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ASSINGHAUSEN. Bei einem schweren Arbeitsunfall auf einer Baustelle im Olsberger Stadtteil Assinghausen sind am Dienstagmorgen drei Menschen teils schwer verletzt worden.

Wie vor Ort berichtet wurde, sollte in der Straße „Auf dem Kampe“ ein Fertighaus aufgestellt werden. Dazu standen unter anderem ein Lkw Anhänger mit den Bauteilen und ein Baukran bereit. Die Fertigelemente, die auf dem Lkw Anhänger bereit standen, sollten mit dem Kran über eine Wiesenfläche auf die Baustelle gehoben und dort verbaut werden. Als der Kran eine der Wände anhob, stürzte die Ladung auf dem Lkw Anhänger um. Dabei stürzte ein Mann von einer Leiter und wurde verletzt. Zwei weitere Arbeiter wurden schwer verletzt, als die Holzteile umstürzten. Die Arbeiter vor Ort sicherten sofort geistesgegenwärtig den Rest der Ladung auf dem Anhänger mit schweren und stabilen Kanthölzern gegen weiteres Umstürzen ab. Die verletzten Arbeiter, die neben dem Anhänger lagen, und auf einer Bank saßen, wurden vor Ort zunächst von ihren Kollegen und kurze Zeit später von Feuerwehr und Rettungsdienst versorgt. Die Feuerwehren aus Assinghausen, Wiemeringhausen und Bigge-Olsberg waren vor Ort unter der Einsatzleitung von Florian Stratmann im Einsatz. Die Kameraden sicherten die Ladung zunächst noch einmal gegen weiteres Umstürzten, sperrten den Gefahrenbereich ab und kümmerten sich um die Einweisung des aus Lünen angeforderten ADAC Rettungshubschraubers „Christoph 8“, der auf dem Sportplatz in Assinghausen landete. Einer der Männer wurde nach der Erstversorgung mit dem Rettungswagen zum Hubschrauber gefahren und dort nach kurzer, weiterer Versorgung mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Die beiden anderen Arbeiter wurden jeweils mit einem weiteren Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Insgesamt waren drei Rettungswagen des Hochsauerlandkreises, sowie der Olsberger Notarzt im Einsatz.

Das Amt für Arbeitsschutz hat vor Ort noch an der Unglücksstelle die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Abhängig davon, was das Amt für Arbeitsschutz heraus findet, wird die Polizei möglicherweise später noch weitere Ermittlungen führen.

Die Straße „Auf dem Kampe“ blieb während der Rettungs- und Bergungsarbeiten gesperrt.

Besonders aufmerksam zeigten sich die Anwohner in unmittelbarer Nähe der Unglücksstelle: Sie versorgten die Einsatzkräfte mit frischem Kaffee und Süßigkeiten, öffneten ihre Garage und boten den Einsatzkräften an, bei Bedarf die Toilette im Wohnhaus nutzen zu können.

Publiziert in HSK Feuerwehr
Sonntag, 25 September 2022 15:12

Zwei Volkswagen T6 nach Kollision Schrott

ROSENTHAL/BRACHT. Zwei zerstörte Transporter der Marke VW und zwei verletzte Personen sind das Ergebnis eines Verkehrsunfalls, der sich am Samstagabend auf der Landesstraße  3077 zwischen Rosenthal und Bracht ereignet hat.

Nach Informationen an der Unfallstelle waren neben Notärzten, RTW-Besatzungen und Streifenwagenbesatzungen aus Stadtallendorf und Frankenberg auch die Feuerwehren aus Bracht im Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Wehren aus Rosenthal und Roda (Landkreis Waldeck-Frankenberg) im Einsatz. Vorausgegangen war ein Frontalzusammenstoß zweier T6, die sich im Gegenverkehr auf der Landesstraße trafen. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, darüber liegen noch keine Angaben vor. Fest steht, dass ein weißer, in Bamberg (BA) zugelassener Bulli von einer Frau gesteuert wurde. An dem Camper entstand Totalschaden, die Fahrerin wurde in ein Krankenhaus transportiert.

