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Freitag, 20 September 2019 15:13

Deutscher liegt auf Straße und wird "umgebettet"

KASSEL. Hilfsbereit zeigte sich in der Nacht zu Donnerstag ein Autofahrer in der Mombachstraße in Kassel, der gegen 23.30 Uhr im Vorbeifahren auf einen auf der Straße liegenden und schlafenden Mann aufmerksam wurde. Da er den kurz vor der Brücke der Wolfhager Straße liegenden Schlafenden nicht wecken konnte, sicherte er die Stelle mit seinem Auto ab und verständigte die Polizei.

Der gerufenen Streife des Polizeireviers Nord blieb dann auch nichts anderes übrig, als dem Mann eine neue, weniger gefährliche Bleibe zukommen zu lassen. Der 31-jährige Deutsche, der zurzeit keinen festen Wohnsitz hat, wurde wegen Diebstahls aus dem Jahr 2018 mit Haftbefehl gesucht. Da er die Geldstrafe von 200 Euro, zu der er von einem Gericht verurteilt worden war, nicht bezahlen konnte, brachten ihn die Beamten zum Antritt der 20-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe in die Justizvollzugsanstalt in Kassel-Wehlheiden. (ots/r)

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Publiziert in KS Polizei

WALDECK-FRANKENBERG. Häufig berichtet 112-magazin.de über Unfälle unter Alkoholeinfluss, die für die Promillefahrer ein Strafverfahren und eine Führerscheinsperre nach sich ziehen. Nicht anders verhielt sich schon vor 50 Jahren so mancher Verkehrsteilnehmer, wie ein Blick in die Tageszeitung aus dem Jahr 1965 beweist. Die Strafen waren damals jedoch drakonischer...

So berichtet die WLZ in ihrer Ausgabe vom 26. November 1965 über Gerichtsverhandlungen, in denen sich ein Mann und eine Frau vor dem Richter verantworten mussten. Wir geben den Bericht aus der Heimatzeitung im Wortlaut wieder:

Zum dritten Mal betrunken am Steuer
Vier Monate Gefängnis und Führerscheinentzug auf fünf Jahre für einen unbelehrbaren Kraftfahrer
BAD WILDUNGEN. Vor dem Wildunger Amtsgericht hatte sich gestern ein Kraftfahrer aus Odershausen zu verantworten, dessen Konto mit acht Verkehrsstraftaten belastet war. Wegen Trunkenheit am Steuer war er bereits früher zu zwei und drei Monaten Gefängnis, aber auch zur Einziehung seines Führerscheins für insgesamt fünf Jahre verurteilt worden. Aus all diesen Vorkommnissen scheint er keine Lehre gezogen zu haben, denn wegen des gleichen Delikts stand er gestern erneut vor dem Richter.

Im Laufe des Sommers wollte er von Wildungen nach Kassel zu seiner Frau fahren, hielt aber in Mandern auf der Brücke an, weil er angeblich der Meinung war, daß er nicht fahrtüchtig sei. Nun, zumindest diese Einsicht ist richtig gewesen, denn wie sich später herausstellte, betrug an diesem Tage der Blut-Alkoholgehalt 2,5 Promille. Um diesmal einer erneuten "Trunkenheit am Steuer" vorzubeugen, hielt er es für ratsam, in einen Nebenweg zu fahren und dort eine Stunde zu schlafen. Dann aber bestieg er wieder seinen Wagen, um die Fahrt fortzusetzen. Schon nach 50 Metern, so sagte er vor den Richter aus, sei ihm jedoch klar geworden, daß er noch immer nicht fahrtüchtig sei. Er hielt genau auf einer Brücke an, und als er versuchte, hier zu drehen, durchbrach er die steinerne Brückenmauer und hing mit der Hälfte seines Wagens über dem Bach. Dann verließ der wackere Fahrer sein Auto und hielt vorüberfahrende Kraftfahrer an, mit der Bitte ihm zu helfen.

