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Donnerstag, 19 April 2012 18:23

Übung: Vermisste nach Flugzeugabsturz gesucht

KORBACH/JESBERG. Neun Mitglieder der Rettungshundestaffel Korbach im DRK-Kreisverband Korbach-Bad Arolsen haben an einer Übung im Schwalm-Eder-Kreis teilgenommen. Es galt, drei Flugzeuginsassen zu finden, die sich vor dem Absturz mit Fallschirmen aus der Maschine gerettet hatten.

An der Einsatzübung bei Jesberg im Kellerwald nahmen neben drei Hundeführern und sechs Helfern aus Korbach insgesamt rund 80 weitere Einsatzkräfte teil. Die übrigen Teilnehmer gehörten zu den Feuerwehren aus Densberg, Jesberg, Reptich, Hundshausen, Gilserberg, Neuental, Schönstein und Elnrode-Strang sowie zur Rettungshundestaffel Schwalm-Eder, mit der die Korbacher eine Kooperation pflegen.

Nach Angaben von Andrea Skibak, Leiterin der Korbacher Rettungshundestaffel, hatte Revierförsterin Katrin Bartsch von HessenForst die Übung initiiert. Dabei war folgendes Szenario angenommen worden: Ein Kleinflugzeug war abgestürzt, Zeugen sahen drei Menschen mit Fallschirmen. "Somit hieß es für uns, dass es sich um drei vermisste Personen handelt", erklärte Andrea Skibak den "Einsatzauftrag" während der groß angelegten Übung.

Das Gebiet, das die beiden Rettungshundestaffeln abzusuchen hatten, war rund 80 Hektar groß. Die Helfer fanden die drei "Vermissten" innerhalb der für vergleichbare Ernstfälle vorgegebenen Zeit. Übungen wie die zuletzt bei Jesberg durchgeführte seien sehr wichtig, sagte Andrea Skibak. Nur so könnten sich die Hundeführer mit ihren Tieren wirkungsvoll für den Ernstfall vorbereiten.

Und diese Ernstfälle müssen nicht nur nach einem Flugzeugabsturz oder einem anderen spektakulären Unglück eintreten: In den vergangenen Monaten war die Korbacher Rettungshundestaffel alarmiert worden, als im Oktober ein Rentner im Waldgebiet bei Neuludwigsdorf und im Januar in der Gemarkung um Kohlgrund ein Teenager vermisst waren. In beiden Fällen wurden die Personen aber gefunden, bevor die Hunde im Suchgebiet eingetroffen waren.


Link:
Rettungshundestaffel Korbach

Publiziert in Retter

BAD BERLEBURG. Ihren Umzug nach Bad Berleburg hatte sich eine junge Frau aus Aachen wohl anders vorgestellt: Die Hilfsbereitschaft ihres 24 Jahre alten Bruders endete am Nachmittag jäh, als der junge Mann den gemieteten Transporter in einem Waldweg so fest fuhr, dass nur noch das THW Bad Berleburg helfen konnte, den Wagen wieder auf den rechten Weg zu bringen.

Gegen kurz vor 16 Uhr wollte der Mann den mit Möbeln seiner Schwester beladenen Transporter unterhalb der Wohnblocks in der Berliner Straße in einem Feldweg wenden, um den Iveco besser entladen zu können. Eine Entscheidung, die er besser nicht getroffen hätte, denn er fuhr sich mit langen Wagen in dem Waldweg beim Wendeversuch derart fest, dass der Wagen aufsetzte, mit der vorderen Achse auf der Beifahrerseite in der Luft hing und an dem steilen Hang umzukippen drohte.

Der Transporter ließ sich weder vor noch zurückbewegen. Zudem war er mit der hinteren Zwillingsbereifung genau an einem Baumstumpf hängen geblieben. Die Polizei wurde alarmiert, um sich die Unfallstelle anzusehen, doch hier konnten die Ordnungshüter auch nicht mehr helfen. „Ein normaler Abschleppdienst passt hier gar nicht rein“, so einer der Polizeibeamten vor Ort.

Schließlich wurde die missliche Lage von THW-Ortsbeauftragter Volker Dieckmann angeschaut und der Fachmann entschied: „Wir kriegen das hin. Das ist kein Problem“. Kurzerhand informierte er über Handy seine Kameraden und traf die letzten vorbereitenden Maßnahmen.

Kurze Zeit später rückten die Kameraden mit ihrem Einsatzfahrzeug "Gerätekraftwagen" der 1. Bergungsgruppe an. Doch auch das war gar nicht so einfach: Der matschige Weg war sehr aufgeweicht und der schwere Lkw geriet ins Rutschen. Doch das war kein wirkliches Problem für die THW-Helfer: Mit ihrer Winde und dicken Stahlseilen sicherten sie ihr Fahrzeug und zogen sich schließlich wieder auf den Weg, um dann bis zur Einsatzstelle zu fahren.

Nach einer kurzen Begutachtung und Beratung dort war der Plan klar und die Kameraden begannen routiniert ihre Arbeit. Mit mehreren Stahlseilen wurde der Wagen zunächst gegen umkippen gesichert und dann in die richtige Position gezogen. Dazu musste auch der Baumstumpf, auf dem die Zwillingsreifen hingen, abgesägt werden.

