FULDATAL. Ein Großbrand auf einem Firmengelände in der Ihringshäuser Straße hat dichte Rauchwolken über das Gebiet ziehen lassen und einen Millionenschaden verursacht. Eine Lagerhalle, in welcher sich eine Baufirma sowie eine Autowerkstatt befanden, brannte vollständig nieder, wobei die Flammen auch auf ein Nachbargrundstück übergriffen.
Lagerhalle bei Eintreffen im Vollbrand
Gegen 10.10 Uhr meldeten am Dienstag mehrere Anwohner die Rauchentwicklung nahe der Stadtgrenze zu Kassel. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stand das zirka 400 Quadratmeter große Gebäude bereits im Vollbrand. Ein 18-jähriger Mann aus Baunatal, welcher sich zum Ausbruch des Feuers allein im Werkstattbereich aufgehalten hatte, konnte die Halle rechtzeitig verlassen und blieb unverletzt. Starke Winde und eine zunächst eingeschränkte Löschwasserversorgung erschwerten die Brandbekämpfung, sodass sich das Feuer auf zwei benachbarte Brandabschnitte ausweitete.
Großaufgebot baut Wasserversorgung auf
Rund 180 Personen der Feuerwehren aus Stadt und Landkreis sowie 60 Personen des Rettungs-, Sanitäts- und Betreuungsdienstes kämpften über mehrere Stunden gegen die Flammen, um eine Ausbreitung auf den letzten noch nicht betroffenen Hallenteil und benachbarte Firmengebäude zu verhindern. Unterstützung kam dabei auch vom Defence Fire & Rescue Service. Aus der Ihringshäuser Straße und der Simmershäuser Straße sowie aus angrenzenden Löschwasserzisternen bauten die Einheiten über lange Wegstrecken eine Wasserversorgung auf.
Über die Wenderohre von drei Drehleitern, einen mobilen Wasserwerfer sowie fünf Strahlrohre im Innen- und Außenbereich wurden die Löschmaßnahmen durchgeführt. Infolge der starken Rauchentwicklung wurde die angrenzende Bevölkerung mittels Warn-Apps aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Messergebnisse aus den umliegenden Bereichen ergaben später keine unmittelbare Gefährdung für die Umgebung.
30 Personen klagen über Atembeschwerden
Dennoch klagten 30 Personen über Atembeschwerden und wurden vom Rettungsdienst gesichtet, mussten jedoch nicht medizinisch behandelt werden.
Zwei Feuerwehrleute verletzt
Zwei Feuerwehrangehörige verletzten sich während der Maßnahmen und wurden zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Infolge des Teileinsturzes des Gebäudes musste ein Abrissbagger angefordert werden, um alle Brandstellen und Glutnester unter den Wellblechdachplatten freizulegen. Auch eine Holzgartenhütte auf einem angrenzenden Gewerbegrundstück wurde von dem Feuer zerstört.
Unterstützung bei der Logistik leistete der Löschzug Elsen, welcher die Verpflegung sicherstellte. Der Löschzug Stadtmitte stand mit dem Abrollbehälter Atemschutz sowie dem Gerätewagen zur Einsatzstellenhygiene bereit. Für die Dauer der Brandbekämpfung blieben die betroffenen Straßen für mehrere Stunden voll gesperrt.
Polizei beschlagnahmt Brandstelle
Auf einen niedrigen siebenstelligen Bereich wird der Gesamtsachschaden nach ersten Schätzungen geschätzt. Die Polizei setzte zur Spurensicherung am Ort des Geschehens eine Drohne ein, während die Brandstelle für weitere Ermittlungen der Kriminalpolizei beschlagnahmt wurde.