Auch der zweite VW-Transporter, der eine Marburger (MR) Zulassung hat und von einem Mann gefahren wurde, musste mit Totalschaden abgeschleppt werden. Dieser Fahrzeugführer wurde nach ärztlicher Erstversorgung ebenfalls in ein Krankenhaus gefahren. Wie Einsatzleiter Marc-Andre Noll aus Rosenthal mitteilt, kam über die Leitstelle um 17.50 Uhr die Alarmierung, dass eine Person im Fahrzeug eingeklemmt sei. Dies bestätigte sich Gott sei Dank nicht. Die beiden mit e-Call ausgestatteten Fahrzeuge hatten automatisch die Leitstellen in Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf aktiviert, sodass sich Feuerwehren, Polizeikräfte und Rettungsdienste aus zwei Richtungen der Unfallstelle genähert hatten. Die ebenfalls alarmierte Feuerwehr aus Gemünden konnte auf der Alarmfahrt wieder abdrehen. Das Einsatzgeschehen der Wehren beschränkte sich auf das Abbinden von Betriebsstoffen und das Säubern der Straße sowie Unterstützungsmaßnahmen der Polizei.

Link: Unfallstandort am 24. September 2022 bei Rosenthal.

Publiziert in Retter

BAD LAASPHE. Großeinsatz am Sonntagmorgen im Bad Laaspher Sozialwerk Sankt Georg: „Feuer im Haupthaus“ lautete die Alarmierung, die die Einsatzkräfte gegen 08:50 Uhr erreichte. Zuvor, so erklärte Einsatzleiter Dirk Höbener, seien die Kräfte aus Bad Laasphe zur Auslösung der Brandmeldeanlage zur Einrichtung alarmiert worden. „Die Kameraden stellten bei Eintreffen bereits Rauchentwicklung aus dem Fenster fest“, erklärt Höbener. Aufgrund der Art der Einrichtung – eine Wohneinrichtung für geistig Behinderte Menschen – wurden weitere Einsatzkräfte durch Dirk Höbener mit dem Einsatzstichwort „Feuer 6“ und mit „MANV2“ nachalarmiert. Dabei steht die Abkürzung MANV für „Massenanfall von Verletzten“ und die Zahl 2 gibt je nach Landkreis an, mit wie vielen Verletzten oder Betroffenen Menschen zu rechnen ist. In Siegen-Wittgenstein bedeutet MANV 2, dass mit 11 – 25 Verletzten oder Betroffenen zu rechnen ist. Entsprechend stark rückten auch die Rettungskräfte nach Bad Laasphe an: Rettungswagen und Notarzt aus Bad Laasphe, Rettungswagen und Notarzt aus Bad Berleburg, mehrere Rettungswagen aus Erndtebrück,  mehrere Rettungswagen aus Netphen, der Notarzt aus Netphen, der Siegener Rettungshubschrauber „Christoph 25“, der DRK Ortsverein Bad Laasphe mit Rettungswagen, Krankentransportwagen und Gerätewagen Sanitätsdienst, ein Rettungswagen aus Kaan-Marienborn, der Leitende Notarzt des Kreises Siegen-Wittgenstein und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Kreises Siegen-Wittgenstein waren neben zahlreichen Feuerwehrkräften aus ganz Bad Laasphe und den umliegenden Gemeinden, sowie dem ELW 2 aus Arfeld im Einsatz. Glücklicherweise bestätigte sich nicht, dass tatsächlich so viele Menschen verletzt worden waren. Zwar waren insgesamt 41 Bewohner der Einrichtung von dem Brand betroffen, waren aber nicht verletzt worden. „Die Evakuierung der Bewohner hatte super geklappt, ein Großteil der Leute war bereits draußen, als wir ankamen“, erklärte Dirk Höbener. Die restlichen Bewohner seien dann auch umgehend von den Mitarbeitern ins Freie gebracht worden. Besonders lobend erwähnte der Leiter der Bad Laaspher Feuerwehr den Notfallseelsorger Steffen Post: „Der Seelsorger wohnte in der Nachbarschaft und hat sich sofort seine Weste geschnappt und ist los gelaufen und hat die Bewohner betreut“.

