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BURGWALD. Am Sonntagabend kam es auf der Bundesstraße 253 zwischen den Abfahrten Burgwald und Burgwald-Bottendorf zu einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr: Ein zunächst Unbekannter hatte aus einem Auto auf ein entgegenkommendes Auto eine Bierflasche geworfen. Die Windschutzscheibe wurde dabei durchschlagen. Die Insassen kamen mit einem gehörigen Schreck davon und blieben glücklicherweise unverletzt. Aufgrund der Angaben eines aufmerksamen Zeugen konnte die Polizei Frankenberg einen Tatverdächtigen ermitteln.

Wie die Polizei  am Montagmorgen mitteilte, war ein Ehepaar aus dem Raum Gießen, mit ihrem vierjährigen Kind im Auto, kurz vor 20 Uhr auf der Bundesstraße B 253 bei Burgwald unterwegs. Als ihnen ein Auto entgegenkam, flog plötzlich eine Bierflasche gegen die Windschutzscheibe. Diese zerbrach teilweise, sodass auch Glassplitter im Fahrzeuginneren landeten. Der Fahrer meldete dies sofort über Notruf bei der Polizei, konnte aber keine konkreten Angaben zu dem entgegenkommenden Fahrzeug machen. Sichtlich betroffen und erschrocken erschien das Ehepaar anschließend bei der Polizeistation Frankenberg. Dort konnte der Schaden an der Windschutzscheibe dokumentiert und Spuren gesichert werden. Das Ehepaar und das Kleinkind waren glücklicherweise unverletzt geblieben.

Kurz nach dem Anruf des Geschädigten meldete sich ein aufmerksamer Zeuge bei der Polizei, der den Vorfall beobachtet hatte. Aufgrund der detaillierten Beschreibung des Fahrzeuges konnten die Frankenberger Polizisten im Rahmen der Fahndung kurze Zeit später das mutmaßliche "Täterfahrzeug" auf einem Parkplatz in Frankenberg feststellen. Es folgte die Kontrolle von vier jungen Männern aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, die neben dem Auto standen. Bis auf den mutmaßlichen Fahrer standen alle unter Alkoholeinfluss. Im Rahmen der folgenden Überprüfungen ergab sich ein Tatverdacht gegen einen 22-Jährigen aus der Gruppe.

Die weiteren Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und versuchter gefährlicher Körperverletzung werden bei der Polizei Frankenberg geführt. (ots/r)

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BAD AROLSEN.„Du hast kein Gesicht dazu. Das liegt aber grundsätzlich an der Einstellung eines jeden Einzelnen“, Michael Seebold erklärt mir und meinem Begleiter Jan-Lucas, wie er in seinem Beruf mit belastenden Momenten umgeht. Nahezu an jedem Tag hat er mit Menschen zu tun, die bei ihm und seinen Kollegen/innen um Hilfe bitten, wenn Freunde, Familienmitglieder oder Passanten in lebensbedrohliche Situationen geraten sind. Michael Seebold ist einer von 13 Einsatzsachbearbeitern der Zentralen Leitstelle beim Landkreis Waldeck-Frankenberg. Er ist eine der Stimmen hinter der 112, die Hilfesuchende in absoluten Ausnahmesituationen hören.

