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Dienstag, 24 Januar 2012 12:17

Sohn versuchte Vater zu erschlagen

KLEINENBERG. Ein 28-jähriger Mann steht im dringenden Verdacht, seinen Vater (58) zunächst zu vergiften versucht und ihn dann mit mehreren Axthieben auf den Kopf lebensgefährlich verletzt zu haben. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen versuchten Mordes. Das schwer verletzte Opfer wird in einem Paderborner Krankenhaus intensivmedizinisch versorgt.

Nach ersten Ermittlungen der Mordkommission hatte der Tatverdächtige die wahnhafte Vorstellung, seine Eltern wollten ihn umbringen. Laut Staatsanwaltschaft und Polizei entschloss er sich deshalb am frühen Sonntagnachmittag, seinen Vater durch die Beimengung von Terpentin oder Verdünnung in ein Softgetränk zu vergiften. Das Opfer bemerkte den veränderten Geschmack jedoch sofort und trank nur eine kleine Menge. Ärztliche Hilfe wollte der Vater deshalb nicht in Anspruch nehmen.

Gegen 16 Uhr begab sich der 28-jährige Sohn dann in den Keller des elterlichen Hauses und schlug dort mehrfach mit einer kleinen Axt auf den Kopf seines Vaters ein. Das Opfer erlitt schwere Kopfverletzungen, blieb aber zunächst bei Bewusstsein und konnte seinen Sohn von weiteren Schlägen abhalten. Der Tatverdächtige wählte schließlich selbst den Notruf der Polizei, schilderte den Sachverhalt und äußerte, weitere Gewalt anwenden zu wollen. Dem den Notruf annehmenden Polizeibeamten gelang es jedoch, den Tatverdächtigen am Telefon zu binden und ihn von weiteren Tathandlungen abzuhalten.

Opfer ins künstliche Koma gelegt
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Täter vor dem Haus und ließ sich widerstandslos festnehmen. Der Notarzt begann im Haus sofort mit der Erstversorgung des lebensgefährlich verletzten Opfers. Der 58-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht und nach einer Notoperation in ein künstliches Koma gelegt. Sein Zustand hat sich nach Auskunft der Ärzte am Montag stabilisiert, Lebensgefahr bestehe nicht mehr. Am Tatort beschlagnahmte die Polizei das mutmaßliche Tatwerkzeug und sicherte noch bis in die Nacht die Spuren.

Der Tatverdächtige hat in seiner Vernehmung die Tat in vollem Umfang eingeräumt. Schon während des Notrufs und bei der Vernehmung des Beschuldigten ergaben sich Hinweise auf eine psychische Erkrankung. Darüber hinaus besteht nach einem Drogenvortest der Verdacht, dass der 28-Jährige zur Tatzeit unter Drogeneinwirkung stand. In der Wohnung des Mannes im elterlichen Haus stellte die Polizei eine nicht geringe Menge an Cannabisprodukten sicher.

Der Tatverdächtige sollte am Montag dem Haftrichter vorgeführt werden. Angaben über das Ergebnis lagen auch am Dienstag noch nicht vor.

Publiziert in KS Polizei
Donnerstag, 19 Januar 2012 13:57

Aus Auto geschleudert und getötet

SCHERFEDE. Ein 20 Jahre alter Autofahrer ist bei einem schweren Verkehrsunfall am frühen Donnerstagmorgen ums Leben gekommen. Der junge Mann, der offenbar nicht angeschnallt war, wurde aus seinem Auto heraus geschleudert.

Der schwere Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang ereignete sich am frühen Donnerstagmorgen bei Warburg-Scherfede. Ein 20-Jähriger aus dem Warburger Stadtteil Rimbeck war um 1.25 Uhr mit seinem Peugeot auf der Bundesstraße 68 aus Lichtenau-Kleinenberg kommend in Fahrtrichtung Scherfede unterwegs. Nach aktuellem Ermittlungsstand kam das Fahrzeug in einer langgezogenen Linkskurve bei offensichtlich nicht angepasster Geschwindigkeit bei plötzlich aufgetretener Straßenglätte ins Schleudern.

Der Peugeot kam nach links von der Fahrbahn ab, überschlug sich und prallte gegen einen Baum. Der junge Fahrer wurde aus dem Fahrzeug geschleudert. Er lag beim Eintreffen von Polizei und Rettungskräften hinter dem Auto. Die eingesetzte Notärztin konnte nur noch den Tod des 20-Jährigen feststellen.

Bei der Spurensicherung und Unfallaufnahme registrierten die Beamten, dass der Sicherheitsgurt aufgerollt und unbeschädigt im Fahrzeug hing. Der Peugeot war bei dem Unfall völlig zerstört worden. Der Streudienst beseitigte die Gefahrenstelle.

Die Polizei weist nochmals nachdrücklich darauf hin, dass man in dieser Jahreszeit, besonders auf und unter Brücken, an Waldschneisen und in Höhenlagen, vorsichtig fahren muss. "An diesen Stellen kommt es zuerst zur Glatteisbildung. Das ist besonders tückisch, wenn die Straßen ansonsten trocken sind", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sei besondere Aufmerksamkeit erforderlich und die Geschwindigkeit müsse entsprechend angepasst werden.

Publiziert in KS Polizei
Freitag, 21 Oktober 2011 12:48

Geklauter Multivan abgefackelt

LICHTENAU. Ein in Unna gestohlener VW-Multivan ist auf einer Wiese nahe der B 68 bei Lichtenau-Kleinenberg angesteckt worden. Der Bulli brannte vollständig aus.

Die Feuerwehr wurde laut Polizeibericht von Freitag am Mittwochabend gegen 21.45 Uhr wegen eines Feuers alarmiert. Auf einer Wiese neben der B 68, etwa anderthalb Kilometer von Kleinenberg in Richtung Scherfede, brannte ein VW Bulli. Die Feuerwehr löschte das Feuer mit Schaum. Das Fahrzeug brannte dennoch vollständig aus. Ein Kennzeichen des Multivans hatte die Feuerwehr noch rechtzeitig von dem brennenden Fahrzeug abreißen können.

Ermittlungen beim Fahrzeughalter in Unna ergaben, dass der Transporter gestohlen worden war. Der Bulli hatte am Mittwoch um 17.30 Uhr noch in der Garageneinfahrt in Unna-Hemmerde gestanden. Im Laufe des Abends muss der grüne Kleinbus unbemerkt entwendet worden sein. Die unbekannten Täter fuhren über eine bislang nicht bekannte Strecke in den südlichen Kreis Paderborn, wo die Fahrt über einen Feldweg führte und auf der Wiese bei Kleinenberg endete.

Am Brandort fand die Polizei eindeutige Hinweise auf Brandstiftung. Jetzt sucht die Kripo Zeugen, denen der grüne Scheibenbulli am Mittwochabend vor 21.30 Uhr in Kleinenberg aufgefallen ist. Sachdienliche Hinweise an die Polizei unter der Rufnummer 05251/3060.

Publiziert in Polizei
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