Rundballen brennen – Feuerwehr verhindert Ausbreitung

Sonntag, 14. Juni 2026 04:13 geschrieben von  Michael Fränkel
Rund 70 Einsatzkräfte waren am Ortsrand von Eppe im Einsatz. Rund 70 Einsatzkräfte waren am Ortsrand von Eppe im Einsatz. Fotos: Harald Casper / Feuerwehr Korbach

KORBACH. Schnelles Handeln hat am Samstagabend (13. Juni) in Eppe eine Brandausbreitung im Bereich eines Rundballenlagers verhindert. Ein Landwirt hatte am Ortsrand eine Rauchentwicklung nahe eines Stallgebäudes bemerkt und sofort den Notruf gewählt.

Gegen 18.10 Uhr wurden die Feuerwehren aus Eppe, Goldhausen und der Kernstadt sowie die Atemschutznotfallteams aus Nordenbeck und Lelbach alarmiert. Vorsorglich wurde auch ein Rettungswagen entsandt. Eine Streife der Polizeistation Korbach war ebenfalls vor Ort.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde ein Brand inmitten einer von mehreren Rundballenmieten festgestellt. Allein in der betroffenen Miete waren weit mehr als 100 Rundballen gelagert. Die als Wetterschutz vorhandene Abdeckfolie war bereits an einigen Stellen durchgebrannt.

Unmittelbar bauten die Einsatzkräfte eine Riegelstellung zu den benachbarten Lagermieten auf. Auch zum Stallgebäude wurde eine Riegelstellung eingerichtet. Die Wasserversorgung wurde zunächst aus den wasserführenden Fahrzeugen sichergestellt, zusätzlich wurde aus der Ortslage heraus eine Versorgung über das Hydrantennetz aufgebaut.

Nach der ersten Erkundung war die mögliche Brandursache schnell ermittelt. Die Brandentwicklung kam aus dem Inneren der Lagerstätte heraus, sodass von einer Selbstentzündung ausgegangen werden kann. Vermutlich hatte das Heu beim Einbringen der Ernte vor wenigen Wochen noch eine zu hohe Restfeuchte. Biologische und chemische Prozesse sorgten für eine thermische Aufbereitung, die in der Selbstentzündung mündete.

Gemeinsam mit der Landwirtsfamilie wurde die Abdeckfolie vollständig von der Miete entfernt. Mit mehreren Radladern wurde Ballen für Ballen aus der Lagerstätte gefahren. Mehrere Trupps unter Atemschutz löschten immer wieder aufflammende Glutnester ab. Erst als die betroffene Lagermiete vollständig geräumt war, konnte der Feuerwehreinsatz beendet werden.

Rund 70 Einsatzkräfte waren vor Ort. Durch das rasche und konsequente Eingreifen der ehrenamtlichen Einsatzkräfte konnten eine Brandausbreitung und weiterer Schaden verhindert werden. Nach gut 2 Stunden konnte die Einsatzstelle verlassen werden. Eine weitere Stunde dauerte es, bis die Einsatzbereitschaft aller Fahrzeuge in den Stützpunkten wiederhergestellt war.

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