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Montag, 16 August 2021 07:58

Frau aus Frankenberg tödlich verletzt

FRANKENBERG/HERBORN. Zu einem tragischen Verkehrsunfall kam es am Sonntag auf der Landesstraße 3046 zwischen den Ortschaften Beilstein und Merkenbach.

Nach Angaben der Polizei war eine 51-jährige Frau aus Frankenberg gegen 16.20 Uhr mit ihrem Motorrad auf der Landesstraße unterwegs. Im Verlauf einer scharfen Linkskurve kam sie aus bisher unbekannter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab. Anschließend wurde sie in ein angrenzendes Waldstück geschleudert. Sie erlag noch vor Ort ihren schweren Verletzungen. Neben der polizeilichen Unfallaufnahme wurde durch die zuständige Staatsanwaltschaft ein Sachverständiger mit der Untersuchung des Unfallgeschehens beauftragt. Sollten Zeugen den Verkehrsunfall beobachtet haben, bittet die Polizei in Herborn um Hinweise.

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KASSEL. Während der Versammlungslagen am 20. März 2021 in Kassel kam es gegen 18.30 Uhr am Friedrichsplatz zu einem tätlichen Angriff auf dort eingesetzte Beamte der Bundespolizei.

Ein bislang unbekannter Täter hatte in einem unübersichtlichen Geschehen einem Polizisten einen Fußtritt gegen den Oberschenkel versetzt und ihn mit beiden Händen und mit voller Kraft gegen die Brust gestoßen. Der Beamte wurde dadurch leicht verletzt. Anschließend versuchte der Unbekannte einen anderen Polizisten zu stoßen, indem er Druck mit seiner Hand gegen dessen Halsbereich ausübte. Danach nutzte der Täter die hektische Situation und das Menschengedränge, um den Festnahmeversuchen der Polizisten zu entgehen. Da der Mann bislang nicht identifiziert werden konnte, jedoch Bilder des Tatverdächtigen vorliegen, ordnete ein Richter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel nun die Veröffentlichung dieser Fotos an.

Am 20. März hatten sich in Kassel etwa 20.000 Menschen zu verbotenen und nicht verbotenen, corona-kritischen Demonstrationen zusammengefunden. Die geschädigten Beamten der Bundespolizei waren am späten Nachmittag im Bereich einer noch stattfindenden, verbotenen Versammlung auf dem Friedrichsplatz eingesetzt.

Die Ermittlungen zu diesem Fall werden bei der regionalen Ermittlungsgruppe 1 der Kasseler Polizei geführt. Zeugen, die Hinweise auf den Tatverdächtigen geben können, melden sich bitte unter der Rufnummer 0561/9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen.

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Donnerstag, 04 Februar 2021 10:20

Schwerer Verkehrsunfall bei Habichtswald

HABICHTSWALD. Am 3. Februar 2021, um 18:40 Uhr, stießen bei Ehlen zwei Personenkraftwagen zusammen - dabei wurden mehrere Personen verletzt.

Nach Angaben der Polizei befuhr am Mittwoch der 23 Jahre alte Fahrer eines Skoda Fabia aus Wolfhagen die Landesstraße 3390 von Altenhasungen  in Richtung Dörnberg. Die Fahrbahn hat in diesem Bereich leichtes Gefälle. Ein 26 Jahre alter Fahrer eines Audi A 4 aus Zierenberg fuhr mit seiner Familie die L 3220 von Zierenberg in Richtung Ehlen. Im Kreuzungsbereich der L 3220, die hier durch Verkehrszeichen bevorrechtigt ist, und der L 3390 kam es zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Dabei wurde der Fahrer des Skoda mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Die Insassen des Audi, neben dem Fahrer eine 24 Jahre alte Mitfahrerin und drei Kinder im Alter von 1, 3 und 5 Jahren, wurden erheblich verletzt und nach Erstversorgung durch zwei Notärzte ebenfalls durch RTW in ein Krankenhaus transportiert. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in diesem Streckenabschnitt 70 km/h.

