FRITZLAR. Bei einem Brand in einem vierstöckigen Wohn- und Geschäftshaus an der Gießener Straße (wir berichteten) ist eine zunächst vermisste Person ums Leben gekommen. Zahlreiche Feuerwehren und Hilfsorganisationen waren im Einsatz.
Unter dem Einsatzstichwort „F 2 Y – Wohnhausbrand mit Menschenleben in Gefahr“ alarmierte die Leitstelle die Einsatzkräfte am Sonntag, 19. Juli 2026, um 3.44 Uhr. Als der Einsatzleitwagen und das StLF 20 als erste Fahrzeuge an der Einsatzstelle eintrafen, bestätigte sich die gemeldete Lage.
Ein massiver Feuerschein schlug aus den Fenstern im Dachgeschoss des Gebäudes. Umgehend wurden die Feuerwehren Obermöllrich und Cappel sowie eine weitere Drehleiter zur Gießener Straße gerufen.
Ein Trupp unter Atemschutz nahm die Brandbekämpfung von der Drehleiter aus auf. Gleichzeitig ging ein weiterer Atemschutztrupp zum Innenangriff vor, um die vermisste Person zu retten.
Trotz massiver Löschmaßnahmen breitete sich das Feuer innerhalb kürzester Zeit auf den gesamten Dachstuhl aus. Daraufhin wurden weitere Einsatzkräfte und Fahrzeuge nachalarmiert.
Zur Unterstützung rückten die Feuerwehren Ungedanken, Rothhelmshausen, Geismar und Werkel aus. Außerdem wurden eine dritte Drehleiter aus Bad Wildungen sowie Tanklöschfahrzeuge der Bundeswehrfeuerwehr Fritzlar und der Feuerwehr Bad Wildungen angefordert.
Noch während der Löscharbeiten stieg die Drohne der Feuerwehr Fritzlar auf. Die Drohnenstaffel unterstützte den Einsatz mit Luftaufnahmen.
Während der Löscharbeiten wurden zahlreiche Trupps unter Atemschutz eingesetzt. Die vermisste Person konnte im weiteren Verlauf nur noch tot geborgen werden.
Zahlreiche Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Einsatz
Die Feuerwehr Fritzlar war mit dem Einsatzleitwagen ELW 1, einem StLF 20, der Drehleiter DLK 23/12, einem TLF 24/50, einem HLF 20/16, dem Gerätewagen Logistik GW-L 1, dem Wechselladerfahrzeug WLF 26 und einem Mannschaftstransportwagen der Drohnenstaffel an der Einsatzstelle.
Die Feuerwehr Gudensberg unterstützte mit einer Drehleiter und einem LF 20. Die Feuerwehr Bad Wildungen rückte mit einem Kommandowagen, einer Drehleiter, einem TLF 4000, einem StLF 20/25 und einem TLF 16/24 an.
Die Bundeswehrfeuerwehr Fritzlar war mit einem Kommandowagen, einem TLF 3500, einem HLF 20 und einem Flugfeldlöschfahrzeug Z 6 beteiligt.
Hinzu kamen die Feuerwehren Obermöllrich, Cappel, Ungedanken, Rothhelmshausen, Geismar und Werkel.
Das Technische Hilfswerk Fritzlar war ebenfalls im Einsatz. Vom THW Homberg wurde ein Baufachberater hinzugezogen.
Neben der Polizei waren ein Notarzteinsatzfahrzeug, mehrere Rettungswagen und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst vor Ort. Auch der Verpflegungszug Nord war im Einsatz.
Zwei Seelsorgerinnen, der Leiter des Bauhofes, Hauptamtsleiterin Frau Kellner, Stadtrat Stehl, Landrat Winfried Becker und der stellvertretende Kreisbrandinspektor Michael von Bredow waren ebenfalls vor Ort.








