NORDHESSEN. Infolge des in der Nacht zum heutigen Montag einsetzenden Schneefalls kam es in ganz Nordhessen zu einer Vielzahl von Verkehrsunfällen und Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr, die die Einsatzkräfte der Region in Atem hielten.
Eingegangen sind seit 5 Uhr mittlerweile rund 70 Meldungen über Verkehrsunfälle sowie etwa 40 Mitteilungen über besonders glatte Straßen aus den vier nordhessischen Landkreisen und der Stadt Kassel. Relativ glimpflich gingen die bisher polizeilich aufgenommenen Vorfälle offenbar aus, sodass es nach bisherigem Sachstand bei leichteren Verletzungen blieb. An vielen Stellen sorgten zudem Lastwagen, die aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse insbesondere in Steigungsbereichen nicht mehr weiterkamen, für zusätzliche Behinderungen.
Rund zwei Dutzend Unfälle ereigneten sich auf den Autobahnen Autobahn 7, Autobahn 49 und Autobahn 44. Gegen 8.50 Uhr kam der Fahrer eines polnischen Sattelzuges auf der Autobahn 7 an der Anschlussstelle Homberg (Efze) in Fahrtrichtung Süden nach rechts von der Fahrbahn ab, wodurch der Auflieger in den Graben kippte. Wegen des Einsatzes der Feuerwehr aufgrund größerer Mengen ausgelaufenen Diesels und der aufwendigen Bergungsarbeiten mussten die Ausfahrt und der rechte Fahrstreifen bis 13.50 Uhr gesperrt werden.
Etwa 20 Unfälle wurden der Polizei in der Stadt Kassel gemeldet, wobei die Vorfälle nicht nur Nebenstraßen, sondern auch Hauptverkehrsstraßen wie die Kurt-Schumacher-Straße, Weserstraße und die Ihringshäuser Straße betrafen. Zahlreiche Meldungen von Fahrzeugführern gingen insbesondere ab 7 Uhr ein, die auf dem Weg zur Arbeit in geparkte Autos oder gegen Verkehrsschilder gerutscht waren. Betroffen war gegen 12.30 Uhr zudem eine Streife der Kasseler Polizei, die auf dem Weg zu einem Unfall zwischen drei Fahrzeugen in der Eckermannstraße selbst auf winterglatter Fahrbahn ins Rutschen geriet und gegen ein geparktes Auto stieß.
Auf der Bundesstraße 252 bei Bad Arolsen fuhr gegen 9 Uhr ein Mann am Steuer eines Mercedes auf einen vorausfahrenden Peugeot auf, dessen 65-jähriger Fahrer aus Korbach leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht wurde. Ein weiterer Unfall ereignete sich bei Twistetal gegen 12.20 Uhr auf der Landesstraße 3118, als eine 30-jährige Opel-Fahrerin aus Bad Wildungen nach rechts von der Straße abkam und frontal mit einem Baum kollidierte. Glücklicherweise wurde die Frau nicht schwerer verletzt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert.
Gleich zwei witterungsbedingte Verkehrsunfälle im Stadtgebiet von Bad Wildungen und auf den umliegenden Kreisstraßen haben die örtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie des Rettungsdienstes am Montag zusätzlich gefordert.
Erleiden musste ein 25-jähriger Mann leichte Verletzungen auf der Kreisstraße 43 bei Reinhardshausen, nachdem sein Audi A4 infolge eines Ausweichmanövers von der Fahrbahn abgekommen war und sich im Graben überschlag. Verursacht wurde dieser Vorfall gegen 16 Uhr durch einen entgegenkommenden weißen BMW, der auf schneeglatter Fahrbahn die Gegenspur schnitt und anschließend flüchtete, ohne sich um den verunfallten Wildunger zu kümmern. Eingesetzt waren hier die Feuerwehren aus Bad Wildungen und Reinhardshausen, die den Totalschaden am Audi absicherten.
Eingeliefert in das Krankenhaus nach Korbach wurde zudem die 30-jährige Frau aus Bad Wildungen, die zuvor auf der Landesstraße 3118 im Bereich von Twistetal die Kontrolle über ihren blauen Opel verloren hatte. Prallte der Wagen frontal gegen einen Baum, konnten die Rettungskräfte glücklicherweise auch hier nur leichtere Verletzungen feststellen. (ots/r)
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