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BATTENHAUSEN. Zu einem Großbrand in Battenhausen mussten in der Nacht zu heute die Feuerwehren ausrücken: Die Jausenstation am Skilift stand im Vollbrand. Bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte schlugen Flammen hoch aus dem Dach des rustikalen und urig eingerichteten Gebäudes zum hohen Lohr. Umgehend nahmen die Einsatzkräfte unter der Leitung von Einsatzleiter Thomas Bahr mit teilweise vier parallelen Atemschutztrupps einen Löschangriff vor. „Sowohl im Innen- und Außenangriff“, erklärte Jens Schneider, der von Seiten der Feuerwehr vor Ort für die Einsatzdokumentation zuständig war. Zur Unterstützung des Löschangriffs kam auch die Drehleiter aus Bad Wildungen zum Einsatz – das Feuer war allerdings bereits gleich zu Beginn des Einsatzes bereits soweit fortgeschritten, dass es einen Totalschaden sowohl am Außenpavillon und der Terrasse, als auch am Hauptgebäude selbst gab.

Die Einsatzkräfte öffneten an dem aus Holz erbauten Gasthaus von der Drehleiter aus die Dachhaut, um an alle Brandnester heran kommen zu können. Neben den siebzig Einsatzkräften der Feuerwehren aus Battenhausen, Löhlbach, Haina, Dodenhausen, Halgehausen, Bad Wildungen, Armsfeld, Gemünden und der Atemschutzkomponente aus Frankenberg waren auch ein Rettungswagen des DRK Rettungsdienstes und eine Polizeistreife vor Ort im Einsatz. Trotz des Großbrandes und des fordernden Einsatz wurden glücklicherweise weder Passanten noch Einsatzkräfte verletzt, sodass der Rettungswagen zum Glück nur als Absicherung vor Ort in Bereitstellung bleiben musste. Die Polizeibeamten vor Ort haben die Ermittlungen an die Bad Wildunger Kriminalpolizei weitergegeben, die die genaue Brandursache feststellen soll. Die Beamten erklärten, dass das Feuer im Außenbereich vermutlich seinen Ursprung genommen habe und dann auf das Gebäude übergegriffen sei – möglicherweise sei also eine Brandstiftung die Ursache. Zur genauen Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden.

Nach den eigentlichen Löscharbeiten setzte die Feuerwehr Netzmittel ein, um auch letzte vorhandene Glutnester im Holz aufgrund der Schaumbeimischung endgültig ersticken zu können. Vor Ort wurden Hochleistungslüfter zum Einsatz gebracht, um die noch bestehenden Gebäudeteile vom dichten Brandrauch zu befreien. Außerdem hatte die Feuerwehr die Einsatzstelle mit mehreren Fahrzeugen und auch mit mobilen Strahlern großräumig ausgeleuchtet. Die Straße Zum Hohen Lohr musste über Stunden voll gesperrt werden. Trotz der derzeitigen Sanierung des Wasserhochbehälters in Battenhausen war die Versorgung mit dem benötigten Löschwasser vor Ort problemlos möglich.

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FRANKENAU. Auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in der Waldecker Straße, nur wenige hundert Meter vom Ortskern entfernt, brach in den frühen Morgenstunden des 25. Juni ein Feuer aus. Nach derzeitigem Kenntnisstand waren sämtliche Feuerwehren der Frankenauer Ortsteile inklusive der Stadtwehr im Einsatz um eine brennende Scheune zu löschen und Tiere aus dem angrenzenden Stall zu retten. Eine Drehleiter mit Besatzung aus Frankenberg war ebenfalls im Einsatz.

Um 2.10 Uhr wurden die Ehrenamtlichen über Sirenen und per Warnapp alarmiert. Die Einsatzleitung hat der Frankenauer Stadtbrandinspektor Manuel Kühn übernommen. Nach Polizeiangaben stand der Stall, in dem neben 100 Kühen, Bullen und Rindern auch verschiedene landschaftliche Geräte untergebracht waren, im Vollbrand. Auf dem Dach des Gebäudes war eine Photovoltaikanlage installiert, welche ebenfalls durch das Feuer vollständig zerstört wurde. Personen wurden durch das Feuer nicht verletzt. Die Anzahl der verletzten oder verstorbenen Tiere steht zurzeit noch nicht fest - bislang sind 40 Tiere tot aufgefunden worden. Ein Bulle ist in den Nationalpark geflüchtet, wie schwer das Tier verletzt ist, steht nicht fest. Nach dem Tier wird intensiv gesucht.

