DIEMELSTADT. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A 44 zwischen Diemelstadt und Warburg sind vier Menschen schwer verletzt worden. Beteiligt waren ein Sattelzug und ein auf dem Seitenstreifen stehender Rettungswagen.
Laut Polizei ereignete sich das Unglück am Donnerstag gegen 19 Uhr in Fahrtrichtung Kassel. Aus bislang ungeklärter Ursache prallte ein Sattelzug ungebremst gegen einen auf dem Seitenstreifen stehenden Rettungswagen.
Zum Zeitpunkt der Kollision wurde im Rettungswagen gerade ein Fahrer nach einer Panne behandelt. Beim Aufprall wurde die linke Seite des Rettungswagens aufgeschlitzt. Drei Besatzungsmitglieder sowie der Patient wurden aus dem Fahrzeug auf die Fahrbahn geschleudert und schwer verletzt.
Anschließend rutschte der Sattelzug eine Böschung hinab und überschlug sich. Leichte Verletzungen erlitt dabei der Lkw-Fahrer.
Unter dem Einsatzstichwort „H Klemm 1 Y – eingeklemmte Person nach Verkehrsunfall“ wurde die Feuerwehr Diemelstadt-Rhoden um 19.02 Uhr alarmiert. Unter Leitung des stellvertretenden Wehrführers Gero Langguth rückten 23 Einsatzkräfte zur Autobahn aus.
Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle, betreuten Verletzte und unterstützten den Rettungsdienst. Zusätzlich leuchteten sie den Bereich für Polizei und Gutachter aus.
Für den Brandschutz wurde außerdem ein Feuerwehrfahrzeug auf einem Feld bereitgestellt, nachdem der Sattelzug die Böschung hinabgerutscht war.
Im Einsatz befanden sich zwei Rettungshubschrauber – Christoph 7 und Christoph 44 –, zwei Notarztwagen, vier Rettungswagen, ein Leitender Notarzt, ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst sowie zwei Polizeistreifen.
Mit Rettungswagen und beiden Rettungshubschraubern wurden die Verletzten in umliegende Kliniken gebracht.
Für Unfallaufnahme mit Gutachter sowie anschließende Bergungs- und Reinigungsarbeiten blieb die A 44 in Fahrtrichtung Kassel bis 23.45 Uhr voll gesperrt.
Rund dreieinhalb Stunden waren die Einsatzkräfte aus Diemelstadt-Rhoden bei diesem schweren Verkehrsunfall gefordert. Besonders bemerkenswert: Bereits drei Einsätze hatten sie an diesem Tag zuvor abgearbeitet – der Unfall auf der A 44 war Einsatz Nummer vier innerhalb eines einzigen Tages.