Aus Veranlassung der Staatsanwaltschaft Kassel wurde ein Gutachter zur Unfallursachenanalyse hinzugezogen und bei beiden Fahrern vorsorglich eine Blutentnahme angeordnet. Weiter wurden beide Pkw sichergestellt. Die Unfallörtlichkeit war in beide Richtungen bis um 21.50 Uhr voll gesperrt. Zur Unterstützung kamen die Freiwilligen Feuerwehren aus Habichtswald und Ortsteilen hinzu. Der Schaden an den Fahrzeugen wird von den aufnehmenden Beamten der Polizeistation Wolfhagen auf 20.000 Euro geschätzt. Ein dritter Pkw wurde durch Trümmerteile leicht beschädigt. Da Betriebsstoffe ins Erdreich gedrungen waren, war ein Einsatz der Straßenmeisterei Wolfhagen erforderlich. (ots/r)

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Mittwoch, 20 Januar 2021 16:47

Trinkgelage eskaliert - Wohnsitzloser rastet aus

BAD WILDUNGEN. Ein Trinkgelage mit fünf beteiligten Personen eskalierte am Montagabend in Bad Wildungen. Ein 43-Jähriger ging auf zwei Männer los und attackierte diese mit Schlägen, Tritten und Geschirr. Ergebnis: Zwei Männer mussten in Krankenhäusern behandelt werden, der Tatverdächtige konnte durch die Polizei festgenommen werden und befindet sich jetzt in Untersuchungshaft.

Im Laufes des Tages (18. Januar) trafen sich vier Männer und eine Frau in einer Wohnung in der Bad Wildunger Altstadt. Gemeinsam konsumierten sie erhebliche Mengen Alkohol. Am frühen Abend kam es dann zu dem Angriff des 43-jährigen Mannes aus Bad Wildungen, bei dem er zwei Männer attackierte. Einen 52-jährigen Bad Wildunger soll er zunächst mehrfach geschlagen und in den Bauch getreten haben. Anschließend habe er ihn mit einer Holzlatte wie auch einem Teller gegen den Kopf geschlagen. In der Folge soll der Tatverdächtige einen weiteren Mann (43 Jahre aus Bad Wildungen) körperlich angegriffen haben und diesen mit einer Glasfalsche gegen den Kopf und in das Gesicht geschlagen haben. Beide Geschädigte erlitten stark blutende Kopfplatzwunden.

Bei Eintreffen der von einem Zeugen gegen 19.10 Uhr verständigten Polizei konnten die beiden verletzten Männer sowie die Frau angetroffen werden. Die Polizisten alarmierten sofort eine Notärztin und einen Rettungswagen. Nach den ersten notärztlichen Maßnahmen wurden die beiden verletzten Männer in Krankenhäuser gebracht. Bei den ersten Befragungen der alkoholisierten Beteiligten ergab sich ein Tatverdacht gegen den 43-jährigen polizeibekannten Bad Wildunger. Dieser konnte im Rahmen der Fahndung durch Beamte der Polizeistation Bad Wildungen in der Brunnenstraße angetroffen und widerstandslos festgenommen werden. Aufgrund der erheblichen Alkoholisierung wurde eine Blutentnahme angeordnet.

Am Dienstagmorgen stellte die Staatsanwaltschaft Kassel einen Antrag auf Erlass eines Untersuchungshaftbefehls gegen den 43-jährigen, der keinen festen Wohnsitz hat. Das Amtsgericht Fritzlar ordnete schließlich die Untersuchungshaft wegen des dringenden Verdachts der gefährlichen Körperverletzung an, sodass sich der Tatverdächtige derzeit in Haft befindet. Die weiteren Ermittlungen zum genauen Tatablauf, aber auch zu den Hintergründen und dem Motiv der Tat, werden von der Kriminalpolizei Korbach geführt.

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HESSEN. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt führt seit mehr als einem Jahr in enger Zusammenarbeit mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit Fulda des Hauptzollamts Gießen und dem Finanzamt Offenbach II intensive Ermittlungen gegen eine Tätergruppe eines mutmaßlichen Schwarzarbeits-Netzwerkes durch.

