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DIEMELSEE. Das volle Programm hat am Dienstagabend ein 39-jähriger Mann aus der Gemeinde Diemelsee abgeliefert - Ihm wird eine Trunkenheitsfahrt zur Last gelegt, sowie unerlaubtes Entfernen vom Unfallort und Führen eines Pkws ohne die erforderliche Fahrerlaubnis zu besitzen.

Um 20.41 Uhr, ging bei der Polizeidienststelle Bad Arolsen der Anruf über einen Alleinunfall auf der Landesstraße 3078 ein. Umgehend setzten sich die Beamten in Richtung Massenhausen in Bewegung, trafen dort den Fahrzeugführer aber nicht mehr an. Zunächst vergewisserten sich die Ordnungshüter, ob Betriebsstoffe bei dem Unfallwagen ausgelaufen waren. Nachdem dies ausgeschlossen werden konnte, wurde der Unfallwagen, der etwa 20 Meter von der Straße entfernt im Acker stand, abtrassiert. Im Anschluss ging die Suche nach dem Fahrzeugführer los, der 39-Jährige konnte aber im Raum Bad Arolsen von einer Streife aufgegabelt werden. Dabei rochen die Beamten Alkohol in der Atemluft, auch einen Führerschein besitzt der Mann aus Adorf nicht, wie die Polizei mitteilt.

Nach derzeitigem Kenntnisstand befuhr der 39-Jährige mit seinem blauen Mitsubishi die Landesstraße von Bad Arolsen in Richtung Diemelsee. Etwa 100 Meter vor dem Ortsschild geriet das Fahrzeug auf schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern, drehte sich und stieß mit dem Heck gegen einen Straßenbaum - anschließend wurde das Fahrzeug auf den Acker geschleudert.

Den Sachschaden am Mitsubishi schätzen die Beamten auf 1500 Euro. Etwa 100 Euro kostet die Erneuerung eines Leitpfostens, die Höhe des Baumschadens konnte noch nicht festgelegt werden. (112-magazin)

Publiziert in Polizei

GODDELSHEIM/NORDENBECK. Die Bauarbeiten an einem Teilstück der Landesstraße zwischen Goddelsheim und Nordenbeck beginnen am kommenden Dienstag, 2. April. Auf einer Länge von zwei Kilometern wird die Fahrbahndecke bis voraussichtlich 20. April erneuert. Die Straße wird voll gesperrt. Hessen-Mobil beziffert die Kosten für die erste Teilstrecke auf 400.000 Euro. Der weitere Ausbau beginnt allerdings erst im Jahr 2014, so Horst Sinemus von Hessen-Mobil auf Nachfrage von 112-magazin.de.

Die Umleitung ist ab dem 2. April ausgeschildert und führt über Immighausen und Ober-Ense.

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Publiziert in Auf der Straße

WALDECK-FRANKENBERG. Hessen-Mobil wird in diesem Jahr ca. 12 Millionen Euro in das Waldeck-Frankenberger Straßennetz für Um- und Ausbau investieren. 31 Projekte stehen auf der Liste. Als größtes Einzelprojekt mit 1,8 Million Euro  ist der Ausbau der Kreisstraße zwischen Helmscheid und Berndorf vorgesehen. Im April beginnt die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Twiste für ca. 500.000 Euro. Über weitere Bauvorhaben, Behinderungen, Voll- oder Teilsperrungen wird 112-magazin.de die Leserinnen und Leser rechtzeitig informieren.

Quelle: Hessen-Mobil

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Publiziert in Auf der Straße
Samstag, 13 Oktober 2012 08:29

Heizöl und Benzinpreise fallen

WALDECK-FRANKENBERG. Hausbesitzer, Mieter und Autofahrer werden laut einer Studie der Internationalen Energieagentur (IEA) bis zum Jahr 2017 von fallenden Ölpreisen profitieren.