Die ersteintreffenden Kräfte der Bad Laaspher Feuerwehr gingen unter schwerem Atemschutz in das vom Brand betroffene Zimmer vor und löschten das Feuer, dass im Bereich eines Bettes und eines Schranks lokalisiert war. „Das Feuer war schnell abgelöscht. Es kam durch den Rauch aber auch zu Beeinträchtigung der gesamten Station, sodass fünf Leute Hausintern anders unterkommen müssen, weil die Zimmer nicht mehr bewohnbar sind“. Beim Einsatz wurden zwei Feuerwehrleute verletzt: Einer durch Rauchvergiftung eine weitere Kameradin erlitt Kreislaufprobleme. Beide mussten stationär im Krankenhaus verbleiben.

Das vom Brand betroffene Zimmer sei vermutlich komplett zerstört worden. Die Bewohnerin sei zum Zeitpunkt des Brandausbruchs beim Frühstück gewesen und habe sich nicht im Zimmer aufgehalten, hieß es. Zur Ursache des Brandes konnte die Polizei am Sonntag noch keine Angaben machen. Möglicherweise müsse die Kriminalpolizei noch Ermittlungen aufnehmen, dies stehe aber noch nicht fest. Ebenso konnten zur Schadenshöhe keine näheren Angaben gemacht werden. Der Max-Präger-Weg, in dem sich die Einrichtung befindet, war während des Einsatzes komplett gesperrt werden.

Parallel zum Einsatz in Bad Laasphe kam es zu einem medizinischen Notfall in Raumland: Hier wurde der Notarzt mit „Christoph Gießen“ eingeflogen, der bei der Firma Berwillit landete. Eine Polizeistreife brachte die Hubschrauberbesatzung schnell zum Notfallort und unterstützte die Mediziner dann vor Ort gemeinsam mit einem Rettungswagen aus Hatzfeld-Holzhausen.    

Publiziert in SI Feuerwehr
Samstag, 17 September 2022 09:01

Medizinischer Notfall führt zu Unfall

DIEMELSEE. Gegen 18 Uhr am Freitag ereignete sich in Heringhausen ein Unfall mit einem Motorrad - der Fahrer, ein 69 Jahre alter Mann aus Warburg (HX) hat vermutlich während seiner Tour einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten.

Glück im Unglück hat ein Motorradfahrer am 16. September gehabt. Nach Angaben von Zeugen war der 69-Jährige von der Sperrmauer kommend in Richtung Heringhausen unterwegs gewesen. In Höhe des Landhotels wird die Seestraße durch eine Verkehrsinsel beruhigt. Kurz vor dem Fahrbahnteiler fiel der Biker durch seine unkonventionelle Fahrweise anderen Verkehrsteilnehmern auf. Mit seiner BMW 1600 GT touchierte der Warburger ein Verkehrszeichen, stoppte seine Maschine und wollte sie auf den Ständer bringen.

Dazu kam es jedoch nicht mehr, der 69-Jährige fiel plötzlich zu Boden und blieb dort regungslos liegen. Auch seine BMW schlug auf dem Asphalt auf. Glücklicherweise war eine Ärztin vor Ort, die umgehend Reanimierungsversuche durchführte. Über den Notruf wurde die Leitstelle Waldeck-Frankenberg alarmiert, die eine RTW-Besatzung aus Adorf losschickte und einen Notarzt nach Heringhausen beorderte.

Scheinbar führten die Rettungsaktionen zum Erfolg, der Warburger wurde nach Stabilisierungsmaßnahmen ins Krankenhaus nach Korbach gebracht. Auf etwa 8000 Euro wird der Sachschaden an der BMW geschätzt.

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Publiziert in Retter

LAISA/EIFA. Auf der Bundesstraße 253 ereignete sich am Sonntag (11. September 2022) ein schwerer Verkehrsunfall. Polizei, Feuerwehr und Retter waren im Einsatz.

Um 17.28 Uhr meldete die Leitstelle Waldeck-Frankenberg, dass es zwischen Eifa und Laisa zu einem Unfall gekommen war. Aus noch nicht abschließend geklärter Ursache war ein 48-Jähriger, der von Eifa in Richtung Laisa gefahren war, mit seinem silberfarbenen Ford in das Heck eines vorausfahrenden VW gekracht. Der Verursacher aus Biedenkopf wurde bei dem Zusammenstoß leicht verletzt. Schwer verletzt wurde der Fahrer (74) des VW aus den Niederlanden, seine Beifahrerin (74) erlitt leichte Verletzungen. Alle Beteiligten wurden von den Rettungskräften nach der Erstversorgung vor Ort in ein Krankenhaus transportiert.

