHAL/BILLINGHAUSEN. Ein totes Wildschwein gibt der Polizei in Bad Arolsen Rätsel auf -  vermutlich war Jagdwilderei unsächlich für den Tod des Tieres.

Eine Fußgängerin hatte am späten Samstagvormittag ein totes Wildschwein auf einem abgeernteten Getreidefeld bei Gut Billinghausen entdeckt und einen Jäger hinzugerufen. Dieser stellte fest, dass das Schwein mit einem großkalibrigen Geschoss von den Läufen geholt worden war und verständigte den Jagdausübungberechtigten. Dass Wildschweine an Getreideschlägen bejagt werden, ist nicht ungewöhnlich, wohl aber, dass getötete Sauen achtlos auf dem Feld zurückgelassen werden.

Da am Tag zuvor in diesem Bereich keine legale Jagd ausgeübt wurde, gehen der Jagdrechtsinhaber und die Jagdausübungberechtigten von Jagdwilderei aus; auch deshalb, weil das Tier mit einem Schuss hinter den Teller, (Wirbelsäulentreffer) auf der Stelle tot gewesen sein muss.

Inzwischen befasst sich die Polizei Bad Arolsen mit dem Fall und bittet um sachdienliche Hinweise. Wer hat im Zeitraum vom 2. August, 22 Uhr, bis zum 3. August, 11.45 Uhr, verdächtige Fahrzeuge oder Menschen in der Feldflur zwischen Diemel und Mühlgraben bei Gut Billinghausen gesehen? 

Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 05691/97990 entgegen. (112-magazin)

-Anzeige-



Publiziert in Polizei
Dienstag, 05 März 2013 07:22

Diemelsee: Kollision mit Wildschwein

DIEMELSEE. Ein Autofahrer ist auf der Gemeindestraße zwischen Stormbruch und der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen mit einem Wildschwein zusammengestoßen. Der Fahrer blieb unverletzt und verständigte den zuständigen Jagdausübungsberechtigten. Die Nachsuche auf das verletzte Wildschwein durch einen Hundeführer wurde am Morgen erfolglos eingestellt.

Erst am Montag wurde ein Stück Rehwild von einem Auto bei Adorf an der Abzweigung nach Sudeck angefahren und getötet. Bei den Polizeidienststellen im Landkreis gehen vor allem nachts und am frühen Morgen regelmäßig zahlreiche Meldungen über Wildunfälle ein.

Die erhöhte Zahl an Kollisionen dieser Art lässt sich darauf zurückführen, dass das Wild derzeit aufgrund von Eis, Schnee und gefrorenem Boden verstärkt auf Nahrungssuche geht und dabei weite Strecken zurück legt - und dabei eben auch Straßen überquert. Bei Rattlar musste ein Förster am Dienstagmorgen einen angefahrenen Rehbock von seinen Leiden erlösen.

Jeden Wildunfall melden
Die Polizei appelliert an die Verkehrsteilnehmer, vor allem in der Dämmerung und und nachts vorsichtig zu fahren. Nicht nur Waldgebiete sind von erhöhtem Wildwechsel betroffen. Autofahrer sind verpflichtet, einen Wildunfall der Polizei oder dem Jagdausübungsberechtigten zu melden. Verboten ist es, ein bei einem Wildunfall getötetes Tier mitzunehmen - dies gilt als Jagdwilderei und wird entsprechend verfolgt.

Publiziert in Auf der Straße
Sonntag, 28 Oktober 2012 08:28

Nachsuche auf wehrhafte Sau

LICHTENFELS-MÜNDEN. Lars Figge aus dem Lichtenfelser Ortsteil Münden wurde in der vergangenen Woche zu einer Nachsuche mit der Alpenländischen Dachsbracke "Cita" gerufen. In der Gemarkung Rhadern wurde am 25.Oktober gegen 21:45 Uhr eine Sau beschossen. Angeblich ein Frischling von 35 Kilo. Am nächsten Tag wurde die Nachsuche begonnen. Nach ca. 700 Metern Nachsuche hatte sich  die Sau in einer Dornenhecke eingeschoben. Allerdings nicht ein 35 Kilo Frischling , sondern eine 65 Kilo Bache. Nicht führend. Die waidwunde Sau  ging nach Antragen des ersten Schusses den Nachsuchenführer an, der zweite Schuss ließ die Sau im Knall verenden.