Ruhig bleiben in absoluten Ausnahmesituationen

„Wie reagiert man da, wenn Menschen in einer solchen Situation anrufen und in Panik sind? Wie schafft man es, selbst ruhig zu bleiben und Ruhe zu vermitteln und im Idealfall auch noch zu lebensrettenden Maßnahmen anzuleiten?“ Das interessiert uns. „Hast Du einen Führerschein?“, wendet sich Michael mit einem Lächeln an meinen Begleiter und erklärt: „Überleg mal, wie Deine Fahrstunden angefangen haben. Du warst ganz aufgeregt und wärst am liebsten sofort losgefahren, musstest aber über alles Nachdenken, Kuppeln, Schalten, Blinker, Handbremse usw. Und heute? Heute steigst Du ins Auto, denkst nicht mehr weiter drüber nach und fährst einfach los. Weil Du genau weißt, in welcher Reihenfolge alles passieren muss, und wie es geht, oder?“ Jan-Lucas nickt zustimmend und hört gespannt zu, was Michael weiter berichten wird. Er erklärt uns, dass die Zentrale Leitstelle Waldeck Frankenberg im Korbacher Kreishaus, in der er arbeitet, Computer unterstützt ist und ihm und seinen Kollegen dieses System bei der Arbeit hilft. Hierdurch wird es den Einsatzsachbearbeitern ermöglicht, sehr gezielte Fragen zu stellen und den Anrufern am anderen Ende ganz genaue Anweisungen zur Hilfe zu geben. „Das können wir nutzen, müssen wir aber nicht. Vieles geht auch einfach von ganz alleine“, berichtet uns Michael. „Das müsst ihr euch vorstellen, wie eine Schublade, die man aufzieht und man weiß genau, was man rausnehmen muss“, schafft er einen bildlichen Vergleich. Dieser bildliche Vergleich, so erklärt er uns, sei auch etwas, was ihm bei jedem Einsatz sehr viel helfe: „Ich versuche, mir die Situation an der Notfallstelle immer bildlich vorzustellen. Dann weiß man auch genau, was da jetzt geschehen muss“, macht der Vater zweier Kinder deutlich. Dabei, so erklärt er weiter, helfen ihm aber auch das medizinische Hintergrundwissen und auch das Wissen aus der Feuerwehr.

Beide Bestandteile braucht man, um als Einsatzsachbearbeiter Dienst tun zu können. Michael fährt dazu regelmäßig im Jahr auch Einsätze im Rettungsdienst mit. Dort ist der gebürtige Fürstenberger aber ohnehin ein „alter Hase“: Denn bevor er in 2011 zur Leitstelle Waldeck-Frankenberg kam, hat er in seiner heutigen Heimatstadt Bad Arolsen 12 Jahre lang hauptamtlich beim Rettungsdienst gearbeitet. Und auch in der Feuerwehr kann der Rettungsassistent auf lange Erfahrung zurückblicken: „Ich bin seit meinem 10. Lebensjahr in der Feuerwehr, habe klassisch in der Jugendfeuerwehr angefangen. Das ist jetzt bald 35 Jahre her“, erklärt uns der gelernte Forstwirt. Über den Wehrersatzdienst für die Bundeswehr und die Winterzeit, in der er im Wald keine Arbeit hatte, hat Michael seinen Weg in den Rettungsdienst und schließlich die Zentrale Leitstelle im Korbacher Kreishaus gefunden. Bereut habe er diesen Schritt niemals, versichert uns der sympathische Einsatzsachbearbeiter mit seiner ruhigen Art.