Die beiden völlig zerstörten Fahrzeuge wurden vom Abschleppunternehmen AVAS abgeholt. Den Sachschaden am Ford schätzen die Beamten der Polizeistation Frankenberg auf etwa 3500 Euro, der Schaden am VW wird mit rund 10.000 Euro beziffert.

Bei der Unfallaufnahme ergaben sich den Beamten Verdachtsmomente, dass der Verursacher Alkohol oder Drogen konsumiert haben könnte, deshalb wurde zunächst eine Blutentnahme angeordnet und anschließend der Führerschein sichergestellt.

Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen war die Strecke für den Verkehr gesperrt.   

Link: Unfallstandort auf der Bundesstraße 253 vom 11. September 2022

Publiziert in Polizei

ALLENDORF/BROMSKIRCHEN. Drei schwerverletzte Personen, ein Gesamtsachschaden von 20.000 Euro und der Einsatz eines Rettungshubschraubers sind das Ergebnis eines Verkehrsunfalls, der sich am Sonntagabend auf der Bundesstraße 236 ereignet hat.

Gegen 18.45 Uhr befuhr ein 26-Jähriger mit seinem in Düsseldorf (D) zugelassenen grauen Skoda die B 236 von Bromskirchen in Richtung Allendorf (Eder). Ausgangs einer Rechtskurve kam der in Gießen wohnende Mann aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern. Sein Octavia schleuderte in den Gegenverkehr, drehte sich und stieß dort mit einem schwarzen 5er-BMW zusammen. Dabei wurde der Octavia mit der Fahrerseite in die Leitplanke gedrückt.

Über das Notrufsytem des BMWs wurde die Leitstelle Waldeck-Frankenberg alarmiert. Polizeikräfte aus Frankenberg, zwei RTW und ein NEF aus Frankenberg sowie ein NEF und ein RTW aus dem Hochsauerlandkreis rückten umgehend zur Unfallstelle aus. Verkehrsteilnehmer, die an der Unfallstelle eintrafen, konkretisierten den Lagebericht, sodass die Feuerwehren Bromskirchen, Allendorf, Somplar und Rennertehausen mit 45 Einsatzkräften ihren Auftrag wahrnahmen. Einsatzleiter Christian Henkel Strieder teilte die Kräfte ein. Wie bereits tausendmal geübt, wurden die Batterien bei den Fahrzeugen abgeklemmt, der Brandschutz sichergestellt und die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Nach Absprache mit dem Notarzt musste der 26-jährige Unfallverursacher mit hydraulischem Gerät aus dem Skoda geschnitten werden. Danach konnte der Fahrer in einen RTW getragen und nach Allendorf zum Flugplatz gefahren werden. Dort übernahm der Rettungshubschrauber "Christoph Gießen" den Schwerverletzten. Mittels Luftrettung ging der Flug nach Gießen ins Klinikum. 

Ebenfalls schwer verletzt wurde der Fahrer (40) des im Hochsauerlandkreis (HSK) zugelassenen BMWs. Nach der Erstversorgung ging die Fahrt für den Briloner ins Krankenhaus seiner Heimatstadt. Sein schwerverletzter Beifahrer (49) folgte wenige Minuten später mit Martinshorn und Blaulicht in einem weiteren RTW. Beide Unfallwagen mussten mit den Abschleppwagen der Firma AVAS aus Frankenberg abtransportiert werden. Auch hier unterstützten die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr tatkräftig.

Im Nachgang wurde die Strecke von Fahrzeugteilen befreit. Für den Zeitraum der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die Bundesstraße 236 gesperrt werden. Aufgenommen wurde der Unfall von Beamten der Polizeistation Frankenberg. 

Link: Unfallstandort am 10. September 2022 auf der B 236.

Publiziert in Feuerwehr
Samstag, 10 September 2022 10:48

Vier Schwerverletzte auf der Bundesstraße 253

FRANKENBERG. Gegen 2.30 Uhr am Samstagmorgen schrillten die Alarmgeber bei den Feuerwehren Frankenberg und Geismar - gemeldet wurde ein Unfall mit eingeklemmten Personen auf der Bundesstraße 253 zwischen Geismar und Frankenberg.

