Ofen stark befeuert, Kamin dicht: Rauch und Atemgift

Sonntag, 25. Oktober 2015 20:30 geschrieben von  Migration

HERZHAUSEN. Mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ist ein Mann nach einem Kaminbrand in einem Haus am Ortsrand von Herzhausen ins Korbacher Krankenhaus gebracht worden. Unter Atemschutz ging die Feuerwehr in das Gebäude vor, in dem eine erhöhte Konzentration des Atemgiftes Kohlenstoffmonoxid gemessen wurde.

Mit dem Alarmstichwort "Verqualmte Wohnung" waren mehrere Feuerwehren aus der Großgemeinde Vöhl am Sonntagmittag gegen 13.30 Uhr in die Straße Am Bahnhof gerufen worden. Insgesamt 65 Feuerwehrleute aus Herzhausen, Buchenberg, Schmittlotheim und Kirchlotheim rückten aus. Die Besatzung eines Rettungswagens eilte ebenfalls zu dem Wohnhaus, das beim Eintreffen der Einsatzkräfte stark verraucht war. Ein Bewohner hielt sich zu diesem Zeitpunkt vor dem Gebäude auf.

Im Haus war nach Auskunft von Gemeindebrandinspektor Bernd Schenk ein Küchenofen zu stark mit Briketts befeuert worden, außerdem konnte der Rauch nicht durch den zugesetzten Kamin abziehen - und breitete sich daher in den Wohnräumen aus. Die Feuerwehrleute gingen unter Atemschutz vor und löschten rund um den Ofen in Brand geratene Gegenstände. Den Brand im Ofen und den dadurch entstandenen Kaminbrand konnten die Einsatzkräfte nicht löschen - das verdampfende Wasser hätte den Abzug zum Bersten gebracht. Die Feuerwehr rief den zuständigen Schornsteinfeger hinzu.

Die Kameraden, die unter der Leitung Schenks und seines Stellvertreters Marco Amert standen, lüfteten das Haus - im Gebäude stand nicht nur der Rauch, sondern es herrschte wegen der erhöhten Konzentration von Kohlenmonoxid eine akute Vergiftungsgefahr. Unter Atemschutz suchten die Einsatzkräfte auch nach einer vermissten Katze, fanden das Tier aber zunächst nicht. Erst die Besitzerin entdeckte den Stubentiger später im Keller und brachte das Tier vorsorglich zu einem Tierarzt.

Keine Rauchmelder
Der Schornsteinfeger legte die Feuerstätte still, die Brandschützer trugen den Küchenofen ins Freie. Der eigentliche Brandschaden beträgt nach Schätzung des Gemeindebrandinspektors wenige hundert Euro. Schenk beklagte, dass in dem Gebäude keine Rauchmelder angebracht waren. "Nachts hätte dieser Brand ein tragisches Ende nehmen können".

{source}
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "ca-pub-6679455915258683";
/* 468x60 Unter Artikel Banner */
google_ad_slot = "7735614807";
google_ad_width = 468;
google_ad_height = 60;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
{/source}

Zuletzt bearbeitet am Sonntag, 25. Oktober 2015 21:09

Neustes 112-Video

Werbeprospekte

Anzeige
Anzeige