Dienstag und am vergangen Freitag wurde in den frühen Morgenstunden eine großangelegte, gemeinsame Durchsuchungs- und Festnahmeaktion gegen die organisierte Schwarzarbeit im Baugewerbe durchgeführt. Damit gelang der Staatsanwaltschaft Darmstadt gemeinsam mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls zum dritten Mal innerhalb der letzten zwei Wochen ein wirksamer Schlag gegen organisierte Kriminalität in dieser Branche.

Bei der Razzia mit Schwerpunkt im Rhein-Main-Gebiet waren an beiden Tagen insgesamt mehr als 500 Beamte des Zolls im Einsatz, die von etlichen Steuerfahndern des Finanzamtes Offenbach unterstützt wurden. Dabei wurden ein mutmaßliches Netzwerk von Bau- und Scheinfirmen zerschlagen und vier mutmaßliche Haupttäter aufgrund bereits erwirkter Haftbefehle des Amtsgerichtes Darmstadt festgenommen. Ein weiterer Haftbefehl wurde wegen Verdunkelungsgefahr während der Maßnahmen erwirkt und ebenfalls vollstreckt.

Die Ermittler vollstrecken über 60 Durchsuchungsbeschlüsse, durchsuchten Firmenräume, Wohnungen und Steuerberaterbüros, überwiegend in Hessen, aber auch in Rheinlandpfalz, und stellten umfangreiche Beweismittel sicher. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht eine Baufirma im Landkreis Offenbach, gegen deren Verantwortliche der Verdacht besteht, die Firma nur zum Schein als sogenannte „Servicefirma“ zu betreiben. Unternehmenszweck ist die Erstellung von Scheinrechnungen, denen keinerlei Bauleistungen zugrunde liegen und der Verkauf solcher Rechnungen an Baufirmen. Die Verantwortlichen dieser Unternehmen wiederum sollen, die entsprechenden Beträge zwar an die Servicefirma überwiesen haben, jedoch das Geld - nach Abzug einer Provision - wieder bar zurückerhalten haben, um ihrerseits Schwarzlöhne bzw. Teilschwarzlöhne an die von ihnen beschäftigten Arbeiter zu zahlen. Um die hohen Barabhebungen und ihre Machenschaften zu verschleiern soll die besagte Firma darüber hinaus mehrere andere Scheinfirmen nutzen, um Bargeld für Schwarzlöhne zu generieren.

Weiterhin wurde ein Teil der Bauarbeiter von sogenannten "Kolonnenschiebern" im Auftrag von Baufirmen auf die Baustellen gebracht und über die besagte Firma angemeldet, um so die wahren Arbeitgeber zu verschleiern. So entstand ein komplexes Geflecht von Schein- und Baufirmen das eine Gruppe von Tätern nutzte, um im großen Umfang Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zu hinterziehen. Den Beschuldigten wird bandenmäßiger Betrug, Steuerhinterziehung und Vorenthalten von Arbeitsentgelt vorgeworfen. „Wir gehen nach bisherigem Ermittlungsstand für den Zeitraum der letzten drei Jahre von einem Schaden für die Sozialkassen von insgesamt fast 6 Millionen Euro aus. Dazu kommt noch ein zu erwartender beträchtlicher Steuerschaden", so Michael Bender der Pressesprecher des Hauptzollamtes Gießen. Die Ermittlungen in mehreren parallel geführten Verfahren der Staatsanwaltschaften Darmstadt richten sich gegen insgesamt 22 Beschuldigte. Die 55- und 28-jährigen Betreiber der als Bauunternehmen getarnten Scheinfirma, beides türkische Staatsangehörige, wurden aufgrund bestehender Haftbefehle festgenommen und befinden sich in Untersuchungshaft. Sie sollen einen Schaden von etwa 3,4 Millionen Euro verantwortlich sein und gelten als Köpfe der Bande.