Ebenfalls alarmiert wurden Notärzte, Rettungswagenbesatzungen und die Polizei. Als die Retter, Polizisten und Feuerwehrleute wenige Minuten nach der Alarmierung an der Unfallstelle eintrafen, lag ein im Hochsauerland zugelassener Skoda auf dem Dach. Glücklicherweise waren die vier Insassen nicht eingeklemmt, sodass sich die Arbeiten der Feuerwehren auf das Ausleuchten der Unfallstelle und die Absicherung beschränkten.

Nach Angaben von Zeugen, befuhr ein 22-Jähriger aus Hallenberg (HSK) mit seinem Skoda die Bundesstraße 253 von Geismar in Richtung Bundesstraße 252, um über Frankenberg nach Hallenberg zu gelangen. Alkoholkonsum und nicht angepasste Geschwindigkeit führten dann in einer Rechtskurve zu dem Unfall, bei dem drei Frankenberger im Alter von 21, 22 und 23 Jahren schwer verletzt wurden. Auch der Fahrer selbst erlitt schwere Verletzungen. Alle vier mussten mit RTW ins Krankenhaus gebracht werden.

Anhand der Unfallspuren war der Skoda von Geismar gekommen und in einer Kurve in den Flutgraben gekracht, dort blieb der Pkw nach einem Überschlag auf dem Dach liegen. Weil beim Fahrer Alkohol zu riechen war, ordneten die Beamten eine Blutentnahme bei dem Hallenberger an. Den Führerschein kassierten die Ordnungshüter an Ort und Stelle. Um die Straße wieder freizubekommen, wurde die Firma AVAS mit dem Abschleppen des Wracks beauftragt. Auf rund 5000 Euro schätzt die Polizei den Sachschaden. 

Link: Unfallstandort am 10. September 2022.

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FRANKENBERG. Eine Motorradfahrerin aus Großbritannien musste am Freitag mit schweren Verletzungen in eine Klinik geflogen werden - vorausgegangen war ein Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 252 am Abzweig nach Friedrichshausen.

Nach Informationen an der Unfallstelle befuhr gegen 14.45 Uhr eine britische Staatsangehörige mit ihrem Motorrad die Landesstraße 3076 von Friedrichshausen in Richtung Frankenberg. Zunächst bog die Bikerin mit ihrer Kawasaki links ab, um auf die Bundesstraße 252 zu gelangen. Hier setzte sie ihre Fahrt in Richtung Marburg fort und übersah einen vorfahrtsberechtigten Volkswagen, der sich von links aus Richtung Marburg näherte. Es kam zum Zusammenstoß, wobei die Kradfahrerin stürzte. Ersthelfer setzten den Notruf bei der Leitstelle ab, andere sicherten die Unfallstelle ab und sorgten für eine Rettungsgasse. Zudem leisteten Verkehrsteilnehmer schnell und gut Erste Hilfe, um das Leben der 48-Jährigen zu retten. 

Ein Notarzt und zwei RTW-Besatzungen rückten an, versorgten die schwerverletzte Britin und die leichtverletzte Frau aus einem Vöhler Ortsteil. Aufgrund der Schwere der Verletzungen forderte der Notarzt einen Rettungshubschrauber an. Dieser landete direkt neben der Unfallstelle auf der Bundesstraße. Mit der Luftrettung ging der Flug nach Marburg, wo die 48-Jährige notoperiert wurde. Die 26-jährige Polo-Fahrerin kam mit leichten Blessuren davon.

Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. An der Kawasaki entstand Sachschaden in Höhe von 5000 Euro, der Polo wird mit 4000 Euro abgeschrieben. Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen musste die Bundesstraße gesperrt werden. 

