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KASSEL. Die Kasseler Feuerwehr wurde am 18. September um 23.16 Uhr zu einem Einsatz mit gefährlichen Stoffen alarmiert. Der Fahrer eines Stückguttransportes hatte beim Abstellen seines Fahrzeugs das Auslaufen einer unbekannten Flüssigkeit aus seiner Ladefläche bemerkt und den Notruf abgesetzt - es waren geringe Tropfmengen außerhalb der Ladefläche feststellbar.

Da es sich um eine unbekannte Flüssigkeit handelte, wurde der betroffene Bereich mit Chemikalienschutzanzügen erkundet. Um an das beschädigte Gebinde heranzukommen, musste ein Teil der Beladung entladen werden. Nach Auffinden des defekten Kanisters war schnell feststellbar, dass es sich um AdBlue (wässrige Harnstofflösung) handelte. Von den 20 Litern Füllmenge waren etwa 15 Liter ausgelaufen.

Es wurde niemand verletzt. Nach Beendigung der Feuerwehrmaßnahmen wurde die Einsatzstelle zur weiteren Bearbeitung an die Polizei übergeben. (ots/r)

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Publiziert in KS Polizei

PADERBORN. Am Montag hat die Polizei bei der Durchsuchung einer Kellerwohnung in Paderborn-Sande große Mengen Chemikalien aufgefunden.

Durch hinzugezogene Experten des Landeskriminalamts NRW wurde festgestellt, dass der Bewohner aus diesen Chemikalien einen hochexplosiven Sprengstoff hergestellt hatte. Der Sprengstoff wurde aus Sicherheitsgründen außerhalb des Hauses zur Umsetzung gebracht.

Beamte der Paderborner Polizei hatten im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen Mittag das Mehrfamilienhaus an der Pappelallee aufgesucht, den Beschuldigten, einen 20-jährigen Chemiestudenten, der Mieter der Wohnung ist, jedoch nicht angetroffen. Bei der Durchsuchung seiner Räumlichkeiten stießen die Ermittler dann auf mehrere Kilogramm beziehungsweise Liter unterschiedlicher Chemikalien und daraus hergestellter Selbstlaborate. Da die Zusammensetzung der vorgefundenen Substanzen und deren Gefahrenpotential nicht genau eingeschätzt werden konnte, wurden Spezialisten des Landeskriminalamts aus Düsseldorf hinzugezogen.

Die Beamten trafen am Nachmittag in dem Sander Wohngebiet ein und konnten nach einer ersten Bewertung feststellen, dass es sich teilweise um hochexplosive Sprengstoffe handelt. Aus Sicherheitsgründen wurde daraufhin eine kleine Menge nicht transportfähigen Materials in der Nähe des Hauses auf einer Freifläche am Boker Kanal gesprengt. Die Polizei hatte den Bereich zuvor weiträumig abgesperrt und Bewohner der angrenzenden Häuser gebeten, kurzfristig ihre Wohnungen zu verlassen. Feuerwehr, Notarzt und Rettungssanitäter waren sicherheitshalber ebenfalls zum Einsatzort gerufen worden.

Der verbliebene Sprengstoff wurde in einen nahegelegenen Steinbruch in Paderborn gebracht und am Abend in zwei Sprengungen durch die Experten aus Düsseldorf vernichtet. Der Wohnungsinhaber konnte bis Dienstagnachmittag nicht ausfindig gemacht und zu den Funden befragt werden. Es gibt keine Hinweise darauf, dass der Student den Sprengstoff für eine konkrete bevorstehende Straftat nutzen wollte. Der 20-jährige, der an der Universität in Paderborn studiert, stammt aus Witten und ist der Polizei wegen eines ähnlichen Delikts aus dem Jahr 2016 bereits bekannt.