Ebenfalls festgenommen wurden ein 23-jähriger mutmaßlicher Mittäter aus Gießen sowie der 46-jährige Geschäftsführer einer Baufirma im Landkreis Neuwied, der im Verdacht steht unter Verwendung von gekauften Scheinrechnungen, Sozialabgaben in Millionenhöhe hinterzogen zu haben. Beide besitzen die türkische Staatsangehörigkeit. Wegen Verdunkelungsgefahr wurde während der Einsatzmaßnahmen ein weiterer Haftbefehl gegen einen 53-jährigen Deutschen erwirkt. Er wurde am Dienstag in seiner Wohnung in Frankfurt festgenommen. Darüber hinaus wurden 15 der Tätergruppe zugerechnete Personen erkennungsdienstlich behandelt.

Im Zuge der Maßnahmen wurden erhebliche Vermögenswerte gesichert. Speziell geschulte Vermögensabschöpfer des Zolls sicherten umfangreiche Vermögenswerte und pfändeten Konten und offene Forderungen für erbrachte Leistungen. Insgesamt hatte das Amtsgericht Darmstadt Vermögens-Arreste über 9,4 Millionen Euro erlassen. Bei den heutigen Durchsuchungen stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial sicher, darunter auch Computer, Mobiltelefone und Datenträger, die durch Spezialkräfte des Zolls für IT-Forensik ausgewertet werden.

Bei dem Einsatz wurden auch Bargeldspürhunde des Zolls eingesetzt, die in mehreren Durchsuchungsobjekten nach verstecktem Geld suchten. In einer Wohnung erschnüffelte ein Bargeldspürhund 107.000 Euro in einer Einkaufstüte im Schlafzimmer. Insgesamt stellten die Zöllner 213.000 Euro Bargeld sowie das Auto eines der Beschuldigten, ein Ford Mustang, sicher. Auch 235 Gramm Marihuana, sechs Gramm Kokain und einige Schuss z.T. großkalibrige Munition, zwei nicht gekennzeichnete Luftgewehre sowie einen Totschläger entdeckten die Schwarzarbeitsfahnder. Die Maßnahmen dauern noch an. (ots/r)

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Mittwoch, 29 Januar 2020 12:48

Drogen-Razzia in Bad Berleburg Aue

AUE. Am Mittwochmorgen kam es im Bad Berleburger Ortsteil Aue zu einem größeren Einsatz von Polizei und Zoll. In der Ortsdurchfahrt von Aue waren um kurz nach10 Uhr neben Streifenwagen der Bad Berleburger Polizeiwache auch Streifen- und Zivilfahrzeuge des Zolls im Einsatz. Insgesamt 13 Beamte und zwei Hunde, davon ein Rauschgiftspürhund, waren in dem Familienhaus im Einsatz.

Wie die Sprecherin der Pressestelle des Zollfahndungsamtes Essen, Heike Sennewald, mitteilte, ging es bei der Aktion um einen von der Staatsanwaltschaft Köln verfügten Einsatz im Rahmen der Bekämpfung von Rauschgiftkriminalität. Ein Wohnhaus wurde in diesem Rahmen von Polizei und vermummten Zollbeamten durchsucht, das Gebäude wurde zusätzlich von Zollbeamten gesichert. Die Observierungs- und Fahndungsmaßnahmen liegen in der Zuständigkeit beim Zoll und der Kölner Staatsanwaltschaft.

Die Staatsanwaltschaft Köln verwies bei einer Anfrage auf die Pressestelle des Zollfahndungsamtes Essen. Am Nachmittag, gegen 15 Uhr, so hieß es weiter, sei mit ersten Fahndungsergebnissen zu rechnen.

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EDERTAL-BUHLEN. Zwischen den Erdertaler Ortschatten Buhlen und Lieschensruh kam es am Montagmorgen zu einem Alleinunfall, bei dem der Fahrer eines VW-Sharan tödlich verletzt wurde.

Nach Angaben der Polizei vor Ort kam der blaue Sharan mit Korbacher Kennzeichen aus Richtung Buhlen und war auf dem Weg in Richtung Lieschensruh. Ausgangs einer leichten Rechtskurve kam der 59-Jährige nach links von der Fahrbahn ab, steuerte an einer auflaufenden Leitplanke vorbei und krachte mit voller Wucht gegen einen Pfeiler des Viadukts.

