KORBACH. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B 252 zwischen Korbach und Dorfitter ist eine Frau verstorben. An dem Unfall in Höhe des Abzweigs zur B 251 waren insgesamt vier Fahrzeuge beteiligt.
Vier Fahrzeuge und neun Beteiligte
Der Unfall ereignete sich am Samstag, 10. Oktober 2026, gegen 13 Uhr. Wie die Polizei gegenüber 112-Magazin mitteilte, war ein blauer VW Sharan aus Hannover mit drei Personen in Richtung Marburg unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet das Fahrzeug nach links in den Gegenverkehr und streifte zunächst einen entgegenkommenden Skoda aus Rüdesheim.
Anschließend kollidierte der Sharan frontal mit einem weiteren entgegenkommenden VW-Bus aus Bad Kreuznach. Der zuvor touchierte Skoda stieß in der Folge ebenfalls frontal mit einem Ford Fiesta zusammen. Dadurch entstanden zwei räumlich getrennte Unfallschwerpunkte.
Für die 88 Jahre alte Beifahrerin aus Neustadt am Rübenberge begannen Feuerwehr Korbach und Rettungsdienst unmittelbar mit Reanimationsmaßnahmen. Ihr Leben konnte jedoch nicht mehr gerettet werden. Die 77 Jahre alte Fahrerin sowie ein weiterer Insasse des Sharan erlitten schwerste Verletzungen.
Im Skoda befanden sich eine Mutter und ihre Tochter aus Rüdesheim. Beide blieben körperlich unverletzt, standen nach dem Zusammenstoß jedoch unter Schock. Drei weitere Beteiligte wurden nach Angaben der Polizei schwer verletzt, weitere Insassen erlitten leichte Verletzungen. Insgesamt waren neun Menschen an dem Unfall beteiligt. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser nach Kassel, Marburg, Korbach und Frankenberg gebracht.
Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst
Alarmiert wurde die Feuerwehr Korbach um 13 Uhr. Rund 60 Einsatzkräfte der Kernstadtwehr übernahmen unter der Leitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Sascha Franken unter anderem die technische Rettung einer in einem Fahrzeug eingeschlossenen Person. Feuerwehrleute unterstützten zudem den Rettungsdienst bei der Reanimation, streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab, betreuten Beteiligte und sicherten die Unfallstelle. Auch der stellvertretende Kreisbrandinspektor Bernd Berghöfer war vor Ort.
Zur medizinischen Versorgung rückte ein Großaufgebot des Rettungsdienstes an. Im Einsatz waren sechs Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge sowie zwei Rettungshubschrauber – Christoph 25 und ein Hubschrauber der Bundespolizei. Hinzu kamen zwei Leitende Notärzte sowie zwei Organisatorische Leiter Rettungsdienst, teilte Sascha Franken mit.
Gegen 14.20 Uhr konnte die Feuerwehr ihren Einsatz beenden. Anschließend wurde die Einsatzstelle für die weiteren Ermittlungen an die Polizei übergeben.
Gutachter rekonstruiert Unfallhergang
Weiterhin unklar sind die genauen Umstände, die zu dem folgenschweren Unfall geführt haben. Zur Rekonstruktion des Geschehens wurde ein Gutachter hinzugezogen. Die B 252 blieb während der Unfallaufnahme und der anschließenden Arbeiten bis gegen 17.30 Uhr voll gesperrt.