Um 4.10 Uhr konnte Manuel Kühn der Leitstelle Feuer aus melden. Mit 14. Trupps unter Atemschutz, zwei C-Rohren, der Drehleiter und mit zwei Riegelstellungen konnte das Feuer gelöscht und ein Übergreifen auf das Haupthaus und eine weitere Stallung verhindert werden. Neben der Sicherung der angrenzenden Gebäude legten die Einsatzkräfte den Fokus auf die Tierrettung. Familienangehörige, die auf dem Hof leben, halfen tatkräftig mit, trotzdem konnten nicht alle Tiere gerettet werden. Obwohl die Feuerwehr den Brand zügig unter Kontrolle hatte, kam es am Anfang zu Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung. Da das Anwesen außerhalb der Ortschaft liegt, mussten Löschwasserleitungen mehrere hundert Meter zum Einsatzort verlegt werden. Die Wasserversorgung wurde zudem von Tankfahrzeugen unterstützt, wie Manuel Kühn mitteilte.

Nach derzeitigen Stand beträgt der Sachschaden mindestens 500.000 Euro. Zur Unterstützung der Feuerwehr wurde bei der Brandbekämpfung auch das technische Hilfswerk eingesetzt. Mit einem Bagger mussten Rundballen auseinandergezogen und Trümmerteile beseitigt werden. Trotz Einbringung von Netzmitteln zogen sich die Nachlöscharbeiten über mehrere Stunden hin. Eine Veterinärin war ebenfalls vor Ort.

Die Kriminalpolizei in Korbach übernimmt die weitere Sachbearbeitung. Dazu werden die Beamten der Kripo einen Sachverständigen des Hessischen Landeskriminalamtes hinzuziehen.

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Donnerstag, 06 Mai 2021 11:28

Gemeldeter Großbrand ruft Wehren auf den Plan

DIEMELSTADT. Nicht abzureißen scheinen derzeit die Alarmierungen zu Bränden im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Seit Tagen summen die Pager der Einsatzkräfte ununterbrochen. Allein in dieser Wochen mussten die Wehren aus Korbach, Vöhl, Bad Arolsen und Rosenthal ihr Können mehrmals unter Beweis stellen.

Ebenfalls im Einsatz befanden sich am Mittwoch 82 Ehrenamtliche aus dem Raum Diemelstadt. Dazu ein Notarzt aus Warburg, das ELW 2 des Landkreises Waldeck-Frankenberg mit einer Drone und die Drehleiter aus Bad Arolsen. Hinzu kamen zwei Streifenwagenbesatzungen und ein RTW, der OLRD und der LNA. Vorausgegangen war die Alarmierung über die Leitstelle Waldeck-Frankenberg mit dem Alarmierungsgrad F3 Y um 17.55 Uhr - Ziel der Einsatztätigkeit war die Papierfabrik Spick in der Orpethaler Straße in Wrexen.

Zunächst hieß es, dass ein Schornstein in der Fabrik brennt. Diese Vermutung bestätigte sich allerdings nicht. Vielmehr war eine Maschine in einer Fertigungshalle heißgelaufen und hatte Feuer gefangen. Über das Abluftsystem wurden Rauch und Flammen über den Lüftungsschacht des Schornsteins nach außen transportiert. Dieses Erscheinungsbild wurde der Leitstelle gemeldet, sodass der Drohnenzug aus Korbach ebenfalls ausrückte.

Firmenmitarbeiter waren aber bereits selbst tätig geworden. Über einen Wartungsschlitz wurden Löschmittel in das Gehäuse der brennenden Maschine gespritzt. Einsatzleiter Volker Weymann koppelte mit der Geschäftsleitung der Papierfabrik, um das weitere Vorgehen zu beraten. Zunächst wurde die Drohne in Stellung gebracht und die Drehleiter ausgefahren um Brandnester lokalisieren zu können. In der Zwischendecke über der Maschine wurden die Einsatzkräfte fündig, sämtliche Glutnester wurden abgelöscht. Das Herunterkühlen der Maschine selbst gestaltete sich dagegen etwas schwieriger, weil der schwere Deckel abgenommen werden musste. Nachdem auch dies gelungen war, meldet der Einsatzleiter der Leitstelle Feuer aus - allerdings musste die Freiwillige Feuerwehr Wrexen bis 23.50 Uhr in Bereitstellung stehen. Als die Maschine gegen Mitternacht in Betrieb genommen wurde, rückten auch die letzten Einsatzkräfte ab.

Sachschäden und der Fertigungsausfall hielten sich in Grenzen - Verletzt wurde niemand.

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BAD WILDUNGEN. Ein Brand im alten Kurmittelhaus in Bad Wildungen beschäftigte am Freitag rund 90 Einsatzkräfte. Nachdem mehrere Notrufe bei der Leitstelle Waldeck-Frankenberg eingegangen waren, wurde die Feuerwehr Bad Wildungen unter dem Alarmkürzel "F2, unklare Rauchentwicklung" um 15.02 Uhr, in die Langemarckstraße alarmiert.

Bereits auf der Anfahrt wurde eine Alarmstufenerhöhung auf "F3" veranlasst; somit wurden die Stadtteilwehren Braunau und Wega mit auf den Plan gerufen. Ebenfalls rückten Polizei und Rettungsdienste zur Einsatzstelle aus.