Link: Unfallstandort am 9. September 2022 bei Frankenberg

Publiziert in Polizei
Mittwoch, 07 September 2022 08:50

Zwei Girkhäuser retten ein Leben in den Alpen

GIRKHAUSEN/SANKT GERTRAUDI. „Helft`s, Helft`s, Helft`s, da liegt der Josef!“, Peter Neubauer Bergbauer aus den Österreichischen Alpen aus Reith im Alpbachtal war schier verzweifelt am Abend des 12. September 2021. Sein guter Freund Bekannter Josef Niederbacher lag leblos neben seinem Auto in den Bergen, seine Ehefrau Maria saß im Wagen und konnte die Situation nicht fassen. Auf den Hilfe suchenden Peter Neubauer wurden zwei Menschen aufmerksam, die mit ihrem Engagement und Können gemeinsam mit vielen anderen Menschen, die noch hinzukamen, keine Sekunde zögerten und sofort geholfen haben. „Nur dadurch, dass Peter auf sich aufmerksam gemacht hat, haben wir überhaupt verstanden, dass dort etwas passiert ist“ erinnern sich Matthias Marburger und seine Frau Manuela aus Girkhausen, die zu dieser Zeit Urlaub in den österreichischen Bergen machten. „Wir haben den Mann aus der Böschung auf den Weg gezogen. Er lag mit dem Kopf in den Blumen am Wegesrand. Auf dem Weg haben wir sofort mit der Reanimation begonnen“, erinnert sich Manuela Marburger-Stahl. Manuela, Krankenschwester in der Odebornklinik, hat die Herzdruckmassage übernommen, ihr Mann Matthias, Feuerwehrmann im Ehrenamt, hat die Beatmung durchgeführt. „Zum Glück hatten wir unseren Erste-Hilfe-Rucksack dabei, in dem wir auch einen Beatmungsbeutel haben“, erinnert sich Matthias Marburger an den Abend. Eigentlich waren er und seine Frau auf dem Weg zur Zirmalm, in den dortigen Gasthof. „Wir sind schon oft hier im Urlaub gewesen und man kennt sich mittlerweile gut. Wir waren auf der Alm zum Abendessen verabredet an unserem letzten Urlaubstag“, erklären die beiden. Nur deshalb waren beide überhaupt die schmale Anliegerstraße hoch über der Ortschaft gefahren. „Der Josef gießt schon seit Ewigkeiten mit seiner Ehefrau gemeinsam im Herrgottswinkel die Blumen. Jeden Abend. Tag für Tag“, berichtet Matthias Marburger. Das Gießen sei schon abgeschlossen gewesen und die beiden Senioren wollten wieder zu ihrem Hof fahren, auf dem sie 45 Milchkühe und Hühner versorgen. Gerade erst waren sie vom ersten Hochzeitstag ihrer Enkelin zurückgekommen. Neben seinem Auto brach Josef zusammen und gab keine Lebenszeichen mehr von sich.

Hubschrauber angefordert

Noch während das Ehepaar aus Girkhausen die Reanimation eingeleitet hatte und um das Leben von Josef zu kämpfen begonnen hatte, telefonierte Peter Neubauer mit der Leitstelle in Innsbruck. „Dann gab er mir das Telefon“, erinnert Matthias sich. Der Disponent hatte noch Fragen zum Notfall. „Er sagte uns, dass er bis jetzt nur einen Krankenwagen zum Einsatz alarmiert habe“, erinnern beide sich. Matthias Marburger erklärte dem Disponenten den Ernst der Lage und aufgrund der abgelegenen Örtlichkeit bat er um die Entsendung eines Rettungshubschraubers. Dabei ist der Ersthelfer voll des Lobes für die gute Arbeit der Leitstelle: „Der war sowas von freundlich und hilfsbereit. Er hat gesagt, er schickt den Hubschrauber sofort los, zusätzlich RTW und Notarzt. Er fragte auch, ob wir noch die Feuerwehr zur Tragehilfe oder Unterstützung brauchen, aber das ging so“, berichtet Matthias. Noch währenddessen kamen weitere Passanten hinzu: „Das war ein niederländischer Tourist und ein junger Polizeibeamter, der privat unterwegs war“. Der Tourist habe sofort bei der Reanmiation unterstützt, sodass man sich bei der Herzdruckmassage abwechseln konnte und der Polizist habe den Verkehr geregelt und den Wagen mit Peter Neubauers kleiner Tochter nach Hause gefahren. Zur selben Zeit erhielt „Heli 3“ von der SHS Flugrettung in Kufstein seinen Einsatzbefehl und nahm Kurs ins Alpbachtal. Am Krankenhaus in Schwaz starteten parallel RTW und Notarzt, eine Polizeistreife machte sich ebenfalls auf den Weg. Minuten später landete der Hubschrauber in unmittelbarer Nähe der Notfallstelle, RTW und Notarzt trafen ebenso ein. „Macht´s weiter so!“, lautete die kurze Anweisung der Besatzungen. Die Mediziner legten unterdessen Venenzugänge an, hielten Defibrillationspaddels an und zogen Medikamente auf, eine künstliche Beatmung wurde eingeleitet. Schließlich übernahmen die Rettungskräfte den weiteren Einsatz.

