WALDECK. Unter dem Vorwand, kein Benzin und lediglich ausländisches Geld zu haben, hat ein unbekanntes Paar einen 55 Jahre alten Mann aus Vöhl auf der B 251 um 300 Euro betrogen.
Der Vöhler war am Samstag gegen 16 Uhr zwischen Sachsenhausen und Freienhagen unterwegs. Auf einem Parkplatz bemerkte er einen weißen Audi Kombi mit eingeschaltetem Warnblinklicht und hielt an, um den Insassen zu helfen.
Der unbekannte Mann erklärte, dass dem Paar das Benzin ausgegangen sei und es nur ausländisches Geld dabeihabe. Er bat den 55-Jährigen deshalb, mehrere Scheine zu wechseln. Nach Angaben des Täters handelte es sich dabei um 1000 Belarus-Rubel.
Der Geschädigte nahm die Scheine entgegen und gab dem Unbekannten dafür 300 Euro. Anschließend zeigte er dem Paar noch den Weg zur nächstgelegenen Tankstelle in Sachsenhausen.
Erst zu Hause stellte der Vöhler fest, dass das erhaltene Geld alt und nicht mehr gültig war.
Der Tatverdächtige soll etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß sein und eine normale Statur haben. Er wurde mit dunklem Teint, schwarzen mittellangen Haaren, einem schwarzen Vollbart und grünen Augen beschrieben. Nach Angaben des Geschädigten hatte er ein arabisches Erscheinungsbild.
Bei seiner Begleiterin soll es sich um eine korpulente Frau mit langen schwarzen Haaren, dunklem Teint und dunklen Augen gehandelt haben. An dem weißen Audi waren polnische Kennzeichen angebracht.
Die Korbacher Kriminalpolizei sucht Zeugen, die Hinweise zu dem Paar oder dem Fahrzeug geben können. Gleichzeitig warnt die Polizei vor dieser Betrugsmasche.
Hinweise nehmen die Kriminalpolizei und die Polizeistation in Korbach unter der Telefonnummer 05631/9710 entgegen. (pnd/r)
Warnhinweise der Polizei
Die Polizei rät dazu, bei angeblichen Pannen oder Notlagen aufmerksam zu bleiben. Wer helfen möchte, sollte kein Bargeld gegen unbekannte ausländische Geldscheine tauschen.
Auch Zeitdruck, eindringliche Bitten oder eine besonders glaubwürdig wirkende Geschichte sollten nicht dazu führen, größere Geldbeträge herauszugeben. Im Zweifel kann angeboten werden, die Polizei, einen Pannendienst oder eine andere Hilfsstelle zu verständigen.
Kennzeichen, Fahrzeugtyp, Farbe und eine Beschreibung der beteiligten Personen sollten möglichst genau notiert werden. Wer sich bedrängt fühlt oder einen Betrugsversuch vermutet, sollte Abstand halten und sofort die Polizei verständigen.
Grundsätzlich gilt: Hilfsbereitschaft ist wichtig, sollte aber nicht dazu führen, unbekannten Personen Bargeld auszuhändigen oder Wertgegenstände zu überlassen.
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