Im hinteren Gebäudetrakt war im 2. Obergeschoss ein Zimmerbrand ausgebrochen. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Halle bereits in Vollbrand. Über das Treppenhaus hatte sich das Feuer in die umliegenden Räume, vor allem aber in die abgehängte Holzdecke ausgebreitet. Umgehend wurde unter Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Alexander Paul eine Brandbekämpfung über zwei Angriffswege  und die Drehleiter eingeleitet. Erschwert wurden die Einsatzarbeiten durch die enge Bebauung des Anwesens und die starke Rauchentwicklung. Durch den Niederschlag wurde der Brandrauch nach unten gedrückt und verbreitete sich im Stadtgebiet. Über eine Rundfunkwarnung und der App "KATWARN" wurden Anwohner gebeten Türen und Fenster geschlossen zu halten, so wie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.

Mit mehreren C-Rohren gingen Trupps unter Atemschutz im Gebäude vor, um den Brand zu bekämpfen. Von außen waren die Räumlichkeiten nicht zugänglich, da die Dachkonstruktion mit einer Stahlbetondecke abschließt. Die einzige Möglichkeit das Feuer zu löschen bestand darin, die abgehängte Holzdecke mittels Brechwerkzeug aufzustemmen. So konnten nach und nach alle Glutnester in den Holzpaneelen und der Dämmung gefunden und abgelöscht werden. Kontrolliert wurden die Einsatzarbeiten mit einer Wärmebildkamera. Zusätzlich wurde dem Löschwasser Netzmittel beigemischt, um dem Wasser die Oberflächenspannung zu nehmen, damit es besser in das Brandgut dringen konnte.

Nach der Meldung "Feuer aus" wurden Nachlöscharbeiten durchgeführt. Dabei wurde unter anderem ein Schaumteppich aus Schwerschaum ausgebreitet, um das Brandgut letztlich komplett vom Sauerstoff zu trennen. Insgesamt 35 Trupps unter Atemschutz waren im Einsatz. Erst gegen 1 Uhr in der Nacht war der Einsatz beendet. Versorgt wurden die Kräfte mit Getränken und belegten Brötchen. Bürgermeister Ralf Gutheil und stellvertretender Kreisbrandinspektor Bernd Berghöfer waren vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Während der Einsatzarbeiten war die Langemarckstraße gesperrt. Durch den Bauhof der Stadt Bad Wildungen wurde die Einsatzstelle mit Bauzäunen gesichert. Die genaue Brandursache, so wie die Schadenshöhe stehen derzeit nicht fest. (112-magazin)

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BAD WILDUNGEN. Ein Brand im alten Kurmittelhaus in Bad Wildungen beschäftigte am Freitag rund 90 Einsatzkräfte. Nachdem mehrere Notrufe bei der Leitstelle Waldeck-Frankenberg eingegangen waren, wurde die Feuerwehr Bad Wildungen unter dem Alarmkürzel "F2, unklare Rauchentwicklung" gegen 15.02 Uhr, in die Langemarckstraße alarmiert.

Bereits auf der Anfahrt wurde eine Alarmstufenerhöhung auf "F3" veranlasst; somit wurden die Stadtteilwehren Braunau und Wega mit auf den Plan gerufen. Ebenfalls rückte die Polizei und der Rettungsdienst aus.

Im hinteren Gebäudetrakt war im 2. Obergeschoss ein Zimmerbrand ausgebrochen. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Halle bereits in Vollbrand. Über das Treppenhaus hatte sich das Feuer in die umliegenden Räume, vor allem aber in die abgehängte Holzdecke ausgebreitet. Umgehend wurde unter Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Alexander Paul eine Brandbekämpfung über zwei Angriffswege  und die Drehleiter eingeleitet. Erschwert wurden die Einsatzarbeiten durch die enge Bebauung des Anwesens und die starke Rauchentwicklung. Durch den Niederschlag wurde der Brandrauch nach unten gedrückt und verbreitete sich im Stadtgebiet. Über eine Rundfunkwarnung und der App "KATWARN" wurden Anwohner gebeten Türen und Fenster geschlossen zu halten, so wie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.

Mit mehreren C-Rohren gingen Trupps unter Atemschutz im Gebäude vor, um den Brand zu bekämpfen. Von außen waren die Räumlichkeiten nicht zugänglich, da die Dachkonstruktion mit einer Stahlbetondecke abschließt. Die einzige Möglichkeit das Feuer zu löschen bestand darin, die abgehängte Holzdecke mittels Brechwerkzeug aufzustemmen. So konnten nach und nach alle Glutnester in den Holzpaneelen und der Dämmung gefunden und abgelöscht werden. Kontrolliert wurden die Einsatzarbeiten mit einer Wärmebildkamera. Zusätzlich wurde dem Löschwasser Netzmittel beigemischt, um dem Wasser die Oberflächenspannung zu nehmen, damit es besser in das Brandgut dringen konnte.