Angehörige betreut

„Der Hof von Josef war nicht weit weg. Die Familie konnte sehen, dass auf der schmalen Straße etwas los war und Josefs Kinder und Enkel waren schnell vor Ort. Um die haben wir uns dann gekümmert“, berichtet Manuela Marburger-Stahl. Sie hatte sich bei Josefs Frau Maria ins Auto gesetzt und die Frau von den dramatischen Szenen abgelenkt. Zwei Mal musste Josef Niederbacher defibrilliert werden. „Es wurde ein Kammerflimmern festgestellt“, berichtet Manuela. Minuten später Erleichterung: „Er hat einen Rhythmus. Er ist wieder da!“, so der Ausruf der Notärztin vor Ort. Gemeinsam tragen sie Josef zum in der Wiese stehenden Hubschrauber, der ihn in eine Klinik nach Innsbruck fliegt. „Josefs Tochter wollte jedem von uns 100 Euro geben an der Einsatzstelle, das haben wir natürlich abgelehnt. Aber die Telefonnummern, Namen und Adressen wollten sie von uns haben“, berichtet Manuela.

Über eine Stunde verspätet kamen Manuela und Matthias schließlich in der Alm zum Abendessen an. „Wir sahen aus... total durchgeschwitzt, die Klamotten dreckig, völlig fertig. Die anderen Gäste haben uns ganz entgeistert angeschaut“, erinnern sich beide an dem Empfang in der Alm. Die Wirtin sei gekommen und habe gefragt: „Jesses! Wo bleibt`s Ihr denn und wie schaut`s Ihr aus?“. Als die beiden der Wirtin erzählten, was geschehen war reagierte sie prompt: „Hier habt`s erst einmal ein Schnaps! Und jetzt kriegt`s Ihr Euer Essen“.

Der Weg nach dem schweren Notfall

Bereits am nächsten Tag erhielten die Marburgers Nachricht über Facebook und Whatsapp von Josefs Familie. „Wir bekamen fortan alle Entwicklungen mitgeteilt“, freuen sie sich. Das wach werden aus der Narkose, das Verlassen der Intensivstation, den Gang in Josefs geliebten Kuhstall, sämtliche Kontrolltermine beim Arzt, Familienfeierlichkeiten – alles bekamen Marburgers fortan mitgeteilt. „Das Band was da entstanden ist, ist sehr, sehr stabil“, freut sich Matthias Marburger. Vor wenigen Tagen waren die beiden erneut im Alpbachtal. „Josefs Familie wollte gerne ein Mittagessen mit uns essen“, berichten sie. Was für ein Zusammentreffen dies werden würde, hatten die beiden aber nicht für möglich gehalten. An einem Sonntagmittag um halb zwölf sollten sie im Café Zillertal sein. „Da waren Josef und seine Frau, die Geschwister, Kinder und Schwiegerkinder, Enkel, Urenkel, Freund Peter Neubauer – einfach eine riesen Familienzusammenkunft“, sind die beiden gerührt. Ihre Augen strahlen. „Josef hat uns so fest gedrückt und wir alle hatten Tränen in den Augen“, beschreiben die Marburgers ihre Eindrücke vom Treffen zum Mittagessen. „Am Hergottswinkel war mein Weg mit 86 Jahren zu Ende“, resümierte Josef Niederbacher. „Da hatten wir aber was dagegen“, kam es Matthias wie aus der Pistole geschossen entgegen. „Ihr wart`s und seit`s meine Schutzengel“. Josef wünschte sich von beiden, dass er sie noch in seinen Stall einladen darf und am nächsten Tag waren beide auf dem Hof der Niederbachers zu Gast: „Josef hat uns seine Tiere gezeigt, allen voran Zuchtbulle Peter, der sehr aufgebracht war, und tobte, als wir als Fremde im Stall waren. „Dann hat der Josef den schweren Bullen über den Kopf gestreichelt und gesagt: „Peter, dess san zwoa Guade, und jetzt is a Ruah“. „Das Tier war sofort still“, ist Matthias beeindruckt. Auch hier wurde beiden noch einmal deutlich, wie herzlich Familie Niederbacher ist: „Obwohl alle mit der Stallarbeit beschäftigt waren, haben sie uns Familienfotos von Hochzeiten oder anderen Familienfeiern gezeigt. Dazu war trotz Stall immer Zeit zwischendurch“, sind beide stolz. Auch ein Drittes Mal sollten sie sich in diesem Urlaub begegnen: „Manuela hatte in diesen Tagen Geburtstag und bei einem Fest im Dorf, der so genannten Strawanzer-Nacht, kam die gesamte Familie von Josef, um Manuela persönlich zu gratulieren. Sie bekam dann ein Edelweiß von der Familie geschenkt“, freut er sich. Bei der anschließenden Verabschiedung nach Hause habe Josef sehr geweint. „Passt`s gut aufeinander auf und hoffentlich sehen wir uns nächstes Jahr wieder“. „Da haben wir auch ganz schön einen verdrückt“, erinnern sich Matthias und Manuela noch gut.

