Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: UHaft

Donnerstag, 22 November 2012 19:01

Diebstahl im großen Stil: U-Haft verhängt

BREIDENBACH. Weil sie vor allem Drogerieartikel im großen Stil gestohlen haben sollen, sind ein 22 Jahre alter Mann und eine zwei Jahre ältere Frau in Untersuchungshaft genommen worden. Der zuständige Haftrichter des Amtsgerichts Biedenkopf erließ wegen Fluchtgefahr Haftbefehle.

Die beiden jungen Leute sind polizeibekannt und in Deutschland ohne festen Wohnsitz. Sie stehen unter dem dringenden Verdacht des gewerbsmäßigen Ladendiebstahls. Die Kripo Marburg hatte beide am Dienstag festgenommen und drei Kartons mit umfangreichem Diebesgut, hauptsächlich Drogerieartikeln, sichergestellt. Das berichtete Polizeisprecher Martin Ahlich am Donnerstag.

Erheblicher Widerstand: Schlagstock
Beamte der Kripo Marburg waren im Zusammenhang mit Wohnungseinbrüchen im Hinterland unterwegs, als ihnen ein weißer VW Golf Kombi mit Frankfurter Kennzeichen auffiel. Die Festnahme des Duos erfolgte, als die beiden Tatverdächtigen gerade mit dem Wagen einen Parkplatz verlassen wollten. Der Mann leistete bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand und zog sich durch den notwendigen Einsatz des Schlagstocks eine laut Arzt nicht gravierende Verletzung zu.

Im Kofferraum des Autos fanden die Fahnder zig Gläser eines löslichen Kaffees, einen DVD-Player sowie Duschgel, Shampoo, Zahnpasta und Deo-Spray - insgesamt Beute im Wert von etwa 1300 Euro. Nach den Ermittlungen handelte es sich bei den Waren um das Ergebnis der Tour des Tages, die offensichtlich durch mehrere verschiedene Discountmärkte in Dautphe, Biedenkopf, Bad Laasphe und letztlich Breidenbach führte. Die Festnahme vereitelte wohl die geplante Weiterfahrt nach Niedereisenhausen.

Publiziert in MR Polizei
Dienstag, 31 Juli 2012 00:05

Kind missbraucht? Mann in Aqua-Park verhaftet

BAUNATAL. Einen 44 Jahre alten Mann aus Kassel haben Polizisten im Aqua-Park in Baunatal vorläufig festgenommen. Er steht im Verdacht, im Whirlpool des Hallenbades am Sonntagnachmittag gegen 14.30 Uhr einen vier Jahre alten Jungen aus Kassel unsittlich angefasst zu haben. Das zuständige Kriminalkommissariat K12 der Kasseler Kripo ermittelt wegen Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines Kindes.

Tatort Whirlpool
Die Mutter des Vierjährigen hatte zur Tatzeit ihren Sohn zum Whirlpool begleitet, da sie den Kleinen noch nicht unbeaufsichtigt lassen wollte. Aus etwa zwei Metern Entfernung behielt sie sicherheitshalber den kleinen Nichtschwimmer im Auge. Neben ihrem Sohn saß zu diesem Zeitpunkt der später festgenommene Mann. Als die Mutter bemerkte, wie sich der unbekannte Mann dem Sohn näherte, holte sie ihren Jungen sofort aus dem Becken. Die Aussagen des Jungen gegenüber der Mutter legten den Verdacht nahe, dass er von dem fremden Mann unsittlich berührt worden war. Die Eltern informierten sofort den Bademeister, der umgehend die Polizei rief.

Weitere Opfer möglich - Polizei bittet um Hinweise
Der 44-Jährige bestreitet jegliche Missbrauchsabsicht. Er wurde auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft am Nachmittag dem Haftrichter am Amtsgericht Kassel vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl erließ. Die Ermittler des K12 gehen davon aus, dass der 44-Jährige sich möglicherweise auch noch an andere Kinder in gleicher Art heran gemacht hat, und bitten die Eltern, sich bei einem entsprechenden Verdacht an das K12 zu wenden. Hinweise nimmt das Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel unter der Telefonnummer 0561/9100 entgegen.

Publiziert in KS Polizei
Mittwoch, 09 Mai 2012 12:43

Drogen im Blut und im Auto: U-Haft

HAINE. Bei einer gezielten Verkehrskontrolle hat die Kripo bei einem 32-jährigen Mann aus Frankenberg ein Kilogramm Amphetamine sichergestellt. Vorausgegangen war ein Hinweis auf den polizeibekannten Frankenberger.