Gegen ihn und einen zweiten Verdächtigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Am Dienstagvormittag wurde die Wohnung des mutmaßlichen 17-jährigen Mittäters aus dem Raum Büren, der aus dem Bekanntenkreis des Studenten stammt, durchsucht. Hierbei wurden keine weiteren Selbstlaborate, aber einige pyrotechnische Gegenstände gefunden. (ots/r)

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Publiziert in PB Polizei

SCHERFEDE. Zu einem Gefahrguteinsatz sind Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zu einem Jugendheim in Scherfede ausgerückt. Dort hatten vermischte Haushaltschemikalien miteinander reagiert und zu einer starken Dampfentwicklung geführt.

Im Keller des Gebäudes in der Briloner Straße waren die verschiedenen Haushaltschemikalien am Samstagabend vermischt und ausgeschüttet worden. Die verschieden Chemikalien reagierten mit starker Dampfentwicklung zu einer unbekannten ätzenden Flüssigkeit. Der Chemikaliendampf breitete sich im Gebäude aus.

Die gegen 21 Uhr alarmierte Feuerwehr setzte insgesamt fünf Trupps unter Chemikalienschutzanzug (CSA) ein, um die Gebinde ins Freie zu bringen und die ausgelaufene Flüssigkeit mit Bindemittel und Fliestüchern aufzunehmen. Die Entsorgung übernahm ein hinzu gerufener Fachbetrieb. Die Feuerwehren aus Ossendorf, Rimbeck, Scherfede und Warburg waren mit insgesamt 62 Freiwilligen im Einsatz.

Vom Rettungsdienst wurden zwei Personen behandelt, die Dämpfe eingeatmet hatten. Die Bundesstraße 7 wurde für die gesamte Einsatzdauer komplett gesperrt. Die letzten Feuerwehrleute rückten gegen 3 Uhr ab.


Link:
Feuerwehr Warburg

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Publiziert in HX Feuerwehr

ERNSTHAUSEN. Ein spektakulärer Einsatz an der Kläranlage in Ernsthausen hat am Montag die Feuerwehren von Burgwald, Ernsthausen und Frankenberg in Atem gehalten. Nach einer Gefahrgutlieferung für die Kläranlage zwischen Ernsthausen und Münchhausen mussten die Feuerwehrleute den Inhalt eines undichten Behälters umpumpen.

In dem beschädigten Fass waren etwa 1000 Kilogramm einer chemischen Eisen-III-Chloridlösung transportiert worden. Eisen-III-Chloridlösung wird in der Kläranlage für die Schlammbeschwerung benutzt. Vor Ort waren auch Rettungskräfte des Roten Kreuz und die Polizei. Auch Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch machte sich an der Kläranlage ein Bild des Geschehens.

Das Gebinde mit der Eisen-III-Chloridlösung war gegen 9 Uhr von einem Transportunternehmen angeliefert worden. Als der Behälter ausgeladen werden sollte, bemerkte der 29 Jahre alte Fahrer aus Battenfeld die Beschädigung. Ein Gemeinde-Mitarbeiter verweigerte daraufhin die Annahme der Ladung.

"Bis dahin ist nur eine ganz minimale Menge der chemischen Substanz ausgetreten", informierte Bürgermeister Koch - "und auch nur auf der Ladefläche des Transporters." Der Fahrer des Lastwagens habe Schlimmeres verhindert, sagte Koch. Nachdem der Schaden festgestellt worden war, hatte der 29-Jährige sofort die Einsatzkräfte alarmiert.

"Von der chemischen Substanz ist nichts in den Boden gelangt", berichtete Koch. Trotzdem sperrten Feuerwehr und Polizei das Gelände um die Kläranlage weiträumig ab. Unter Einsatzleitung von Burgwalds Gemeindebrandinspektor Karl-Heinz Bornscheuer wurde die chemische Substanz in einen anderen Kanister umgepumpt. Rund 30 Feuerwehrleute waren im Einsatz, beim Umfüllen gingen die Einsatzkräfte mit schwerem Atemschutzgerät vor.

Publiziert in Feuerwehr

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