Bevölkerungsschutz rückt im September in den Fokus

Samstag, 05. September 2026 08:45 geschrieben von  Michael Fränkel
Während der Resilienzwoche vom 7. bis 11. September 2026 informiert der Landkreis über die persönliche Notfallvorsorge. Während der Resilienzwoche vom 7. bis 11. September 2026 informiert der Landkreis über die persönliche Notfallvorsorge. Symboldbild: Landkreis Waldeck-Frankenberg

WALDECK-FRANKENBERG. Im September stehen im Landkreis Waldeck-Frankenberg gleich zwei wichtige Themen rund um Bevölkerungsschutz und persönliche Vorsorge im Mittelpunkt. Während der hessenweiten Resilienzwoche Bevölkerungsschutz vom 7. bis 11. September können sich Bürgerinnen und Bürger über die private Notfallvorsorge informieren. Zudem werden beim bundesweiten Warntag am 10. September auch im Kreisgebiet die verschiedenen Warnsysteme auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft.

Während der Warntag dazu dient, die Warnabläufe und technischen Systeme zu erproben, soll die Resilienzwoche das Bewusstsein dafür stärken, wie sich Menschen selbst auf mögliche Krisensituationen vorbereiten können.

Resilienzwoche: Praktische Tipps für den Notvorrat im Supermarkt

Was gehört in einen Notvorrat und wie können sich Menschen und ihre Familien beispielsweise auf einen längeren Stromausfall oder eine andere Krisensituation vorbereiten? Antworten auf solche Fragen gibt die Resilienzwoche, eine Initiative des Landes Hessen in Kooperation mit dem Handelsverband.

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist an zwei Terminen ein Experte des Bevölkerungsschutzes direkt in ausgewählten Supermärkten vor Ort. Am Dienstag, 8. September 2026, können sich Interessierte von 11 bis 19 Uhr beim REWE Stephan Fink in Korbach informieren. Ein weiterer Termin findet am Donnerstag, 10. September 2026, ebenfalls von 11 bis 19 Uhr beim REWE Denis Schneider in Frankenberg (Eder) statt.

An beiden Standorten wird ein beispielhafter Notvorrat für eine Person ausgestellt. David Rudolph vom Fachdienst Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises steht den Bürgerinnen und Bürgern für Fragen zur Verfügung.

„Die vergangenen Jahre mit Naturkatastrophen und Pandemie haben uns deutlich vor Augen geführt, wie wichtig eine gute Vorbereitung ist“, betont der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese. „Wer sich mit dem Nötigsten für einige Tage selbst versorgen kann, entlastet im Ernstfall nicht nur sich selbst, sondern auch die Einsatzkräfte. Die Resilienzwoche bietet eine hervorragende, niederschwellige Gelegenheit, sich praxisnah zu informieren. Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, dieses Angebot zu nutzen und mit unserem Experten ins Gespräch zu kommen.“

Bundesweiter Warntag: Sirenen und Handys heulen zur Probe

Zeitgleich mit der Aktion in Frankenberg findet am Donnerstag, 10. September 2026, der bundesweite Warntag statt. Pünktlich um 11 Uhr wird eine Probewarnung über verschiedene Warnwege ausgelöst.

Auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg werden die 276 Sirenen heulen. Zusätzlich wird über das Cell Broadcast System eine Warnmeldung direkt an empfangsbereite Mobiltelefone gesendet. Nutzer von Warn-Apps wie NINA oder KatWARN erhalten ebenfalls eine Push-Benachrichtigung.

Gegen 11.45 Uhr erfolgt die Entwarnung. Der Landkreis weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich lediglich um einen Test handelt und keine Gefahr besteht.

Gerhard Biederbick, Fachdienstleiter Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz, erklärt die Bedeutung des Warntags: „Der Warntag ist für uns ein entscheidender Stresstest für die gesamte Warninfrastruktur. Wir überprüfen, ob alle Systeme reibungslos funktionieren – von der digitalen Sirenenansteuerung bis zur Warnung per App. Nur durch solche regelmäßigen Proben können wir Schwachstellen erkennen und die Abläufe optimieren. Mein Appell an die Bevölkerung: Machen Sie sich mit den Signalen vertraut und stellen Sie sicher, dass auf Ihrem Smartphone der Empfang von Testwarnungen aktiviert ist. Zu wissen, wie man gewarnt wird, ist ein essenzieller Teil der persönlichen Vorsorge.“

Weitere Informationen zur Notfallvorsorge und zum bundesweiten Warntag gibt es auf der Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter www.bbk.bund.de sowie auf der Internetseite des Landkreises unter www.landkreis-waldeck-frankenberg.de/schutz.

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