Er stürzte in den Graben
Es waren mehrere Wildunger Fahrer, aber auch Soldaten aus Fritzlar, die er um Beistand bat. Aber allen strömte eine solche "Fahne" entgegen, daß sie es für richtig hielten, die Polizei zu benachrichtigen. Ehe sie sich aber versehen hatten, war der Fahrer plötzlich von der Bildfläche verschwunden. - Nicht allzuweit entfernt fand man ihn und zwar in einem Graben, in den er in seiner Trunkenheit gestürzt war. Hierbei zog er sich eine Gehirnerschütterung und mehrere Beulen am Kopf zu, so daß er zunächst in das Krankenhaus gebracht werden mußte. Nach zwei Tagen konnte er entlassen werden. Seine Auslassung, dass er beim Verlassen des über die Brücke hängenden Wagens gestürzt sei, nahm ihm der Amtsrichter nicht ab. Der Tatverhalt war so klar, daß eine eine harte Bestrafung angemessen erschien. Der Amtsrichter verurteilte ihn zu vier Monaten Gefängnis und einem erneuten Führerscheinentzug für weitere fünf Jahre.

Frauen - auch vor dem Richter gleichberechtigt
In der zweiten Verhandlung stand eine Frau aus Bad Wildungen ebenfalls wegen Trunkenheit am Steuer vor dem Richter. Sie war im Sommer in einer Gastwirtschaft am Warteköppel gewesen und wollte von dort durch die Bubenhäuser Straße in Richtung Schlachthofstraße zum Bahnhof fahren. In der Schlachthofstraße kam sie jedoch von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen abgesägten Baumstumpf, wobei der Wagen beschädigt wurde. Wie sich herausstellte, hatte sich auf dieser Fahrt einen Alkoholgehalt von 2,5 Promille. Vor dem Amtsrichter sagte die Angeklagte aus, den starken Alkoholkonsum hätte sie in den zwei vorhergehenden Tagen gehabt, und zwar bei fast ununterbrochenen Feierlichkeiten. Am Tage des Unfalls jedoch habe sie lediglich vier Glas Bier getrunken. Nun, die Blutuntersuchung hatte eindeutig ein anderes Ergebnis gezeigt. Der Richter vertrat den Standpunkt, daß die Gleichberechtigung der Frau natürlich auch dann gelte, wenn es um Trunkenheit am Steuer gehe. Er verurteilte die Angeklagte zu zwei Wochen Gefängnis und zu einem sechsmonatigen Führerscheinentzug unter Anrechnung der bisherigen vorläufigen Entziehung. (...) Zitat Ende

Ausreden früher wie heute
Waren in den 60er Jahren die Folgen von Fahrten unter Alkoholeinfluss drastischer - heutzutage wandert niemand mehr für eine Trunkenheitsfahrt ins Gefängnis -, so zeigt der Artikel aus der Waldeckischen Landeszeitung aus dem Jahr 1965 doch eines: Das Problem "Alkohol am Steuer" beschäftigte damals wie heute Polizei und Gerichte. Und auch um Ausreden waren und sind die Beschuldigten 1965 oder 50 Jahre später nicht verlegen. Glaubt man Zeitzeugen, so war es früher aber offenbar verbreiteter, sich alkoholisiert ans Steuer zu setzen. Und wie zufällig stand in der WLZ vom 26.11.1965 neben dem Artikel über die Gerichtsverhandlungen bezeichnenderweise eine Alkoholwerbung: "Am liebsten Martini-Bier. Ein Meistertrunk"...

Quelle: Waldeckische Landeszeitung. Dank gilt dem Korbacher Stadtarchiv

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Publiziert in Polizei

KASSEL. Ein 81 Jahre alter Mann ohne festen Wohnsitz hat eine neue Unterkunft - zumindest für den kommenden Monat: Er muss die nächsten 30 Tage hinter Gittern in der Justizvollzugsanstalt in Kassel-Wehlheiden verbringen, wie die Bundespolizei in Kassel am Dienstag mitteilte.