Der 32-Jährige befuhr mit seinem hellen VW Touran am vergangenen Samstagabend um 18.20 Uhr die Bundesstraße B 253 aus Richtung Battenberg kommend in Richtung Frankenberg. In Höhe der Ortschaft Haine wurde der Touran von mehreren zivilen Polizeifahrzeugen in die "Zange" genommen, gestoppt und der Fahrer festgenommen.

Bei der Fahrzeugdurchsuchung stellten die Beamten dann in einem Versteck eine Tüte mit den Betäubungsmitteln sicher. Sie stellten außerdem fest, dass der Frankenberger auch selber unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, und ordneten in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Marburg eine Blutentnahme an.

"Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Marburg dem Haftrichter beim Amtsgericht in Marburg vorgeführt", sagte Polizeisprecher Volker König am Mittwoch. Nun sitzt der Frankenberger in Untersuchungshaft und muss sich demnächst wegen verschiedener Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen Fahrens unter Drogeneinfluss verantworten.

Publiziert in Polizei

SIEGEN. Nach dem Großeinsatz am Mittwoch in der Siegener Innenstadt, das 112-Magazin berichtete ausführlich, wurde der 28-jährige Festgenommene noch in der Nacht von Kriminalbeamten im Beisein des Staatsanwalts vernommen.

Beamte der Mordkommission Hagen wurden ebenfalls noch am Mittwochabend alarmiert und erschienen in Siegen, um gegen den 28-Jährigen im Hinblick seine Schussabgabe gegen die Kriminalbeamten wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts zu ermitteln.

Am Donnerstagmorgen wurde der Siegener auf Antrag der Staatsanwaltschaft Siegen dem Haftrichter beim Amtsgericht Siegen vorgeführt. Der 28-jährige ist ledig, als Angestellter beschäftigt und bislang nur geringfügig polizeilich in Erscheinung getreten. Der Haftrichter beim Amtsgericht Siegen hat dann gegen den 28-jährigen die Untersuchungshaft angeordnet.
 

Im Rahmen der Wohnungsdurchsuchung bei dem 28-jährigen wurden folgende Gegenstände sichergestellt:

3          automatische Sturmgewehre AK 47

1          Maschinengewehr

1          Maschinenpistole

5          Pistolen

2          Revolver

1          scharfe Handgranate

250 Gramm Schwarzpulver

mehrere tausend Schuss Gewehr- und Pistolen-Munition

Alle Waffen waren munitioniert und durchgeladen.

 
Die beiden, den Kriminalbeamten geraubten Dienstwaffen, konnten bei den Durchsuchungsmaßnahmen der Polizei am Mittwochabend ebenfalls wieder aufgefunden werden.

Publiziert in SI Polizei
Mittwoch, 22 Februar 2012 12:14

Drogenhändlerring aufgeflogen - sechs Festnahmen

PADERBORN. Nach fünf Monaten intensiver Ermittlungsarbeit im Drogenkommissariat hat die Polizei fünf Männer und eine Frau festgenommen, die im Verdacht des Drogenhandels stehen. Am Sonntag wurden laut Polizeibericht von Mittwoch gegen alle Tatverdächtigen Haftbefehle erlassen. Die Bande soll allein in den letzten Monaten über 30 Kilogramm Amphetamin und kiloweise Cannabis aus den Niederlanden eingeführt und im Raum Paderborn umgesetzt haben.

Anfang Oktober vergangenen Jahres erhielten die Drogenfahnder der Paderborner Polizei Erkenntnisse über eine unbekannte Bande, die im großen Stil Drogen in den Raum Paderborn schaffen sollte. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Nach ersten Recherchen stellte sich heraus, dass mehrere Personen in dem streng abgeschotteten Dealerring aktiv waren und kiloweise Amphetamine, Cannabis und auch Kokain aus den Niederlanden einführten. Zur weiteren Aufklärung des Drogenhandels wurde die Ermittlungsgruppe "EK Schnee" gegründet. Durch Observationen und verdeckte Ermittlungen konnten die Krimialbeamten nach und nach die Beteiligten identifizieren und auch ihre Einfuhrwege aufdecken. Als Drahtzieher fungierten demnach ein arbeitsloser 34-jähriger Mann und seine berufstätige 27-jährige Lebensgefährtin. Ihre Komplizen waren drei Gelegenheitsjobber im Alter von 27, 28 und 35 Jahren sowie ein 24-jähriger Auszubildender. Bis auf die Frau, so die Erkenntnisse der Ermittler, konsumierten auch die Tatverdächtigen regelmäßig ihre Drogen.