Nach der Meldung "Feuer aus" wurden Nachlöscharbeiten durchgeführt. Dabei wurde unter anderem ein Schaumteppich aus Schwerschaum ausgebreitet, um das Brandgut letztlich komplett vom Sauerstoff zu trennen. Insgesamt 35 Trupps unter Atemschutz waren im Einsatz. Erst gegen 1 Uhr in der Nacht war der Einsatz beendet. Versorgt wurden die Kräfte mit Getränken und belegten Brötchen. Bürgermeister Ralf Gutheil und stellvertretender Kreisbrandinspektor Bernd Berghöfer waren vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Während der Einsatzarbeiten war die Langemarckstraße gesperrt. Durch den Bauhof der Stadt Bad Wildungen wurde die Einsatzstelle mit Bauzäunen gesichert. Die genaue Brandursache, so wie die Schadenshöhe stehen derzeit nicht fest. (112-magazin)

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BIRKENBRINGHAUSEN. Am Dienstagnachmittag ereignete sich ein Großbrand im Burgwalder Ortsteil Birkenbringhausen. Nach ersten Meldungen über einen Scheunenbrand bei der Leitstelle Waldeck-Frankenberg gegen 15.30 Uhr, wurden die Wehren Birkenbringhausen, Burgwald, Ernsthausen, Wiesenfeld und Bottendorf unter dem Alarmkürzel "F2, brennt Scheune" in die Edertalstraße 8 alarmiert.

Bereits auf der Anfahrt wurde durch den ersten Einheitsführer der Feuerwehr Birkenbringhausen eine Alarmstufenerhöhung veranlasst, da sich das Feuer massivst ausgebreitet hatte. Somit wurden weitere Kräfte, darunter die Kernstadtwehr Frankenberg (Eder) mit der Drehleiter und dem Tanklöschfahrzeug, unter dem Alarmkürzel "F3, brennt Scheune" nachgefordert. Ebenfalls auf den Plan gerufen wurden ein RTW und ein Streifenwagen der Polizeistation Frankenberg; auch der stellvertretende Kreisbrandinspektor und Bürgermeister Lothar Koch waren vor Ort.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Scheune bereits in Vollbrand, die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen. Es handelte sich hierbei um ein Wirtschaftsgebäude, in dem zehn Rinder und zwei Bullen, mehrere landwirtschaftliche Fahrzeuge und Stroh untergebracht waren. Unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Gemeindebrandinspektors Dirk Engel wurde zum Schutz des Wohnhauses und des Nachbargebäudes eine Riegelstellung errichtet. Parallel dazu wurde ein Löschangriff in die Wege geleitet und mit der Rettung der Tiere begonnen. Schwierig gestaltete sich hierbei, dass einige Vierbeiner aufgrund von Angst und Stress das wirtschaftliche Anwesen nicht verlassen wollten. Im Laufe des Einsatzes konnten jedoch alle Tiere vor den Flammen gerettet werden. Diese wurden auf eine Weide getrieben und von einem Veterinär untersucht.

Weitere Schwierigkeiten ergaben sich durch die Wasserversorgung. Zur Unterstützung trug ein Traktor mit einem Wasserfass bei und füllte laufend ein Wasserbassin, aus dem das Löschwasser entnommen werden konnte. Für den Löschangriff wurden mehrere Rohre und Wasserwerfer vorgenommen; zusätzlich wurde dem Löschwasser Netzmittel beigemischt. Um ausreichend Atemschutzgeräte vorhalten zu können, wurde der Gerätewagen-Logistik aus Frankenberg herangezogen, für eine bessere Koordination der Einsatzleitwagen II aus Korbach. Für eine Dokumentation und Beurteilung des Schadensereignisses wurde eine Drohne eingesetzt. Trotz anhaltender Hitze, ausbleibendem Niederschlag und der massiven Brandausbreitung gelang es den Einsatzkräften, das Feuer schnell unter Kontrolle zu bringen. Auch konnten das Wohnhaus und das Nachbarhaus durch die Riegelstellung geschützt werden.

Während der Einsatzarbeiten stürzte die Dachkonstruktion des Anwesens ein. Im Nachgang wurde für die Nachlöscharbeiten das THW aus Frankenberg zur Einsatzstelle gerufen. Mit einem Bagger wurde die Dachkonstruktion und das gelagerte Stroh auseinandergezogen und abgelöscht; kontrolliert wurde das Brandgut mit einer Wärmebildkamera. Für die Nacht wurde eine Brandwache eingerichtet. Die Einsatzleitung über Nacht übernahm der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Volker Engel. Durch den Lebensmittelhandel Hirt aus Ernsthausen wurden die Einsatzkräfte mit Getränken und Brötchen versorgt. Bürgermeister Lothar Koch lobte die Zusammenarbeit aller Hilfsorganisationen, der lange Zeit vor Ort blieb, um den Angehörigen Mut zuzusprechen und die Einsatzarbeiten zu verfolgen.

