1. Mai: Hohe Promillewerte, einige Schlägereien

Mittwoch, 02. Mai 2012 14:48 geschrieben von  Migration

WALDECK-FRANKENBERG. Eine gemischte Bilanz zieht die Polizei bei den 1. Mai-Kontrollen im Landkreis. Vor allem der hohe Trunkenheitsgrad mancher Jugendlicher sorgt für Stirnrunzeln. Eine Veranstaltung in Dodenau beendeten die Beamten am späten Abend.

Rund um vier Hauptausflugsziele an Twistesee, Edersee, Ense und Dodenau konzentrierten sich die Bemühungen der Polizei, die verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen zu halten. Alkotests und Gespräche gehörten ebenfalls zur Pflichtausstattung am 1. Mai. Nichtsdestotrotz schlugen einige Wandersleute über die Stränge.

Twistesee: Der eine durchschwimmt den See, der andere verletzt sich am Kopf
In den frühen Nachmittagstunden war der Zulauf an der "Chaotenwiese" laut Polizei nur mäßig. Gegen 16 Uhr füllte sich die Gegend um den Twistesee zunehmend. Die Polizei schätzt die Zahl der Anwesenden auf etwa 500.

Gemeinsam mit zwei Mitarbeitern des Ordnungsamtes der Stadt Bad Arolsen kontrollierte die Polizei jugendliche Besucher. Ein alkoholisierter junger Mann musste vom DLRG aus dem Wasser gezogen werden, weil er den Twistesee schwimmend überqueren wollte. Ein anderer musste in das Bad Arolser Krankenhaus eingeliefert werden. Er war im alkoholisierten Zustand gestürzt und hatte sich am Kopf verletzt. "Die Beamten sprachen einige wenige Platzverweise gegen Personen aus, die augenscheinlich volltrunken waren und sorgten für ihre Heimfahrt", so Polizeisprecher Volker König.

Ense: Ein Kommen und Gehen
Zehn Flaschen hochprozentigen Schnaps stellten die Beamten bei Jugendlichen sicher, die auf dem Weg nach Nieder-Ense waren.

In der Nähe des dortigen Sportplatzes hielten sich stets etwa 150 Menschen auf. "Es herrschte ein Kommen und Gehen", so die Polizei. Das Einsatzprotokoll verzeichnete eine Schlägerei, einer der Jugendlichen zog sich dabei eine leichte Verletzung zu.

Bedenklich stimmten die Beamten, die vom Freiwilligen Polizeidienst und dem Korbacher Ordnungsamt unterstützt wurden, die hohen Alkoholwerte: Werte weit jenseits der zwei Promille seien "keine Seltenheit" gewesen.

Rehbach: Präsenz und "Mehrzweckbollerwagen"
Der Strand am Campingplatz Rehbach war bereits in den Morgenstunden gut besucht. Die Einsatzkräfte zählten etwa 300 Besucher. Viele Gruppen seien mit "kreativ gestalteten Mehrzweckbollerwagen" unterwegs gewesen, die zugleich als Musikanlage, Flaschenhalterung und Grill genutzt wurden.

Hier und da kam es zu einigen Ruhestörungen durch zu laute Musik. Wie an anderen Veranstaltungsorten auch konsumierten die Besucher reichlich Alkohol. Laut Einsatzprotokoll sei es aber "zu keinen größeren Störungen" gekommen.

Die ständige und offene Präsenz habe ein Ausufern der Feiern und die Eskalation von Auseinandersetzungen verhindern können, so die Verantwortlichen. Das Ordnungsamt unterstützte die Polizei, die von Dienststellenleiter Hartmut Ide angeführt wurde.

Dodenau: Polizei beendet Maifest
Das Maifest in Dodenau machte den Einsatzkräften die größten Sorgen. Gleich mehrfach wurden sie zu Schlägereien gerufen, bei denen die Beteiligten Alkoholwerte von weit über 2 Promille aufwiesen. Ein Jugendlicher musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden, weil er alkoholbedingt nicht mehr ansprechbar war.

Nach dem letzten Einsatz wurde die Veranstaltung in Absprache mit dem Veranstalter um 23 Uhr durch die Polizei beendet und die Abwanderung der meist alkoholisierten Besucher überwacht.

Zuletzt bearbeitet am Mittwoch, 02. Mai 2012 15:15

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