Am Telefon ein Leben gerettet

Ich spreche ihn auf einen Einsatz an, der ihn vor einigen Jahren ein wenig „berühmt machte“, und möchte von ihm wissen, ob er sich daran noch gut erinnern kann. Michael lacht. „Das fällt mir nicht schwer“, freut er sich. Ich bitte ihn, uns von diesen Eindrücken zu erzählen. „Du sitzt da kurz vor Feierabend und dann klingelt das Telefon“, beginnt er seine Geschichte. Am Telefon, da war Markus. Ein Junge von damals neun Jahren, der dem Familienvater schilderte, dass sein kleiner Bruder Rudi, zwei Jahre alt, in den Pool gefallen war und keine Regung mehr von sich gab. „Der Junge war sehr aufgeregt, hatte große Angst um seinen kleinen Bruder“, weiß Michael noch. Sofort gab er seinem Kollegen per Handzeichen zu verstehen: „Hier müssen wir sofort umdisponieren und Einsatzkräfte hinschicken“. Eigentlich, so erzählt uns Michael, war der Notarztwagen bereits zu einem anderen Einsatz unterwegs und ein anderer Notarzt hätte von weiter weg kommen müssen. „Wir haben dann diese Einheit RTW und NEF getrennt und haben den Rettungswagen ohne Arzt zum laufenden Einsatz weiterfahren lassen und den Notarzt sofort zu Markus und Rudi geschickt“, erklärt er. Michael blieb aber nicht untätig: Er hat Markus und seine Oma angeleitet, dass sie den kleinen Rudi aus dem Pool ziehen und ihn auf die Seite drehen müssen. Zusammen mit seiner Oma, die kein Deutsch sprach, hat Markus diese Anweisungen alle befolgt und seiner Oma immer übersetzt, was Michael ihm gesagt hat. „Dreh ihn auf die Seite. Kommt Wasser aus seinem Mund? Ist Rudi blau, atmet er noch?“, die Beantwortung dieser Fragen machen dem Einsatzsachbearbeiter sofort klar: Rudi muss dringend beatmet werden. Über Telefon erklärt er dem Jungen in einer Seelenruhe, wie er das jetzt machen muss. Notarzt, Rettungswagen von außerhalb, Polizei, Rettungshubschrauber – sie alle sind zu dieser Zeit bereits unterwegs, um Markus und seine Oma zu unterstützen, das Leben von Rudi zu retten. Keine vier Minuten nach dem Notrufeingang trifft bereits der sehnsüchtig erwartete Notarzt an der Einsatzstelle ein. „Und da hat Rudi wieder geschrieen. Das konnte ich durchs Telefon hören. Da fallen einem aber gleich mehrere Steine vom Herzen. Vor allem, wenn man selbst Papa ist“, gesteht Michael uns mit strahlenden Augen. Der Einsatz war damit für den Familienvater aber keineswegs beendet: „Als ich die Leitstelle zum Feierabend verlassen habe, wusste ich ja, wo die Einsatzstelle ist. Ich wusste auch, dass die Kollegen noch da waren. Ich wollte Markus unbedingt sagen, wie toll er das gemacht hatte und was er da geleistet hat“, erinnert sich Michael und erzählt weiter: „Ob ich nun rechts rum, oder links rum fahre, das war doch egal“. Kurze Zeit später kam Michael an der Einsatzstelle an. „Der kleine Rudi hat den ganzen RTW zusammen gebrüllt. Der wollte ja da gar nicht rein“, freut er sich. Vor Ort hat er seinen „Partner“ Markus getroffen, mit dem er zusammen das Leben des kleinen Rudi gerettet hatte. „Ich bin der, mit dem Du gerade telefoniert hast“, stellt er sich dem jungen Helden vor. Auch die Mutter der beiden Jungs ist inzwischen wieder zu Hause und Michael tröstet und beruhigt sie vor Ort. Rudi wird ins Krankenhaus gebracht und überlebt den Unfall ohne Folgen. „Wir haben heute immer noch Kontakt. Wir telefonieren und schreiben uns öfter“, freut Michael sich, als er seine Geschichte erzählt.

Nach diesem beispiellosen Einsatz hatte es auch eine sehr ausführliche Berichterstattung gegeben. Michael und sein Partner Markus wurden mit zwei Preisen ausgezeichnet und waren oft in der Öffentlichkeit präsent. Doch nicht nur das: Dieser Einsatz sei auch Anlass gewesen, die Schulung des Leitstellenpersonals und die Überarbeitung der Computersysteme in vielen Leitstellen voran zu treiben, erklärt Michael. Auf die Anleitung am Telefon sollte ein noch größerer Maßstab gelegt werden.

Rückblickend und bescheiden sagt Michael uns: „Man weiß, dass man alles richtig gemacht hat – und wenn es nur telefonieren war“. Man hat tatsächlich das Gefühl, dass das Glücksgefühl von jenem Sommerabend auch heute noch mal auf alle überschlägt, die am Gespräch beteiligt sind. Es freut uns sehr, dass wir so einen Helden persönlich treffen und befragen durften. Auch, wenn er das sicher nicht so gerne hört. „Das war der Job. Keine Frage“, sagt Michael. Aber er resümiert auch: „Man sieht aber auch, was man erreichen kann, wenn man ein wenig über den Tellerrand hinaus schaut“, verrät er auch mit ein wenig Stolz. Denn die Anleitung von Maßnahmen war damals keineswegs verpflichtend. „Nur“ Hilfe zu schicken, wäre damals auch ok gewesen. 