Teddys für die Flugrettung

Ganz beendet war ihr Urlaub in Österreich damit aber noch nicht: Die beiden sind in ihrer Freizeit ehrenamtlich Botschafter der Deutschen Teddystiftung, die Rettungsdienste mit Teddys für das Trösten von Kindern versorgt. Beide besuchten den in Kufstein stationierten Hubschrauber „Heli 3“, der bei Josefs Reanimation im Einsatz war, um den Besatzungen Teddys für Kindernotfälle zur Verfügung zu stellen. „Die Besatzung hat sich wahnsinnig gefreut, war super glücklich“, freuen sich die beiden. An den Einsatz im Alpbachtal konnten sie sich noch gut erinnern, vom Ausgang hatten sie allerdings bisher noch nichts gehört. Umso glücklicher waren sie, dass Josef Niederbacher wieder ganz gesund geworden ist. Dank der Hilfe vieler engagierter Menschen, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren und die ihr Handwerk verstehen.

Ein besonderes Geschenk zusätzlich zur Gesundheit

Josef Niederbacher ist übrigens nicht nur wieder ganz gesund geworden. Auch sein erstes Urenkelchen wurde mittlerweile geboren, und heißt: Matthias.

Publiziert in SI Retter
Dienstag, 06 September 2022 06:53

Drei Verletzte bei Unfall auf der Bundesstraße 253

ALLENDORF. Mit schweren Verletzungen ist am Montagnachmittag ein 41-jähriger Motorradfahrer ins Klinikum nach Marburg geflogen worden - vorausgegangen war ein Unfall auf der Bundesstraße 253 zwischen Frankenberg und Allendorf.

Nach Informationen der Polizei befuhr eine 18-Jährige mit ihrem im Landkreis Siegen-Wittgenstein zugelassenen Seat die Kreisstraße 118 von Birkenbringhausen zur B 253, um nach links in Fahrtrichtung Bad Berleburg abzubiegen. Dabei übersah die 18-Jährige einen aus Richtung Allendorf (Eder) herannahenden und vorfahrtsberechtigten Motorradfahrer, der in Richtung Frankenberg unterwegs war. Um 16.30 Uhr bog die 18-Jährige nach links ab, es kam zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge, wobei sich das Krad in den Motorraum des Seat bohrte. Der Aufprall war so hart, dass der Fahrer mehrere Meter durch die Luft flog und auf dem Asphalt aufschlug.

Ersthelfer, die an der Unfallstelle eintrafen, leisteten umgehend Erste Hilfe, setzten den Notruf ab und sicherten die Unfallstelle bis zum Eintreffen der Polizei, dem Notarzt und der Rettungswagenbesatzungen. Noch während der medizinischen Erstversorgung forderte der Notarzt Luftrettung an. Diese traf zeitnah ein, sodass der Patient ins Klinikum nach Marburg geflogen werden konnte.

Mit leichten Verletzungen kam die Unfallverursacherin und ihre Beifahrerin (18) davon. Insgesamt wird der Sachschaden auf 17.000 Euro geschätzt. Die Strecke musste etwa zwei Stunden für den Verkehr gesperrt werden. 

Publiziert in Polizei
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