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BERNDORF. Mit 31.000 Litern Heizöl im Tankauflieger hat ein besonnen reagierender Lkw-Fahrer am Freitagmorgen womöglich einen Unfall mit gravierenden Folgen verhindert: Als kurz vor dem Ortseingang von Berndorf die Kardanwelle brach, brachte der 55-Jährige das Gespann noch auf der Bundesstraße zum Stillstand.

Der Maschinenwagen war bei dem Zwischenfall mit den Vorderrädern bereits leicht von der B 252 abgekommen. "Es gab plötzlich einen lauten Schlag und der Auflieger geriet ins Schlingern", sagte der Lkw-Fahrer gegenüber 112-magazin.de. Als gegen 8 Uhr auf einem leicht abschüssigen Teilstück der Bundesstraße kurz vor dem Ortseingang von Berndorf aus Richtung Twiste kommend die Kardanwelle brach, "blockierten die Räder der Antriebsachse". Der komplett befüllte Tankauflieger habe aber mit seinem Gewicht den Maschinenwagen nach vorn geschoben. Weil sich das Gespann dabei leicht nach links bewegte, habe er gegengelenkt. Dabei knickte dann die Sattelzugmaschine nach rechts ein. Wenige Meter vor einer Verkehrsinsel am Berndorfer Ortsschild kam das Gefährt zum Stillstand.

"Der Lkw-Fahrer hat sehr gut reagiert", bescheinigte ein Beamter der Korbacher Polizeistation an der Unfallstelle. Warum die Kardanwelle gebrochen war, wussten weder der Fahrer noch die Polizei. Weil durch den Bruch die Verbindung zwischen Motor und Antriebsachse unterbrochen wurde, was der Laster nicht mehr fahrbereit. Ein Ersatzfahrzeug des betroffenen Mineralölkonzerns aus Arnsberg (Hochsauerlandkreis) kam nach Berndorf, um den Tankauflieger zu übernehmen und nach Korbach zu bringen. Die 31.000 Liter Heizöl waren für die Niederlassung des westfälischen Unternehmens in der Kreisstadt bestimmt.

"Ich bin nur froh, dass mir das nicht eine halbe Stunde vorher passiert ist", sagte der erleichterte Lkw-Fahrer - zu dieser Zeit befand sich der Trucker mit seiner brennbaren Ladung noch auf der A 44. "Da will man gar nicht weiter drüber nachdenken...". Der 55-Jährige hatte am Morgen den Auflieger im Ruhrgebiet befüllt. Kurz vor dem Ziel brach dann die Antriebswelle. Weil vermutlich auch der Motor in Mitleidenschaft gezogen wurde, könnte sich der Schaden nach Einschätzung des Fahrers auf bis zu 25.000 Euro belaufen.

Apropos laufen: Zwar blieb der Tankauflieger unbeschädigt, doch lief bei dem Unfall eine größere Menge Getriebeöl auf die Straße. Mitarbeiter der Straßenmeisterei rückten aus und streuten das Öl ab. Außerdem installierten die Straßenwärter eine Baustellenampel, damit der Verkehrs wechselweise an der Unfallstelle vorbeifahren konnte. Zuvor hatten Polizisten den erkehr geregelt.


Vor einem halben Jahr war bei Ehringen ein Heizöllaster umgekippt:
Heizölfahrer und Umwelt mit viel Glück (12.03.2013, mit Video und Fotos)

Im vergangenen Jahr kam zwischen Korbach und Nordenbeck ein Gefahrgut-Lkw von der Straße ab:
Gefahrgut-Lkw im Graben: 25 Tonnen Bitumen umgepumpt (10.05.2012, mit Video u. Fotos)

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Publiziert in Polizei
Montag, 30 April 2012 06:20

Kardanwelle bricht: Feuerwehr streut Öl ab

MASSENHAUSEN. Eine gebrochene Kardanwelle an einem Traktor hat am Sonntagabend zu einem Einsatz der Bad Arolser Feuerwehr geführt. Die Brandschützer nahmen größere Mengen ausgelaufenen Öls auf.

Laut Polizei war der 34 Jahre alte Fahrer aus Hofgeismar gegen 19.30 Uhr aus Massenhausen kommend mit einem beladenen Anhänger in Richtung Kernstadt unterwegs. In Höhe Ziegenacker brach die Kardanwelle des Claas-Schleppers aus der Vorderachse, bohrte sich regelrecht in den Asphalt und hob den Schlepper dadurch während der Fahrt sogar an - ein regelrechter Bocksprung. Durch die so auftretenden Kräfte brach der hintere Teil der Welle schließlich aus dem Getriebe, wobei nahezu das gesamte Getriebeöl auf die Landesstraße 3078 floss. Die Leitstelle alarmierte die Arolser Feuerwehr, die wenig später in Richtung Massenhausen ausrückte.

Eine Streife der Arolser Polizei sicherte die Arbeiten der Feuerwehr ab. Die Einsatzkräfte unter Leitung von Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer und Wehrführer Gordon Kalhöfer streuten die Betriebsstoffe ab und nahmen das vollgesogene Bindemittel anschließend zur Entsorgung wieder auf. Die Wehr reinigte die Fahrbahn anschließend mit einer speziellen Seifenlauge und stellte vor dem Abrücken zudem Warnschilder auf. Mit einem anderen Schlepper wurde der defekte Traktor zu einem Landmaschinenhändler nach Bad Arolsen geschleppt. Zuvor hatte ein Servicetechniker das im Getriebe verbliebene Öl abgepumpt.

Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Michael Seebold lobte auf Anfrage von 112-magazin.de die gute Reaktion des Schlepperfahrers: Der Landwirt habe sofort eine Werkzeugkiste ausgeleert und unter das Getriebe gestellt, um zumindest einen Teil des austretenden Öls aufzufangen. Mit Jacken und Tüchern habe der Fahrer zudem verhindert, dass Öl ins Erdreich neben der Straße gelangt.


Link:
Feuerwehr Bad Arolsen

Publiziert in Feuerwehr

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