Wie Polizeisprecher Dirk Richter auf Nachfrage mitteilt, beläuft sich der Sachschaden nach ersten Schätzungen auf mindestens 800.000 Euro (112-magazin)

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SACHSENBERG. Bei einem Großbrand wurde am Dienstagabend ein Wohnhaus mit integriertem Wirtschaftstrakt im Lichtenfelser Ortsteil Sachsenberg völlig zerstört.

Um 21:36 Uhr wurden die Wehren Sachsenberg, Neukirchen, Münden, Dalwigkstahl, Rhadern und Goddelsheim unter dem Alarmkürzel "F3, brennt Scheune" nach Sachsenberg in die Straße "Am Teich" alarmiert. Ebenfalls auf den Plan gerufen wurden ein RTW und ein Streifenwagen der Polizeistation Frankenberg.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der wirtschaftliche Teil des Anwesens bereits in Vollbrand. Hier waren ein alter Traktor, ein Wohnwagen und altes Stroh gelagert. Die zwei in dem Wohnhaus gemeldeten Personen hatten sich bereits ins Freie begeben. Unter der Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Klaus Debus wurde in Zusammenarbeit mit seinen Stellvertretern Dirk Klein und Herbert Knipp und der Wehrführerin aus Sachsenberg ein Löschangriff eingeleitet und umgehend eine Drehleiter nachalarmiert.

Somit rückte die Feuerwehr Frankenberg mit der Drehleiter und dem Tanker zur Einsatzstelle aus. Die nachrückenden Wehren wurden um das Anwesen verteilt in Stellung gebracht und eine Riegelstellung errichtet, um den Wohntrakt vor den Flammen zu schützen. Zu diesem Zeitpunkt war der wirtschaftliche Teil des Wohnhauses, in dem wohl auch der Brand ausgebrochen war, bereits durch die Flammen völlig zerstört. Ein großer Vorteil um die Brandausbreitung einzudämmen bot die Brandschutzwand im Gebäude. Zur Kontrolle wurden Dachhaut und Wandverkleidung aufgerissen. Um dem Löschwasser die Oberflächenspannung zu nehmen, damit es besser in die Holzkonstruktion eindringen kann, wurde Netzmittel beigemischt. Die Kläranlagenwärter wurden für den Fall einer Verunreinigung des Abwassers informiert, glücklicherweise blieb eine Verunreinigung aus.

Um ausreichend Atemschutzgeräte vorweisen zu können, wurde der Gerätewagen-Logistik aus Frankenberg nachalarmiert. Gegen 23.31 Uhr konnte "Feuer aus" gemeldet und mit Nachlöscharbeiten begonnen werden. Teilweise rückten die Wehren wieder ab und gegen 2 Uhr war der Einsatz beendet. Die Kameraden der Feuerwehr Sachsenberg blieben jedoch zur Brandwache vor Ort.

Die Kriminalpolizei wurde zur Brandursachenermittlung herangezogen und schätzt den Schaden auf über 100.000 Euro. Obwohl der Wohntrakt vor den Flammen weitestgehend verschont blieb, ist das Gebäude unbewohnbar. Die großen Mengen Löschwasser weichten den Lehm auf, der in Decken und Wänden verbaut wurde. Teilweise waren während des Einsatzes die Decken bereits eingestürzt. Bürgermeister Henning Scheele war vor Ort um sich ein Bild der Lage zu machen und erkundigte sich nach den Bewohnern, die untergebracht werden konnten. Laut Henning Scheele sei es das Wichtigste, dass niemand zu Schaden gekommen sei und die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte so gut funktioniere. Auch der stellvertretende Kreisbrandinspektor war vor Ort. Während der Einsatzarbeiten waren rund 70 Einsatzkräfte vor Ort. Eine Versorgung mit Heißgetränken stellten die Nachbarn zur Verfügung. Eine Schadenshöhe liegt derzeit nicht vor. Herbert Knipp versorgte als Feuerwehrsprecher während des Einsatzes die Presse laufend mit Informationen.

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MARSBERG. Ein Großbrand in einem Mehrfamilienhaus hat am frühen Nachmittag des 4. September zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr Marsberg gefordert. Verletzt wurde bei dem Brand glücklicherweise niemand, allerdings ist das Haus nicht mehr bewohnbar.

Gegen 13.40 Uhr wurde der Brand in dem Haus an der Bundesstraße 7 in Marsberg entdeckt - glücklicherweise von zwei Mitarbeitern der Rettungsleitstelle aus Meschede-Enste, die zufällig dienstlich in Marsberg unterwegs waren. Sie konnten rechtzeitig zwei Hausbewohner, die das Feuer noch nicht bemerkt hatten, warnen und unverletzt aus dem Haus bringen. Das Feuer war vermutlich auf dem Balkon im Obergeschoss ausgebrochen und hatte sich von dort sehr schnell auf den gesamten Dachstuhl ausgebreitet.

