EDERTAL. Der Brand eines Strohhaufens hat am Mittwochabend einen größeren Einsatz im Ortsteil Wellen in der Gemeinde Edertal ausgelöst. Durch das schnelle Eingreifen zweier Landwirte konnte eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert werden.
Alarmiert wurden die Einsatzkräfte am Mittwoch, 22. Juli 2026, gegen 20.20 Uhr unter dem Einsatzstichwort „F 2“. Ein vorbeifahrender Rettungswagen des Unternehmens Promedica hatte den Brand bemerkt und die Leitstelle verständigt.
An der Einsatzstelle stellte sich heraus, dass ein Strohhaufen in Flammen stand. Zunächst wurden die Feuerwehren Wellen, Anraff und Bergheim-Giflitz alarmiert.
Zwei Landwirte reagierten schnell und arbeiteten das Stroh auf dem Stoppelfeld mit entsprechenden Maschinen in die Erde ein. Dadurch verhinderten sie, dass sich das Feuer weiter ausbreitete.
Zusätzliches Wasser aus Böhne und von Landwirten
Für die Wasserversorgung wurde zusätzlich das Wasserfass aus Böhne nachalarmiert. Weitere Landwirte aus der Region stellten ebenfalls Wasser in ihren Fässern zur Verfügung.
Um den brennenden Strohhaufen auseinanderziehen zu können, wurde das Technische Hilfswerk aus Homberg (Efze) angefordert. Mit dessen Unterstützung wurde das brennende Stroh auseinandergezogen und unmittelbar in die Erde eingearbeitet.
Während der Löscharbeiten wurde außerdem die Drohne aus Bad Wildungen nachgefordert. Unter der Leitung des stellvertretenden Wehrführers Tobias Wagener waren insgesamt etwa 40 Einsatzkräfte vor Ort.
Gegen 2 Uhr in der Nacht zum Donnerstag war der Brand gelöscht, sodass die Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen konnten. Der entstandene Schaden wird auf rund 3000 Euro geschätzt.
Jugendliche in Maisfeld entdeckt
Nach bisherigen Erkenntnissen stehen zwei Jugendliche im Verdacht, Feuerwerkskörper auf den Strohhaufen geworfen und dadurch den Brand verursacht zu haben.
Mithilfe der Drohne wurden die beiden Jugendlichen in einem Maisfeld ausgemacht. Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei umstellten daraufhin das Feld.
Trotz mehrfacher Aufforderung verließen die Jugendlichen das Maisfeld nicht. Da ihr Standort durch die Drohne weiterhin bekannt war, holten Polizeibeamte die beiden schließlich aus dem Feld.