Ein Zeuge erkannte den verunfallten Volkswagen im Wiesengrund an der Bundesstraße 485. Umgehend setzte er um 7.30 Uhr den Notruf zur Polizei ab. Unter dem Alarmkürzel "Eingeklemmte Person VU, Pkw Buhlen" wurden die Wehren aus  Bergheim-Giflitz, Buhlen und Hemfurth-Edersee alarmiert. Bei Eintreffen des Einsatzleiters Dirk Rübsam am Unfallort wurde die Straße in beiden Richtungen für den Verkehr gesperrt. Ein Trupp ging vor, um den rauchenden Motorraum abzulöschen, während ein weiterer Trupp mit dem Rettungssatz den aus Waldeck stammenden Fahrer bergen und der Notärztin übergeben konnte. Diese stellte den Tod des Mannes fest.

Protokolliert hat den Unfall die Polizei aus Bad Wildungen. Die Ursache des Unfalls ist noch unklar. Vorsorglich wurde der Sharan auf Anweisung der Staatsanwaltschaft abgeschleppt und sichergestellt. (112-magazin)

Link: Unfallstandort B 485 am 9. September 2019

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WUNDERTHAUSEN. Als die Polizeibeamten und die Kriminalpolizei am Dienstagvormittag mit dem Durchsuchungsbeschluss in Wunderthausen auftauchten, da hätten sie damit wohl kaum gerechnet. Über den gesamten Vormittag bis zum späten Nachmittag waren sie damit beschäftigt, Waffen und Munition aus einem Haus an der Hallenberger Straße zu schaffen, zu registrieren und sicherzustellen.

„Die Kollegen waren mit richterlichem Beschluss zur Durchsuchung gekommen“, erklärte Polizeisprecher Christoph Irle am Dienstag. Demnach habe es Hinweise gegeben, dass sich Waffen in dem Wohnhaus eines 68-jährigen Mannes befinden könnten. Außerdem seien Schuppen im Hinterhof des Hauses durchsucht worden. „Die Kollegen haben auch Waffen gefunden und sichergestellt. Außerdem wurden größere Mengen Munition gefunden“, resümierte der Polizeisprecher.

Ob die Beamten jedoch damit gerechnet hätten, Pumpguns und Uzis, sowie 250 kg Munition zu finden, ist fraglich.

„Es war vor Ort ein enormer Kräfteaufwand nötig“, hieß es aus der Pressestelle. Aus dem gesamten Kreis Siegen-Wittgenstein waren Polizeikräfte nach Wunderthausen ausgerückt. Nicht nur uniformierte Polizeibeamten, auch Kräfte der Kriminalpolizei und Zivilkräfte waren im Einsatz. Außerdem wurde ein Hundeführer eingesetzt, der unter anderem einen Schuppen im Hinterhof des Gebäudes durchsuchte.

Woher die Polizei im Vorfeld den entscheidenden Hinweis erhielt, dass sich Waffen in dem Anwesen befinden, konnte aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gesagt werden. Insgesamt wurden mehr als 30 Schuss- und Stichwaffen bei der Durchsuchung gefunden und sichergestellt. Der mutmaßliche Besitzer der Waffen war während der Durchsuchung ebenfalls vor Ort. Gegen ihn, so erklärte Polizeisprecher Christoph Irle am Dienstag, sei ein Strafverfahren eingeleitet worden. Unter anderem wegen mehrerer Verstöße gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz. Dennoch sei der Mann nicht festgenommen worden. „Die Ergebnisse der Durchsuchung müssen jetzt ausgewertet werden und man muss dann sehen, wie es weiter geht“, so Irle. Die Staatsanwaltschaft Siegen habe die Ermittlungen in der Sache aufgenommen.

Der große Polizeieinsatz am Wunderthäuser Ortsrand hatte sich schnell herum gesprochen und war auch der Dorfbevölkerung nicht verborgen geblieben. Viele Passanten beobachteten den Einsatz aus sicherer Entfernung. Und viele Stimmen wurden laut, nach denen es niemanden wundere, dass in der Wohnung des 68-Jährigen Waffen und Munition gefunden worden seien.

