Probealarm: Warnung aufs Smartphone

Mittwoch, 11. März 2026 21:40 geschrieben von  Michael Fränkel
Beim landesweiten Warntag werden Sirenen ausgelöst und Warnungen auf Smartphones getestet. Beim landesweiten Warntag werden Sirenen ausgelöst und Warnungen auf Smartphones getestet. Foto: Symbolfoto / KI-generiert

LANDKREIS WALDECK-FRANKENBERG. Sirenen und Warnungen aufs Smartphone werden beim nächsten landesweiten Warntag getestet. Am Donnerstag ab 10 Uhr werden in Waldeck-Frankenberg Sirenen ausgelöst und Probe-Warnungen auf Smartphones versendet, der Tag ist ein Test und es besteht keine reelle Gefahr.

Vorbereitung für mögliche Krisen

Gefährliche Wetterlagen, Chemieunfälle, Stromausfälle, Feuer und vieles anderes mehr: Situationen, in denen die Bevölkerung flächendeckend vor Gefahren gewarnt werden muss, können vielfältig sein. In der Hoffnung, dass diese nicht eintreten mögen, ist es dennoch ratsam, sich auf den Ernstfall vorzubereiten und auch die Warnung der Bevölkerung zu üben. Je vertrauter man mit dem Thema ist, umso eigenständiger und effektiver kann man in einer tatsächlichen Krisensituation handeln und sich schützen.

Warnung per Sirene, Push-Nachricht und Warnsystem Cell Broadcast

Ab 10 Uhr werden am Warntag die 227 digitalisierten und auch die 45 noch analogen Sirenen in Waldeck-Frankenberg ausgelöst. Ziel ist es, alle 272 Sirenen im Landkreis auszulösen, ob analog oder über den Digitalfunk. Darüber hinaus werden diejenigen, die Warn-Apps wie HessenWARN oder NINA auf ihr Handy geladen haben, per Push-Nachricht über den Probe-Alarm informiert, sofern sie die Funktion aktiviert haben.

Zusätzlich werden Smartphone-Nutzende über den Mobilfunk gewarnt: Mittels Cell Broadcast bekommen alle Handy-Nutzenden, die das neueste Betriebssystem geladen und die Funktion zum Empfang von Testwarnungen aktiviert haben, automatisch eine SMS zugesendet, die ebenfalls über den Warntest informiert. Bei dem System werden Nachrichten an alle kompatiblen Geräte geschickt, die in einer Zelle eingebucht sind.

Gegen 10.30 Uhr sollte eine Entwarnung erfolgen. Durch die Probewarnung werden die unterschiedlichen Warnmittel und die Abläufe im Fall einer Warnung praktisch getestet, um mögliche technische Schwachstellen in der Funktion der Warnmittel und in den Abläufen der Warnung aufzuspüren. Diese können anschließend gegebenenfalls beseitigt werden, um die Warnung der Bevölkerung im Ernstfall stetig zu verbessern.

Vorbereitung auf den Ernstfall

Um auf einen Ernstfall vorbereitet zu sein, ruft der Landkreis dazu auf, sich auch über den Ratgeber für Notfallvorsorge des Bundes zu informieren. Darin gibt es unter anderem Hinweise, welche Dokumente für welchen Fall bereitgehalten werden sollten und wie sich die Bevölkerung auf den Ernstfall vorbereiten kann, von ausreichender Bevorratung über medizinische Versorgung bis hin zum richtigen Handeln in Notsituationen. Weitere Informationen zum Thema gibt es online unter www.landkreis-waldeck-frankenberg.de/schutz.

Hintergrund: Landesweiter Warntag

Zum Test der Warnmedien und zur Sensibilisierung der Bevölkerung hinsichtlich Warnung hat sich der bundesweite Warntag im Herbst etabliert. Über den bundesweiten Warntag hinaus soll nun in den Bundesländern ein jeweils landesweiter Warntag etabliert werden. Ziel ist es, die Auslösung der regionalen Warnmedien über die Infrastruktur der hessischen Landkreise und kreisfreien Städte zu testen. In einer bundesweiten Abstimmung wurde der landesweite Warntag alljährlich für den zweiten Donnerstag im März vormittags festgelegt.

-Anzeige-

Zuletzt bearbeitet am Mittwoch, 11. März 2026 21:42

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige