LAASPHERHÜTTE. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Freitagnachmittag auf der L718 zwischen Herbertshausen und Laaspherhütte. Drei Menschen wurden dabei teils schwer verletzt. Ein Mann musste von der Feuerwehr aus seinem Auto befreit werden und wurde anschließend mit dem Rettungshubschrauber in eine Siegener Klinik geflogen.
Wie die Polizei vor Ort mitteilte, war dieser Mann auch Verursacher des Unfalls. Vermutlich, so die Polizei weiter, habe der Mann während der Fahrt einen akuten medizinischen Notfall erlitten und sei dadurch auf die Gegenfahrbahn geraten. Der Mann war gegen 15:40 Uhr zunächst auf der L718 aus Richtung Herbertshausen kommend in Richtung Bad Laasphe unterwegs. Er sei dann auf die Gegenfahrbahn geraten, wo ihm zwei Fahrzeuge entgegenkamen. Eine Frau schaffte es noch, einem Frontalzusammenstoß auszuweichen und wurde lediglich am Heck getroffen. Ihr Wagen drehte sich um 180 Grad und kam in einer angrenzenden Böschung zum Stehen.
Der Fahrer, der mit seinem Tiguan direkt hinter der Frau fuhr, hatte nicht so viel Glück und konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Der Mann wurde beim Aufprall laut Polizei eher leicht verletzt. Auch die Frau aus dem ersten entgegenkommenden Fahrzeug wurde leicht verletzt. Der Mann, der auf die Gegenfahrbahn geriet, wurde hingegen schwer verletzt und musste von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden. Dabei wurde von den Feuerwehren aus Banfe und Bad Laasphe in enger Absprache mit dem Rettungsdienst und der Notärztin des Hubschraubers eine patientenorientierte Rettung durchgeführt. Das heißt, der Patient ist zwar verletzt, aber das Hauptaugenmerk kann noch auf die schonende Rettung gelegt werden und muss nicht auf einer möglichst schnellen Rettung zum Erhalt der Lebensfunktionen liegen.
Im Anschluss wurde der Mann im Rettungswagen weiter versorgt und dann mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Neben der Rettung des Autofahrers kümmerten sich die Feuerwehrleute unter der Leitung von Dirk Höbener auch um den Brandschutz an der Unfallstelle und sie waren bei der Reinigung der Fahrbahn und dem Verbringen des Patienten in den Rettungshubschrauber behilflich. Für die Feuerwehrkameraden aus Banfe war es ein knapper Einsatz, denn ihr Festkommers zum 125-jährigen Bestehen stand kurz bevor. Neben der Feuerwehr waren drei Rettungswagen der DRK Rettungswache Bad Laasphe, sowie dem DRK Rettungsdienst Mittelhessen aus den benachbarten Kreisen Marburg-Biedenkopf und Lahn-Fill-Kreis, der Rettungshubschrauber "Christoph 25" aus Siegen, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Kreises Siegen-Wittgenstein, sowie mehrere Streifenwagen der Polizei im Einsatz. Alle drei Unfallfahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die L718 blieb während der Rettungs- und Bergungsarbeiten komplett gesperrt.