Die Energieagentur in Paris erwartet in den nächsten Jahren einen spürbaren Rückgang von 107 auf 89 Dollar pro Barrel (ein Barrel=159 Liter/Fass). Steigende Ölfördermengen in Lybien und Irak und die schwache Wirtschaftsentwicklung in einigen OECD-Ländern werden voraussichtlich für fallende Preise sorgen.

Quelle: IEA

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Montag, 27 August 2012 11:56

Maisjagdseminar-Jagdunfälle vermeiden

 

DREISLAR/MÜNDEN. Bei einem Seminar zum Thema Maisdrückjagden hat der renommierte Berufsjäger Helmut Hilpisch einheimische und aus der Region angereiste Jäger informiert.

Eingeladen hatte Wild und Hund, die Interessengemeinschaft Schwarzwild übernahm die Organisation im Schwerspatmuseum in Dreislar und dem Jagdrevier in Münden. Hilpisch referiert vor 29 Teilnehmern mit einer Powerpoint-Präsentation. Wildmeister Hilpisch erklärt, wie ein Maistreiben vom Anfang bis zum Ende organisiert wird, wie die Schützen abgestellt werden, spricht die rechtlichen Grundlagen und Risiken an, bezieht die Unfall-Verhütungsvorschriften ein und schildert, wie sich Schwarzwild während der Jagd verhält. Im Besonderen wird in seinem Vortrag auf die Jagdleitung und die Jagdorganisation verwiesen. Das Seminar wird in einen theoretischen und einen praktischen Teil gegliedert.

Berufsgenossenschaften: Ginge es nur nach den Berufsgenossenschaften, wären Maisjagden bereits seit Jahren verboten. Allein in Deutschland, so Hilpich, kommt es jährlich zu 30 Jagdunfällen an Maisschlägen, davon drei bis sieben mit tödlichem Ausgang. Allein die Lobby der Landwirte, deren Wildschaden ohne Maisjagden in astronomische Höhen schnellen würde, verhindert das Verbot. Allerdings, so Hilpisch, werden die Maisschläge immer unübersichtlicher und größer. Der größte Maisschlag befindet sich derzeit in Brandenburg und hat einen Umfang von 500 Hektar. Da ist eine erfolgreiche Jagd nicht möglich. Zu den häufigsten Unfallursachen gehören:

Fehlende -und mangelhafte Planung und Organisation
Falsches Abstellen der Schützen
Schießen ohne Kugelfang
Schießen in den Maisschlag
Verlassen des Standes ohne Genehmigung des Jagdleiters
Durchgehschützen mit Langwaffen
Keine ausreichende Warnkleidung

Planung einer Maisjagd: Der Erfolg einer Maisjagd hängt, so Hilpich, von einer guten Planung ab. Dazu gehört, dass der Jagdleiter das Revier und die räumlichen Begebenheiten sehr gut kennt. Kopierte Revierkarten, in denen die Stände eingezeichnet und nummeriert sind und Drückjagdböcke, die ein erhöhtes Sicht -und Schussfeld bieten, sollten zum Standard gehören und schnell verfügbar sein. Der Rettungspunkt muss in der Revierkarte ebenso angegeben sein. Im Straßenbereich müssen sogenannte Warntafeln auf die Drückjagd hinweisen. Wichtig: Jeder Schütze und jeder Treiber muss ein Exemplar der Revierkarte besitzen.

Das Angehen an den Maisschlag: Zu den größten Fehlern gehört das laute Angehen der Schützen, Treiber und Hunde an den Maisschlag so der Wildmeister. Wenn man es ganz gründlich vermasseln will, fährt man mit den Autos direkt an den Rand des Maisschlages und geht dann auch noch mit dem Wind an, damit auch die letzte Sau sich auf die Situation einstellen kann. Richtig ist, die Einweisung mit Hilfe der Revierkarten aus großer Entfernung durchzuführen und gegen den Wind den Maisschlag angehen. Die Pkw Kolonne muss in ausreichendem Abstand unsichtbar abgestellt werde. Erst wenn die Anstellschützen stehen, begibt sich die Hunde und Treiberwehr auf den Weg - ebenfalls gegen den Wind.