„Ich bereue nichts“, freut sich Michael, als ich ihn frage, ob er sich diesen Beruf erneut aussuchen würde. „Du kannst sehr früh eingreifen“, macht er noch einmal deutlich. Zudem könne er weiterhin immer weiter Erfahrungen im Rettungsdienst und der Feuerwehr sammeln. „Es greift alles wie ein Zahnrad ineinander“, erklärt er. Alle Einsatzsachbearbeiter der Zentralen Leitstelle im Kreishaus Korbach sind eine Führungsunterstützung für alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der Feuerwehr draußen vor Ort: „Wir organisieren, was an der Einsatzstelle gebraucht wird. Wir sind weisungsbefugt, bis die Kräfte eintreffen. Danach wendet sich das Fähnchen. Was die Kollegen an der Einsatzstelle benötigen, müssen wir organisieren! Und wenn es noch so etwas Unmögliches ist, dann müssen wir sehen, wie es dahin kommt“, lacht er. 

Wir möchten noch wissen, ob es neben dem tollen Erlebnis mit Markus und Rudi noch weitere Einsätze gibt, an die er sich noch gut erinnern kann. Michael nennt uns den Karnevalsunfall in Volkmarsen, der Anfang des Jahres geschah: „Da war ich gerade beim Renovieren und alle Einsatzsachbearbeiter, die im Frei waren, wurden in die Leitstelle alarmiert. Da bin ich mit Farbe an mir und in Baustellenkluft los, um in der Leitstelle zu unterstützen“, erinnert er sich. „Das war aber nichts, was mich aus der Fassung gebracht hat“. Nur betroffen und fassungslos, hat es den Familienvater gemacht, genau wie viele seiner Kollegen. „Alle haben diesen Einsatz aber trotzdem professionell abgearbeitet - ob an der Einsatzstelle oder im Hintergrund - die Zusammenarbeit aller beteiligten Hilfsorganisationen hat reibungslos funktioniert“, schildert er.

Belastende Einsätze im Feuerwehrdienst

Dann wird es kurz ruhig und Michael erzählt uns, dass es auch Feuerwehreinsätze gibt, die ihm in Erinnerung geblieben sind: „Das waren ein Unfall mit getöteten Feuerwehrkameraden,oder Einsätze bei denen man die Menschen kennt“. Auch die Einsatzleitung beim Großbrand des Baumarktes im Mengeringhausen sei ihm bis heute in Erinnerung. Zum Schluss fragen wir Michael, wie eigentlich alle Akteure unserer Serie, was er in „seinem“ Artikel unbedingt lesen möchte. Michael hat eine Bitte an alle Menschen, die seine Geschichte hier lesen und die in einer lebensbedrohlichen Situation bei ihm anrufen:„Leisten SIE Erste Hilfe“ Lassen Sie sich auf die Fragen ein. Warten Sie auf die Fragen der Kollegen und machen Sie möglichst genaue Ortsangaben.Achten Sie nicht nur auf das Navi, sondern auch auf die Ortsschilder und wissen Sie immer, wo Sie sich gerade befinden. Die genaue Ortsangabe ist das Wichtigste, was wir benötigen“.  Welche Hobbies hat der Bad Arolser eigentlich noch neben dem Feuerwehrdienst und dem Beruf: „Ich grille sehr gerne mit Freunden“, freut er sich. Und weiter erzählt er uns, dass es sonst außer der Feuerwehr eigentlich nichts gebe. 

Nach einem rund zweistündigen Gespräch gehen wir noch gemeinsam vor die Fahrzeughalle der Feuerwehr, um ein Foto zu machen. Die Drehleiter soll es sein. „Die fahre ich meistens“, strahlt Michael, als er sich für uns in Position stellt. Dann endet unser Termin und mit einem freundlichen Winken verabschieden wir uns von einem tollen Menschen und gönnen ihm ein wenig Ruhe, bis es für ihn wieder heißt: „Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst, Wo ist der Notfallort?“

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Mittwoch, 16 September 2020 09:34

Kuh auf Straße - Tiguan legt Vollbremsung hin

DIEMELSEE. Nur weinige Zentimeter vor einer Kuh brachte am Dienstagabend eine 49-jährige Frau aus Heringhausen in ihrem Tiguan zum Stehen. Drei Kühe hatten die Umzäunung einer Weide durchbrochen und waren wahrscheinlich auf Futtersuche. 

