Zwei Männer schwer verletzt eingeklemmt: Hubschrauber / VIDEO

Freitag, 19. Oktober 2012 17:34 geschrieben von  Migration

DAINRODE. Zwei 48 und 66 Jahre alte Männer sind am Freitagnachmittag bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B 253 bei Dainrode in ihren Autos eingeklemmt und schwer verletzt worden. Eine 64-jährige Beifahrerin kam mit leichten Verletzungen davon. Der Kasseler Rettungshubschrauber Christoph 7 war im Einsatz.

Nach ersten Erkenntnissen der zuständigen Frankenberger Polizei befuhr ein 66 Jahre alter Mazda-Fahrer aus Frankenberg mit seiner Ehefrau (64) die Bundesstraße aus Richtung Löhlbach kommend in Richtung Dainrode. Dem Ehepaar entgegen kam ein 48 Jahre alter Audi-Fahrer aus Hungen. Zeugen gaben an, dass der bergab fahrende Mazda 6 Kombi ausgangs einer langgezogenen Rechtskurve langsam auf die Gegenspur geriet und dort frontal mit dem Audi zusammenstieß.Die Ursache dafür ist noch unklar. Ein denkbarer Grund könnte laut Polizei sein, dass der Fahrer einen medizinischen Notfall während der Fahrt erlitten hat.

Durch den heftigen Zusammenstoß schleuderten die beiden Autos herum, der Mazda blieb auf der Gegenspur an der Leitplanke stehen, der Audi auf der anderen Straßenseite zwischen Bäumen mit dem Heck an einer Böschung. Beide Fahrzeuge wurden völlig zerstört, die beiden Fahrer in den Autos eingeklemmt. Sie mussten von Feuerwehrleute mit Rettungsschere, Spreizer und Zylinder befreit werden - im Einsatz waren etwa 35 Brandschützer der Wehren aus Löhlbach, Dainrode und Frankenau. Die Einsatzleitung hatte der Löhlbacher Wehrführer Wilfried Wilhelmi, auch der stellvertretende Frankenauer Stadtbrandinspektor Stefan Maurer war an der Einsatzstelle.

Während der Audi-Fahrer noch ansprechbar war, befand sich der Mann am Steuer des Mazda Kombis in schlechterer Verfassung. Mit einer sogenannten Crashrettung befreiten die Eisnatzkräfte den Mann so rasch wie möglich. Dabei pressten sie das komplette Armaturenbrett mit einem Rettungszylinder nach vorn, um den vor allem an den Beinen eingeklemmten Mann zu befreien. An beiden Autos nahmen die Feuerwehrleute zudem die Dächer vollständig oder weitgehend ab.

Die Ehefrau des mutmaßlichen Unfallverursachers war nicht eingeklemmt. Die Leitstelle forderte zur Versorgung der Verletzten drei Rettungswagen, den Notarzt sowie die Besatzung des Kasseler Rettungshubschraubers Christoph 7 an. Die Luftretter flogen den 66-jährigen Mazda-Fahrer in eine Kasseler Klinik. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft bestellte die Polizei einen Gutachter, der noch am Nachmittag an der Unfallstelle die Untersuchungen aufnahm. Die Bundesstraße blieb bis gegen 16.30 Uhr voll gesperrt, der Verkehr wurde über Altenhaina umgeleitet. Der Gesamtschaden beträgt den Angaben zufolge rund 17.000 Euro.

Zuletzt bearbeitet am Freitag, 19. Oktober 2012 21:46

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