Amphetamine, Marihuana
In unterschiedlicher Beteiligung fuhren die Dealer mit angemieteten Autos nach Holland zu ihrem "Großhändler". In Paderborn wurden die illegal eingeschmuggelten Drogen über ein größeres Verteilernetz an die Konsumenten ausgeliefert. Der hiesige Drogenhandel fand in verschiedenen Wohnungen stand. Als Abnehmer des Amphetamins gelten hauptsächlich Personen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Da die Abnehmer dieser "Partydroge" zusätzlich Marihuana konsumieren, weitete das Dealer-Sextett den Handel aus Cannabisprodukte aus.

Zugriff bei der Rückkehr vor dem Wohnhaus
Als sich eine neue Einfuhrfahrt anbahnte, plante die "EK Schnee" den Zugriff am vergangenen Karnevals-Wochenende und zog weitere Kriminalbeamte sowie die Zivilfahnder der Paderborner Polizei hinzu. Durch Observationen konnte geklärt werden, dass der 34-jährige Bandenkopf und seine Freundin selbst nach Holland fuhren. Das Pärchen brach früh am Samstagmorgen auf und kam am frühen Nachmittag zurück. Verdeckt warteten die Fahnder bereits vor deren Haustür und griffen zu, als die beiden ins Haus gehen wollten. Völlig überrascht ließ sich das Pärchen festnehmen. Im Auto fanden die Ermittler über zwei Kilo Cannabis und ein halbes Kilo einer noch nicht bestimmen Drogensubstanz.

Zeitgleich mit der Festnahme des Pärchens griffen weitere Polizeibeamte auch in den Wohnungen der Komplizen zu. Alle vier Männer konnten widerstandslos festgenommen werden. Im Zuge der Wohnungsdurchsuchungen sicherte die Polizei zahlreiche Beweismittel und stellte Computer sicher. Ihre "Buchführung" hatten die Tatverdächtigen auf PCs gespeichert.

300.000 Euro Umsatz gemacht
Aufgrund des bislang vorliegenden Beweismaterials gehen Staatsanwaltschaft und Polizei davon aus, dass die Bande allein in den letzten Monaten Drogen im Verkaufswert von rund 300.000 Euro umgesetzt hat. Alle Beteiligten pflegten einen luxuriösen Lebenswandel und hatten teure Wohnungseinrichtungen. Die Finanzermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Drei der Tatverdächtigen waren früher bereits mit Drogendelikten in Erscheinung getreten. Zwei davon standen noch unter Bewährung. Die anderen waren bislang nicht polizeilich aufgefallen. Am Sonntag wurden die fünf Männer und die junge Frau dem Haftrichter am Paderborner Amtsgericht vorgeführt. Gegen alle sechs Tatverdächtige wurde Haftbefehl erlassen. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Rund 50 Ermittlungsverfahren richten sich gegen Zwischenhändler und Abnehmer des Drogenrings.

Publiziert in KS Polizei
Montag, 23 Januar 2012 19:56

Einbrüche geklärt - Diebe in U-Haft

LELBACH/EPPE. Dank aufmerksamer Zeugen hat die Korbacher Kripo drei Wohnungseinbrüche aufgeklärt. Ein 37-jähriger Mann aus Dortmund und sein Mittäter sitzen bereits in Untersuchungshaft.

Im Zusammenhang mit zwei Einbrüchen in der Wilhelm-Schumacher-Straße in Eppe Anfang November hatten Zeugen einen Kleinwagen mit Dortmunder Kennzeichen bemerkt. Dieser Wagen tauchte dann auch Ende November bei einem Einbruch in der Straße Lelbach B im Korbacher Stadtteil Lelbach auf. Nach dem Polizeibericht über diesen Einbruch meldete sich ein aufmerksamer Zeuge, der in unmittelbarer Tatortnähe einen weißen Smart mit Dortmunder Kennzeichen festgestellt hatte. Er hatte sich das Kennzeichen notiert und meldete es nun der Korbacher Kripo.

