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Freitag, 19 August 2011 21:40

Schrottsammler mit Schrotthaufen

KASSEL. Da war der Name Programm: Schrottsammler sind selbst mit einem absoluten Schrotthaufen unterwegs gewesen. Beamte der Verkehrsinspektion Kassel stoppten am Freitag einen sogenannten Schrott-Lkw auf der Wolfhager Straße. Den Polizisten fiel der Lkw auf, da er - ohne überladen gewesen zu sein - mit dem Heck bedrohlich nah über der Fahrbahn hing. Zudem spielte die Beleuchtung verrückt, nachdem der Fahrer einen Bremsversuch unternahm, so weit das eben mit dieser, wie sich später herausstellte, desolaten Bremsanlagen überhaupt möglich war. Die Beamten stoppten den stadteinwärts fahrenden Kleinlaster, beorderten ihn anschließend auf das Gelände der Berufsfeuerwehr und warfen einen genaueren Blick auf beziehungsweise unter das Schrottfahrzeug. Dabei bot sich ein katastrophaler Blick.

Nicht nur der Tank war mit einfachem Draht an der Karosserie befestigt, sondern insbesondere der gesamte Hauptrahmen war gefährlich durchgerostet. Die Räder waren nicht nur abgefahren, sondern auch mit falschen Schrauben an den Achsen montiert. Zudem war die komplette Elektrik defekt. Ein weiteres trauriges Highlight der Überprüfung war die Bremsanlage des in 1991 zugelassenen Lasters. Die vordere Bremse zeigte eine unzureichende Bremswirkung, die hintere funktionierte überhaupt nicht. Zu allem Überfluss war der geladene Metallschrott unzureichend gesichert. Bei einem wegen der desolaten Bremsanlage leicht möglichen Auffahrunfall hätte die Ladung "gefährlich gegen das Führerhaus krachen können", wie Polizeisprecher Torsten Werner sagte.

Eine weitere Benutzung des Fahrzeugs wurde dem Fahrer untersagt und die Kennzeichen wurden sichergestellt. Zudem wurde ein Sachverständiger zur Begutachtung der Verkehrssicherheit des Fahrzeugs hinzugezogen. Den Fahrer, der zugleich Halter des Kleintransporters ist, erwartet nun ein Bußgeld und Punkte in Flensburg wegen mangelnder Ladungssicherung und dem Betrieb eines Fahrzeuges trotz erheblicher Mängel. Auch die Kosten des Gutachtens werden dem Verursacher in Rechnung gestellt.

Publiziert in Polizei
Donnerstag, 11 August 2011 14:38

Neun Leute in Opel gepfercht

BRILON. Neun Mitglieder einer rumänischen Großfamilie sind in einem Opel Astra gefahren - die Polizei stoppte die Ölsardinen. Da staunten die Beamten der Polizeiwache Brilon nicht schlecht: Bei einer Geschwindigkeitskontrolle auf der Hoppecker Straße fiel ihnen ein alter Opel Astra mit 64 statt der erlaubten 50 km/h auf. "Das war aber noch der harmloseste Verkehrsverstoß", sagte Polizeisprecher Stefan Trelle am Donnerstag. In dem Auto saßen sage und schreibe neun Menschen, eine rumänische Großfamilie.

Auf den Vordersitzen saßen zwei Männer, völlig unauffällig. Die Rückbank war mit vier Frauen schon gut besetzt. Doch im Fußraum lag noch eine weitere Person. Der Rest der Familie fand im Kofferraum Platz. Die Kofferaumabdeckung des Wagens war dafür ausgebaut worden. Die Anzahl der Insassen konnte mit Gewissheit erst festgestellt werden, nachdem alle ausgestiegen waren.

Der Fahrer musste für die Geschwindigkeitsüberschreitung bezahlen. Da im Auto aber weitere sieben Personen, darunter auch ein Kleinkind, nicht gesichert werden konnten, wären weitere 220 Euro fällig gewesen. Das Geld konnten sie aber nicht auftreiben. Die Weiterfahrt wurde untersagt.

Publiziert in Polizei
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