Das Anstellen der Schützen: Immer wieder, so der Berufsjäger, sieht man Maisdrückjagden, in denen Schützen in kurzen Abständen direkt an den Mais platziert werden. Hier ist die Erfolgsaussicht eine Sau zu strecken gleich Null, dafür aber die Gefahr, einen Jagdunfall zu produzieren sehr hoch. Die Schützen sollten an Fernwechseln abgestellt werden, diese können ruhig bis zu 500 Meter vom Maisschlag entfernt stehen. Die Erfahrung so Hilpich zeigt, dass die Sauen, die aus den Maisschlägen auswechseln die ersten 50 Meter in hohem Tempo absolvieren. Da bedarf es schon eines Kunstschützen wie Buffallo Bill, einen sicheren Schuss anzutragen. Die Sau hat auf Grund ihrer physischen Voraussetzung keine Möglichkeit über eine längere Distanz ein hohes Tempo zu laufen und kommt dem Schützen an dem Fernwechsel oft sehr langsam auf sichere Schussdistanz. Zusätzlich kann das Stück Schwarzwild genau angesprochen werden. Also, hier ist mit weinigen Schützen an strategischen Punkten eine Maisjagd am erfolgreichsten.

Die Hunde: Weniger ist oft mehr, so Hilpich und bezieht sich auf seine Erfahrungen mit "schnellen Hunden" Deutsch - Drahthaar und Co haben bei Maisjagden nichts verloren. Diese sind zu unbeweglich und werden schnell von schweren Sauen geschlagen. Zu seinen Favoriten gehören kurzläufige Hunde, Terrier und auch der Deutsche Wachtelhund. Hier sind wenige einzeljagende Hunde, die den nötigen Respekt vor den Sauen mitbringen, trotzdem aber die erforderliche Schärfe besitzen und wendig sind das richtige Mittel um die Rotten zu sprengen. Darüber hinaus müssen die Hunde laut jagen, stumme Hunde gehören nicht in den Mais. Die eingearbeitete Meute, die mit bis zu 30 Hunden einen Maisschlag verstänkert und dazu noch viel Geld kostet ist eher kontraproduktiv. Grundsatz: Die erste halben Stunde entscheidet über den Erfolg bei der Maisjagd. Wurde in der Zeit keine Sau aus dem Schlag gedrückt wird es sehr schwierig, fast unmöglich die Rotten zu sprengen und Beute zu machen.

Die Schützen: Sinnvoll ist es, sich einen Pool von ausgesuchten Schützen aus der näheren Umgebung anzulegen. Die Telefonnummern oder E -Mail Adressen sollten vorher ausgetauscht und die Trefffpunkte bereits festgelegt sein. Immer wieder so Hilpisch kommt es vor, dass der " jagdliche Volkssturm " aufgeboten wird und Heerscharen von Jägern, die mit Drilling und Co. anreisen die komplette Jagd bereits im Ansatz zunichte machen. Grundsätzlich sollten die Jäger in Schießkinos ihre Fertigkeiten mit der Waffe festigen, dazu zählt nicht nur die Handhabung der Waffe sondern auch das Ansprechen von alten oder jungen Sauen. Denn eines ist klar, die Maisjagden werden ausschließlich auf Frischlinge durchgeführt. Die Gewichtsobergrenze sollte 40 Kilogramm betragen. Wir schießen grundsätzlich braun vor schwarz, so Hilpisch.

Die Treiber: Die Treiberwehr besteht aus volljährigen Männern und Frauen. Kinder oder Jugendliche haben hier nichts verloren so Hilpisch. Geführt wird die Treiberwehr von dem Treiberführer, dieser untersteht grundsätzlich dem Jagdleiter. Die strategische Umsetzung im Maisfeld bespricht der Treiberführer im Vorfeld mir dem Jagdleiter. Als Waffe werden die Saufeder oder das Waidblatt und eventuell die Kurzwaffe empfohlen. Ein ausgewachsener Mann muss in der Lage sein so Hilpisch, eine 40 Kg Sau mit der kalten Waffe abzufangen. Langwaffen wie Repetierer oder Pump Guns dürfen bei Maisjagden nicht geführt werden. Abgesehen davon, dass diese Waffen zu unhandlich sind, besteht ein hohes Risiko damit einen Jagdunfall zu provozieren.