Dass dieser Hinweis goldrichtig war, zeigte sich bei den anschließenden Ermittlungen. Schnell wurde klar, dass der Fahrzeugbesitzer aus Dortmund kein unbeschriebenes Blatt ist und mit gleichgelagerten Fällen in Soest, Warstein und Brilon in Verbindung gebracht wird. Wie Polizeisprecher Volker König am Montag berichtete, waren der 37-jährige Dortmunder und ein Mittäter bereits am 14. Dezember bei einem Wohnungseinbruch in Sundern im Hochsauerlandkreis festgenommen worden. Seitdem sitzen beide in Untersuchungshaft. Zu den Einbrüchen hier in Eppe und Lelbach schweigen sich beide aus. Angaben über Alter und Herkunft des Mittäters machte König nicht.

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FRANKENBERG/KASSEL. Nun sitzen alle vier mutmaßlichen Tankstellenräuber aus Frankenberg in Untersuchungshaft: Zwei 19-Jährige, die nach ihrer Festnahme am Wochenende zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt worden waren, wurden erneut verhaftet. Beide lieferte die Polizei am Mittwoch in die JVA nach Wiesbaden ein.

Die beiden 19 Jahre alten Frankenberger sowie zwei erst 14 und 15 Jahre alte Jugendliche gelten als dringend tatverdächtig, in der vergangenen Woche drei Tankstellenüberfälle in Kassel begangen zu haben. Zwei der mutmaßlichen Täter waren in der Nacht zu Samstag vom SEK in einer Wohnung in der Straße Am Hain verhaftet worden, die beiden mutmaßlichen Komplizen wurden am Samstag und Sonntag festgenommen. Die 14- und 15-Jährigen waren bereits am Sonntag und Montag in U-Haft genommen worden, die beiden 19-Jährige wurden zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht in Marburg hatte am Dienstag jedoch den Erlass von U-Haftbefehlen auch für die beiden 19-jährigen Tatverdächtigen beantragt. Sie wurden am Dienstagnachmittag in Frankenberg vorläufig festgenommen und am Mittwochvormittag im Amtsgericht Marburg vorgeführt. Der Amtsrichter ordnete die Untersuchungshaft mit den Haftgründen Wiederholungs- im einen und Fluchtgefahr im anderen Fall an. Die beiden 19-Jährigen wurden nach Verkündung der Haftbefehle in die Justizvollzugsanstalt Wiesbaden eingeliefert, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft.

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Montag, 16 Januar 2012 15:24

Auch 14-Jähriger muss in U-Haft

FRANKENBERG. Nach den Überfällen auf zwei Tankstellen in Kassel und der Festnahme von insgesamt vier tatverdächtigen jungen Leute muss auch der 14-Jährige, der sich am Sonntag der Polizei stellte, in Untersuchungshaft.

Nach dem 14 Jahre alten Tatverdächtigen war seit Samstag per Haftbefehl gefahndet worden. Zwei seiner mutmaßlichen Komplizen waren bereits in der Nacht zu Samstag von SEK in Frankenberg festgenommen worden, ein dritter Täter am Samstagmittag. Am Sonntagmittag gab schließlich der 14-Jährige auf und stellte sich der Polizei in Frankenberg.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft beim Landgericht in Marburg erließ am Montag der Haftrichter am Amtsgericht Marburg einen U-Haftbefehl mit dem Haftgrund Fluchtgefahr. Der Teenager wurde anschließend in die Justizvollzugsanstalt nach Rockenberg gebracht.

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Sonntag, 15 Januar 2012 18:04

Tankstellenüberfälle: 14-Jähriger stellt sich

FRANKENBERG/KASSEL. Der 14 Jahre alte Tatverdächtige aus Frankenberg, nach dem seit Samstagmittag gefahndet wurde, hat sich am Sonntagmittag auf der Polizeistation in Frankenberg der Polizei gestellt. Er und die in der Nacht zu Samstag vorläufig festgenommenen jungen Männer, zwei 19 und einer 15 Jahre alt, haben ihre Tatbeteiligungen an den drei Raubüberfällen auf Tankstellen in Kassel in den polizeilichen Vernehmungen gestanden.

Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand von Polizei und Staatsanwaltschaft dürfte es sich bei den beiden 15 und 14 Jahre alten Jugendlichen um die Haupttäter handeln, die auch die Überfälle in den Tankstellen in wechselnden Rollen verübt haben sollen. Gegen die beiden 19 Jahre alten Männer wird wegen des Verdachts auf Mittäterschaft bei den Überfällen ermittelt. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern an, teilten beide in einer gemeinsamen Erklärung am Sonntagabend mit.