Ereignet hatte sich der Vorfall gegen 21.45 Uhr auf der Kreisstraße 63 zwischen Ottlar und Stormbruch. Nach Angaben der Zeugin sei die Kuh in der Dunkelheit beim Herausfahren aus Ottlar, in einer Linkskurve mitten auf der Fahrbahn vor ihrem Fahrzeug aufgetaucht. Durch eine Vollbremsung sein ihr Auto nur wenige Zentimeter vor der Kuh zum Stehen gekommen. Über den Notruf verständigte die Fahrerin die Polizeistation Korbach, die Beamten reagierten sofort und schickten eine Streifenwagenbesatzung zur Gefahrenstelle. Zeitgleich wurde durch den Dienstgruppenleiter der zuständige Ortslandwirt informiert. Dieser nahm die Sache umgehend in die Hand und sorgte dafür, dass die Tiere eingesperrt wurden.

In diesem Zusammenhang weist die Polizeibehörde die Landwirte nochmals darauf hin, Zäune zu kontrollieren, um ein Ausbrechen von Tieren zu verhindern. 

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Freitag, 04 September 2020 08:36

Schreie in der Nacht - Einbrecher flüchten

VÖHL. Gegen 00.30 Uhr, am Donnerstag, wurde der Besitzer eines Wohnhauses im Forstweg durch Geräusche im Keller aus dem Schlaf gerissen. Er ging nach unten ins Erdgeschoss und schrie laut in den Keller, dass er die Polizei rufen werde. Der oder die vermeintlichen Täter flüchteten daraufhin in unbekannte Richtung

.Gesehen haben die Hausbesitzer, die Ehefrau war zwischenzeitlich auch wach geworden, aber niemanden. Sie riefen anschließend auch nicht die Polizei, weil sie vermuteten, es könne sich vielleicht doch nur um einen Waschbären oder etwas Ähnliches gehandelt haben. Erst später, bei genauer Untersuchung stellten sie fest, dass im Keller ein Fenster aufgehebelt worden war und das auch an der Zugangstür zum Keller versucht wurde diese aufzuhebeln. Die Polizei weist in dem Zusammenhang nochmal darauf hin, bei verdächtigen Wahrnehmungen sofort den Notruf 110 zu wählen.

Hinweise, die zur Aufklärung beitragen können, nimmt die Kriminalpolizei in Korbach unter der Rufnummer 05631/971-0 entgegen. (ots/r)

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Freitag, 03 Januar 2020 11:29

Kaminbrand im Edertal - Wehren rücken aus

EDERTAL-BÖHNE. Ein Kaminbrand sorgte am Donnerstagabend für rege Einsatztätigkeiten der Feuerwehren im Edertaler Ortsteil Böhne. Flammen schlugen aus der Schornsteinmündung eines Einfamilienhauses, worauf die Hausbesitzerin den Notruf bei der Leitstelle Waldeck-Frankenberg absetzte.

Gegen 19.25 Uhr, rückten die Wehren Böhne und Bergheim-Giflitz unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Gemeindebrandinspektors Michael Rese, der Wehrführer Detlef Battefeld und Mathias Ladwig mit ca. 30 Einsatzkräften unter dem Alarmkürzel "F2, KAMIN" in die Goldbergstraße 11 aus.

Durch die Leitstelle wurden ebenfalls der Bezirksschornsteinfeger und ein Streifenwagen der Polizeistation Bad Wildungen auf den Plan gerufen. Mittels Wärmebildkamera wurden alle Stockwerke auf Wärmequellen kontrolliert; die Suche blieb glücklicherweise ohne Befund. Auch Verrauchungen innerhalb des Gebäudes konnten keine festgestellt werden. Parallel zur Kontrolle des Kamins, wurde der Brandschutz sichergestellt. Der Kamin wurde vom anwesenden Schornsteinfegermeister gekehrt. Ursache für den Kaminbrand ist auf Glanzruß zurückzuführen, der nach Abschluss der Arbeiten des Schornsteinfegers ins Freie gebracht wurde; Schaden wurde durch den Kaminbrand keiner verursacht.