Die Sauen: Immer wieder, so Wildmeister Hilpisch, hört man von den schlechten Augen der Sauen. Das ist absolut falsch, die Sauen, die am äußeren Rand des Maisschlages die Schützen sehen, werden das Maisfeld auf keinen Fall verlassen. Die kleinste Bewegung wird von Sauen wahr genommen. Und, die Sauen kommunizieren miteinander. Informationen werden schnell weitergegeben und die Leitbache, die das Spiel bereits kennt fordert die Rotte auf die Nerven zu behalten. Je länger die Maisjagd dauert umso besser stellt sich die Rotte auf die Situation ein.

Der Jagdleiter: Der Jagdleiter ist in der Regel der Beständer (Jagdpächter) selbst. Er ist rechtlich gesehen der Ansprechpartner bei Jagdunfällen, da er die Verantwortung für die Jagdgesellschaft hat. Er kann aber auch eine andere versierte Person mit der Jagdleitung beauftragen, dies muss allerdings öffentlich bei der Begrüßung angesprochen werden. Der Jagdleiter hat ohne Ausnahme das Sagen während der Jagd. Seinen Anweisungen ist uneingeschränkt Folge zu leisten. Selbst der Jagdpächter untersteht dem Jagdleiter während dieser Zeit. Sollten sich Wild oder Jagdunfälle ereignen, hält sich die Polizei und die Staatsanwaltschaft an den Jagdleiter.

Bei Jagdunfällen: In Deutschland sind die sogenannten Rettungspunkte (Grünes Schild mit weißem Kreuz) zum Beispiel KB - 208 seit einiger Zeit an markanten gut zugänglichen Straßen positioniert. Der Rettungshubschrauber oder der Notarzt fährt nicht wie so oft vermutet in die Wälder und Felder und sucht den Unfallort, sondern fährt oder fliegt grundsätzlich die Rettungspunkte an. Jeder Schütze sollte also die Rettungspunkte kennen um bei Jagdunfällen schnell die Notrufnummer 112 zu wählen und den RP angeben. Nur so ist eine koordinierte Rettungsaktion erfolgreich durchzuführen. Mit der Antwort "Wir sind hier bei Münden am Maisfeld und ein Schütze hat einen Schuss abbekommen" kann der Rettungsdienst nichts anfangen, da es allein in Münden und Umgebung 20 bis 30 Maisschläge gibt. Hier sollten die 5 W eingesetzt werden:

Wann: Um 12:50 Uhr
Wer: Junger Mann
Wie: Angeschossen
Wo: Rettungspunkt KB - 208
Was: Oberschenkeldurchschuss / Starke Blutung

Nach Abgabe dieser Meldung wird der Verletzte sofort nach der Erstversorgung zum Rettungspunkt transportiert. Wichtig: Eine Verbandstasche sollte bei Gesellschaftsjagden immer zur schnellen Verfügung stehen. Hat z. B. eine Sau einen Treiber geschlagen muss dieser sofort "erstversorgt" werden.

Fazit: Am Ende des Seminars waren sämtliche Teilnehmer um einige Erfahrungen reicher. Es wurde bereits bei Helmut Hilpisch nachgefragt, ob denn weitere Seminare wie zum Beispiel die Wildbretversorgung oder ein Anschussseminar möglich seien. Mit großer Erwartung sehen wir der hoffentlich positiven Antwort von Wildmeister Hilpich entgegen. Hilpich bedankte sich bei Alfons Brocke für die organisatorische Meisterleistung und bei den Mündener Pächtern für das zur Verfügung gestellte Revier.