Schließlich gelang es, den Wagen in die richtige Position zu bewegen und von dort dann ein Stück vor zu fahren. Bei der Bergungsaktion hat der Transporter keinerlei Schaden erlitten. Überglücklich, sehr dankbar und erleichtert konnten der 24 jährige Unglücksrabe und seine Schwester, die namentlich nicht genannt werden möchten, den Wagen wieder in Empfang nehmen und den Umzug fortsetzen.


Link:

THW OV Bad Berleburg

Publiziert in Archiv - Sammlung

HILCHENBACH. Hilfeschreie in einem Waldstück bei Hilchenbach haben am Montagnachmittag für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt.

Eine Frau, die in dem Waldstück oberhalb des Hilchenbacher Bahnhofes im Bereich des Ruheforstes unterwegs war, hatte Hilfeschreie gehört, und die Polizei alarmiert.

Kurze Zeit später waren mehrere Streifenwagenbesatzungen, Diensthundeführer Uwe Neuser mit Polizeihund "Eron" und ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera unterwegs in Richtung Hilchenbach. Systematisch durchsuchten die Einsatzkräfte stundenlang das Waldgebiet. Dabei wurden auch zahlreiche Spaziergänger befragt, die im Ruheforst unterwegs waren. Der Hubschrauber "Hummel" aus Dortmund hatte zusätzlich zur besseren Orientierung einen ortskundigen Polizeibeamten an Bord. Zur Unterstützung der Beamten vor Ort war auch der zuständige Jagdpächter im Einsatz.  

Nachdem auch nach etwa zwei Stunden niemand gefunden wurde, der in Not geraten war und um Hilfe gerufen hatte, wurde die Suche beendet.


Link:
Weitere Fotos zu diesem Einsatz gibt es auch auf BLAULICHTFOTOS.net

Publiziert in SI Polizei
Mittwoch, 29 Februar 2012 10:10

"Man muss immer mit Wildwechsel rechnen"

WALDECK-FRANKENBERG. Im Rahmen der "Aktion Sichere Landstraße 2012" konzentriert sich die Polizei in dieser Woche auf Informationen zum Thema Wildunfälle. Vor allem die Beamten des Regionalen Verkehrsdienstes, aber auch die Polizisten der vier Stationen in Bad Arolsen, Korbach, Bad Wildungen und Frankenberg wollen mit Autofahrern ins Gespräch kommen.

"Uns sind dabei Sensibilisierung und Prävention wichtig", erklärt Sandra Theiß vom Regionalen Verkehrsdienst. Mit ihren Kollegen bezog sie beispielsweise am Dienstagnachmittag Posten in Netze - von dort aus führen mehrere Strecken durch Waldgebiete, unter anderem in Richtung Naumburg. Nach dem Zufallsprinzip hielten die Beamten zahlreiche Autofahrer an, sprachen mit ihnen über die Gefahren von Wildunfällen, schilderten drastisch die Folgen von Zusammenstößen mit schweren Tieren bei hohen Geschwindigkeiten und beeindruckten nicht wenige Verkehrsteilnehmer mit einer Zahl: 1137. So viele Kollisionen mit Wild gab es nämlich allein im Jahr 2011 in Waldeck-Frankenberg. In den meisten Fällen blieb es bei teils hohen Sachschäden, es gab aber auch Verletzte.

Bundesweit sind nach Angaben der Beamten pro Jahr Dutzende Tote und mehr als 3000 Verletzte zu beklagen, die Sachschäden summierten sich auf jährlich eine halbe Milliarde Euro. Seit 1975 habe sich die Zahl der Wildunfälle etwa verfünffacht, berichtete die Verkehrsdienstlerin gegenüber 112-magazin.de. Diese Entwicklung bezeichnete sie als besorgniserregend. "Man muss in Waldgebieten immer mit Wildwechsel rechnen", sagt Sandra Theiß. Viele Verkehrsteilnehmer seien aber trotz der Warnschilder zu sorglos und mit zu großer Geschwindigkeit unterwegs. Dabei hätten Wildunfälle mittlerweile in der Statistik neben den klassischen Ursachen wie nicht angepasstes Tempo oder Alkohol am Steuer eine feste Größe eingenommen. Apropos feste Größe: Beim Zusammenstoß mit einem Rothirsch bei Tempo 60 hat das Tier laut Theiß ein Aufprallgewicht von fünf Tonnen - so viel wiegt beispielsweise ein Elefant. Dennoch solle man keinem Tier ausweichen, wenn man dadurch sich selbst oder andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringt.

"Wir wollen weg von dieser Sorglosigkeit", machte die Beamtin klar. Nach den Gesprächen mit Autofahrern bekamen diese verschiedene Flugblätter zum Thema. Darin waren auch Tipps zu finden, wie man sich nach einem Wildunfall zu verhalten hat. So müsse man die Unfallstelle absichern und die Polizei verständigen. Außerdem solle man verletzte Tiere wegen unberechenbarer Reaktionen oder möglicher Tollwutinfektion nicht berühren.


Weitere Hinweise gibt es auf der Seite der hessischen Polizei:
Informationen zum Thema "Besser langsam als Wild"

Publiziert in Polizei

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