 

Publiziert in Archiv - Sammlung
Freitag, 29 Juni 2012 17:36

Nachsuche auf kleinen " Überläufer "

DIEMELSEE / SAUERLAND. Am 28. Juni erreicht mich die Nachricht von einem befreundeten Jäger, der ein Revier im Sauerland bejagd mit der Bitte, eine Nachsuche auf ein beschossenes Wildschwein zu machen.  Ein Jagdgast hat auf ca. 50 Meter einen kleinen Überläufer beschossen, ausser ein paar Wildbretfasern sei nichts am Anschuss zu sehen. Nun gut, ich nehme meine beiden Deutsch-Wachtelhunde in´s Auto, entscheide mich für den K 98 aus dem Jahre 1941 ohne ZF und fahre die 40 Kilometer zum Revier. Es ist drückend heiß und schwül als ich gegen 11:00 Uhr an der Strassenkreuzung, die in´s Revier führt  abgeholt werde. Nach weiteren 10 Minuten haben wir die Kanzel, von der aus das Stück beschossen wurde erreicht, der Beständer weist mich in die Lage  ein und ich suche auf dem mittlerweile plattgetretenen Waldboden nach Schweiss oder Schnitthaar. Nichts zu finden ausser einem kleinen Stück Wildbret. Das kann ja heiter werden denke ich mir und baume auf zur Kanzel. Der Schütze zeigt mir die Stelle, von oben auf den Anschuss und in mir kommt der Verdacht auf, dass das Stück durch die Äste, halb verdeckt beschossen wurde. Mit Sicherheit hat sich das Geschoss vor dem Wildkörper zerlegt und Reste sind in die Sau eingedrungen. Nun gut, ich sage dem Jagdherrn und Freund, dass das für meine Hunde eine Nummer zu groß sei und das ein Spezialist ran muss. Also ein gut ausgebildeter Schweißhund . Auf mehrmaliges Bitten sage ich doch zu die Nachsuche zu beginnen und lege meiner alten Hündin die Schweisshalsung an. Die Junge Hündin halte ich an der Leine, den K 98 schulter ich, das Waidblatt habe ich an der rechten Hüfte. Ich mahne noch einmal, das ausschließlich ich die Sau beschießen werde und das die beiden Schützen, die mich begleiten in ausreichendem  Abstand zu mir und den Hunden bleiben. Gesagt, getan, die Waffe im Kaliber 8 x 57 wird unterladen, die alte Hündin am Anschuss angesetzt. Sie bewindet intensiv und nimmt die Fährte der kranken Sau auf. Ich kann zwar nichts erkennen, folge aber meiner treuen Jagdgefährtin die schon manche imaginäre Fährte verfolgt hat. 8 Stunden ist es nun her, als die Sau beschossen wurde, hoffentlich hat sie sich irgendwo eingeschoben und leckt ihre Wunden. Nach ca. 30 Minuten weiss ich, dass das nicht der Fall ist, mittlerweile haben wir ca. 750 Meter hinter uns gebracht als die Hündin einen rechten Winkel einschlägt und eine  Fichtendickung annimmt. Die Fichtendickung hat einen Durchmesser von 2 Hektar, Maggigeruch schlägt mir entgegen. Nun, ich denke mir, dass die Sau sich dort eingeschoben hat. Jetzt  ist guter Rat teuer. Was machen ?  Die Dickung umstellen und die Hunde schnallen ? Mit drei Jägern und 2 Hunden ein sinnloses unterfangen. Also, rein und durch, irgendwo muss sie stecken. Die Leine der Hündin lasse ich nun los, langsam und bedächtig folge ich teilweise kriechend oder gebückt der alten Hündin, die Junge bleibt bei mir. Immer wieder schlägt mir der K 98 ins Genick und ich bin mittlerweile durchgeschwitzt bis aufs Hemd. Immer weiter und weiter durch die Dickung und hier  finde ich das erste Wundbett, hier hat die Sau gelegen, von Schweiss allerdings keine Spur. Es geht nun weiter, die Hündin wird schneller und als wir aus der Dickung kommen, sehe ich die Sau gerade noch in die angrenzenden Buchnrauschen eindringen, den rechten Hinterlauf schont sie stark . Das ist jetzt die Gelegenheit. Die kleine Hündin und auch die Alte werden geschnallt, gemeinsam geht die Jagd auf der Fährte der Sau in die Buchenrauschen hinein. Hetzlaut löst den Spurlat ab. Die Sau scheint müde zu sein, allerdings entfernt sich das Hundegeläut um dann in Standlaut überzugehen. Die Hunde sind an der Sau. Ich lasse Halsungen und Hut liegen und renne im Dauerlauf und Waffe im Vorhalt Richtung Hundegeläut. Meine Lungen pfeifen als ich aus den Buchenrauschen in einen alten Fichtenbestand eindringe. In ca. 80 Meter Entfernung sitzt ein mächtiger Basse auf den Keulen und klappert mit seinen Waffen. Ich komme bis auf 50 Meter heran und sehe, wie die junge Hündin sich an dem Teller des Bassen festbeisst, sofort aber von dem mächtigen Haupt der Sau  im hohen Bogen gegen einen Baum geschleudert wird. Die alte und erfahrene Hündin stellt hingegn nur und mein Schuss aus dem K. 98 verfehlt die Brust des Bassen, ich repetiere neu und versuche einen weiteren Schuss, der ebenfalls vorbei geht. Der erfahrene Basse wendet sich zur Flucht und das ganze Schauspel wiederholt sich 150 Meter weiter, diesmal laufe ich allerdings nicht direkt auf den Bassen zu, sondern umgehe diesen seitlich. Die Hunde sind abermals am  Stück, ich komme auf 20 Meter heran und erlege den Keiler mit einem Schuss durch das Haupt. Die Hunde springen sofort hinzu und beuteln die Sau. Um es kurz zu machen, der Keiler war kein kleiner Überläufer sondern ein Hauptschwein von aufgebrochen 115 Kilo. Das Geschoss hatte sich wie vermutet an einem Ast zerlegt und Teile davon sind in Keule und großes Gescheide eingedrungen. Hätte ich die Nachsuche nicht gemacht, die Sau hätte einen tagelangen Todeskampf durchleiden müssen. Meine kleine Hündin hat eine Schmiss an der Rippe abbekommen, allerdings nichts lebensgefährliches. Abends haben wir drei die Leber und das Herz gemeinsam verspeist.