Publiziert in Retter
Montag, 13 August 2012 07:37

Abstimmen für unsere Seen

DIEMELSEE/EDERSEEE/TWISTESEE. Das Internetportal  seen.de  ruft zur Teilnahme für den beliebtesten  See Deutschlands auf. Unsere drei Seen in Waldeck - Frankenberg nehmen wie auch im letzten Jahr an der Bewertung teil. Der Edersee erhielt beim Voting im Jahr 2011 den 1. Platz in Hessen, bundesweit reichte es zu Platz neun. Zwei weitere Seen stehen in diesem Jahr ebenfalls zur Bewertung auf der Internetseite: Der Diemelsee und der Twistesee. Die Webseite seen.de ist das größte deutschsprachige Internetportal mit bis zu 55.000 täglichen Zugriffen. Es informiert über Sehenswürdigkeiten, Freizeitangebote, Wasserqualität und Unterkünfte.

Also, liebe Waldeck - Frankenberger, mitmachen und per Klick abstimmen.

Link: www.seen.de

Publiziert in Archiv - Sammlung
Mittwoch, 08 August 2012 14:28

Landrat: Wir lassen uns nicht erpressen

 WALDECK-FRANKENBERG. Nachdem der Vorstand der Waldeckischen Jägerschaft öffentlich erklärt hat, kein verendetes Wild auf den Straßen mehr zu entsorgen, bis der Landkreis die Erhöhung der Jagdsteuer zurückgenommen habe, ist das Thema Gegenstand öffentlicher Diskussionen geworden. Auch Landrat Dr. Reinhard Kubat hat dazu jetzt Stellung bezogen. Der Kreishauschef stellte klar, dass der Kreis überall dort, wo es geboten sei, seinen Pflichten nachkommen werde. Im Bezug auf verendetes Wild müsse der Kreis aber nur dann handeln, wenn unmittelbar Gefahr in Verzug sei, etwa durch akute Seuchengefahr. Grundsätzlich aber bestehe für den Landkreis keinerlei Verpflichtung oder gar eine gesetzliche Vorgabe zur Entsorgung des verendeten Wildes.

Für die Position der Waldeckischen Jägerschaft bzw. deren Vorstand hat der Landrat kein Verständnis. „Wenn der Vorsitzende der Waldeckischen Jägerschaft, Herr Heinz Langerzik, behauptet, er habe trotz mehrfachen Bemühens keinen Termin bei mir erhalten, dann entspricht das nicht den Tatsaschen“. Bislang sei keine entsprechende Anfrage bei seinem Büro eingegangen. Stattdessen habe Langerzik aber im Frühjahr und für jeden nachlesbar in der Zeitschrift „Hessenjäger“ erklärt, es werde keine Gespräche mehr mit dem Landkreis geben, bis dieser die Erhöhung der Jagdsteuer zurückgenommen oder diese ganz abgeschafft hätte. „Zu konstruktiven Gesprächen sind wir immer bereit, unser Angebot steht“, sagte der Landrat. „Erpressen lassen wir uns jedoch nicht“.

Er forderte den Vorstand der Waldeckischen Jägerschaft auf, seiner öffentlichen Verantwortung gerecht zu werden und endlich konstruktiv an einer Lösung des Problems mitzuarbeiten. Eine Verbindung der Jagdsteuer mit der Entsorgung des verendeten Wildes sei auch aus juristischer Sicht nicht zulässig. Die Abgabenordnung regele klar, dass es das Wesen einer jeden Steuer ist, den allgemeinen Finanzbedarf eines öffentlich-rechtlichen Gemeinwesens zu decken, ohne dass das Aufkommen unmittelbar oder mittelbar den Steuerpflichtigen wieder zugutekommen müsse. Daher könne man auch keine Verknüpfung zwischen Steuererhebungen und tatsächlichen oder angeblichen Dienstleistungen der Steuerpflichtigen herstellen.