Wie die Beamten weiter berichteten, war der 81-jährige Wohnsitzlose, der aus der Lutherstadt Eisleben in Sachsen-Anhalt stammt, sich aber überwiegend in Kassel aufhält, am Montagabend im Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe unterwegs. Dort fiel er Polizisten der Bundespolizei auf, die ihn kontrollierten. Dabei stellte sich heraus, dass der Rentner wegen Diebstahls verurteilt ist und mit Haftbefehl von der Staatsanwaltschaft Kassel gesucht wurde.

Da der Mann nicht über Bares verfügte, um eine noch fällige Geldstrafe von 370 Euro bezahlen zu können, musste er nun ersatzweise die Haftstrafe antreten.

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Publiziert in KS Polizei
Mittwoch, 27 November 2013 15:01

Schockanrufe: Litauer hinter schwedischen Gardinen

KORBACH/HOF. Nach einem Schuldspruch vor dem Korbacher Amtsgericht ist derselbe "Kandidat" in Hof vom dortigen Gericht erneut verurteilt worden. Der als Wiederholungstäter geltende Litauer sitzt nun in Haft.

Anfang November hatte das Korbacher Schöffengericht einen ersten Schuldspruch nach einem "Schockanruf" verhängt. Unter dem Vorsitz von Richter Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling verurteilte das Schöffengericht einen 23-jährigen Litauer wegen Betruges zu einer Haftstrafe von sechs Monaten auf Bewährung.

Der 23-Jährige hatte als Geldabholer von einer älteren russlanddeutschen Frau im Juli des vergangenen Jahres 5000 Euro ergaunert und quittiert. Diese Quittung wurde ihm in der Folge zum Verhängnis. Dank akribischer Spurensuche an dem benutzten Kugelschreiber konnte die Korbacher Kripo DNA-Spuren sichern, die auf die Spur des jungen Litauers führten, der bereits seit fast einem Jahr in der Bayreuther Haftanstalt in Untersuchungshaft sitzt. Deshalb konnte er das Korbacher Amtsgericht nach Urteilsverkündung auch nicht freien Fußes verlassen, sondern wurde wieder in die Bayreuther Haftanstalt überführt.

Dort wartete er auf weitere Verfahren wegen Schockanrufen, die am 15. November zu einer weiteren Verurteilung führten. Dem Umstand, dass dem Landgericht in Hof nun das rechtskräftige Urteil des Korbacher Schöffengerichtes vorlag, führte dazu, dass die Verurteilung höher ausfiel, da der verurteilte Litauer nun als Wiederholungstäter gilt. Wegen sechs weiterer Taten verurteilte ihn das Hofer Schöffengericht zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten.

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Publiziert in Polizei
Montag, 28 Januar 2013 12:19

Wettbüro-Einbruch: 25-Jähriger in Haft

KORBACH. Zu zehn Monaten Haft hat das Korbacher Amtsgericht einen jungen Mann aus Nordwaldeck verurteilt. Amtsrichter Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling befand den Mann für schuldig, im August 2011 in ein Korbacher Wettbüro eingebrochen zu sein. Weil der Angeklagte wegen einer anderen Tat noch unter Bewährung stand, muss er die Haftstrafe antreten, wenn sie rechtskräftig wird.

Schon Anfang Januar war wegen des Einbruchs verhandelt worden. Am Montag wurde noch ein weiterer Zeuge gehört. Zeugen für die Tat hatte es nicht gegeben. Im Gericht schwieg der 25-Jährige. Und auch Spuren gab es nicht - bis auf einen Blutstropfen, der auf die Spur des Mannes führte. Anhand der Indizien und des Blutstropfen verurteilte Kalhöfer-Köchling den Mann. Er sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte den Einbruch begangen hatte, bei dem etwa 4500 Euro Bargeld erbeutet wurden.