Da noch unklar war, ob sich noch weitere Bewohner in dem Gebäude befinden, wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert: Neben dem Löschzug Marsberg auch die Löschgruppen Obermarsberg, Erlinghausen, Westheim und Essentho. Ebenso rückte der Rettungsdienst aus Marsberg, Brilon und Bad Wünnenberg zur Einsatzstelle an. Später wurde auch das DRK Brilon zur Eigensicherung der Feuerwehr angefordert.

Unter Leitung von Wehrleiter Josef Straub bestanden die Erstmaßnahmen darin, einen Löschangriff vorzunehmen und die einzelnen Wohneinheiten des Mehrfamilienhauses auf vermisste Personen zu kontrollieren: Insgesamt 12 Bewohner waren in dem Haus gemeldet. Im Innenangriff wurden Trupps unter Atemschutz eingesetzt, um die Wohnungen zu durchsuchen. Zum Glück befand sich niemand mehr im Haus, wie sich recht zügig herausstellte.

Von außen wurde mit mehreren Strahlrohren und über die Drehleiter ein massiver Löschangriff vorgenommen, um den Brand zu bekämpfen und Nachbargebäude zu schützen. Um die Arbeit der zahlreichen Einsatzkräfte zu koordinieren - immerhin waren etwa 70 Feuerwehrleute mit 12 Einsatzfahrzeugen, dazu Polizei und Rettungsdienst vor Ort - wurden mehrere Einsatzabschnitte gebildet: Brandbekämpfung, Wasserversorgung, Bereitstellung und Versorgung sowie rettungsdienstliche Versorgung.

Diese Maßnahmen zeigten schnellen Erfolg. Nach einer knappen halben Stunde war der Brand unter Kontrolle. Einsatzkräfte öffneten anschließend über die Drehleiter die Dachhaut des Hauses, um weitere Glutnester abzulöschen. Nach etwa zwei Stunden war der Brand gelöscht, mehrere Trupps kontrollierten daraufhin im Inneren und über die Drehleiter den Brandraum mit Wärmebildkameras auf weitere Glutnester.

Mitarbeiter der Marsberger Ordnungsamtes klärten den Verbleib der nicht anwesenden Hausbewohner und kümmerten sich um die Bereitstellung von Notunterkünften. Auch Brügermeister Klaus Hülsenbeck informierte sich vor Ort über den Einsatzverlauf. Für die Bewohner, die im Laufe der Einsatzarbeiten heimkamen, wurden Notfallseelsorger und Einsatzkräfte des PSU-Teams zur Betreuung hinzugezogen.

Eine Person, die nahe der Einsatzstelle einen Kreislaufkollpas erlitt, wurde vom Rettungsdienst in das Marsberger Krankenhaus gebracht. Die Einsatzarbeiten in Marsberg zogen sich noch bis in die Abendstunden hin, die Bundesstraße 7 war durch die Polizei zwischenzeitlich in beide Richtungen voll gesperrt worden.

Die Polizei und Brandsachverständige haben die Ermittlungen bezüglich der Brandursache aufgenommen. (Feuerwehr Marsberg)

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Publiziert in HSK Feuerwehr

TWISTE. Erneut rief ein Stoppelfeldbrand am späten Samstagnachmittag diverse Wehren und Hilfsorganisationen auf den Plan. Gegen 17 Uhr rückten die Wehren der Gemeinde Twistetal mit allen Ortsteilen, die Kernstadtwehr Bad Arolsen mit Mengeringhausen und Helsen, die Kernstadtwehr Korbach und die Gruppe Waldeck-Frankenberg IUK mit dem ELW 2 aus.

Ebenfalls alarmiert wurden ein RTW und ein Streifenwagen der Polizeistation Korbach. Ein Traktorzug, beladen mit Strohballen, hatte Feuer gefangen und war nicht mehr zu retten. Nachdem der Zug in Vollbrand stand, drehte der Wind und das Feuer griff auf das Stoppelfeld über und gelang bis in den angrenzenden Wald. Betroffen waren etwa 15.000 Quadratmeter Stoppelfeld und weitere 200 Quadratmeter Wald.

Unter Einsatzleitung des Gemeindebrandinspektors der Gemeinde Twistetal, Stefan Rößner und seinem Stellvertreter Marc Wäscher, wurden umgehend zwei Brandabschnitte gebildet. Die Feuerwehren aus Twistetal kümmerten sich um den "Abschnitt Wald", um ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern. Löschwasser bezogen die Wehren aus den wasserführenden Einsatzfahrzeugen. Um diese weiter befüllen zu können, wurde ein Pendelverkehr eingerichtet, ein Schlauchwagen stand in Bereitstellung.

