BORCHEN. Ein technischer Defekt an einem Feuerwehrfahrzeug hat in der Nacht zum Mittwoch einen Großbrand im Gerätehaus der Feuerwehr Borchen-Etteln ausgelöst. Das Gebäude brannte weitgehend aus. Drei Großfahrzeuge und ein Anhänger wurden zerstört. Drei Einsatzkräfte erlitten leichte Verletzungen. Der Sachschaden liegt im Millionenbereich.
Technischer Defekt an Feuerwehrfahrzeug
Wie die Polizei berichtet, war das betroffene Feuerwehrfahrzeug am Dienstag, 4. August 2026, gegen 20 Uhr aus Alfen zurückgebracht worden. Die Feuerwehr in Etteln hatte sich das Fahrzeug ausgeliehen. Nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Ermittlungen steht fest, dass ein technischer Defekt an dem Feuerwehrwagen in der linken Garage die Ursache für das Feuer war.
Rund 150 Feuerwehrkräfte im Einsatz
Gegen 23.40 Uhr brannte das Gerätehaus bereits. Kurz vor Mitternacht lösten die aufgeschalteten Rauchmelder des Gerätehauses aus. Der Brandmeldealarm ging gegen 23.47 Uhr bei Feuerwehr und Polizei ein.
Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, standen das Gebäude und die darin abgestellten Fahrzeuge bereits lichterloh in Flammen, berichtet Kerstin Dietz, Pressesprecherin der Freiwilligen Feuerwehr Borchen. Rund 150 Feuerwehrkräfte aus dem Kreis Paderborn versuchten, den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Brandschutzwand verhindert vollständige Zerstörung
Durch das Feuer wurden drei Großfahrzeuge der Feuerwehr sowie ein Anhänger vollständig zerstört. Der hintere Teil des Gerätehauses konnte durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte gerettet werden. Dieser Gebäudebereich bildet einen eigenen Brandabschnitt und war durch eine funktionierende Brandschutzwand sowie eine Brandschutztür vom übrigen Gerätehaus getrennt.
Auch der im hinteren Gebäudeteil abgestellte Mannschaftstransportwagen blieb von den Flammen verschont.
Drei Einsatzkräfte leicht verletzt
Bei den Löscharbeiten wurden zwei Frauen und ein Mann der Feuerwehr leicht verletzt. Eine Feuerwehrfrau wurde mit einem Rettungswagen zur weiteren Behandlung in ein Paderborner Krankenhaus gebracht. Die beiden anderen Verletzten konnten vor Ort medizinisch versorgt werden.
Im Einsatz waren alle Löschzüge der Gemeinde Borchen, der Wassertransportzug des Kreises Paderborn, der Rettungsdienst sowie die Polizei.
Krisenstab berät über weiteres Vorgehen
Bürgermeister Uwe Gockel zeigte sich angesichts des entstandenen Schadens entsetzt. Gleichzeitig sei er erleichtert, dass bei dem Brand keine Menschen schwer verletzt worden seien.
Bereits um 9 Uhr trat der Krisenstab der Gemeinde Borchen zusammen, um die Lage und das weitere Vorgehen zu besprechen. Bis zur provisorischen Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft übernehmen die umliegenden Feuerwehren den Brandschutz in Etteln.
Der Brandort war zunächst von der Polizei beschlagnahmt worden. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen sind inzwischen abgeschlossen. Der entstandene Sachschaden wird auf eine Summe im Millionenbereich geschätzt.








