FRITZLAR/BORKEN. Nach zwei Taschendiebstählen in Geschäften in Fritzlar und Borken warnt die Polizei vor Taschendieben. Nach aktuellem Ermittlungsstand spricht vieles dafür, dass beide Taten auf das Konto derselben bislang unbekannten Täter gehen.
Zu den Diebstählen kam es am Montag, 24. August 2026. In einem Fall bemerkte das Opfer zunächst überhaupt nicht, dass die Geldbörse gestohlen worden war. Neben der Suche nach Zeugen nimmt die Polizei die beiden Vorfälle zum Anlass, erneut vor dem altbekannten Phänomen des Taschendiebstahls zu warnen und Hinweise zum Schutz vor solchen Taten zu geben.
Der erste Diebstahl ereignete sich gegen 13.30 Uhr in einem Bekleidungsgeschäft in einer Einkaufspassage in der Straße „Am Hospital“ in Fritzlar. Dort wurde einer 50-jährigen Frau zunächst unbemerkt die Geldbörse aus ihrer Handtasche gestohlen, die sie in einem Einkaufskorb abgelegt hatte.
Bei den mutmaßlichen Täterinnen soll es sich um zwei Frauen mit dunklerem Teint und langen schwarzen Haaren gehandelt haben. Beide waren der 50-Jährigen in dem Geschäft sehr nahegekommen.
Als die Frau den Diebstahl bemerkte, fehlte von den beiden Verdächtigen und dem Portemonnaie bereits jede Spur. In der Geldbörse befanden sich Bargeld, eine EC-Karte und Dokumente.
Noch bevor die 50-Jährige ihre Karte sperren lassen konnte, hatten die Täter bereits wenige Minuten nach dem Diebstahl an einem Geldautomaten einer Bankfiliale in der Kasseler Straße 450 Euro Bargeld abgehoben.
Zweiter Diebstahl in Borken
Zur zweiten Tat kam es zwischen 15 und 15.15 Uhr in der Bahnhofstraße in Borken. Eine 74-jährige Frau hielt sich während dieses Zeitraums in zwei Aktionskaufhäusern auf und schaute sich dort verschiedene Waren an, ohne etwas zu kaufen.
Erst später, als sie in einer Bäckerei bezahlen wollte, bemerkte die Frau, dass der Reißverschluss ihres Rucksacks geöffnet war. Das darin aufbewahrte hellbraune Lederportemonnaie samt Inhalt fehlte.
In welchem der beiden Geschäfte die unbekannten Taschendiebe die Geldbörse aus dem auf dem Rücken getragenen Rucksack gestohlen haben, ist bislang nicht bekannt.
Wer Hinweise zu den Taten in Fritzlar und Borken geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 05681/7740 bei der Polizei in Homberg zu melden.
Polizei warnt vor Taschendieben
Taschendiebe machen sich insbesondere das Gedränge bei Veranstaltungen, in Geschäften oder in öffentlichen Verkehrsmitteln zunutze, um zuzuschlagen. Bereits mit einfachen Verhaltensmaßnahmen lässt sich das Risiko, Opfer eines Diebstahls zu werden, jedoch verringern.
Die Polizei gibt folgende Tipps zum Schutz vor Taschendieben:
- Taschendiebe lassen sich am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute.
- Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.
- Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm.
- Benutzen Sie einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse.
- Legen Sie Geldbörsen nicht oben in Einkaufstasche, Einkaufskorb oder Einkaufswagen, sondern tragen Sie sie möglichst körpernah.
- Hängen Sie Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden – selbst bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung – nicht an Stuhllehnen und stellen Sie sie nicht unbeaufsichtigt ab.
Wer Opfer eines Taschendiebstahls geworden ist, sollte die Polizei alarmieren und Anzeige erstatten. Da Täter – wie in einem der beiden Fälle – nach dem Diebstahl erbeutete EC-Karten für weitere Straftaten nutzen oder dies versuchen, sollten Opfer gestohlene Zahlungskarten schnellstmöglich über den Sperr-Notruf 116 116 sperren lassen. (ots/r)
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