Die Feuerwehr Bad Arolsen wurde dem "Abschnitt Traktor" zugeteilt. Ebenfalls mit wasserführenden Fahrzeugen wurde der Löschangriff unter Atemschutz vorgenommen. Bei beiden Brandabschnitten wurde Netzmittel eingesetzt, um dem Löschwasser die Oberflächenspannung zu nehmen, damit es besser in das Gehölz und das Stroh eindringen konnte. Beobachtet wurden die Einsatzarbeiten mit einer Drohne aus dem ELW 2, um einen besseren Überblick zu bekommen. Diese ist mit einer Wärmebildkamera ausgestattet, somit konnten zeitgleich alle Wärmequellen und Glutnester aus der Luft aufgespürt werden.

Mehrere Landwirte unterstützen die Wehren - während die Strohballen mit einem Hoftraktor auseinander gezogen wurden, um alle Glutnester ablöschen zu können, grubberte ein zweiter Landwirt das Stoppelfeld. Weitere Landwirte standen mit Wasserfässern bereit. Bei einer Nachschau gegen 23 Uhr wurden weitere Glutnester am Traktor und ein Glutnest im Bereich des Waldes gefunden, die vorsorglich abgelöscht wurden. Somit war der Einsatz vorerst beendet.

Am Sonntag erfolgte gegen 10 Uhr eine weitere Begehung durch die Feuerwehr Twiste, die unauffällig verlief. Für die rund 120 Einsatzkräfte vor Ort wurden Getränke durch die Feuerwehr Twistetal organisiert. In Vertretung für Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick kam Kreisbrandmeister Dr. Christoph Weltecke zur Einsatzstelle, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen. Er versorgte uns als Pressesprecher mit Informationen bei den laufenden Einsatzarbeiten. Angaben zur Schadenshöhe am Traktor sowie zur Ursache des Brandes liegen bislang keine vor.

Publiziert in Feuerwehr
Dienstag, 14 Mai 2019 20:34

Großbrand in Bad Berleburger Massagehotel

BAD BERLEBURG. Am Nachmittag kam es zu einem Brand in einem Massagehotel am Bad Berleburger Ortseingang. Trotz dem schnellen Einsatz der Feuerwehr breiteten sich die Flammen rasend schnell aus – nicht zuletzt durch die Baukonstruktion des alten Hotelgebäudes. Die Feuerwehrleute konnten unmittelbar angrenzende Wohnhäuser vor den Flammen bewahren.

Der Notruf

Um kurz vor 16.00 Uhr hieß es zunächst, dass Büsche vor dem ehemaligen Hotelgebäude brennen würden, erklärte die Polizei vor Ort. Der Grund für diese erste Meldung war vermutlich, dass erste Anrufe bei der Leitstelle von Anwohnern aus der Oberstadt kamen: „Ich habe nur eine große Rauchsäule gesehen von zu Hause. Wo das genau war, konnte man nicht erkennen. Ich habe den Notruf abgesetzt und Homrighäuser Weg angegeben. Dann bin ich los gefahren, um zu sehen, ob ich helfen kann“, erklärt ein Anrufer vor Ort.

Die Feuerwehr

Mit dem Stichwort „Feuer 4, Zimmerbrand“, wurde die Feuerwehr zum Einsatz gerufen. Neben dem Löschzug 1 aus der Kernstadt waren weitere Kameraden aus Schüllar-Wemlighausen, Raumland, Berghausen, Dotzlar, Rinthe, Aue-Wingeshausen, die Besatzung des ELW 2 (wird von der Löschgruppe Arfeld gestellt), der Abrollbehälter Atemschutz aus Siegen und die Drehleiter aus Bad Laasphe im Einsatz. „Wir haben die Einheiten so angefordert, wie wir sie brauchen“, erklärt Klaus Langenberg. Er ist einer der Leiter der Feuerwehr Bad Berleburg und war vor Ort der Einsatzleiter. Insgesamt waren rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz, die teils bis in die Nacht hinein vor Ort waren.

Die Brandbekämpfung

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute brannte es im vorderen Bereich der Terrasse bereits in voller Ausdehnung. Die Flammen griffen von dort schnell auf ein Vordach über, das ebenso wie ein angrenzendes Geländer, mit Stroh bedeckt war. Rasend schnell, binnen weniger Minuten, breiteten sich die Flammen so auf das komplette Obergeschoss aus und fanden im hölzernen Dachstuhl reichlich Nahrung. Trotz massivem Wassereinsatz, so Klaus Langenberg, komme man nicht richtig an die Flammen heran. „Die Baukonstruktion verhindert ein öffnen des Daches. Wir müssen das an einer Ecke durchbrennen lassen, damit das Dach offen ist“, erklärt der Wehrführer. Zu diesem Zeitpunkt haben die Flammen bereits ganze Arbeit geleistet, und es ist klar, dass das Gebäude, was mittlerweile als Massagehotel genutzt wird, nicht mehr zu retten ist. Die Flammen kommen auch einem unmittelbar angrenzenden Gebäudekomplex, in dem mehrere Wohnungen untergebracht sind, bedrohlich nahe. Außerdem drohen sie, sich auf den hinteren Teil des Gebäudes auszubreiten. Mit Riegelstellung zum hinteren Gebäudeteil und dem angrenzenden Nachbarhaus schaffen es die Wehrleute, beides zu verhindern. Neben zahlreichen Strahlrohren sind auch zwei Drehleitern im Einsatz: Sowohl die Leiter aus Bad Berleburg als auch aus Bad Laasphe. Unter schwerem Atemschutz und körperlicher Schwerstarbeit sind die Feuerwehrleute im Einsatz. Nach etlichen Minuten und Kraft raubender Arbeit müssen die Atemschutzgeräteträger ausgetauscht werden. Nach ihrem Einsatz in der Leiter ist ihnen beim Abnehmen der Masken die Anstrengung anzusehen. Aber letztlich haben sie es mit ihrem Einsatz geschafft, Nachbargebäude vor den Flammen zu retten. Das Löschwasser wurde aus den Wassertanks der Feuerwehrfahrzeuge, dem Hydrantennetz, der Odeborn und dem Bullerbach entnommen.