 Quelle: Dr. Hartmut Wecker Pressestelle des Landkreises Waldeck - Frankenberg

Publiziert in Archiv - Sammlung
Mittwoch, 18 Juli 2012 09:13

Der Steinkauz ist zurück

WALDECK - FRANKENBERG / ERNSTHAUSEN. Seit 1971 brütete erstmals wieder ein Steinkauz im Landkreis. Eine Nachricht, die in Naturschutzkreisen mit großer Freude aufgenommen wird.

 Dem Frankenberger Natur- und Tierfotografen Gerhard Kalden ist es gelungen, diesen um den 6. Juli in Ernsthausen ausgeflogenen jungen Steinkauz mit einem starken Teleobjektiv nahe dem Brutort zu fotografieren. Diese taubengroße Eulenart, die, wie der heimische Vogelexperte Wolfgang Lübcke (Edertal) anmerkt, „früher beileibe keine Seltenheit war und in jedem Dorf vorkam“ galt nach ihrer letzten bekannten Brut im Kreis seit 1971 als ausgestorben. Ohne Brut waren Steinkäuze letztmalig am 26. und 28. Dezember 1984 in Frankenberg-Röddenau beobachtet worden.

In diesem Jahr brütete ein Steinkauz-Paar in einem Rollladenkasten in einem neugebauten Haus am Ortsrand des Burgwalder Ortsteils Ernsthausen. Obwohl die Nabu-Umweltgruppe Burgwald in der Nähe eine spezielle Brutröhre als Nisthilfe für Steinkäuze aufgehängt hatte, suchten sich die Tiere ihr eigenes Quartier.

Naturfreunde überrascht

Die Rückkehr dieses Kauzes mit den weißen Flecken im braunen Gefieder fand große Beachtung in Naturschutzkreisen, da sie einzig für den Landkreis ist und die Rückkehr einer Vogelart nach Waldeck-Frankenberg als Brutvogel nach rund 40 Jahren bedeutet.

Der „Hammer“, so formulierten Naturschützer, sei jedoch, dass die heimischen Ornithologen in diesem Jahr von der Brut mit vermutlich zwei Jungvögeln, die um den 6. Juli ausflogen, überrascht wurden. Die Bewohner der Ernsthäuser Siedlung waren hingegen wenig überrascht: „Das ist schon die dritte Brut hier.“

Schon seit 2010 da?

Das würde heißen, dass der im Kreis als ausgestorben geltende Steinkauz von den heimischen Ornithologen unbemerkt bereits 2010 als Brutvogel zurückkehrte.

In den letzten Ausgaben der „Vogelkundlichen Hefte Edertal“ fehlt ein entsprechender Eintrag über den Steinkauz. Inzwischen wurde der neue Nachweis bei www.ornitho.de eingetragen und damit das Wissen um die Verbreitung des Steinkauzes in Deutschland um ein Stück erweitert.

Die Ursache für den katastrophalen Bestandsrückgang dieser Vogelart sehen Experten in den erheblichen Lebensraumveränderungen.

Naturschutzverbände wie der Nabu und die HGON bemühen sich mit intensiven Schutzmaßnahmen um die Rückkehr dieses kleinen Kauzes, indem spezielle Nisthilfen in dessen potentiellen Lebensräumen installiert wurden und, wie es die NABU-Ortsgruppe Frankenberg zum Beispiel macht, die Kopfweiden gepflegt und erhalten werden.

Von Gerhard Kalden

Quelle : HNA

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WALDECK - FRANKENBERG. Kindertagespflege wird immer mehr zu einer eigenständigen Betreuungsvariante alternativ zu einer Betreuung in einer Kita, insbesondere für Kinder unter drei Jahren.

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg möchte diese flexible Betreuungsmöglichkeit für berufstätige Eltern weiter ausbauen.

Vor allem im Nordteil des Landkreises und in der Region um Willingen fehlen Tagesmütter und Tagesväter.

Am 07.09.2012 beginnt deshalb ein neuer Qualifizierungslehrgang.