 

Publiziert in Archiv - Sammlung
Samstag, 02 Juni 2012 13:26

DIEMELSEE - SAU TOT

DIEMELSEE. Der Anruf von Karl Brocke aus Stormbruch erreicht mich um 07:15 Uhr . Gestern Abend habe ich im " Finger " einen etwa 2 -jährigen Bock gestreckt und ich kam lange Zeit nicht zur Ruhe, da das Adrenalin noch Stunden nachher in mir wirkte. Erst gegen 04:00 Uhr am Morgen schlief ich ein...

Wie gesagt, der Anruf von Karl kam mir ungelegen, Karl hatte eine Sau in der Eschenseite  beschossen und benötigte meine Hilfe. Gesagt, getan, übermüdet gerade mal über die Zähne geputz nehme ich meine  Büchse ( Mauser 66 ) aus dem Waffenschrank, das Waidblatt, Schweißhalsung und Riemen  und meine beiden Hunde um zur Eschenseite zu fahren. Erst müssen die Hunde sich lösen, Hektik ist jetzt nicht angesagt, das überträgt sich sofort auf die Hunde. Am Anschuss angekommen zeigt mir Karl den Ort, wo er die Sau ( eine von dreien ) beschossen hat. Ich suche angestrengt nach Schweiss, Schnitthaar und Kugelriss, kann aber nichts finden. Damit dürfte feststehen, dass die Nachsuche nicht leicht wird. Also, die erfahrene Hündin KIRA muss ran.  Die kleine Hündin EMMA lasse ich besser im Auto, bei Schwarzwild weiss man nie, was so passieren kann. Schwarzwild ist angeschossen sehr agressiv.

Die erfahren Hündin bewindet den ( nicht vorhandenen ) Anschuss, bögelt sich aber gleich ein und verfolgt eine imaginäre Fährte ca. 50 Meter in einen Fichtenaltholz- Bestand. Ruhig und Zielstrebig geht es weiter durch Farne und Buchenaltholzreste ehemals  gefällter Baumriesen. Nach ca. 100 Meter- bis jetzt habe ich weder ein Wundbett noch Schweiss gesehen- kommen wir an eine alte Suhle, hier sind deutlich die Fährten der drei Sauen zu erkennen, 2 Sauen sind nach rechts , 1 Sau nach Links in die Buchenrauschen abgebogen. Welches ist die Kranke ? Nach rechts oder nach links....Die Hündin entscheidet sich für die einzelne nach Links verlaufende Fährte . Ich sehe immer noch keinen Schweiss, das dichte Laubwerk macht mir mit der Waffe so meine Schwierigkeiten . Die Hündin wartet aber immer wieder auf mich. Einer ehemalige Rückeschneise folgen wir ca. 20 Meter als die Hündin wieder in die Buchenrauchen eindringt. Nach weiteren 30 Metern bleibt die Hündin stochsteif stehen. Das ist für mich das Signal " Alter, da ist sie drin " Nun löse ich die Schweisshalsung, lade die Waffe durch und mit dem Kommando " voran " rauscht die Hündin in den urwaldähnlichen Baumbestand. Das Totverbellen meiner treuen Jagdgefährtin zeigt mir an: Sau Tot, wir sind am Ziel. Mein Schuss aus der 8x68 S lässt meinen Jagdfreund heraneilen. Ich überreiche ihm seinen Bruch, und gemeinsam brechen wir die Sau auf. Die Hündin erhält natürlich ihren Anteil an der Beute. Das Herz  gehört ihr...

Lieber Karl, Waidmannsheil zu deinem Schwein, du hast es dir verdient.

Text und Bild©: Klaus Rohde www.112-magazin.de

Publiziert in Archiv - Sammlung

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige