Vier Verletzte nach riskantem Überholmanöver

Sonntag, 26. Juli 2026 15:22 geschrieben von  Matthias Böhl
Die Trümmerteile lagen nach dem schweren Unfall weit verbreitet umher. Die Trümmerteile lagen nach dem schweren Unfall weit verbreitet umher. Fotos: Matthias Böhl, 112-Magazin

WEIDENHAUSEN. Eine riskante und rücksichtslose Fahrweise einer 38 Jahre alten Frau hat am Sonntagmorgen zu einem schweren Verkehrsunfall geführt. Fünf Rettungswagen, drei Notärzte, der Rettungshubschrauber, ein Gerätewagen Sanitätsdienst, die Feuerwehr und ein Tierarzt waren im Einsatz.

Wie die Polizei vor Ort berichtete, war die 38-jährige Frau mit einem Van mit hoher Geschwindigkeit von Hemschlar kommend in Richtung Weidenhausen unterwegs. Im Bereich einer Kurve setzte sie trotz Gegenverkehr zum Überholen an. Ihr entgegen kam ein Ford Focus, in dem drei Menschen saßen. Während des Überholvorganges erkannte die Frau offenbar ihren Fehler und versuchte noch nach links auf einen angrenzenden Parkplatz auszuweichen. Somit konnte zumindest ein frontaler Zusammenstoß verhindert werden. Dennoch schlug der entgegenkommende Ford im Heckbereich des Van ein. Dabei verlor der Van durch die Wucht des Aufpralls ein Hinterrad und begann sich zu drehen. Dadurch, so die Polizei, kam es zu mehreren Einschlägen in der Böschung und einen dort befindlichen Baum. Unfallzeugen, sowohl Fahrer aus dem Gegenverkehr, als auch der Fahrer des überholten Fahrzeugs schilderten der Polizei den genauen Hergang des Unfalles, der sich auch mit den vor Ort gesicherten Unfallspuren deckt. Die Fahrerin des Van wurde bei dem Unfall schwer verletzt und musste nach Befreiung durch Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden.

Im Ford wurde ein Ehepaar, 51 und 53 Jahre alt, sowie eine 81-jährige Dame auf der Rückbank verletzt. Die Polizei geht beim Ehepaar von leichteren Verletzungen, bei der Seniorin jedoch ebenfalls von schweren Verletzungen aus. Aufgrund der mehreren Verletzten löste die Kreisleitstelle Siegen-Wittgenstein MANV1 aus.

Im Einsatz befanden sich jeweils ein Rettungswagen der DRK Wachen Bad Berleburg und Erndtebrück, Rettungswagen und Notarzt der DRK Wache Bad Laasphe, der Notarzt aus Bad Berleburg, zwei Rettungswagen aus Breidenbach und Holzhausen, der Siegener Rettungshubschrauber „Christoph 25“, der Gerätewagen Sanitätsdienst des DRK Ortsverein Bad Laasphe, der Leitende Notarzt, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und der Kreisbrandmeister des Kreises Siegen Wittgenstein, die Feuerwehren aus Bad Berleburg, Weidenhausen, Rinthe, Hemschlar und der Einsatzleitwagen aus Rüppershausen.

Nach dem eigentlichen Rettungseinsatz und der Sicherstellung des Brandschutzes kümmerten sich die Feuerwehrkameraden aus Bad Berleburg liebevoll um einen weiteren Unfallbeteiligten. Im Kofferraum des Van saß ein Hund, der nach dem Unfall und bis zum Eintreffen eines Tierarztes und dem Ehemann der Fahrerin betreut werden musste. Um das Tier nicht zu erschrecken nahmen die Feuerwehrleute dazu ihre Helme ab. Sie besorgten ihr Trinkwasser aus dem Löschfahrzeug, und bauten dem Hund mit einem Falteimer einen provisorischen Napf, aus dem sie ihm extra stilles Wasser anboten und schirmten den Hund so gut wie möglich vom Einsatzgeschehen ab.

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten, sowie die Spurensicherung durch die Polizei musste die B480 im Bereich der Unfallstelle längere Zeit voll gesperrt bleiben. Beide Fahrzeuge wurden abgeschleppt, es entstand jeweils Totalschaden.

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