Nach zwei Stunden war der Einsatz beendet und die Wehren konnten wieder in ihre Standorte einrücken. (112-magazin)

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FRANKENBERG. Aufsteigenden Rauch hinter der Tankstelle "Alte Hütte" an der B 252 entdeckte am heutigen Freitagnachmittag eine Spaziergängerin und handelte umgehend. Da sie selbst kein Handy dabei hatte, lief die Frau zur Tankstelle und ließ durch eine  Angestellte den Notruf bei der Leitstelle Waldeck-Frankenberg absetzen.

Gegen 13.40 Uhr rückte die Feuerwehr Frankenberg unter dem Alarmkürzel "F1, brennt Baum" mit sieben Einsatzkräften aus. Ebenfalls auf den Plan gerufen wurde eine Polizeistreife sowie eine RTW-Besatzung, da die Tankstellenwartin nach einem Löschversuch mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation behandelt werden musste.

Unter der Einsatzleitung des Stadtbrandinspektors wurde die Einsatzstelle mit  800 Litern Wasser aus einem Tanker abgelöscht. Anschließend wurde die Einsatzstelle mit einer Wärmebildkamera auf weitere Glutnester kontrolliert. Die genaue Brandursache ist unklar. Nach 60 Minuten konnte der Einsatz beendet werden. (112-magazin)

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BREDELAR. Bei Bredelar sind am Dienstagabend mehrere Personen aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg mit einem Heißluftballon abgestürzt - die Ursache ist noch unklar.

Am Dienstagabend erhielt die Polizei gegen 21.10 Uhr einen Notruf zu einem Absturz eines Heißluftballons im Marsberger Ortsteil Bredelar. Etwa 200 Meter neben der Bundesstraße 7, im Bereich der Gaststätte "Fettküche", kam es kurz vor der Landung zu dem Unglück. Bei dem Ballon handelt es sich um einen 32 Meter hohen und 22 Meter breiten Luftriesen, der 6000 Kubikmeter fassen kann.

Aus bislang ungeklärter Ursache kam der Heißluftballon kurz vor dem Boden ins Trudeln und stürzte ab. Nach dem Aufprall überschlug sich der Ballon mehrfach. Durch den Gasbrenner des Ballons wurden mehrere Personen verletzt. Zwei der Personen erlitten dabei lebensgefährliche Verletzungen und wurden mit angeforderten Rettungshubschraubern in Kliniken geflogen. Wie genau es zu dem Unglück kommen konnte, ist Bestandteil der Ermittlungen. Im Korb des Ballons waren zehn Gäste im Alter zwischen 22 und 59 Jahren, darunter vier Männer und sechs Frauen. Der Pilot ist 64 Jahre, kommt aus Kassel und wurde ebenfalls verletzt. Nach Angaben der Polizei kommen die Gäste aus Korbach, Lichtenfels, Bad Arolsen und Waldeck.

Ein 52-jähriger Mann und eine 51-jährige Frau wurden lebensgefährlich verletzt. Die Unglücksstelle wurde zwischenzeitlich geräumt, der Heißluftballon sichergestellt.

Feuerwehren im Einsatz

Die Leitstelle des HSK alarmierte gegen 21.05 Uhr unter dem Stichwort "MANV5" ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdiensten zur Einsatzstelle. Seitens der Feuerwehr wurden die Einheiten aus Bredelar, Beringhausen, Padberg, Helminghausen und Marsberg alarmiert. Eine Brandbekämpfung musste nicht eingeleitet werden, der Ballon brannte beim Eintreffen der Feuerwehr nicht mehr.

Den eintreffenden Einsatzkräften der Feuerwehr kam somit die Aufgabe zu, die verletzten Personen erstzuversorgen, zu betreuen und die Einsatzstelle zu sichern und auszuleuchten.  Binnen kurzer Zeit traf auch eine Vielzahl an Einsatzkräften der Rettungsdienste an. Gemäß dem Alarmstichwort wurden insgesamt sieben RTW und zwei NEF aus umliegenden Rettungswachen alarmiert, dazu drei Rettungshubschrauber, der DRK-Ortsverband Brilon, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und der Leitende Notarzt. Auch der stv. Kreisbrandmeister Uwe Schwarz und der Leiter der Feuerwehr Marsberg, Alfons Kleffner, waren vor Ort.