Haftbefehl gegen den 15-Jährigen erlassen
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg wurde der 15 Jahre alte Tatverdächtige am Sonntag dem Haftrichter beim Amtsgericht in Marburg vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl mit dem Haftgrund Fluchtgefahr erließ. Er wurde anschließend in die JVA Rockenberg eingeliefert. Die beiden 19 Jahre alten Tatverdächtigen wurden nach ihrem umfassenden Geständnis am späten Samstagabend entlassen. Der 14 Jahre alte Beschuldigte wurde am Sonntag vernommen. Auch er war geständig. Er sitzt derzeit im Polizeigewahrsam. Am Montag wird seitens der Staatsanwaltschaft Marburg geprüft und entschieden, ob auch er dem Haftrichter vorgeführt wird.

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Mittwoch, 28 Dezember 2011 16:30

Raubüberfälle: 14-Jähriger in U-Haft

KASSEL. Ein erst 14 Jahre alter Straftäter muss in Untersuchungshaft: Der Jugendliche steht im dringenden Verdacht, gemeinsam mit Komplizen mehrere Überfälle, Einbrüche und Autodiebstähle begangen zu haben.

Nach aufwendigen Ermittlungen des für die Aufklärung von Raubdelikten zuständigen Kommissariats K 35 der Kasseler Kripo stellte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch beim Amtsgericht in Kassel den Antrag auf Haftbefehl für einen 14 Jahre alten Tatverdächtigen aus Kassel. Diesem Antrag folgte der Haftrichter und schickte den 14-Jährigen in Untersuchungshaft.

Der Jugendliche ist mit weiteren Personen in unterschiedlicher Zusammensetzung dringend tatverdächtig, in den vergangenen Monaten eine Reihe von Überfällen, aber wahrscheinlich auch Wohnungseinbrüche und Pkw-Diebstähle, begangen zu haben. Der 14-Jährige ging der Kasseler Polizei in der Nacht zu Mittwoch in der Altmüllerstraße in der Nähe des Arbeitsamtes nach einem Zeugenhinweis ins Netz. Der Zeuge hatte gegen 21 Uhr beobachtet, wie insgesamt drei Personen eine Eingangstür in der Ottostraße beschädigt hatten. Neben dem 14-Jährigen, der als Intensivtäter gilt, wurden noch zwei 22 und 25 Jahre alte Männer aus Kassel festgenommen, nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aber wieder auf freien Fuß gesetzt. In diesem Fall ermittelt die Polizei wegen Sachbeschädigung.

Der 14-Jährige, der bei der Polizei schon seit mehreren Jahren bekannt ist, hatte nur einen Tag nach seinem 14. Geburtstag im Frühjahr diesen Jahres zwei Raubdelikte in Kassel verübt und war dafür in Untersuchungshaft genommen worden, die in einem späteren Gerichtsverfahren in einen vierwöchigen Arrest mündete. "Der 14-Jährige ist nach Zeugenaussagen dringend verdächtig, am Heiligabend gegen 5.20 Uhr versucht zu haben, einer Frau die Handtasche zu entreißen", sagte Kriminalhauptkommissar Matthias Herzmann vom K35, der die Ermittlungen leitet. Dabei sei er in Begleitung von zwei weiteren Personen gewesen, die aber in diesem Moment passiv blieben.

Als Zeugen mit einem Auto hinzu kamen und auf Höhe des 14-Jährigen und seiner Begleiter anhielten, gingen diese stiften. Die Frau blieb unverletzt. Die Fahndung war am Samstagmorgen zunächst ohne Erfolg verlaufen. Schnell war den Ermittlern aber auch klar, welche Personen hier wieder mit dabei waren. Polizei und Staatsanwaltschaft sind auch davon überzeugt, dass die Personengruppe für mindestens einen weiteren Raub in derselben Nacht zuvor verantwortlich ist. Hier hatten drei jüngere Täter gegen 2.50 Uhr einen 20-Jährigen aus Kassel nach Bargeld gefragt. Als dieser sagte, er habe nur Kleingeld dabei, drückten ihn die drei Täter im Alter von etwa 14 bis 18 Jahren zu Boden und schlugen und traten auf ihr Opfer ein. Der 20-Jährige wurde leicht verletzt. Hier soll der 14-Jährige nur dabei gewesen sein. Die Täter raubten einen geringen Bargeldbetrag und eine Digitalkamera. "Wir sind uns sicher, dass der 14-Jährige und weitere Tatverdächtigen aus seinem Umfeld in wechselnder Besetzung in den letzten Monaten für mindestens ein Dutzend ähnlicher Straftaten in Betracht kommen", sagt Kriminalhauptkommissar Matthias Herzmann.

Publiziert in KS Polizei
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