Insider-Wissen
Weil seine damalige Freundin in dem Wettbüro gearbeitet habe, habe er das Wissen gehabt, dass in der Nacht diese Geldmenge in der Kasse lag. Denn normalerweise brachte der Betreiber die Einnahmen regelmäßig zur Bank. Von Insider-Wissen ging der Richter aus, weil bei dem Einbruch gezielt nur nach Geld gesucht wurde. Andere Wertgegenstände wie Flachbildschirme seien nicht beachtet worden.

DNA-Untersuchung führt zu 25-Jährigem
An der mit Sicherheitsglas ausgestatteten Eingangstür hatte die Kriminalpolizei einen Blutstropfen gefunden. Den hatte laut Richter der Täter beim Einschlagen hinterlassen. Und der war dem jungen Mann zum Verhängnis geworden. Denn die DNA-Spur aus diesem Tropfen brachte die Polizei auf die Spur des Nordwaldeckers. Der war polizeibekannt, weil er eine gefährliche Körperverletzung begangen hatte. Wegen dieser Tat, die vor dem früheren Bad Arolser Amtsgericht geahndet worden war, stand der Mann noch unter Bewährung.

Verteidiger wollte Freispruch
Mit den zehn Monaten Haft war Kalhöfer-Köchling dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt. Auch die sah den Mann anhand der Indizien als den Täter an und hatte sich gegen eine Bewährungsstrafe ausgesprochen. Der Verteidiger plädierte auf Freispruch, weil er die Indizien gegen seinen Mandanten als nicht ausreichend erachtete. Quelle: HNA

Publiziert in Archiv - Sammlung
Mittwoch, 05 September 2012 17:52

Dämlich: Ertappter Täter zeigt eigenen Ausweis

MARBURG. Ein Student hat einen 50 Jahre alten Intensivtäter beim Diebstahl erwischt. Als er ihn zur Rede stellte, zeigte der Dieb ihm seinen eigenen Ausweis - dann flüchtete er.

Zu dem Diebstahl war es bereits am 20. August gekommen, der Täter war aber erst in dieser Woche von Beamten der Ermittlungsgruppe zur Bekämpfung der Mehrfach- und Intensivtäter (EG MIT) vernommen worden, wie die Polizei am Mittwoch berichtete. Der 50-jährige Intensivtäter nutzte am besagten Tag eine offene Tür und betrat am Renthof eine Studentenbude. Sein Pech war, dass er nicht den in knapp 2,30 Meter Höhe in seinem Hochbett schlafenden Bewohner bemerkte. Dieser wachte von dem Geräusch des schnell und hektisch aufgerissenen Klettverschlusses seiner Geldbörse auf.

Er sprang aus dem Bett, landete vor dem verdutzten ungebetenen Gast, stellte ihn zur Rede und verlangte seinen Ausweis. Während der Täter sich herausredete und etwas von der Suche nach einer Unterkunft zum Wohnen erzählte, fischte er tatsächlich seinen eigenen Ausweis heraus und übergab ihn dem Studenten. Der glich Name und Bild miteinander ab und erleichterte so der EG MIT die weiteren Ermittlungen, nachdem der Täter sich doch entschieden hatte, ohne weiteren Kommentar das Weite zu suchen.

Die EG MIT vernahm den Mann am Dienstag und musste mit anhören, dass die Lebensgefährtin so rein gar nichts von der auch hier geäußerten Wohnungssuche zwecks gemeinsamen Umzugs wusste. Noch befindet sich der Intensivtäter auf freiem Fuß. Allerdings dürfte alsbald tatsächlich ein Wohnsitzwechsel anstehen: Der Mann muss nämlich eine erst kürzlich erlassene Freiheitsstrafe von 16 Monaten wegen Diebstahls antreten.

Publiziert in MR Polizei

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