Nach Unfall bei Gut Dingeringhausen: Verdacht einer Trunkenheitsfahrt

Sonntag, 04. Oktober 2020 13:43 geschrieben von  Migration
Vermutlich war Alkoholkonsum für den Unfall am 2. Oktober bei Gut Dingeringhausen verantwortlich.  Vermutlich war Alkoholkonsum für den Unfall am 2. Oktober bei Gut Dingeringhausen verantwortlich. Titelbild und Fotostrecke: 112-magazin.de

KORBACH/DIEMELSEE. Der Unfall am 2. Oktober auf der Landesstraße 3076 zwischen Korbach und Flechtdorf ist vermutlich auf den Konsum von Alkohol zurückzuführen. 

Nach Informationen von Zeugen hatte der 28-jährige Fahrer des Opel Corsa eine "Alkoholfahne" bei seiner Rettung. Die Polizei bestätigte auf Nachfrage, dass bei dem Unfallfahrer im Krankenhaus eine Blutentnahme durchgeführt wurde. Bei der Rettung des Mannes konnte aufgrund seiner Bewusstlosigkeit kein Atemalkoholtest durchgeführt werden. Das endgültige Ergebnis steht aber noch nicht fest. Geprüft wird außerdem, ob der Fahrer Drogen konsumiert hat.

Was war geschehen?

Einmal mehr konnten die Freiwilligen Feuerwehren aus Flechtdorf und Korbach ihren hohen Ausbildungsstand unter Beweis stellen - nach einem schweren Alleinunfall auf der Landesstraße 3076 bei Gut Dingeringhausen wurde hydraulisches Gerät eingesetzt, um eine eingeklemmte Person aus dem Fahrzeug zu befreien. 

Nach Angaben eines Zeugen war der Opel unbeleuchtet von Flechtdorf in Richtung Korbach unterwegs gewesen. Auf dem geraden Teilstück soll der 28-Jährige aus Waldeck nach einem riskanten Überholmanöver ins Schleudern gekommen sein - anschließend überschlug sich das Fahrzeug mehrfach und blieb auf dem rechten Seitenstreifen liegen. 

Über sein Mobiltelefon informierte ein Lkw-Fahrer die Rettungsleitstelle Waldeck-Frankenberg. Umgehend rückten 17 Einsatzkräfte mit dem Einsatzleiter Sascha Franken von Korbach in Richtung Gut Dingeringhausen aus. Aus entgegengesetzter Richtung rückten die Flechtdorfer mit elf Einsatzkräften an. Zunächst wurde die Unfallstelle abgesichert und parallel zu der Rettungsaktion die Unfallstelle ausgeleuchtet. 

In Absprache mit der Polizei und dem Notarzt, entschied sich Sascha Franken mit hydraulischem Werkzeug Beifahrertür und Mittelholm aus dem Wrack zu trennen. Danach konnte der Verletzte schonen aus dem Corsa gerettet und dem Notarzt übergeben werden. Nach der medizinischen Erstversorgung kam der Corsa-Fahrer nach Korbach ins Krankenhaus. Da zunächst nicht klar war, ob eine weitere Person im Corsa gesessen hat, wurde das Gelände bis zum Waldrand von Feuerwehrleuten abgesucht - dabei kamen auch Wärmebildkameras zum Einsatz.

Die Landesstraße musste für den Zeitraum der Rettungs- und Bergungsarbeiten bis 1.20 Uhr voll gesperrt werden.  (112-magazin.de)

Zuletzt bearbeitet am Sonntag, 04. Oktober 2020 14:14

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