VÖHL. Ein massives Aufgebot an Rettungskräften wurde am Sonntagnachmittag, 11. Januar, in den Ortsteil Marienhagen alarmiert. Um 15.42 Uhr löste die Leitstelle Alarm mit dem Stichwort „H Wasser Y“ aus, da die Vermutung bestand, dass eine Person in eine dortige Teichanlage eingebrochen sein könnte. Sofort setzten die Verantwortlichen eine umfassende Rettungskette in Bewegung, an der die Feuerwehren aus Marienhagen, Thalitter, Obernburg sowie die später nachalarmierte Wehr aus Herzhausen beteiligt waren. Auch der Rettungsdienst, die Polizei und die Taucherstaffel der DLRG Waldeck-Frankenberg eilten zum Einsatzort.
Vor Ort begannen die ersten Einsatzkräfte umgehend damit, die Eisfläche mit einem Ruderboot und einer Wärmebildkamera abzusuchen. Da dies allein nicht ausreichte, gingen Retter in speziellen Überlebensanzügen auf das Eis vor, zerstörten die Fläche mit Feuerwehräxten und suchten das Gewässer weiter ab. Um die Maßnahmen zu vereinfachen, wurde über den sogenannten Mönch in der Mitte des Teiches gezielt Wasser abgelassen. Parallel dazu suchten Taucher der DLRG den kompletten Teichgrund systematisch ab, konnten jedoch glücklicherweise niemanden finden. Auch Bürgermeister Karsten Kalhöfer verschaffte sich vor Ort einen Überblick über den aufwendigen Einsatz der Rettungskräfte.
Mit einsetzender Dunkelheit leuchtete die Feuerwehr das gesamte Gelände mit mobilen Strahlern aus. Während der laufenden Maßnahmen wurde zudem über Social-Media-Kanäle im Ortsteil Marienhagen nach vermissten Personen gefragt. Da bis zum Einsatzende weder dort noch bei der Polizei Vermisstenanzeigen eingingen, wurde die Suche nach Rücksprache mit allen beteiligten Hilfsorganisationen schließlich beendet. Wer zuvor verdächtige Beobachtungen im Bereich der Teichanlage gemacht oder Personen dort gesehen hat, wird gebeten, sich mit der Polizeistation Korbach unter der Telefonnummer 05631 9710 in Verbindung zu setzen.







