Verpuffung bei Bauarbeiten verletzt Handwerker

Mittwoch, 02. September 2026 22:40 geschrieben von  Michael Fränkel
Bei Bauarbeiten an einer Gasleitung kam es am 2. September 2026 in einem Mehrfamilienhaus am Rippinger Weg zu einer Verpuffung. Bei Bauarbeiten an einer Gasleitung kam es am 2. September 2026 in einem Mehrfamilienhaus am Rippinger Weg zu einer Verpuffung. Fotos: Feuerwehr Paderborn

PADERBORN. Bei Bauarbeiten an einer Gasleitung ist es im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses am Rippinger Weg zu einer Verpuffung gekommen. Zwei Mitarbeiter eines Gas- und Wasserinstallationsbetriebes wurden dabei verletzt, teilweise schwer.

Die Feuerwehr Paderborn wurde am Mittwoch um 10.04 Uhr zu dem Mehrfamilienhaus alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatten die beiden verletzten Mitarbeiter sowie die Bewohner das Gebäude bereits verlassen.

Der Rettungsdienst übernahm die medizinische Versorgung der beiden Handwerker. Anschließend wurden sie zur weiteren Behandlung in ein Paderborner Krankenhaus gebracht.

Für eine mögliche Brandbekämpfung ging ein Trupp unter umluftunabhängigem Atemschutz in das Gebäude vor. Gleichzeitig wurde über eine Drehleiter eine Anleiterbereitschaft hergestellt. Kurze Zeit später konnte der eingesetzte Trupp melden, dass es in der betroffenen Wohnung lediglich zu einer Stichflamme gekommen war. Ein offenes Feuer wurde nicht festgestellt.

Deutlich sichtbar waren allerdings die Auswirkungen der Verpuffung. Durch die Druckwelle wurden unter anderem Zimmertüren aus ihren Verankerungen gerissen und Glasscheiben in verschiedenen Türen zerstört. Zudem wurden Dachflächenfenster aus ihren Verankerungen gedrückt. Von außen war zu erkennen, dass sich durch die Druckwelle mehrere Dachziegel verschoben hatten.

Aufgrund der Verpuffung und der damit verbundenen Druckwelle wurde zusätzlich ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks (THW) zur Einsatzstelle alarmiert. Dieser überprüfte das Gebäude hinsichtlich möglicher statischer Schäden.

Nach eingehender Kontrolle konnte die Gebäudesubstanz als ausreichend sicher bewertet werden. Die Wohnungen wurden daraufhin wieder freigegeben und konnten von den Bewohnern erneut betreten werden.

Die unmittelbar betroffene Wohnung im Dachgeschoss ist aufgrund der Brand- und Raucheinwirkung zunächst nicht mehr bewohnbar.

Der Einsatz dauerte rund drei Stunden. Insgesamt waren etwa 20 Einsatzkräfte der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswachen Süd und Nord sowie das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug der Feuerwehrschule, das TOJ-HLF für „Training on the Job“, im Einsatz.

Eingesetzt wurden zwei Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge, eine Drehleiter, ein Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie der Führungsdienst (C-Dienst). (ots/r)

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