Abgeschlossen wird die Qualifizierung Ende November 2012 mit einer schriftlichen Hausarbeit und einer mündlichen Prüfung.

Nähere Auskünfte erhalten Sie bei Fr. Brigitte Peters

Fachdienst Jugend Korbach

Telefon 05631/954-137

 

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WALDECK - FRANKENBERG.Während in Waldeck-Frankenberg die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Korbach und Frankenberg Gegenstand hitziger Diskussionen ist, sieht man das Projekt in Südhessen durchaus positiv. Manfred Nickel vom Vorstand des „Arbeitskreises Aartalbahn e.V.“ im Südwesten des Bundeslandes lobt in einem Schreiben ausdrücklich die Initiative von Landrat Dr. Reinhard Kubat und fordert ihn auf, sich nicht von den Kritikern entmutigen zu lassen. Nickel zählt in seinem Schreiben, das nachfolgend im Wortlaut wiedergegeben wird, einige positive Folgen einer Bahnreaktivierung auf. Er ist davon überzeugt, dass diese auch bei der Bahnverbindung zwischen Korbach und Frankenberg zum Tragen kämen. 

 

Sehr geehrter Herr Landrat,

als Vorsitzender einer Initiative zur Reaktivierung der Aartalbahn Limburg-Diez-Bad Schwalbach-Wiesbaden-Mainz möchte ich Ihnen ganz herzlich dazu gratulieren, dass der längst überfällige Lückenschluss der Bahn zwischen Frankenberg und Korbach Süd nun in greifbare Nähe gerückt ist.

Lassen Sie sich von den unsachlichen Leserbriefen in den letzten Tagen und einer populistischen CDU nicht entmutigen, für den Lückenschluss einzutreten.

Leider verkennen die Gegner einer Reaktivierung - auch hier im Aartal - dass die Regionen, die in Zukunft über eine Eisenbahnanbindung verfügen, gerade im Hinblick auf die negative Bevölkerungsentwicklung wesentlich größere Chancen als andere Regionen haben. Starker Bevölkerungsrückgang, leer stehende Häuser und aussterbende Ortschaften werden zuerst außerhalb der Bahntrassen zum Problem. Hier ist Weitsicht und kein Populismus gefragt.

Und wenn man dann noch erfährt, dass Häuser und Grundstücke im Bereich reaktivierter Bahnstrecken um 10 bis 30 Prozent deutlich an Wert zunehmen, wundert man sich schon, dass es überhaupt noch Gegner einer Reaktivierung gibt. Aber wahrscheinlich hat es den Menschen noch keiner gesagt, dass die Investition in die Bahn nur ein Bruchteil der Wertschöpfung für die gesamte Region ist. 

Seit wir in dieser Richtung argumentieren, hat ein deutliches Umdenken stattgefunden. Ehemalige Gegner sind zu Befürwortern geworden, weil sie sehen, dass die Region nicht abgehängt werden darf und man alle Chancen nutzen muss.

Jedenfalls wird die Aartalbahn mit einem aktuellen Beschluss unseres Nahverkehrsverbundes in Koblenz vom 20.06.2012 auf dem rh.-pf. Abschnitt von Diez bis Zollhaus ab Sommer 2015 reaktiviert und erhält einen Stundentakt bis Limburg/Lahn.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Reaktivierung und mit Sicherheit werden wir dann mit dem Hessenticket mal wieder einen Vereinsausflug zum Kellerwald/Edersee und Korbach machen - bis Herzhausen sind wir von ein paar Jahren schon mal gefahren und 48 MitfahrerInnen waren von der Region und der Stadtbesichtigung in Frankenberg begeistert. 

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Nickel

Arbeitskreis Aartalbahn e. V.

Quelle: Dr. Hartmut Wecker

 

Landkreis Waldeck-Frankenberg

 

Kreisausschuss

 

Leiter FD 1.Ö Öffentlichkeitsarbeit und Kultur

 

Südring 2

 

34497 Korbach

 

 

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