FRANKENBERG. Auf ein arbeitsreiches Jahr 2025 hat die Feuerwehr der Philipp-Soldan-Stadt Frankenberg bei ihrer Jahreshauptversammlung zurückgeblickt. Neben Berichten aus Einsatzabteilung und Stadtjugendfeuerwehr standen auch Wahlen, Grußworte, Ehrungen und Beförderungen auf der Tagesordnung.
Wahlen und Grußworte
Bürgermeisterin Barbara Eckes leitete die Wahl des Stadtbrandinspektors. Dabei wurde Martin Trost erneut in seinem Amt bestätigt. Trost steht seit dem 1. Januar 2000 an der Spitze der Frankenberger Feuerwehr und prägt die Entwicklung der Wehr damit seit inzwischen 26 Jahren maßgeblich mit. Als stellvertretender Stadtbrandinspektor wurde Stefan Stroß wiedergewählt, zweiter stellvertretender Stadtbrandinspektor bleibt Andreas Vesper.
Zu den Ehrengästen der Versammlung zählten unter anderem Bürgermeisterin Barbara Eckes, Kreisbrandinspektor Gerhard Bieberbeck sowie Gordon Kalhöfer als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes. In ihren Grußworten würdigten sie die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr, das hohe Engagement in Ausbildung und Einsatzdienst sowie die starke Nachwuchsarbeit. Verabschiedet wurde zudem Stadtrat Willi Naumann.
Einsätze, Ausbildung und Ausstattung
Zum Jahresende 2025 versahen in der Feuerwehr Frankenberg 312 Einsatzkräfte ihren Dienst. Hinzu kamen 92 Jugendliche in den Jugendfeuerwehren, 21 Kinder in den Bambini-Gruppen in Schreufa und Viermünden sowie zehn ausgebildete Helfer in der First-Responder-Gruppe in Rodenbach, darunter ein Arzt. In den Ehren- und Altersabteilungen sind 40 Mitglieder erfasst.
Im Jahr 2025 wurde die Feuerwehr zu 191 Einsätzen gerufen. Diese gliederten sich in 53 Brände, 100 Hilfeleistungen, 25 Fehlalarme und 13 Brandsicherheitsdienste. Bei den Einsätzen wurden 12 Personen gerettet und 60 verletzt. Zehn Menschen konnten nur noch tot geborgen werden. Drei Feuerwehrangehörige verletzten sich im Dienst.
Auch in der Ausbildung blieb das Niveau hoch. Nach Angaben der Wehr wurden 69 Lehrgänge und Seminare auf Kreisebene, 43 an der Hessischen Landesfeuerwehrschule, 25 bei privaten Anbietern und 95 Durchgänge auf der Atemschutzübungsstrecke absolviert. Für die Ausbildung auf Landkreisebene stellt die Feuerwehr insgesamt 14 Kreisausbilder. 25 Feuerwehrangehörige nahmen zudem an der Grundausbildung für den Umgang mit der Motorkettensäge teil.
Der Katastrophenschutzzug der Stadt Frankenberg absolvierte vier Ausbildungseinheiten und eine Übung. Am 23. Juni wurde der Zug in Teilen zu einem Großbrand auf dem Gelände der Firma Ante-Holz in Allendorf-Somplar alarmiert. Zudem ist der Gefahrstoffzug Frankenberg weiterhin für den südlichen Landkreis mit einem festen Ausrückebereich zuständig.
Für Einsätze stehen der Feuerwehr 29 Fahrzeuge und drei Anhänger zur Verfügung. Die Ausstattung wird insgesamt als gut bezeichnet. In der Beschaffung befinden sich derzeit ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug für die Kernstadt als Ersatz für ein HLF 16 sowie ein Gerätewagen Atemschutz. Letzterer soll nach derzeitigem Stand im Mai 2026 ausgeliefert werden. Im Jahr 2025 wurden keine Fahrzeuge neu beschafft oder ausgeliefert.
Thematisiert wurden auch Feuerwehrhäuser und Infrastruktur. Die Bauarbeiten für den neuen Feuerwehrstützpunkt in der Straße „Auf den Weiden“ sind abgeschlossen. Auf dem Nebengelände entsteht in Zusammenarbeit mit dem Landkreis ein Katastrophenschutzlager mit zehn Stellplätzen. Gleichzeitig laufen weitere Planungen für die Feuerwehrhäuser West und Rengershausen, die jeweils als Neubau mit zwei Stellplätzen vorgesehen sind. Hintergrund sind auch bauliche und sicherheitsrelevante Mängel an bestehenden Standorten.
Ein weiterer Schwerpunkt bleibt die interkommunale Zusammenarbeit. Mehrere Städte und Gemeinden arbeiten bei der Beschaffung von Bekleidung und Ausrüstung zusammen. Außerdem wurde 2025 der Erwerb von drei Führerscheinen der Klasse C gefördert. Bei der Alarmierung setzt Frankenberg weiterhin auf digitale Pager. Insgesamt wurden dafür 260 Pager angeschafft. Ergänzungsbeschaffungen werden geprüft.
Jugendfeuerwehr blickt auf aktives Jahr
Die Stadtjugendfeuerwehr berichtete ebenfalls von einem aktiven Jahr. Die 92 Kinder und Jugendlichen, darunter 47 Mädchen und 45 Jungen, nahmen an regelmäßigen Übungsdiensten, Wettbewerben, Zeltlagern und Aktionstagen teil. Das Kreiszeltlager in Bromskirchen, Stadtpokalwettkämpfe in Haubern sowie die Aktion „Jugendfeuerwehr ist WERTvoll“ an der Wigand-Gerstenberg-Schule zählten zu den Höhepunkten. Für 2027 bewirbt sich Frankenberg als Ausrichter des Kreisjugendfeuerwehrzeltlagers.
Ehrungen und Beförderungen
Bei den Ehrungen und Beförderungen wurden 37 Feuerwehrangehörige befördert. Hinzu kamen 25 Anerkennungsprämien für langjährigen aktiven Dienst, drei Brandschutzehrenzeichen für 40 Jahre aktiven Dienst sowie sechs Goldene Ehrennadeln beim Übergang in die Ehren- und Altersabteilung.








