Toter Stunden nach Kradunfall gefunden

Donnerstag, 02. April 2009 05:55 geschrieben von  Migration

SCHREUFA. Mehrere Stunden nach einem Motorradunfall hat die Polizei am frühen Donnerstagmorgen den Fahrer tot aufgefunden.

Der in Frankenberg gemeldete 45-Jährige war vermutlich am Mittwochabend zwischen Sachsenberg und Schreufa, kurz hinter der Zufahrt zur Unteren Butzmühle, in einer Linkskurve von der Landesstraße 3076 abgekommen. Das Krad schleuderte unter der Leitplanke hindurch und blieb einer etwa drei Meter hohen Böschung liegen. Der aus Lampertheim stammende Fahrer erlitt dabei tödliche Verletzungen.

Der 45-Jährige war nach ersten Erkenntnissen der Polizei am Mittwochabend gegen 17.30 Uhr von Frankenberg aus zu einer Spritztour an den Edersee aufgebrochen. Während der Rückfahrt kam er nur wenige Kilometer vor dem Ziel von der Fahrbahn ab. Zeugen für den Unfall gibt es laut Polizei nicht. Deswegen und weil Krad und Fahrer unterhalb der Straße an der Böschung lagen, blieb der Unfall zunächst unentdeckt. Die genaue Unfallzeit bleibt somit ungeklärt.

Polizei veranlasst Handy-Ortung
Nach Einbruch der Dunkelheit meldete sich die Lebensgefährtin des 45-Jährigen bei der Polizei in Frankenberg. Die Beamten führten eine Handy-Ortung durch und fanden heraus, dass sich das Mobiltelefon im Umkreis von etwa 17 Kilometern um Frankenberg befinden muss. Mehrere Streifen suchten die Umgebung ab und konzentrierten sich dabei auf die Routen, die der Kradfahrer gewählt haben könnte.

Die Besatzung einer Korbacher Streife entdeckte schließlich gegen 3 Uhr eine beschädigte Leitplanke an der Landesstraße zwischen Sachsenberg und Schreufa. Die Polizisten fanden schließlich das Motorrad und den verunglückten Fahrer. Er war zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Stunden tot. Der hinzugerufene Frankenberger Notarzt stellte formell den Tod des Mannes fest. Die Feuerwehren aus Frankenberg und Schreufa rückten ebenfalls zur Unfallstelle aus, sicherten diese ab und leuchteten sie aus.

Mögliche Ursachen für den Unfall sind laut Polizei ein Fahrfehler, ein Defekt an dem Motorrad oder eine Kollision mit einem anderen Fahrzeug. Die Polizei schaltete im Auftrag der Staatsanwaltschaft einen Gutachter ein. Dieser nahm noch in der Nacht an der Unfallstelle die Arbeit auf.

Besonders tragisch ist der Umstand, dass die Kawasaki des 45-Jährigen erst seit Mittwoch über ein entsprechendes Saisonkennzeichen zugelassen war. Die Fahrt am Abend war die erste für den in Frankenberg wohnenden Mann. Die Maschine sollte nach unseren Informationen am kommenden Wochenende verkauft werden.

Zuletzt bearbeitet am Donnerstag, 20. Oktober 2011 09:29

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