Polizeisprecher Irle erklärte in diesem Zusammenhang, dass es neben der Durchsuchung des Anwesens in Wunderthausen keine weiteren Durchsuchungen an anderen Orten gegeben habe.

Sobald weitere Informationen vorliegen, wird nachberichtet.

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MARBURG. Am 20. Februar wurde ein erst wenige Wochen alter Säugling mit massiven inneren und äußeren Verletzungen in ein Marburger Krankenhaus eingeliefert. Heute wurde bekannt, dass das Mädchen am späten Nachmittag des 26. Februar seinen schweren Verletzungen erlag.

In diesem Zusammenhang ermittelte die Staatsanwaltschaft Marburg zusammen mit der Kriminalpolizei Marburg bereits seit Mittwoch, den 20. Februar, wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Im Zuge der ersten Ermittlungen wurde der 17-jährige Lebensgefährte der Kindsmutter festgenommen, bei dem es sich nicht um den Vater des Kindes handelt. Seit Freitag befindet sich der Beschuldigte aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft Marburg beantragten und vom Amtsgericht Marburg erlassenen Haftbefehls in Untersuchungshaft.

Nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte, der sich bereits in der Vergangenheit an der Betreuung des Säuglings beteiligt hatte, am 20.Februar in der von einem freien Träger zur Verfügung gestellten Wohnung der 18-jährigen Kindsmutter in Marburg auf verschiedene Weise gewalttätig auf den Säugling eingewirkt hat. Der Säugling erlitt dadurch unter anderem schwerste Kopfverletzungen. Trotz Verständigung von Rettungskräften durch die Kindsmutter und anschließender intensivmedizinischer Behandlung des Säuglings erlag dieser seinen schweren Kopfverletzungen.

Die weiteren Ermittlungen werden nunmehr wegen des Verdachts des Totschlags sowie der Misshandlung Schutzbefohlener geführt. Anhaltspunkte für strafrechtlich relevantes Verhalten seitens des freien Trägers oder des Jugendamtes, das die Kindsmutter unterstützte, haben sich im Zuge der Ermittlungen nicht ergeben. Die Ermittlungen zum genauen Tathergang dauern derzeit an. In diesem Zusammenhang hat die Staatsanwaltschaft umfangreiche rechtsmedizinische Untersuchungen veranlasst. (ots/r)

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Mittwoch, 30 Januar 2019 14:22

Raub in Arnsberg vorgetäuscht

HOCHSAUERLANDKREIS. Ermittlungen deckten nun auf, dass ein zuvor der Polizei gemeldeter Raub vorgetäuscht wurde.

Eine Frau meldete der Polizei, dass es am Samstagabend zu einem Raub gekommen sein soll, bei dem zwei Frauen über den Gehweg "Lange Wende" gingen und eine der beiden dort durch den Täter verletzt wurde. Der anderen Frau soll der Täter eine Tasche mit Einnahmen eines Wettbüros, die sie zu diesem Zeitpunkt bei einem Geldinstitut einzahlen wollte, entrissen haben. Daraufhin soll der Täter trotz einer direkt eingeleiteten Fahndung entkommen sein.

Bei den Ermittlungen stieß die Polizei jedoch schnell auf Widersprüche. Es ergaben sich Hinweise gegen die 27-jährige Frau, welche zunächst als Opfer auftrat. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Arnsberg erfolgten daraufhin mehrere Wohnungsdurchsuchungen in Arnsberg und Sundern, durch die sich der Verdacht der Ermittler bestätigte, da bei den Durchsuchungen Teile der Beute gefunden werden konnten.

Daraufhin gestand die Frau. Sie hatte die Tat im Vorfeld mit zwei Männern geplant. Die zweite Frau - die bei dem Überfall leicht verletzt wurde - hatte jedoch nichts mit der Tat zu tun. Bei den tatverdächtigen Männern handelt es sich um einen 27-jährigen und einen 21-jährigen Mann, die beide in Arnsberg wohnen. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurden die drei Tatverdächtigen wieder entlassen, ein Strafverfahren wurde eingeleitet. (ots/r)

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