An der Einsatzstelle wurde ein Behandlungsplatz eingerichtet, an dem die Patienten rettungsdienstlich versorgt, gesichtet und zum Transport in Krankenhäuser vorbereitet wurden. Hier arbeiteten Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes hervorragend zusammen. Über den ELW des Löschzugs Marsberg bestand Kontakt zur Leitstelle, um Zuordnung und Transport der Patienten in geeignete Krankenhäuser zu koordinieren. Von den elf Personen erlitten drei Brandverletzungen, zwei zogen sich laut Auskunft der Polizei lebensgefährliche Verletzungen zu. Neun der elf beteiligten Personen wurden zum Teil schwer verletzt und mussten zur medizinischen Versorgung in umliegende Krankenhäuser transportiert werden, drei davon wurden mit Brandverletzungen im Rettungshubschrauber in Spezialkliniken geflogen. Nach einer knappen Stunde befanden sich alle verletzten Personen auf dem Weg in die ausgewählten Krankenhäuser oder waren zum Teil dort schon aufgenommen.

Nach Abschluss der Rettungsmaßnahmen übernahmen Vertreter der Kriminalpolizei und des Luftfahrtbundesamtes die Einsatzstelle, um Ermittlungen zum Unfallhergang aufzunehmen. Die Feuerwehr unterstützte diese Maßnahmen durch Ausleuchten der Unfallstelle. Etwa 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren zwischenzeitlich an der Einsatzstelle unter der Leitung von Matthias Stremmer aus Beringhausen tätig. Vorsorglich wurde auch das PSU-Team des HSK nachgefordert, um den eingesetzten Kräften im Bedarfsfall psycho-soziale Unterstützung anzubieten. (112-magazin/FFW Marsberg)



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KORBACH. Erneut musste die Freiwillige Feuerwehr Korbach in das Industriegebiet ausrücken, um Umweltschäden zu vermeiden.

Gegen 8.50 Uhr am Mittwochmorgen, war der 62-jährige Fahrer eines Lkws aus dem Landkreis Cloppenburg (CLP) von einer Entladung in der Innenstadt mit seinem MAN über den Nordring zur Mauserstraße zurückgekehrt, um seinen Anhänger anzukuppeln. Dabei geriet das Fahrzeug über die Bordsteinkanten der Fahrbahnbegrenzung, rutschte ab und riss ein Loch in den Dieseltank.

Der aufmerksame Fahrer bemerkte das Malheur und verständigte umgehend über den Notruf die Leitstelle Waldeck-Frankenberg. Mit drei Fahrzeugen und einer Stärke von zwölf Einsatzkräften war Einsatzleiter Steffen Bricher schnell vor Ort und leitete erste Maßnahmen ein. So wurde mit Ölbindemittel ausgelaufene Betriebsstoffe abgestreut und wieder aufgenommen. Des Weiteren konnte das Leck am Tank behelfsmäßig abgedichtet werden. 

Im Anschluss wurden etwa 200 Liter Diesel abgezapft und in Behältnissen abgefüllt. Die Polizei Korbach war ebenfalls vor Ort und nahm den Unfall auf.

Nach Angaben des Fuhrparkleiters der betroffenen Feinkostfirma, wurde bereits Kontakt mit dem MAN-Servicedienst aufgenommen, das Fahrzeug wird abgeschleppt und in einer Werkstatt repariert. (112-magazin)

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Donnerstag, 25 April 2019 16:28

Polizei nimmt 64-jährigen Exhibitionisten fest

KASSEL. Beamte des Polizeireviers Ost nahmen am Mittwochabend im Kasseler Buga-Gelände einen 64-Jährigen aus Kaufungen fest, der im Verdacht steht, nackt über das Buga-Gelände gelaufen und gefahren zu sein, einem jungen Pärchen nachgestellt und sich ihnen mehrfach exhibitionistisch gezeigt zu haben.

Wie das betroffene Pärchen, eine 18-Jährige und ein 20-Jähriger, berichten, hielten sie sich gegen 18.10 Uhr am Strand des Buga-Sess in der Nähe einer Gaststätte auf, als sie der Mann ansprach.