Bis in die Nacht hinein waren die Feuerwehrleute noch im Einsatz

Der Rettungsdienst

Neben RTW und NEF der DRK Rettungswache Bad Berleburg erhielten auch der DRK Rettungswagen aus Erndtebrück, sowie RTW und NEF der DRK Rettungswache Bad Laasphe, der DRK Ortsverein Bad Laasphe, der Malteser Hilfsdienst aus Bad Laasphe, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und der Leitende Notarzt des Kreises Siegen-Wittgenstein ihren Einsatzbefehl.

Grund dafür war, dass zunächst einmal nicht klar war, wie viele Menschen sich im Gebäude befinden. Relativ zeitnah war dann klar, dass zehn Angestellte und zehn Gäste im Gebäude waren, als der Brand ausbrach. Da es zum Beispiel bei Rauchgasvergiftungen auch bis zu 48 Stunden nach dem eigentlichen Ereignis noch zu Symptomen kommen kann, musste genau geklärt werden, wer wann oder wie lange dem Brandrauch ausgesetzt war. Um diese –zunächst als Betroffene geführten Menschen – adäquat untersuchen und bei Bedarf weiter versorgen zu können, war ein entsprechendes Kräfteaufgebot notwendig. Letztlich mussten vier Patienten ins Krankenhaus gebracht werden, wovon einer auch stationär verbleiben musste.

Um die Betroffenen nicht weiter den Eindrücken vor Ort auszusetzen und auch, um an der ohnehin engen Einsatzstelle etwas Entlastung zu schaffen, wurde der medizinische Teil im Rathaus der Stadt Bad Berleburg erledigt. Dort wurden alle Personen untersucht, die zuvor im Gebäude waren.

Ganz besonders zu erwähnen sind hier Ersthelfer, die an der Einsatzstelle vorbei kamen. Einer von ihnen war selbst Feuerwehrmann und ausgebildeter Rettungssanitäter. Er hielt ohne zu zögern an und holte die Leute aus dem brennenden Gebäude. „Teilweise sind die Leute wieder rein gelaufen, weil sie gar nicht realisiert haben, was überhaupt los ist“, erklärt er. Und der junge Mann hat eine Bitte: „Da war ein junger Mann mit einem weißen DRK-Transporter, vermutlich vom Behindertenfahrdienst. Der hat angehalten und mit geholfen, die Leute raus zu holen. Ohne zu zögern. Der war richtig gut und es hat super funktioniert. Ich würde gerne mal mit ihm reden“, erklärt der Feuerwehrmann. Leider ist derzeit noch nicht bekannt, wer das genau war. Vielleicht liest der Fahrer ja hier mit und meldet sich – vielleicht mit einem Kommentar unter dem Artikel – sodass man einen Kontakt zur Feuerwehr herstellen kann.

Die Polizei

Mehrere Streifenwagenbesatzungen aus Bad Berleburg und Bad Laasphe waren im Einsatz. Den Polizeibeamten kamen gleich mehrere Aufgaben zu: Sie sperrten die Einsatzstelle weiträumig ab. Sowohl von der Astenbergstraße, als auch vom Kreisel der Sählingsstraße her, aber auch aus Richtung Hochstraße. Die gesamte Fläche wurde für die Einsatzarbeiten benötigt. Außerdem mussten die Polizisten dafür sorgen, dass keine Passanten in die Einsatzstelle liefen und sich so möglicherweise selbst in Gefahr bringen.

Ermittlungen zur Brandursache wurden ebenfalls geführt und hier war ziemlich direkt klar, dass das Feuer bei Ausbesserungsarbeiten auf der Dachterrasse entstanden ist. Zunächst wurde das Stroh am Geländer versehentlich entzündet und über das Vordach – ebenfalls mit Stroh bedeckt – breiteten sich die Flammen dann rasend schnell aus.

Publiziert in SI Feuerwehr
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