Er erkundigte sich nach dem FKK-Gelände. Auf den Hinweis, dass dieser nicht hier sei, ging er zunächst einige Schritte weiter, entkleidete sich dann und ließ sich nieder. Das Pärchen verlegte den Standort in Richtung Strandbar, woraufhin der Mann ihnen folgte. Als die beiden sich abermals zu einer Wiese an der Damaschkebrücke begaben, um alleine zu sein, kam der Mann erneut nach und postierte sich in einem Gebüsch. Dort nahm der Mann sexuelle Handlungen an sich vor.

Die beiden wählten daraufhin den Polizeinotruf. Dies bekam der Täter mit und radelte nackt davon. Mit der übermittelten Personenbeschreibung im Gepäck traf die Funkstreife des Reviers Ost den Verdächtigen in der Fuldaaue an und nahm ihn fest. Die Beamten brachten den 64-Jährigen, der bereits in der Vergangenheit wegen Sexualdelikten polizeilich in Erscheinung trat, bekleidet auf das Polizeirevier und entließen ihn später auf freien Fuß.

Er muss sich nun wegen exhibitionistischer Handlungen und Erregung öffentlichen Ärgernisses verantworten. (ots/r)

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BAD AROLSEN/MASSENHAUSEN. Zu einem Verkehrsunfall mit einer schwerverletzten Person kam es am Montagabend gegen 21.55 Uhr, auf der Landesstraße 3078 zwischen Bad Arolsen und Massenhausen.

Nach ersten Angaben setzte um 22.03 Uhr ein Verkehrsteilnehmer einen Notruf zur Leitstelle Waldeck-Frankenberg ab, mit dem Hinweis auf einen Verkehrsunfall und einer Rauchentwicklung im Fahrzeug. Umgehend wurden die Arolser Feuerwehr alarmiert, die unter der Leitung von Stefan Richter mit drei Fahrzeugen und 20 Ehrenamtlichen zur Unfallstelle ausrückten.

Bei Eintreffen der Brandschützer stellte sich heraus, dass es sich bei dem Qualm um ausgetretenes Kühlwasser handelt, daher waren keine weiteren Brandschutzmaßnahmen erforderlich. Vorsorglich wurde die Batterie des Fahrzeugs abgeklemmt. Stefan Richter ließ in Absprache mit der Polizei die Unfallstelle absichern und ausleuchten. 

Der eingetroffene Notarzt sowie ein DRK-Rettungsteam kümmerten sich um den verletzten BMW-Fahrer und stellten die Erstversorgung sicher. Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde der Rettungshubschrauber Christoph 90 (Giessen) angefordert. Notarzt und das Rettungsteam brachten den verletzten Bad Arolser nach Massenhausen zum Sportplatz. Auch hier klappte die Informationskette reibungslos: Brandschützer aus Massenhausen schalteten die Flutlichtanlage ein, um dem RTH eine sichere Landung zu ermöglichen. Um 23.02 setzte der Hubschrauber auf der Rasenfläche zur Landung an. Vier Einsatzkräfte der Bad Arolser Feuerwehr brachten den 28-Jährigen auf einer Trage zum RTH.  Mit dem Verletzen an Bord hob Christoph 90 um 23.40 Uhr, in Richtung Marburger Uniklinik ab.

Wie kam es zu dem Unfall?

Nach Angaben der Polizei befuhr der Polnische Staatsbürger die Landesstraße von Bad Arolsen kommend in Richtung Massenhausen. In einer leichten Linkskurve kam der Fahrer des silbergrauen BMW nach rechts von der Fahrbahn ab, durchfuhr einen Flutgraben und prallte ungebremst gegen einen Wasserdurchlass. Dabei wurde das Fahrzeug über die Einfahrt zum Forstweg geschleudert, wo es sich zweimal überschlug und seitlich auf dem Dach zum Liegen kam. Auf Anweisung der Beamten wurde eine Blutprobe bei dem 28-Jährigen angeordnet.

BMW Totalschaden

Völlig zerstört wurde der BMW bei dem Unfall auf der L 3078, sodass die Firma Schüppler (ADAC) aus Volkmarsen mit der Bergung des Unfallwagens beauftragt werden musste. Die genaue Höhe des Schadens an dem 3er BMW lag am Abend noch nicht vor.  (112-magazin)

Publiziert in Retter
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